Mittsommerglückwünsche 2020 für Dich

Geschrieben von hedo holland am .

Sicher möchtest Du auch glücklich sein. Dass Glück an verschiedenen Ecken selbst machbar ist, wirst Du wissen. 

Ein etwas längerer Artikel folgt zur Mittsommernacht, eine der wichtigsten Nächte des Jahres. Er ist am besten langsam zu lesen, besser auszudrucken. Er gibt Fingerzeige, die hilfreich sind. Wenn Du selbst Durchhaltevermögen, Disziplin, Willen und Fleiß schätzt und trainierst, wird Dir einiges zufallen. 

Freuen würde mich, wenn Du das auch so siehst und schätzt. Lernen wir uns bald kennen? Auf dem Rabenhof vom 27.-30. August?   Herzliche Mittsommerglückwünsche für Dich. hedo

hedos persönliche Lehre vom Glück - und gute Glückswünsche zu Mittsommer 2020 für Dich 

Diese Geschichte beginnt anders, als ein Leser so denken mag. Andere Menschen herum jammern zu hören, hat mich schon als Junge gestört. Das habe ich wohl von meinen Eltern geerbt, die viel Leid oft mit Freunden und Liedern überwanden. Mich klar zu informieren, Informationen und Wissen weiter zu geben, habe ich später gelernt.

Meine Freunde der Horte und ich beschlossen, jeder solle sich binnen einer Woche einen Fahrtennamen ausdenken. Ich sann, dass ein Name phonetisch klingen solle und bastelte an meinem bürgerlichen Namen Detlef Holland. „Deho“ klang nicht. „Hode“ ging nicht. So kam ich auf „hedo“, schrieb den Namen jungenschaftlich klein. Und dieser Name wurde Lebensname für mich, für meine Freunde und Bekannten, für Liebe und mein ganzes Leben. pony und schnecke bekamen ihre Namen nach einer Woche verpasst. Auch für sie wurden es Lebensnamen, für pony bis in den Tod.

Ich trage den Namen nun schon 70 Jahre und habe erfahren, was ein Name bewirken kann. Er kann eine starke Kraft sein, hat mich aus Armut, Einsamkeit und aus Blockaden geführt. Ein Name hat ein magische Kraft. Besonders ein selbst gewählter Name.

In der Abendschulzeit fürs Abi stellte ich mich in der Klasse als „hedo“ vor. Gleich wurde gewitzelt „hedo, das ist ja wie „Hermann und Dorothea“, wie sein Weltbürgertum.  („Alles regt sich, als wollte die Welt, die gestaltete, rückwärts lösen in Chaos und Nacht sich auf und neu sich gestalten.“) Das kam dem Thema meiner Geschichte schon näher.

Bei den alten Philosophen Griechenlands entdeckte ich die Hedonisten für mich. Sie wanderten als aristotelische „Peripatetiker“ ihre Kreuzgänge stundenlang im Kreis mit Händen auf dem Rücken und erwogen die für jeden Menschen wichtige Frage, wie Glück gemeistert werden kann.

Mit Fleiß und Ideen, mit Nieschennutzung und Buchhalten, mit Fröhlichkeit und Beständigkeit, mit Liebe und Treue, mit Begeisterung und Vorwärtstrauen, vor allem mit selbstgesteckten nahen und weiten Zielen. Das kommt den Evolutionsszielen des Lebens, der Menschheit schon recht nahe. Mit Fortpflanzung und mit Wohlergehen, mit Weitergabe von Weisheit an Enkel.

Der philosophische Hedonismus war mir auf Dauer zu egoistisch und kühl, nicht genug mit Nähe und Herzenswärme erfüllt. So bastelte ich mir einen ganz persönlichen Sozial-Hedonismus. Mein Denken, das Freude und Glück, Mitmenschlichkeit und Miteinander in den Mittelpunkt stellt und lebenslanges Weiterlernen und Weiterdenken von mir fordert und mich fördert.

Das forderte und förderte mich. Daran habe ich mich bald gewöhnt und gemerkt, dass es mir Erfolg bringt und mich zum „Chef“ macht, trotz meiner Mängel. Ich blieb also „bewegt“, jugendbewegt und erkannte, dass die Meißnerformel: Das Leben vor eigenem Gewissen verantwortlich selbst zu gestalten. Das in Gemeinschaft noch stärker wirkt. Jugendbewegt sein, heißt, innerlich nicht still zu stehen, zu sehen, was hinter den Bergen haust, die Welt zu erwandern, zu erfahren. Das war es auch, was mich später mit Freunden den „Wandervogelbund wieder gründen ließ.

Ich hatte schon vor der Pubertät Blockaden oder Hemmungen, die mich durch Regeln meines impulsiven und dominanten Vaters einerseits und meine verdrängte Sensibilität ein eine schwierige Lage brchten. Bei starkem Antrieb und hoher Empfindsamkeit kam ich in manchen Konflikt und hatte keine gute Anleitung und Hilfe. Das führte zu Verklemmungen, Denk-, Sprech- und Lernblockaden, die ich heute noch zeitweise spüren kann. In besonderen Momenten finde eine kreativ-künstlerische Kraft in mir, die aus mir heraus strömt, mich planen, schaffen, dichten, sprechen und schreiben lässt, wie durch ein Ventil, dass plötzlich alles fließt. Panta Rei.

Diese Kraft hat mich dazu gebracht, vom Manager zum Lehrer zu werden, intensiv zu studieren und anderen Menschen, Jugendlichen und Kindern zu zeigen, wer sie selbst sind, und wer sie werden können, wie ein Mensch lernt, seine Talente, erkennt, Werkzeuge benutzt, auch singen und musizieren annimmt. Und vor allem lernt, die eigene Sprache zu stärken und das Lernen und die Sprache selbst zu nutzen.

Ein Rhetorikkurs hat mir viel dabei geholfen, meine Verklemmtheit zu überwinden und meine Persönlichkeit frei zu entwickeln. Zuerst lernte ich klar und deutlich über Sachen zu sprechen, dann Probleme zu erörtern, zu diskutieren, Lösungen zu finden Später im Novemberkreis übte und lernte ich auch, gut und gern über Gefühle zu sprechen und mich auszutauschen, das Richtige und Wichtige zur richtigen Zeit.

So wurde ich selbstbewusster, gab den Bürojob als Manager beim Jugendherbergswerk ab, studierte Pädagogik und Geographie für Mensch und Welt, war Mitgründer des Miteinandertreffes in St. Georg, der Elbrabenband und der Grünen in Hamburg und mit Freunden bei den drei großen Meißnertreffen.

Weil ich sehr arm aufwuchs, das Wandervogelmilieu aber kulturell und sozial stark erfahren durfte, mag ich jedem wachen, vorwärtsstrebenden Menschen gern raten, dieses Milieu auch heute zu suchen. Wie die Blaue Blum auch das freie Lernen und Denken in sich aufzunehmen, selbst zu leben und an seinem Ort in seiner Region mit ähnlich Suchenden, so ein Milieu zu begründen. Um es stets nahe bei sich zu haben und oft nutzen zu können. Um nicht dem bequemen, oberflächlichen Mode-Konsum zu verfallen. Freudebringende Gespräche, Singen und Musizieren, die Welt zu erfahren und bewährte, schöne Lebens-, Wohn-, Kultur- und Genussformen bringen viel mehr, als bloßer Konsum. Sie stärken meist die Freude und den inneren und äußeren Wohlstand

Das vielen Menschen Seltsame ist, dass oft Pech zu Pech, Glück oft zu Glück kommen, wie auch die klugen Märchen sagen. So kommt zu Freude auch Freude, zu Singen auch Singen, zu Gesundheit auch Gesundheit. So zieht ein guter Freundeskreis und Bund wache Menschen an, die wohltun. Wer gut drauf ist und Freude und Freunde hat, fühlt sich wohl und weniger krank. So habe ich mich trainiert, Schwächen des Alters auch Freude abzugewinnen und auch Enttäuschungen mit anderen Menschen meist gut zu verkraften. So habe ich gelernt, das es gut ist zu lernen, mit sich gern allein zu sein und sich selbst zu lieben, zu denken, zu lesen, zu arbeiten. Als zweites bekommt es mir, in Gruppen gut klarzukommen, anzuregen, Impulse zu geben und nicht leicht enttäuscht zu sein, Frustrationstoleranz zu erwerben. Und als ich das konnte ging es mir auch zu Zweit viel besser mit Ritualgesprächen, Alltag, Fröhlichkeit,  Liebe und Ausgeglichenheit auf Dauer.

Ich habe gelernt, mit offenen Armen auf Menschen zuzugehen, sie anzunehmen, mich und sie zu öffnen, die Masken abzustreifen und zu zeigen, wer ich bin, zu sehen wer Du bist, auch wenn das nicht immer leicht ist. Denn auch ich habe Mängel, wie Du auch und wie jeder Mensch. Da ist eben das Menschliche. Und wer behutsam miteinander umgeht, Mängel annimmt und anspricht und an sich selbst arbeitet, der wird liebenswerter und wird geachtet.

Wenn wir den Tag gemeinsam gut beginnen, wird er besser. Nach dem Aufstehen hat monija schon die Zeitung gelesen und sich dazu Gedanken gemacht. Ich habe Gedanken gesammelt, aufgeschrieben, vielleicht ein Gedicht gemacht und vertont oder einen Artikel geschrieben. Ich stimme die Klampfe. Dann singen wir vor dem Frühstück ein passendes Lied aus dem Greifenliederbuch, dass wir uns gemeinsam aussuchen. Dann wird gefrühstückt, erzählt und dann das Aktuelle besprochen. Und der Tag kann gut beginnen.

Vielleicht lade ich am Tag Freunde ein, schreibe einen schönen Brief oder telefoniere und spreche über Gott und die Welt. Und monija holt einen schönen Blumenstrauß der geht im Wald spazieren. Wenn Du auch so ein Leben führen möchtest, egal wie alt Du bist, dann ruf an, komm er, mach mit beim nächsten Wandervogeltreffen  - Und selbst in schwierigen Zeiten wie jetzt findet sich ein Weg. Da wird auch viel aus dem "Greifen" gesungen, Du kannst richtig mitmachen, nicht nur als Konsument, Dich, Deine Lieder, Musiken, Tänze einbringen, fotografieren, filmen und vor allem in den anderen Zeiten viel sprechen, Dich selbst einbringen, vielleicht mit einem Workshop, Deinen Liedern.... (Dazu liest Du weiteres auf der Webseite www.wandervogel.info)

Auf, dass es unseren Geschwistern, den Wandervögeln in aller Welt, gut gehen möge. Das ist mein Wunsch auch für Dich und die Deinen.

In Freude und Freundschaft.   hedo

  

NB:  Dieser Artikel ist noch nicht komplett. Gedanken fehlen zu monija, zum Miteinander, zum Erfolg meines Rhetorikkurses, zu meinen Haupterfahrungen im Wandervogel und als Lehrer und zum Rabenhof. Auch wird noch manches am Artikel gefeilt. Ich habe ihn mir so "von der Leber" geschrieben. Und ich schreibe ihn ja für keine Wissenschaft, sondern für Dich.

Unser Wandervogelbund "wandervogel e. v." ist ohne Ideologie. Nur für Freiheit, Mitmenschlichkeit, NaturKultur, Singen, Musizieren, Tanzen, Wandern. Wir treffen uns auf dem schönen, blumenreichen Rabenhof. (am Rande von Hamburg, aber schon in Mecklenburg nahe Lauenburg, Boizenburg, Zarrentin.) Kosten bei unseren Treffen sind niedrig, die Umgebung schön. Und Du bist willkommen vorbeizukommen oder zur Wandervogelernte 27. - 30. August 2020 in Lüttenmark mitzumachen. (Teilnehmerzahl krisenbedingt begrenzt. Noch ist Platz.)

 (Zu Hermann und Dorothea:) https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_und_Dorothea#V._Polyhymnia._Der_Weltb%C3%BCrger