Welt Rezensionen

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17 Hippies

CD 1 Best of 20 Years Metamorphosis

CD 2 Freunde aus aller Welt spielen 17 Hippies www.17hippies.com

Sie waren in der ganzen Welt. Aus Berlin aufgebrochenkatapultierten sie ihre Folkmusik 30 Jahre nach vorn. Seither sind sie Spitzenreiter in Musik, Komposition, Bühnenpräsenz und sind beliebt bis dahinaus, dass sie sogar Musikmuffel aus ihren Höhlen locken, um sie live zu erleben. Überall gibt es Nachahmer. Und das ist kein Wunder. Welche Gruppe schafft es schon, die totalen Fetzer mit innigem Gefühl zu verbinden? Dabei ist es logisch: Auch Menschen, die für ihr Leben, ihre Liebe; ihren Beruf, ihr Hobby brennen haben Höhen und Tieren. Und die zu texten, zu komponieren, zu singen, zu musizieren, ohne sich ablenken zu lassen und dabei zu bleiben, die Vielzahl von Instrumenten zu nutzen und die Gefühle stark, laut und leise aber inniglich widerzugeben. Das ist die Kunst der musikalischen Wirklichkeit. Traum und Lebendigkeit gehen ineinander über. Da braucht es nicht die Kriege, die Krisen, die Übersättigung der Welt. Der musikalische Mensch wird zum Klangkörper.

Manchmal kann ich in der Musik der Hippies der Sonne entgegenschwimmen. Manchmal tauche ich ins Meer des Publikums. Manchmal sehe ich die Blüten und die Palmen unter der Sonne und höre dabei die Vögel singen. Themen der CDs wie Schattenmann, Der DJ der heim kehrt, Funken der Berührunge, Stern am Ende der Welt, Lazy friends & promises, Deine Tänen, Frau von ungefähr,Jovano Jovanke, Jolies filles … Stücke, die ich über die Jahre kenne, da jubelt in mir meine Klarinette, da ist mein Herz voller Geigen. Ihr Hippies, ich bin bei Euch zu Haus! Ich könnte so weiter mit Euch quatschen. Danke Kiki fürs Zusenden. Ihr müsstet auf die Titelseite!               hedo

Aufs Maul geschaut *****

Regionalsprachen und Dialekte im deutschen Folk www.profolk.de

Hier gibt es einen Sampler der ganz besonderen Mischung vieler Dialeltke aus ganz Deutschland. So etwas hat es noch nicht gegeben. Als Folk nur Englisch war, kam eine Zeit, in der es schwer war, auch den Folk der deutschen Sprache bekannt zu machen. Nachdem das mit Qualität gelungen ist, haben es nun viele Mundartengruppen geschafft, sich durchzusetzen, alte Stück aus Archiven zu sammeln, aufzuarbeiten und zu musizieren. Und das hat eine Qualität in vielen Landschaften und bei vielen Gruppen erreicht, dass zu hoffen ist, dass sich diese Impulse verselbständigen und die regionalen Kulturen wieder beflügeln, wie es in Irland und Schottland der Fall ist. (Und dass die bei uns in Deutschland aus dem Kommerz entstandene volkstümliche Musik nach ihrem Bierkater für viele überflüssig wird.) Es gibt heute bereits so viele Musiker, die wieder in die Archive gehen und forschen, dass sich etwas bewegt.

Dr. Ralf Gehler aus Hagenow hat die Musik von 16 Mundartgruppen zusammengestellt und damit ein neues Genre der „Vereinigten Mundarten“ aufgezeigt, das in den Radiosendern der Länder neue Sendezeiten verdient. Das Folkpublikum müsste nach einer weiteren CD dieses Genre lechzen. Und viele könnten sich anstecken lassen, die bisher nur Bayerisch gehört hatten. Es geht vom Thürigischen übers Platt zum ‚Friesischen, zum Pfälzischen, zum niederallemannischen vom Rhein, zum Jiddischenzum Hunsrück, zum Oberbayerischen bis zum Dutch, dem Apallachen-Deutsch in den USA. Viele Dialekte vom Ostpreußischen bis zum Elsässischen, vom Fränkischen, bis Saarländischen, vom Tiroler Deutsch bis Schwäbischen fehlen noch.

Für euch Leser werden die Gruppennamen interessant sein: Hüsch, SpuimaNovas, Kalüün, Holger Saarmann & Viv ian Zellter, Herzgesapnn, Martin Schütt, Ziganimo, Em Huisken, Why didn*t They Ask Evans? (Hunsrück9; Kay Kankowski, Stefan Straubinger, Spillwark.

Diese CD ist keine Anthologie im eigentlichen Sinn, denn die Musiken sind so schön, so herrlich hörbar und so aktuell und lebendig eingespielt, dass mir so ist, als ob ein Aufatmen, eine Hoffnung durch die ganze Folkszene gehen könnte. „Was haben wir doch für Schätze, und was für Können!“ Da gibt es keine Resignation Romantik hat sich mit Wirklichkeit und Selbstbewusstsein gepaart und lässt unsere Folklore neu erblühen!

Olaf Sickmann – Slow (2015)

Nach „New Living Room“ (2013) setzt Olaf Sickmann seinen stilistischen Werdegang auf sechs Stahlsaiten und kultivierter Monophonie fort und präsentiert ein Album aus einem Guss. Indes frühere Alben – so Sickmann – eher eine Zusammenfassung von Stücken unterschiedlicher Zeiten darstellten, zeigt sich der 2015er Silberling nun umso geschlossener. Binnen eines halben Jahres hat der Komponist nicht nur die 13 Titel des Albums geschrieben sondern präsentiert mit der CD auch ein 29-seitiges E-Book (Noten / Gitarrentabulator) zum Nachspielen seiner Melodien. Sickmann umwirkt die alltagsbenamsten Titel mit wohlfeilen Melodien, die ebenso eingängig wie nachhaltig nachklingen, und vor allem von der Kunst des Wenigen zeugen. Freunde überbordender Großformationsklänge dürften mit dem Album bisweilen wenig anfangen können, wer indes die Kunst des ästhetisch Notwendigen sucht, wird in „Slow“ einen schier unerschöpflichen Fundus eines in sich ruhenden Komponisten und Gitarristen finden. Zwischen den einzelnen Tönen, die niemals als Akkord geschlagen werden, entfaltet die zwölf Titel ihre Kraft durch das Nach- und Ineinanderklingen der Melodien. Spielerisch unermüdlich, gleich dem unendlichen den Strand mündenden Wellengang, verschwenden sich die stahlsaitenen Tonfolgen, ohne dabei jedoch der Beliebigkeit anheim zu fallen. Ein gleichermaßen stilles, wie eindrucksvolles Gesamtkunstwerk, das im Ganzen weit mehr als die Summe seiner Teile darstellt. MH

Franken “Herz”

Das “Who is Who” der fränischen Musikszene Teil 2 www.intraton.de

Wie beim ersten Mal wieder 3 CDs nun die CDs 4-6

„Erst die Musik machte den Menschen“ und Nietzsches „Ohne Musik ware das Leben ein Irrtum” sind kategorische Sprüche, die wohl die meisten Musikenthusiasten bejahen können..

Der Verlag INTRATON fasst die weit gefächerte Fränkische Musik auf diesen CDs zusammen, die eine Dynamik, ein Eigenleben, eine Kraft versprüht, ein hoffnungsvolle Zukunft ausstrahlt, wie es von kaum einer Mundartszene ausgeht. Kein Versinken in tümelnde Musik, sondern Humor, Frechheit, Aufmüpfigkeit, Umweltdenken und volles Leben, Weltweitheit und Regionales. Die Dreiteilung zeigt die Breite der fränkischen Bands und Liedrmacher: Eine CD Teils Hochdeutsch, eine Fränkisch, eine Englisch.

Ein paar Themen: Eisbären weinen nicht, Das Pendel des Schicksals, Staatenlos, Bakshish, Kalenderblatt, Sambesi, Ich bin in derer Stadt derhamm, Wilder Wein, Bayreuth Song.

Bekannte Musikanten sind dabei: Fitzgerald Kusz & Chris Beier, Ihre Kinder, Ernst Schultz & Wundertüte, Le-Roy, Feelsaitig, Llevelynn, Kevin Coyne, Quantensprung, SandyWolfrum,

Dillberg, Holger Stamm und viele andere.

Es sind musiskalische Schätze, die mit einem Konzert am 3. März mit vielen Bands ins Orpheum-Kino in Nürnberg ein großes Konzert gaben. Klar, dass so ein Ereignis des 3 CD—Regionale-Samplers “FRANKENHERZ“ gefeiert werden muss.



Radio Vienna

Sounds from the 21st Century

www.galileo-mc.de

Vier Frauen und drei Männer – Feuer aus Wien. Sie nannten es Austropop, aus dem sich mit Jazz, Soul und Blues ein besonderer Wiener Stil entwickelt hat. Und sie singen ihre Songs in alpenländisch – österreichischen weichen Klang, Romantisch, aber immer ironisch und ketzerisch.

Das ist eine Art von kritischer Freude, ein Kompliment mit Bissigkeit. Dann kommen Chansons dazu, fast wie Balladen gesungen und Stücke mit polnischen, rumänischen und englischen Namen. Wien wird wieder die Pforte zum Balkan, zur Welt und zum Himmel der Musik. Und die Band Radio Vienna trägt dazu bei.



Dori Friedman

free dirt www.galileo-mc.de

Die hübsche Dori singt mit ihrer hellen Stimme wunderschöne Lieder, manchmal schön mit Geige, meist mit Gitarre und mit viel Rhythmik. Nur mit Kastagnetten singt sie einen tollen Rock’n Roll. Und dann wieder schöne Lebens- und Liebeslieder.

Dann ein Liebeslied fast wie eine Hymne mit Inbrunst gesungen. Sie ist eine außergewöhnliche Songpoetin und Sängerin. Weshalb sie ihre schönen Lieder „free dirt“ nennt, wurde mir nicht bekannt. Die Texte der zehn songs sind abgedruckt.



Jens Kommnick *****

Redwood Preis der deutschen Schallplatte           www.jenskommnick.com

Hier gibt e seine ganz besondere CD aus vielen Gründen. Jens verbindet Instrument mit Fingerfertigkeit, Komposition mit schönen Gedanken, Musik mit Leben. Er ist in Norddeutschland zu einem der bekanntesten und besten Folkvirtuosen geworden.

Als wir uns vor vielen Jahren bei einem der ersten Möllner Festivals der Elbraben kennenlernten, oder war es in Uelzen in der Jugendherberge, die früher das Haus des Uelzener Henkers war an dem Elbraben-Herbstfest, als gleich nach der Wende viele DDR-Bands dabei waren? – da hatten wir schon Jens Virtuosität bewundert und sein Tiefsinniges Geschick, seine Seele mit seiner Musik zu verbinden. Viele Folkies auch aus dem Westen, die heute bei den norddeutschen Folkfesten einen Namen haben wie Jens-Peter Müller, Jörg Fröse, Uwe Thomsen, Ralf Gehler, Peter Kingerske, Frajo Krafeld, Jutta Schütte, Anne Tempelmann, Karin Meinhardt waren auch dabei. Es brodelte herrlich zwischen Ost und Welt. Da, Jens, trugst Du auch dazu bei? Ich meine, wir haben uns einiges zu fragen und zu erzählen und vielleicht voneinander zu lernen.

Als Multiinstrumentalist spielt Jens neben der Gitarre Bouzouki, Mandoline, Oktavgitarre, Laute, Keltische Harfe, Geige, Bratsche, Cello, Bassgitarre, Whistles, ‚Blockflöten, Uilleann Pipes, Drehleier, Piano, Cembalo.

Die Stücke der 3.(?) Solo-CD sind zumeist unbegleitet mit Jens‘ neuer Meistergitarre von George Lowden gespielt. Wegen der Gitarrendecke „Redwood“ bekam die CD ihren Namen.

Er spielt zauberhaft Eigenkompositionen aber auch traditionelle Stücke aus Irland, der Bretagne, aus Dänemark, aus der Renaissance und dem Barock aktuelle Stücke aus England, USA, Frankreich und Schweden. Einige der Stücke sind von Jens‘ Freunden gefunden und gespielt worden. Das zeigt, dass Jens sich freut, wenn er direkt oder indirekt Beziehungen zu den Musiken hat. Das Booklet mit vielen Hintergründen, Geschichten, Fotos und Impulsen auf Deutsch und Englisch ergänzt diese schöne CD ausgezeichnet.

Jens schreibt in seinem Vorwort zur CD: „Ich hoffe von Herzen, dass ihr die Freude, die ich beim Musizieren empfinde, beim Lauschen mit mir teilen könnt!. Seine feinen Töne hatten mein Herz schon gewonnen. Dein Satz spiegelt mein Empfinden wider. Ich kann Dir stundenlang zuhören. hedo



Oum

Zarabi   www.galileo-mc.de

Wunderschöner arabischer Gesang, sparsam begleitet mit einer einer schön klingenden Oud und mit Maultrommel. Dann wieder Solospiel mit der Oud, in das der Solgesang später einstimmt. Dann kommen eine Gitarre und Trompete Und schließlich gibt es Stücke mit der Oud-Trommel und Trompete, mit Kastagnetten, Kora und Bass. Alle Stücke sind von der Sängerin Oum El Ghait Benessahtraoui geschrieben, komponiert und arrangiert. Ein Booklet mit Übersetzungen fehlt. Das Cover ist besonders schön gestaltet.



Lieder + Tänze von Föhr + Amrum

V. F. Faltings, Jan I. Faltings, D. Werner:

Ein Beitrag zur inselnordfriesischen Musikgeschichte

Die FolkPost der LAG Folk Schleswig-Holstein wies in einer ihrer letzten Ausgaben auf diesen Band hin, und ich habe ihn mir zu Weihnachten gewünscht. Hier nun eine kurze Vorstellung.

Es ist schon etliche Jahre her, dass ich auf der Insel Föhr einen Osterurlaub verbracht hatte. Dass Friesisch und Plattdeutsch nicht das gleich sind, wusste ich schon. Dass es einen Unterschied zwischen Westfriesisch, Ostfriesisch (leider ausgestorben) und Nordfriesisch gibt, konnte ich mir denken. Unsere Vermieterin klärt mich dann noch auf, dass im Nordfriesischen weiterhin zwischen dem Festlandfriesisch und dem Inselfriesisch und beim Inselfriesisch noch einmal zwischen dem auf Föhr, Amrum und Sylt unterschieden wird. In diesem Buch konnte ich nun lernen, dass auf der Insel Föhr zumindest früher auch noch zwischen dem Ostland- und dem Westlanddialekt unterschieden wurde. Soweit zur Einleitung.

Nun aber zu dem Büchlein.

Der Band besteht aus einem Textteil (gut 100 Seiten) und einem Notenteil (gut 60 Seiten). Im Textteil geht V. F. Faltings auf die, wie er schreibt, nicht gerade üppige Quellenlage ein, stellt die Notenquellen und einige Tänze dar und geht dann recht ausführlich auf einige besonders typische Lieder ein. Wegen der Bedeutung der Schifffahrt und des Fisch- und Walfangs ist es nicht verwunderlich, dass Einflüsse aus England, den Niederlanden, Dänemark und natürlich auch aus den norddeutschen Gegenden zu erkennen sind. Interessant sind die vielen Zitate aus alten Briefen und Berichten, die die Anlässe und Orte beschreiben, zu denen bestimmte Lieder und Tänze gesungen und gespielt wurden. Als Musikinstrument spielte die Geige eine besondere Rolle.

Der Notenteil wird durch eine knapp drei Seiten lange Vorbemerkung eingeleitet. Darin weisen J. I. Faltings und D. Werner darauf hin, dass die alten Aufzeichnungen – wie wohl immer - einige Fehler enthalten. Die 66 ausgewählten Melodien haben sie deshalb nur vorsichtig korrigiert, um die Originalmelodien nicht zu verändern. Bezüglich der Spielweise empfehlen die beiden eine gewisse Anlehnung an den Stil der heutigen Spielleute auf der dänischen Insel Fanö, denn die Musik auf der Westseite der jütländischen Halbinsel dürfte in früheren Zeiten einige Gemeinsamkeiten aufgewiesen haben.

Beide Autoren des zweiten Teils sind Mitglieder der jungen nordfriesischen Folkband Kalüün. Von ihr gibt es bereits eine CD mit dem Titel Spöören. Auf der Homepage der Band (www.kaluun.de) finden sich zahlreiche Tonbeispiele, wo wir hören können, wie die Musik klingen kann. Und natürlich kann man die CD (14,99 EUR zzgl. Versandkosten) und das Buch über diese Homepage auch kaufen. Beides Leute zu empfehlen, die etwas tiefer in die interessante Materie einsteigen möchten.

(Peter Wachner 02/2016)







Reelroad

Past the Gates  www.cpl-music.de

Die russische Band ist viel zu Siebt unterwegs, wie der Name sagt, ein Freundeskreis. Sie singen und musizieren wunderschön melancholische, traditionelle Stücke. Mindestens 20 Instrumente haben sie dabei, 5 Männer; 2 Frauen und auch ein Baby. Zu den traditionellen Instrumenten kommen E-Bass und Schlagzeug.

Und wenn es zum Fest geht, dann kommt eine enthusiastische Lebensfreude auf. Wie im Russischen üblich, wird die Festmusik oft mit Übermut und Temperament mehrstimmig geschrien und gejuchzt, eine überschäumende Herzlichkeit. Aber auch besinnliche Balladen kommen dazu, die Herzen schmelzen lassen. Es ist das 4. Album der Band. Mit ihrer Polkapower haben sie sich auf ihren großen Touren ein begeistertes Publikum erobert, dass ihre Dorffestmusik mit Kaljuka, Zahleika Zither, Bratsche und Trompete mag. Außerdem unterrichten sie auch überlieferten russischen Volkstanz. Eine Band, die den Namen „Tausendsassa“ verdient und öfter nach Deutschland eingeladen werden sollten, wenn ein Volkstanzkreis sein Jubiläum mit einer russischen Wochenwerkstatt bereichern möchte und beim Fest auch die herrlichen russischen Tänze dabei haben möchte über Troika und Bjelolitzka hinaus. Past the Gates, wie die Platte heißt – Über die Grenzen hinaus.



Matt Patershuk

I was so Fond of You

www.blackhenmusic.com

Der westkanadische Chanson-, Country- und Bluessänger singt beeindruckend Songs. Und wer ihn gehört hat, wird ihn nichtvergessen. Seine Stimme zur Gitarre, dann Geige und Flöte dazu. Matt‘s Stimme zur Slide-Gitarre mit vollen Basstönen ist einmalig und dazu eine Mundharmonika. Mit ihm singt eine Frau. Die Liedtexte findest Du unter www.mattpasterschuk.com. Die CD ist eine wundervoll – bittersüße Mischung von Melancholie und Freude und wird für viele ein Leckerbissen für die Ohren sein.



Kinky Friedman *****

The Loneliest Man I Ever Met

www.rattaymusic.de

Kinky singt seine wunderbaren Lieder und Balladen zur Gitarre begleitet von seinen Freunden und Gönnern. Er ist eine einzigartige Persönlichkeit und es scheint, als ob er nichts macht, als zu singen und da, mit seiner herrlich tiefen Stimme, die er so wunderbar einzusetzen weiß.

Als ob er einen besonderen Rhythmus hätte. Und wenn dann die Mundharmonika bluesig einstimmt und die Einsamkeit sehnsuchtsvoll vertieft, begleitet von herrlichen Bassläufen auf der Gitarre, dann ist die Welt wieder heil. Dann vergess ich zu essen, vergess‘ ich zu denken und höre nur noch zu. Die Lieder schwimmen auf den Klampfentönen. Bloody Mary Morning, Christmas, Freiheit, Gestern, zu Hause, I was born on the Wandrin‘ Star (mit Kazoo?), und dann der Nachtigallgesang am Berkley Square.

Eine einzigartige Platte.

Feelsaitig

Folkpiggings 30th Anniversary Deluxe Edition Remastert www.intraton.de

Die zweite LP von Feelsaitig “Folkpiggins”, die 1985 erschien, gibt es jetzt auch auf CD und das remastert mit Bonustracks. „Feelsaitig“ sind wie der Name sagt Feinfühler der Saiten, Meister der feinen Töne. Sie haben einen neuen Stil geprägt, den man neue regionale zeitkritische Folkmusik mit Kritik, Ketzerei und Frechheit nennen könnte, mit englischen Einsprengseln, aber besonders Frankenmusik. Sie singen mit Begeisterung zusammen Lieder im irischen Stil auf Deutsch und Englisch mit schöner Mehrstimmigkeit und reißen ihr Publikum mit, dass der Saal brodelt.

Sie benutzen auf der CD viele Evergreen – Musiken die an alte Volksmusiken, Gassenhauer und Küchenmusiken erinnern und im Land verwurzelt sind. Feines Gitarrenspiel, fetzige Banjotöne und eine feine Mandoline ergänzen sich.Sie können aber auch Buegrass – Country. Und immer wieder zeigt sich, dass viele 30 Jahre alte Texte noch aktuell sind. Zum Ende der CD bringen sie als 14. Lied in wunderschöner Interpretation das Lied „Es geht ein dunk’le Wolk‘ herein“. Dazu kommen auf dieser CD noch 8 ! Bonustracks. Neben der tollen Musik ist für mich, dass die Band sich über all die Jahre treu geblieben ist. Mit ihrem Bayreuth-Fest sind sie schon seit vielen Jahren verankert. Viele Gastmusiker und Freunde waren seit Jahren immer wieder dabei, z. B. Reiner Rumpf, Reinold und Gerhard Dettlaff. Schade, dass sie keine Texte bei der CD beiliegen haben und schade, dass sie nicht öfter durch Deutschland bis zu uns in den Nordosten touren. Dafür gibt es jetzt die Aufnahmen auch als Downloadalbum. h



Bündische Bardentreffen

Wie in den Jahren zuvor ist sie professionell erstellt und mit infor-mativen Inlays ausgestattet. Da die meisten Liedertexte sich im Internet finden lassen haben wurde auf eine Textbeilage verzichtet (Dort nicht auffindbare Texte können von der Homepage abgerufen werden.)

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Jacques Stotzem

Mit „To Rory“ widmet sich Jacques Stotzem der Musik des 1995 ver-storbenen Gitarristen Rory Gallagher.

Anlässlich des zwanzigsten Todestages des irischen Musikers ruft uns der Meisterpicker aus Belgien die, wie er selbst sagt, „unerreichte Musikalität“ Gallaghers in Erinnerung und erweckt dessen Musik auf seiner Akustikgitarre zu neuem Leben. Dass ihm dies so beeindruckend gelingt, liegt ebenso an der musikalischen Kraft von Gallaghers Musik wie an der gitarristischen Perfektion und Ausdrucksfähigkeit Stotzems, und so gelingt Stotzem nicht nur eine Hommage an einen großen Musiker seiner Zeit, er unterstreicht wieder einmal, warum er selber zu den führenden europäischen Akustikgitarristen gehört. 

Übrigens: diese CD gibt es auch auf Vinyl! Bitte wählt dazu oben unter „Format: Langspielplatte“ anstatt „CD“ aus.



Akustik

Swing a Sud

Maurizio Geri Swingtett

www.galileo-mc.de

Das italienische Quintett Saitenkünstler bringt wunderschöne Tanzmelodien gitarrenbegleitet mit Akkordeon und Perkussion, mit Blasinstrumenten und besonders mit Flöten. Sie umgarnen mit ihrer schönen Musik. Der wunderschöne Gina-Walzer. Und dann singen sie auch noch dazu mit schmelzender Stimme. Ein sagenhafter schneller Swing begeistert. Die weiße Taube dann, neu interpretiert, klingt nach Zigeunerjazz. Es ist eine vielseitige Musik, der man stundenlang zuhören kann. Die poetischen Texte der gesungenen Lieder und die Arrangements stammen von Maurizio



Karlijn Langendijk &

Tim Urbanus

Leap of Faith

www.acoustic-music.de

Die beiden jungen holländischen Gitarristen ergänzen sich sich, spielen sich an, antworten sich und schaffen Stimmung. Ihr Rhythmus macht neugierig, ihre Melodien verleiten zum Träumen. Ihr Debutalbum überzeugt mit Ideenreichtum und regt mit Spielfreude an. Seit drei Jahren sind sie mit ihrer Musik unterwegs. Ihre CD haben sie gut zusammen gestellt. Wann kommt die nächste? h



Giovanni Palombo

Retable (Retabel)

www.acoustic-music.de

Der italienische Fingerstyler hat Freunde in aller Welt, mit denen er seine Stücke eingespielt hat. Dabei sind die bekannten Gitarristen Claus Boesser-Ferrari, Peter Finger, Luis Borda und Michael Manrig. Die Collage voller Bilder, Freude, Lockerness und Fingergewandtheit schafft Atmosphäre und hellt Stimmung auf. Ein Retabel ist eine Bilderwand hinter einem Altar, und damit eine Art sakraler Collage. Die Solonummer „Halleluja“ trägt dem Rechnung. Unter den neun wunderschönen Stücken ist „W Paco“ eine Hommage an den spnaischen Meistergitarristen Paco de Lucia.



Silvio Schneider

Crossroads  

www.acoustic-music.de

25 Jahre ist Silvio auf der Tour. Auf dieser CD bringt er elf seiner besten und meist neueren Stücke vor. Aus vielen Stilen hat er sich einen ganz persönlichen Sound erarbeitet, aus weltweiten Klängen eine verträumte zusammengestellt. Von Traum und Beschwingtheit führt er zum Groove bis zum melancholischen Abschied. Dadurch ist die anregende CD auch musikalisch rund und erholsam. Jörg Naßler, Volker Schlott, Gitta Viertel, Tom Götze, Tim Hahn und Jörg Ritter wirken mit. Wunderschön das Schlussstück „Nocturne“.    



Paulo Bellinati &

Christina Azuma

Pingue Pongue

www.acocustic-music.de

Die beiden brasilianischen Gitarristen entfachen ein Feuerwerk. Die beiden kennen sich seit 1988 und sind beide durch ihre Solokarrieren weltbekannt. Sie spielen Stücke von Bellinati, Sardinha, Anzuma, Jacomino, Lopes und Jobim. Damit schenken sie uns eine Reise durch hundert Jahre brasilianischer Gitarrenkunst.

Pingpong bedeutet für die CD das gegensetige sich Anspielen für das Zusammenspiel, für die Harmonie.

Eine traditionelle Violao de seresta – Gitarre mit Stahlsaiten und eine klassische Gitarre geben zusammen mit Gitarrenspiel auf höchstem Niveau ein Herzen erwärmendes Klangbild. Romantisch und virtuos gespielt, ein Hörgenuss.