Zukunft des Folkloretanzens

Geschrieben von hedo holland am .

Freudetänze - Wohlfühltänze

Es gibt einige leichte Mitmachtänze, ich nenne sie „Freudetänze“ bei denen sich gleich Freude auf den Gesichtern der Tanzenden zeigt. Einer davon ist der Fröhliche Kreis. In Tanzkursen wird meist nicht darüber geredet. Dabei ist das besonders wichtig, weil diese Tänze sich besonders zum Einstieg eignen. Insbesondere dann, wenn das Publikum ins Tanzen einbezogen werden soll, um es für den Tanzkreis zu gewinnen.

Es passiert ein „Aha“-Erlebnis. Ich habe noch nie gesehen, dass das im Fernsehen gebracht worden ist. Es ist faszinierend, wie sich die Gesichter der überraschten Neuen in Kürze verwandeln. Das muss dringend gefilmt, dringend deutlicher gemacht werden, denn das kann für die Zukunft wichtig werden. Um Öffentlichkeit zu bekommen, gilt es das Fernsehen auf unsere Seite zu bekommen. Und hier bei diesem Thema begegnen sich unsere Interessen. Es gilt, Filmemacher dafür zu interessieren, diese Erlebnisse in ihren Filmen unterzubringen, die Freudemöglichkeiten zu verdeutlichen, die Mitmachmöglichkeiten anzukündigen.

Dass Kinder so leicht zu „fangen“ sind, weiß jeder. Dass das aber auch mit Erwachsenen geht, ist vielen unbekannt. Bei Jugendlichen ist das zur Zeit am schwersten, da sie am meisten Vorurteile und Modeabhängigkeit haben. Sie leisten teils Widerstand. Aber auch sie sind zu gewinnen.

Ich zähle nun ein paar Tänze auf, die sich besonders gut eignen:

  1. Hoida
  2. Baumtanz (mit Zweigen und Wurzeln im Sturm)
  3. Chulu
  4. Fuchstanz (mit Kindern in der Mitte)
  5. Löwenzahntanz (mit Geschichte)
  6. Griechenland
  7. Cowboytanz (von Annette)
  8. Fröhlicher Kreistänze
  9. Pippi Langstrumpf (von Hedo)
  10. Break Mixer
  11. Virginia Reels
  12. Willow Tree (mit Prinz Charles)

Es sind

  1. Kreistänze (1-6) 
  2. Reihentänze (7-8) 
  3. Mixer (9-11) 
  4. Gassentänze (12-13)

Wer diese Tänze so locker beherrscht, dass er sie einem fremden Publikum leicht nahe bringen kann (vielleicht mit einer Liveband), hat Fähigkeiten zu einer „Tanzmeisterin“ oder einem „Tanzmeister“.

Besonders für Musiker bietet sich an, so etwas zu trainieren, um bei Hochzeitsgestaltung durch die Band eins der Segmente gute zu beherrschen, damit die Oma mit dem Enkel auch heutzutage wieder fröhlich tanzen kann. Hochzeiten waren seit Jeher die Hauptdomäne der Folkloremusiker. Und das können und sollten sie wieder werden.

Wer es bei Massenfesten versuchen will, melde sich als Tanzmeister und die Band zu einem der alle 2 Jahre stattfindenen Evangelischen Kirchentagen an. Mitwirkende Staatsangestellte und auch andere Berufstätige können dafür durch einen besondere Erlass des Bundespräsidenten frei gestellt werden. Die Evangelischen Kirchentage sind das größte Massenspektakel, dass es in Deutschland gibt. Wir haben von Bühnen mit bis zu 7.000 Leuten auf einmal getanzt. Diese Feste trugen wesentlich dazu bei, dass der Folkband - Name „Elbraben“ in der Szene berühmt wurde. Das war nicht das Wichtigste. Wichtiger war, dass das Mitmachtanzen dadurch in ganz Deutschland schon vor über 20 Jahren bekannt wird, so dass es heute über 100 Folkbands gibt, die zum Mitmachtanz aufspielen. Teils verwenden sie noch die Elbrabenmelodien, Die Tanzliste ist erweiterbar. Bands haben andere Mitmachtänze dazu genommen.Vielfach haben sie auch für die alten Tänze neue, fetzige Melodien gefunden, vielfach auch Sets mit Schlagern der zwanziger Jahre, Volksliedstrophen oder selbst Klassikmusiken, Klezmerstücke, Zigeunermelodien, Tangos, Musettewalzer, Bourreés .....

Das lässt sich auch gut machen, wie Volker Hartz (Diakon aus Braunschweig, St. Pauligemeinde) es seit vielen Jahren bei den Kirchentagen macht, indem er ohne Band mit CD.-Verstärker und ein paar Tanzfreunden Tanzen bei den Kirchentagen anleitet. Volker hat viele eigene Mitmachtänze entwickelt, (so wie auch viele andere TanzmeisterInnen) die sich sehr gut eignen. Leider sind die noch nicht veröffentlicht.