Schwalben sind noch auf dem Rabenhof

Geschrieben von hedo holland am .

Schwalben

Noch sind Schwalben hier

Vor vier Jahren hatten wir am Rabenhof über 200 Schwalben. Wir bekamen das Eingangsschild vom NABU als vogelfreundliches Haus.

Nach drei Bruten hatten sich die Schwalben gut vermehrt. Das Gezwitscher ums Haus hatte zugenommen. Die von uns vorbereiteten künstlichen Schwalbennester wurden fast alle von den Schwalbeneltern angenommen, da es bei uns in der Natur zwar Wasser aber kaum Lehm zum Nestbau gibt. Auch ein kleiner Lehmhaufen, den wir hinlegten, wurde gut angenommen. Wir waren sehr froh darüber. 

Dann kam 2018 der erste trockene Sommer. Es gab so gut wie keine Mücken, Bienen, Schmetterlinge, Wespen und Fliegen. Die Schwalben  fanden kaum Nahrung, mussten weit fliegen, brüteten kaum. 

Nun ist wieder ein heißer, trockener Sommer gekommen. Die 30 Schwalben, die kamen, haben zweimal gebrütet. Und nun sind etwa 80 Schwalben da und bereiten sich auf ihren Herbstflug nach Süden vor. Mücken gibt es nur wenige hier unten. Oben in 20 m Höhe etwas Meer. Der durch Regenwasser gespeichert Ökoteich ist nur halb voll. 

So erleben wir  die Ökokrise hier bei uns am Hof jeden Tag. Wir sehen, dass es die Eichen, die Obstbäume und selbst das Gras schwer haben auf unserem einfachen Sandboden im Urstromtal der Elbe. 

Der Grundwasserspiegel ist bei uns niedrig. Deshalb können wir gut Wasser pumpen und den Boden düngen, so dass gerade tausend Blumen blühen. Aber das ist der schöne Schein, der mit viel Mühe besonders durch monija geschaffen wird. 

Dass es Tiere und Pflanzen viel schwerer haben, als vor einigen Jahren, ist klar zu beobachten. Hinzu kommt noch, dass auf dem Maisfeld hinter dem Flurrain gespritzt wird, und die sonst üppigen Waldreben am Zaun fast verschwunden sind. 

Das ist die Klimakrise im Garten selbst erlebt in unserem kleinen geschützten Biotop vor der eigenen Tür mit Weidendom und Insektenhotel.