LOGBUCH: ARTIKEL, MITEINANDER, FAHRTEN, GESCHICHTEN

Geschrieben von Thomas König am .

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Warum Wandervogel?  Warum steigt die Nachfrage?  

  1. Der Wandervogelbund stellt sich Corona: Der Wandervogelherbst 2020 ist trotz corona freudebringend gelaufen. Die Nachfrage für die Wandervogel-Winterwoche 2020 ist gut. Kaum einer ließ sich einschüchtern. Wir sind ausgebucht. Das Sorgsamprinzip hat sich bewährt. Wir haben das Konzept dennoch erweitert.
  2. Die Wandervogel-Webseite wird viel angeklickt. Die Zeitschrift online bewährt sich und wird viel gelesen. So kommen unsere Informationen an mehr Leser. Wandervogel spricht sich herum.
  3. Die neuen Wege des Wandervogels mit seiner Freude, seiner Hoffnung, seinem NaturKultur, seinen neuen Liedern und Liedernächten, seinen herrlichen Festen wird bekannter. Es reisen mehr und mehr Wandervögel von weither, auch aus dem Ausland an. 
  4. Wir sind ein kleiner Bund, der wächst. Wir sind gespannt, wie sich Regionalgruppen entwickeln. Unsere überregionalen Kerngruppen Elbraben, Rabentänzer, Feuersänger, Wandervogelchor, Nachtdurchsänger stärken sich, ca. 50 % männlich, 50% weiblich.
  5. Neben Foto und Film wächst das Musizieren. Die Hälfte der Wandervögel spielt ein Instrument. Unsere Workshops tragen dazu bei. Auch die schönen neuen Lieder, z Z das Singen aus dem Liederbuch "hedos lieder", das es im spurbuch-verlag zu kaufen gibt. 
  6. Wer im Wandervogel mitmachen will? melde sich, gern auch mit Freunden, mit Familie. Wer mit Liedern und anderem bei den Feuersängern auftreten will? Wer an seinem Ort aktiv werden will? Wir freuen uns auf Dich. 0152 2198 3817.
  7. Menschen - für Mitmenschlichkeit, Miteinander, Singen, Fahrten, Naturkultur, Frieden sind willkommen. Du kannst auch in einem anderen Bund sein oder im Nabu, im BUND oder vegan.  Wir sind aber gegen Nazis, Missbrauch, Terror, Willkür.

Was bedeutet mir die Blaue Blume?

Die Blaue Blume ist für mich mehr als die Liebste. Sie mir Glück, oft selbst geschaffen, das, was ich für mich Glück nenne.Und ich finde die Blaue Blume ab und zu, oft ganz unverhofft am Wegesrand des Lebens. Hier eine leuchtende Blume, ein Lächeln, ein Lachen, ein schönes Lied, da ein Kennenlernen eines tollen Menschen, Zuwendung, Liebe, Vertrauen, Zuversicht, Freude, Erfolg, Anerkennung, Hoffnung. Ein Spaziergang, eine Wanderung kann mich schon glücklich machen. Und wenn ich dann eine blaue Blume sehe, wird mir oft plötzlich klar, dass ich glücklich bin, voller Freude. Ein Lied das mich in Schwingung versetzt, die Klampfe oder Waldzither greifen lässt. Ein Gedicht, das mir plötzlich eingefallen ist, dass ich es aufschreiben und vielleicht gar vertonen konnte. Ein gutes Gespräch, das anregt, mich weiterbringt, bei dem ich anderen Wissen, Freude, Glück vermitteln kann. Ein Wochenende mit Menschen mit Wandervögeln, auf das mich lange vorher freuen kann. Die Erholung nach einer Krankheit, einer Enttäuschung, einem Unwohlsein oder Müdigkeit oder einem Rückschlag und Freude über meine Stärke Geht es Dir ähnlich? Bin ich damit nahegekommen, an die „Blaue Blume“ des Wandervogels?

Eichendorffs spätromantisches Gedicht "Die Blaue Blume" ist melancholisch. Unser Bild von der Blauen Blume ist hoffnungsvoller. Wer schreibt dazu?

Wie ich zum Tanzen kam. 

Einmal im Monat nach dem 2. Weltkrieg war mein Vater um Hamburg herum unterwegs mit seiner alten Wandergruppe. Meine Mutter und Onkels und Tanten waren auch dabei. Etwa 30 Leutchen, vom Arbeiter bis zu Akademikern, drunter auch Helmut Schmidts Vater Gustav. Zwischendurch wurde immer eingekehrt. Ich bekam einen Apfelsaft, Onkel Alwin Eindorf setzte sich ans Klavier, und es wurde gevolkstanzt. Das hieß bei uns gescherbelt. Lott is dot und andere plattdeutsche Tänze, auch mal ein Walzer oder ein Bunter. Dazu wurde meist gesungen. Auch beim Wandern. Die Wanderungen gingen bereits 1945 wieder los. Ich war Elf, das beste Alter, um beim Tanzen einzusteigen und mitzumachen. Das war lustig, auch wenn nur ein paar Kinder dabei waren. Aber bei den Alten war eine überschäumende Wandervogelfreude dabei. Gerade nach dem Krieg. Es war eine Aufbruchszeit. Alle warteten, dass wieder ein großer Wandervogelbund kommen würde. 

Die alten Wandervögel waren vielfach im Volksheim für Arbeiterbildung aktiv gewesen. Ich hörte, dass es beim Volksheim in Fuhslbüttel einen Volkstanzkreis geben solle. Ich war 12 und lief die sechs Kilometer von Dehnhaide bis Fuhlsbüttel im Dauerlauf, lernte dort richtig tanzen einmal in der Woche bei Erna und Hans Lünzmann, alten Kommunisten, die ehrenamtlich mehrere Jugendgruppen leiteten. Da tanzten wir die ganzen Bunten., aber auch die Annenpolka, Ländler und vieles mehr. Ich lernte Anna Helms-Blasche kennen, die einen Abend für uns mit schwedischen Tänzen gestaltete. Es war Aufbruchsstimmung auch hier. Musikant war Richard am Bandoneon.

Dann lernte ich den Ring für Heimattanz kennen, tanzte bei den Pulmers, aber sie waren mir zu streng. Da wurde Volkstanz ritualisiert. Es wurde gearbeitet und nicht so viel gelacht, selbst beim offenen Tanzkreis Friedrich-Ebert-Damm jede Woche in der Nähe des S-Bahnhofs. Ich sparte mir eine Matrosenhose mit dem weiten Schlag und mit Klappe. Das fand ich zünftig. Ich hatte gerade die Fahrenden Gesellen kennen gelernt und engagierte mich dort intensiv, baute eine Horte auf, wir sangen viel. Aber Volkstanzen gab es hier noch nicht. Eine Gruppe eines Wandervogelbundes hatte ich noch nicht kennen gelernt und überlegte, wie ich Volkstanzen dort etablieren könnte. 

Wir gründeten in der Schule Münzstraße am Hauptbahnhof zusammen mit dem Deutschen Wanderbund einen Volkstanzkreis. Die Geigen-Musik spielte eine alte Frau aus dem Wandervogel, die einen Webladen in der Langen Reihe hatte. Sie war nach wohl einem Jahr zu alt. Es gab keinen rechten Ersatz. Einem Akkordeonspieler waren die Tänze zu schwer. Er übte auch nicht richtig. Da hatten wir mit unserer Barmbeker Horte schon eine Turnhalle einmal wöchentlich zur Verfügung. Dort spielten wir Volleyball und immer mehr Jungs aus anderen Bünden kamen dazu. Da sprach ich Ernst Wolter als sehr guten Tanzmeister von dend Naturfreunden und Richard, den Bandoneonspielter an. Ich verlängerte unseren Abendtermin über den Hausmeister meines Gymnasiums und warb fürs Volkstanzen. Die Mädchen strömten in Scharen, und so waren wir bald an jedem Abend 30 - 40 Leutchen nach dem Volleyball und Duschen. Es wurde flott gevolkstanzt und gesungen. Einmal war durch die Familie Duensing Larry, der schwarze Tanzmeister aus den USA dabei und zeigte uns USA Mixer und Reihentänze. Das Tanzen machte uns einen rieisgen Spaß. Wir in der Horte fanden bald fast alle Freundinnen druch den Tanzkreis. Und es kammen Leutchen nicht nur aus unserem Bund, sondern vom Deutschen Wanderbund, von der fkk-jugend, vom Wandervogel DB, von der Gefährtenschaft, von den Unitariern, den Naturfreunden, bündische Hamburger Studenten und viele andere. Wir waren offen, frei und dynamisch. Manchmal hatten wir auch zentrales Treffen der 9 Hamburger FG-Horten. Und wir übten für die FG-Feste in Marxen, wovon ich noch einige Fotos habe. Manchmal fuhren wir auch mit mehreren raus nach Marxen und tanzten unter der Bahbrücke mit Batteriesplattenspieler nach den Singles von Walter Köhler Tänze im Scheinwerferlicht des VWs von Walter Rieckmann. 

Später besuchte ich im Matthias-Claudius-Gymnasium Kurse für internationales Folkloretanzen bei Hilke Lange, Frau des damaligen Bezirksbürgermeisters in Hamburg-Wandsbek. Da lernte ich den Hashual, den Misirlou, den Zauberkeis, den Ma Nawu, besonders israelische Tänze, die durch Ela Klindt an der Uni gelehrt wurden. 

Als ich das Kulturzentrum "Miteinander" gründete, gab es viel Bedarf nach einem Tanzkursus. Da wir dafür noch keinen Raum hatten, mieteten wir uns gegenüber bei der Gemeinde ein, und ich leitete einen Gesellschaftstanzkursus. Da taten sich Paare schnell zusammen, und die anderen, die keinen Partner hatten, saßen auf der Schlingelbank und waren nicht besonders begeistert. Da brachte ich ein paar Mixer wie die Bauernpolka, den Zauberkeis, den Branle du Quercy ein, und im Nu war die Stimmung großartig. Bald mieteten wir die Turnhalle Rostocker Straße und einen Raum im Haus der Jugend St. Georg und tanzten. Die Räume quollen über. Ich war da schon Lehrer und wurde außerdem Referent bei der Volkshochschule und hatte einen 3. udn 4. Tanzkreis im Matthias-Claudius-Gymnasium. Heidi wurde dann meine Koreferentin. Sie lebte dann bald mit dem Leiter der Volkshochschule zusammen. Ich wurde meinen Referentenposten lols, denHeidi übernahm, behielt aber den Montagstanzkreis "Hamburger Volkstanzkreis", der 20 Jahre bestand, von Astrid Kühnle und mir geleitet wurde und nun von Gerhard Corinth in der Altentagesstätte der AWO in Hamburg-Eilbek weiter geführt wird. Mittlerweile sind die TänzerInnen zwischen 70 und 90.

Als ich 1994 nach Lüttenmark in Mecklenburg zog, fehlte mir das Tanzen. Ich fuhr noch zwei Jahre montags nach Hamburg, um den Tanzkreis zu leiten. Dann gab ich ihn an Astrid und Gerhard ab. 2000 gründete ich dann zusammen mit Ingrid Krüger die Rabentänzer im Wandervogel e. V. die es bis heute gibt. Wir haben ein paar Jüngere dabei, nehmen an den Wandervogelfesten teil und tanzen dort, meist mit Annette van den Steen und Huub de Jong aus den Niederlanden und mit Marianne Lange auch Neckargemünd. Die Schwarzenbeker Tänzer sind oft bei unseren drei Bundestreffen und Jahresfest dabei. Und wenn wir Feste haben, spielen die Elbraben als Mitmachtanzband, die eine offene Struktur haben und sich laufend verjüngen.Die Elbraben sind auch im Miteinander in Hamburg-St.Georg entstanden und spielten zuerst für den Miteinandertanzkreis, um dann später Schallplatten und CDs zu bespielen und viele Auftritte in Deutschland und Europa zu haben.

Unsere Bigband-Notnmappe, unser Greifenliederheft und unsere große Tanzkartei und Tonträgersammlung haben uns sehr geholfen. Heute lernen wir viele Tänze über Video, besonders aber von unseren Freunden und großartigen Referenten.  hedo

„zeitschrift briefe“ tusk und die fg

Irgendwie bin ich immer Fahrender Geselle geblieben. Nicht nur, weil meine Badetücher immer noch blau und gelb sind. Auch meine Gedanken kreisen oft um meinen Jugendbund, in dem ich großartige Jahre, Fahrten, Erfahrungen und Entscheidungen erlebte. Und der in seiner heutigen Form von einigen Extremisten zu Unrecht weiterhin pauschal als eng  national verurteilt wird. Das ist falsch. Und was im Internet steht, müsste mit Positivmeldungen überschwemmt weden.

„Die Fahrenden Gesellen, Bund für deutsches Leben und Wandern“, ist die Nachkriegsbezeichnung, den Wiedergründer des Gründungskapitels nach dem 2. Weltkrieg bei der Wiedergründung annahmen, als sie sich vom Nationalismus und vom Kaufmannsbund trennten. Auch der Mädelwanderbund wurde wieder gegründet. Damit war der Bund geöffnet für jeden, der sich nicht an der schwammigen Formel vom "Deutschen Leben" akzeptierte.

Als wir in der Jungenhorte begannen, unsere "Bündigung" zu hinterfragen, stellten wir alles Mögliche erstmal auf den Kopf. Wir fuhren ins Ausland, trugen unsere Erfahrungen in den Bund, kürzten „Fahrende Gesellen“ ab, schrieben die Abkürzung auf tusksche Art klein „fg“ und gaben die „briefe“ heraus, besonders für die Hortenführer des Bundes, trugen Russenkittel, Jujas, hatten Kohten und eine Jurte und zählten uns zur „jungenschaft“. Kleidung und Wörter zeigten unsere Haltung, den Wunsch nach Freiheit, Frieden, gemeinsames Aufbauen, Fahren, künstlerisches Schaffen und Lernen. Wer unsere handgeschriebenen Liederbücher, unsere Schriften und Einladungen sieht, wird das verstehen.

Parteipolitisch waren wir nicht, hatten aber schon ein paar Ziele. Die ersten Ansätze für Naturerhalt, gegen Flussbegradigungen und Zersiedlung, für Wildtiere und schöne, alte Bauwerke. Und auch gegen Unterdrückung deutscher Sprache im Ausland und für Friesen, Juden und Sorben in Deutschland. Wir lernten den Spruch über dem Hamburger Rathaus auswendig „Libertatem quam peperere, mojores digne studeat, servare posteritais“, frei übersetzte: „Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen.“ Und das versuchten wir weltweit zu sehen für alle Menschen.

Das „Deutsche Leben und Wandern“ sahen wir nicht schwammig und verbissen vordergründig, sondern versuchten es mit Kunst und Kultur zu füllen. Mit Grafik und tusk als Lehrer. Dazu dann Lieder, besonders Antikriegslieder und die ersten Umweltlieder. Wir lebten ja mitten in Hamburgs Trümmern und Volkstanz nach Anna Helms, aber weltweit. Wir luden den in Deutschland weilenden Jim Hawkins, einen schwarzen Tanzlehrer ein, uns amerikanische Tänze beizubringen. Jim war bei der Familie Duensing zu Gast. Der Bruder von Wilhelm war bekannter Volkstanzlehrer in den USA.

„Deutsches Leben und Wandern“ störte mehrere von uns.  Wir schrieben es fast nie, sondern meist nur kurz „fg“ für Fahrende Gesellen. Für uns wurde es zu einem neuen Begriff von Heimat. Eine Heimat, die unsere Fahrtenländer mit einbezog über die Grenzen Deutschlands hinaus. Das, was wir erfahren hatten und liebten, war unsere Heimat.Wir dachten weiter und fuhren ins Ausland.

Für uns zählten besonders Marxen in der Nordheide, unser Volleyballspiel, unser Volkstanzen, unsere Kunsthefte, Das Singen unserer Lieder am Feuer, auch Finnland, Schweden und Dänemark. Weiter reichte unser Fahrtenhorizont noch nicht. So kostete die erste Finnlandfahrt für jeden 160 Mark für drei Wochen, Fähren und Bahnfahrt bis zum Hafen südlich Stockholms inbegriffen.

Mit dieser Einstellung hatten wir einen guten Start. Und viele Jungen im armen Arbeiterstadtteil Barmbek wollten zu uns. Da wir auch beruflich mit Lehrer und Weitebildung auf Abendschulen zu tun hatten, brachten wir es nur auf zwei Horten. Die Lütten waren die Seeräuber, die Älteren hießen Deutschritter.

Die meisten Hortenführer hatten sich um die „briefe“ gruppiert und besprachen ihre Bedürfnisse und  Denken untereinander und veröffentlichten Gedichte, Erzählungen. Pepi und hedo schrieben Gedanken zur Zukunft. Hedo schrieb Märchen und kleine Theaterstücke auf Anregung von tejo. So hatten wir uns gut eingerichtet. Doch die fg waren nicht demokratisch, sondern aristokratisch aufgebaut. Wenn einer aus der Bundesführung ausschied, wurde ein Nachfolger von ihr selbst ausgewählt. Da ergaben sich Widerspüche, die dazu führten, dass es zum Bruch kam.

Ich wurde zu einem Gespräch zitiert, fühlte mich derart angegriffen und belieidigt, dass ich kurzerhand den Bund, die Horten, den Tanzkreis und die Freunde verließ. Im Moment war das radikal und schwer verständlich für mich und meine Freunde. Im Nachhinein hat sich das für mich persönlich sehr bewährt. Ich ging zur Freischar, lernte viel von doc und wurde nach dem Abendabi Lehrer. Ein Fahrt nach an die Elbe an die zersprengte Brücke gegenüber von Dömitz mit den Älteren sollte mein Verhalten erklären. Der Bruch mit dem Bund war nicht zu kitten. Für mich eröffnete sich eine jugendbewegte, freie Zukunft. Das führte dazu, dass ich lebenslang bündisch blieb und dazu beitrug den verbotenen Wandervogel e. V. wieder zu gürnden.                                                                                                     hedo

8788C230-CF2D-43D0-A833-E3BD650E7B3B_1_100_o.jpegLERNEN LERNEN IN DER SCHULE UND AUSSERHALB DER SCHULE - LERNTECHNIKEN, LERNHILFEN, DIGITALES LERNEN, AUFSTIEGSMÖGLICHKEITEN

Lernen ist nicht mehr Feuerzangenbowle, sondern Villa Kunterbunt. Ja, da hat der Journalist aus dem Presseclub heute Recht. Initiativen von der Basis stärken, Technik ausstatten, und  einen runden Tisch eines Bildungsrates durch Kultusministern gründen, der Anregungen sammelt und für die Minister praktikabel macht mit neuen Konzepten. Außerdem Lehrer, die sich schwer tun, helfen und Schülergruppen, die es schwer haben besonders unterstützen. Dann kommen wir zu einer neuen Pädagogik und zu mehr Bildungsgerechtigkeit. Dazu kommt auch, dass Familien, die es schwer haben, zu unterstützen. Dazu gehören auch mehr Entscheidungsmöglichkeiten für Lehrerkollegien und Schulleiter mit Basissicht. 

Was passiert für Kinder, die zu Hause allein sind? Was passiert für neu eingewanderte Ausländerkinder? Was passiert mit Kindern, in denen Tradition und Sprache Lernen behindert? Welche Möglichkeiten gibt es für Menschen, die keine Schule haben, und die weiter kommen möchten? Menschen zu weit weg von Städten mit Fortbildungsmöglichkeiten.  Aufstiegsmöglichkeiten sind für Menschen in Kerngruppen leichter, auch für Wandervögel. Gegenseitige Anregungen und Hilfen, intensive, vertrauensvolle Gespräche werden immer wertvoller.

WALDZITHER

Die Waldzither wurde erst in Hamburg, dann in Thüringen durch die Jugendbewegung wiederentdeckt. Heute spielen bekannte Folkies die 'Waldzither. Einige von ihnen unterrichten sie auch: Jochen Wiegandt, Peter Bursch, Jürgen B. Wolf, Jochen Riemer, Anderes: Anderes Holz, Hüsch Band. Bei Wandervogeltreffen wird sie öfter unterrichtet. Die Waldzither klingt wie ein Orchester. Und sie lässt sich für Anfänger recht leicht lernen. Allerdings braucht sie für Tremoli und für weiter führende Akkorde schon einige Übung und ein gutes Ohr. 

1EAE7416-4E13-43DF-A508-249A75441430_1_105_c.jpeg  ZUM TANZEN UND MUSIZIEREN IN DER DDR AUS EIGENEM ERLEBEN.

Die Urgruppe der Elbraben kam aus dem Wandervogel und ihm nahen Gruppierungen. Es war ca. 1986 vor der Wende, als wir von der Folktanzband Elbraben ein paar Einzeleinladungen zum Leipziger Tanzhausfest in der alten Kongresshalle erhielten, wo ca. 1.500 Tänzer ihr jährliches Tanzhausfest tanzen wollten. Mit dabei waren viele der wichtigsten Volkstanzpersönlichkeiten der DDR, von denen ich einige durch meine häufigen Besuche schon kannte. Wir kamen einzeln mit Eintrittskarten rein, tanzten mit, und ich wurde dann gebeten, die anderen Elbraben auf die Bühne zu holen und den Tänzern al Tanzmeister ein paar israelische Tänze zu zeigen. Meines Wissens waren von uns Atti und Jutta aus Hamburg auf der Bühne, und Andreas und Christiane, die in Mittenwald Geige studierten. Das mit dem Tanzen klappte gut. Vielleicht 600 Tänzer und Tänzerinnen konnten die sechs Tänze schnell mittanzen. Nach dem Tanzen ließ mich Christel Ulbrich (?) an ihren Tisch bitten, an dem auch mehrere andere geladene Volkstanzveteranen saßen. Wir plauderten u.a. darüber, dass ich des Volkstanzens öfter in der DDR sei und auch bei einem der großen DDR-Tanzfeste mit der Familie Lünzmann aus Hamburg in Rudolstadt gewesen sei. Sie erzählte mir, dass sie schon seit Wandervogelzeiten Volkstanz mache und in der DDR den Volkstanz voran gebracht habe zusammen mit Eva Sollich und die Musik mit vielen, engagierten Folkbands. Sie sei schon seit vielen Jahren mit Erich Hockecker befreundet. Und einmal im Jahr würde er seine alten Freunde einladen und dann würde gemeinsame gesungen und musiziert. Er sei privat ganz anders, als er im Westen dargestellt würde, versicherte sie mir glaubhaft.Herbert Oetke habe ich zusammen mit Vitor Rengstorf in seinem Haus in Rissen besucht, als er wohl schon weit über 80 war, so wirkte er auf uns. Wir hatten uns mit mit Freude mit seinem Buch „Der Deutsche Volkstanz“ intensiv beschäftigt und hatten viele Frage. Er erzählte uns, dass er das Buch in Zusammenarbeit mit Kurt Peters vom Volkstanzarchiv heraus gegeben hätte, mit Auflage zuerst in der DDR und dann in Wilhelmshaven. Wir sprachen beim Tee besonders über die Sünnros, von der er sagte, sie sei früher nur im Hüpfgleitschritt und nicht im Wechselschritt getanzt worden.  Dann sprachen wir über Achterümtänze, Entdeckungen von Kurt Bellmann (?) aus Neugraben und über Hochzeitstänze. Dann erzählte er uns seine Wandervogelgeschichte. Er war mit Anna-Helms Blasche und ihrem Mann, mit Emil Boettcher (?) und den Pulmers einer der Sammler uns Tanzmeister um die Geestländer Tanzkreise. Als Tanzreferent kam er weit herum und wurde auch öfter ins Saarland von Erich Honecker eingeladen, der dort Sprecher der Sozialistischen Arbeiterjugend war, und das Tanzen und Musizieren förderte. Nach 1945 fragte ihn Hockecker, ob er nicht Tanzreferent in der DDR fürs Volkstanzen werden wolle, er hätte die Chance, Professor zu werden. Herbert Oetke fand die Aufgabe großartig, war aber weder Kommunist noch Sozialist und verheiratet mit einer Ärztin in Hamburg. Herbert Oetke ging die Woche über nach Berlin, behielt seinen Hauptwohnsitz in Hamburg und bekam Aenne Goldschmidt als Vorgesetzte, wurde kein Professor und bekam nicht einmal einen Doktortitel. Er war der Maßgebliche Sammler in der DDR. Und Aenne Goldschmidt wurde Professorin und konnte die „Handbücher des Deutschen Volkstanzes“ herausgeben, die sachlich und nüchtern als Lehrbücher gut geeignet sind. Das Herzblut der Begeisterung des Wandervogels für den Volkstanz, das haben dann die später erschienenen Bücher 1 +2 des „Deutschen Volkstanzes“.  Die Bücher sind zwar wissenschaftlich geordnet, erzählen aber Geschichte in Geschichten mit Forschungsergebnissen und Vermutungen in plastischer Form für künftige Generationen. Jüngeren Menschen wird es so ermöglicht, alte Tänze nachzuempfinden und wieder neu zu kreieren.  Mit seiner Erzählweise übertrifft Herbert Oetke nach meiner Einschätzung die Geschichtsbücher der Liedforscher Erk-Böhme und Steinitz und ist damit ein wertvoller Schatz für jeden, der deutschen Volkstanz voranbringen will. Der 3.sehr umfangreiche Band sollte ein Volkstanz-Lexikon werden. Näheres weiß ich nicht. Auch die Wilhelmshavener vom Heinrichshofen-Verlag haben ihn bisher nicht gedruckt. Vielleicht ließe er sich durch die Deutsche Gesellschaft für Volkstanz mit Fördermitteln jetzt noch drucken? Herbert Oetke zu Ehren.  hedo holland

4C1EAAA2-2C23-485C-A23A-D9155B7271A2_1_105_c.jpeg Schwerter zu Pflugscharen: Friedensziele Dänemark+Deutschland : Israel+Plästina (Jordanien/Gaza).           GRAFIK: Helge Karnagel. 

Der Welt-Nobelpreis für Frieden gebührt Deutschland und Dänemark für die Konfliktlösung zwischen Nordschleswig = Süderjütland und Tönder einerseits und dem nördlichen Schleswig-Holstein andererseits. Mit Schulen, Bibliotheken, Parteien auf beiden Seiten für die dänischen und deutschen Minderheiten ist ein mehrspsrachiger kultureller Raum entstanden der durch Förderung von beiden Staaten wächst, blüht und gedeiht. Das ist eine zukunftsträchtige Entwicklung, die Beispiel sein kann für viele Staaten mit grenzüberschreitendenen Bevölkerungsgruppen. Gegenseitige Gleichberechtigung und Solidarität. Zwischen Israel und Palästina ist es bisher umgehehrt gelaufen. Zwischen beiden Seiten wird Hass geschürt. Israel weitet seine Siedlungsgebiete in Palästina unberechtigt aus. Und Palästina agiert mit Terror. Hintergrund sind nicht nur unterschiedliche Volksgruppen. Unterschiedliche Religionen, Kulturen und Bildungsstände stoßen auf einander. Worüber kaum gesprochen wird ist, dass die Araber Palästinas prozentual weit mehr Kinder haben, als die Israelis, so dass in Israel eine gegenseitige Toleranz aus der Furcht vor arabischer Übervölkerung in Israel besteht. Wenn Frieden das Hauptziel ist, wird es in erster Linie Israels Sache gegenüber den umliegenden arabischen Staaten sein, einen wehrhaften Staat zu haben und andererseits Gleichberechtigung anzustreben. Die Siedlungspolitik führt nicht dazu. Wie die Furcht vor Überfremdung bei gleichberechtigten Staaten zu bewältigen ist, weiß es nicht. Da braucht es neue Impulse. Allein mit Öffnung für Zuzug von Juden aus aller Welt ist das nicht zu schaffen. Wer von Arabern und anderen kann Rat geben für die genannte Angst?

Behörden und Notzeiten

Als die große Flüchtlingsmenge kam, mussten hier am Wochenende viele im Wald übernachten, weil die Aufnahmestelle bei weitem überfordert war. Es dauerte einige Tage, bis die Verwaltung die Situation im Griff hatte. Bevölkerung, Sportvereine, neue Gruppen, die Hilfsvereine gründeten reagierten sofort mit Hilfsbereitschaft und Engagement. Dazu waren die Behörden nicht in der Lage bis auf viele Behördenangestellte. Seither habe ich eine recht kritische Haltung gegenüber der situativen Schlagkraft von Behörden. Die Situation ist jetzt in Pandamiezeiten eine gleiche. Vorsorge durch Behörden geht langsam oder scheint meist kaum möglich. Einkauf und Beschaffung von Hilfsmaterialien und, Rekrutierung von Ehrenamtlichen gelingen durch Behörden nicht. Den Technischen Hilfsdienst, der in Notfällen bereit sein sollte, auch um Materialien zur Verfügung zu stellen, ist nicht entsprechend ausgebaut. Die Zentrale für Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ist in Kiel. In unserem Landkreis gibt es einen kleinen Ortsverband in unserer Kreisstadt Ludwigslust, der nicht zu erreichen ist. Behörden und Medizinwesen sind überfordert und weiter an Wochenenden geschlossen. In Arztpraxen sind Termine oft nur nach Monaten zu bekommen. Krankenhäuser sind für Kranke selbst bei Notfällen teils geschlossen. Die personelle und materielle Ausstattung von Behörden. Ist oft so mangelhaft, dass viele Behördenangestellten resigniert haben. Dringende Wochenendhilfe ist oft unmöglich. Großartig ist, dass 93% der Bürger besonnen reagieren und kurzfristige Einschränkungen hinnehmen. Dass es Einschränkungsvorschläge gibt, die übers Ziel hinausschießen, ist verständlich. Aber die realen Entscheidungen werden nicht durchgeführt:

  1. Gesetzgebung zur Verpflichtung von Firmen, kurzfristig benötigte Materialien herzustellen gegen überschaubare festgesetzte Entlohnung.
  2. Vorangiges Sorgen für laufende Tests für Medizin- und Sozialangestellte, für Verkäufer, für Reisende und zusammen Tätige ist zu fordern.
  3. Größere Berichterstattung für kritische, nicht panikmachende Berichterstattung fand für politische Opposition sowie für täglich eine Stunde Verhaltensunterricht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen mit entsprechender Aufklärung. Die gegenwärtige Berichterstattung ist einseitig und auch zu coronabezogen.
  4. Es Ist dafür zu sorgen, dass künftig Produktion in Europa und Bevorratung von Materialien für Krisenfälle entsprechend eingerichtet werden. Der Einsatz digitaler Mittel ist dann einzusetzen, soweit er deutschlandweit bzw. in Europa gesichert ist und nicht durch andere Staaten, Interessengruppen, Hacker gestört werden kann.

Viele Behördenangestellte arbeiten weiterhin sehr gut und würden bei plötzlicher Notzeit auch an Wochenenden arbeiten. Unser System ist darauf nicht vorbereitet. All denen, die zuverlässig und bei Not auch mehr arbeiten, herzlichen Dank vom Wandervogel. 

5FAA8185-5D2C-484C-BDB7-08C0833C32D3_1_105_c.jpeg  DDR - Fahrten

Jeden 2. Monat war ich als Hamburger drüben, wohne jetzt in Mecklenburg und verfolge mit großem Interesse, wie Ost und West mit ihrer Folkie - Vergangenheit umgehen.  Im Westen ist es die Waldeck mit den Festivals Chanson International, im Osten sind Gundi, Karls Enkel und trotz allem die Liedbewegung, beim Tanzen einige Ideen von Christel Ulbrich und Ensembles. Eine fast gleiche Entwicklung haben in der „Mitmachecke“ die herrlichen Mitmachfeste auf Straßen und Plätzen, in Sälen und auf Bühnen. Im Leipzig war eins der Highlight – Ursprünge die schöne, alte Leipziger Kongresshalle, im Westen waren es die ersten Festivals in Mölln und auf dem Ludwigstein. Nun hat sich vieles weiter entwickelt. Nach der Wende vereinigte Rudolstadt die Folkies in Ost und West. Als das dort mehr und mehr zum Weltmusikfestival wurde, ging es ab in die Niederungen vieler Dreißiger bis Hunderter „Feste“ und Wochenenden in Nord und Süd, in ost und West, halb privat, halb Lernen, halb tolle Atmosphäre, teils die menschlichsten Referenten. Das Hinaustragen des Politischen hat nachgelassen. Dafür wird bei den Festen – oft mit Kindern – ein zukunftsgewandtes Denken gelebt mit Singen, Tanzen und Musizieren, Kultur in der Natur, wie es selbst in Waldorf- oder Steinerschulen selten zustande gebracht wird. (Preiswert) Es zeichnet sich Trends ab. Das Singen, Tanzen und Musizieren mit Kindern könnte zuerst in diesen kleinen Nischen wieder einen höheren Stellenwert bekommt.  Die gemeinsame Festtafel – ein gemeinsam gefeiertes Essen und Trinken – bildet vielfach den Mittelpunkt. Das Umgehen Miteinander ist bei manchen dieser „Feste“, mitmenschlicher und intensiver, als in der Gesellschaft üblich. Neue werden integriert, nicht nur nach ihrem Können am Instrument, beim Tanzen oder Singen, sondern nach ihren Impulsen mitzumachen und sich einzubringen.  Es entstehen mehr und mehr solche „Feste“. Hinzu kommen die Tanzhäuser im Norden, die Folkbälle im Süden und Westen (Hier fehlt es im Osten noch) die Folkszene zu vernetzen und in einigen Orten zusammen mit den „Festen“ und mit der Bildung von Folkclubs oder Folkinitiativen eine subkulturelle „Folkecke“ zu schaffen, die mit Konzerten, Tanzabenden, Musiziertreffen bis in die Öffentlichkeit hinein wirkt und mit der Zeit in bestimmten Regionen den „Negativtouch“ von Folklore für die ab 40jährigen verändert. Darüber hinaus schaffen es einige Folkies, mit ihrer gesammelten Freude und Erfahrung, folkloristische Kulturfestivals in einigen (noch wenigen) Städten neu zu etablieren und wachsen zu lassen. Mit einer guten Mischung aus Internationalität und heimischen Wurzeln liegt hier eine  Chance, Folklore für die Öffentlichkeit??????  zu entstauben und zu etablieren, so dass auch die Folkkünstler ein wenig zusätzlich die Chance bekommen, etwas zu verdienen, (was sonst nur wenigen mögolich ist.) Beim Folk bringen Auftritte, Feste, Festivals, touren, CDs den Künstlern und Veranstaltern bis auf Ausnahmen nicht viel ein. Folkkünstler müssen anderweitig hinzu verdienen. Die Fleißigsten von ihnen haben deshalb eine neue Art alternativer kleiner Musikschulen, Tanz- und Tonstudios gegründet und halten sich so über Wasser. Wenn auch die Schwächen der heranwachsenden „neuen Folkszene“ im Öffentlichkeitsbereich, weiter im Entertainment und besonders im „Verdienen“ liegen, so zeigt sich eine „Folkielust“, ein Überlebenswille, eine große Freude zu internationalen und eigenen Folklore, dass mir um die Zukunft der Folkies in Deutschland nicht bange ist.

Mecklenburgs Vor- und Nachteile

Mecklenburg ist eines der schönsten Regionen Europas, mit Wasser und Grün, mit guter Luft und Weite, Mit stolzen Bäumen, buntem Himmel und starkem Mond.

Die Schulen jedoch sind leider nicht besonders. Es fehlt an Ausstattung, guter Zahlung für die Lehrer. Viele Menschen wandern ab, auch Lehrer. Weshalb wanert ein Mensch ab, aus dieser schönen Heimat? Die Löhne sind 30 Jahre nach der Mauer entschieden niedriger. So wird in Hamburg druchschnittlich 13 Stunden monatlich weniger gearbeitet und jährlich 13.371 Euro mehr verdient. Die Renten sind dadurch meist höhger und die Urlaubszeiten sind in Hamburg im Westen meist länger. Der Arbeitsdruck ist in Mecklenburg auch noch höher. Diese große Kluft ist derart ungerecht, dass von hier aus die Hälfte der Arbeitenden jeden Wochentag nach Hamburg fährt. Was das an CO2 und Umweltschäden produziert und an Lebenszeit kostet ist eine Folk dieser Superungerechtigkeit. hedo

1.Grün Mecklenburg, du baumreiches Land, von Linden gesäumt und von Eichen gebannt, du Land der Alleen mit Wiesen und Klee, du Land der Weite, du Land an der See.

  1. Grün Mecklenburg mit glasklaren Seen, mit stolzen Bäumen und sturmreichen Böen, mit Wolkengestalten wie sonst nie geseh'n, Grün Mecklenburg, du bist wunderschö
  2. Grün Mecklenburg, du uriges Land, mit buntem Sonnenuntergang, mit Mondschein wie's ihn sonst nirgendwo gibt. Wer ist nicht in Mecklenburg verliebt?

Kulinarische Ostseefahrten

Wir haben die Ostseekünste ausprobiert und uns entschieden Kühlungsborn, den größten Badeort Mecklenburgs als unseren Favoritenort zu wählen, weit vor Usedom, Rügen, Darss und Boltenhagen.Und da haben wir uns fürs Morada Strandhotel mit Meereswasserwellenbad mit Wassermassagen, Jungbrunnen und Superfrühstück entschieden, weit besser, als billigere Morada Resort. Hier waren wir im Coronajahr mehrmals eine Woche und empfehlen es für gemeinsame Fahrten, besonders für ältere Wandervögel.

Abends pflegen wir das Kulinarische und haben viele Restaurants ausprobiert. Die besten Restaurants in Kühlungsborn bekommen bei uns in diesem Sommer folgende Reihenfolge: (Kühlungborn Ost + West + Mitte = KO, KW, KM)

  1. Mantra, indisch, KW, Ente gegrillt, Mangomilchshake, das beste je gesehene und gegessene Papadam.
  2. Portofino, italienisch KM, Steak 1, Antipasti
  3. Fischerklause, KW, Fischsuppe, Scholle, Störtebekerbier
  4. Hafenkneipe, KW, Matjes mit Bratkartoffeln.
  5. Gallo Nero, italienisch, KW, Vegetarisches, Antipasti

Am besten ist es, um 4 – 4:30 zum Essen zu gehen, oder einen guten Tisch zu reservieren. Nach Kühlungsborn West fuhren wir mit dem ortsbeliebten Rumpelpumpel-Gefährt, um nicht zweimal die drei Kilometer wandern zu müssen. In den Gaststätten mussten wir den Maulkorb tragen, was uns wegen des Genusses leicht fiel.

FREIHEIT & CORONA.            (Nach den Gesprächen beim Erntetreffen) 

Zwar hat die Regierung iin Bund und Ländern während der Krise manches gemeister. Vorsorge, Gesundheitswesen, kleine Leute aber wurden nicht gut behandelt, ausgestatt und versorgt. Vieles ging auch zu Laster der Kinder, der Jugend, der Freiheit.

Den Unmut und die Demonstrationen kann ich nicht nur verstehen, sondern ich teile manches, bin für verantwortliche Demonstrationen. Wo kann man sich sonst als Bürger und Wähler aktuelle Luft verschaffen außer bei Demos und vielleicht durch Presseartikel, wenn sie denn gedruckt werden?

Die Massen der „Protestanten“ wurden zwischen 23.000 und 100.00 eingechäfzt. Nehmen wir mal den Schnitt 60.000. Davon sollen 3000 Rechte dabei gewesen sind. Das wären dann 5%. Die Medienmeldungen betrafen in von mir gelesenen sechs Zeitungen und einigen Fernsehsendungen etwa zur Hälfte die Rechten, die prozentual weit mehr Aufmerksamkeit und Platz erhielten, als die ca. 95% redlicher Protestbürger. Das bedeutet für mich, dass die Rechte durch sensationsgeile Journalisten und Medien gefördert werden.

Die mir wichtigen Argumente, wegen derer ich wütend bin, wurden nicht oder fast nicht angesprochen, genannt, . Das Versagen der Regierungen wurde größtenteils verdrängt, unterschlagen. Ist das Versagen der Medien? Oder kann ich das Lüge nennen?  hedo holland

(Bei unserem Erntetreffen sprachen wir Donnerstag, Freitag und Sonnabend intensiv über ÄCorona, Freiheit und Medien. Bis auf eine Stimme waren wir uns einig, dass das Handeln von Regierungen und Presse nicht Demokratie ist, wir wir das verstehen, die nur all vier Jahre ihr Kreuzchen machen düprfer. Usel und akaam waren bei der Demo in Berlin dabei. Das begrüßen wir.)

Es ist wichtig, die vom Staat sehr stark betonte Conronafrage kontrovers zu diskutieren. Neben der offiziellen Sicht zu dieser heimtückischen Krankheit, auf die die Regierung nicht vorbereitet war, gibt es Argutmente, die damit Einverstanden sind, dass zuerst an die neue Lager heranprobiert werden musste. Nun aber gibt es Argumente wie: 1. Wie kann es sein, dass in Coronazeiten die deutschlandweiten Sterbezahlen in diesem Jahr geringer sind, als in den Vorjahren? (Ich habe dieses Argument gehört, weiß aber die genauen Zahlen nicht.) 2. Ein Spezialist in Hamburg hat 100 Coronasterbefälle in Hamburg untersucht und festgestellt, dass alle nicht in erster Linie an Corona gestorben sind, aber als Coronatote gemeldet wurden. 3. Die Presse verdient am besten mit Negativmeldungen und spielt deshalb mit der Angst. Angst macht aber kränker - Singen, Musizieren, Kommunikation machen gesünder, wenn sie sorgsam betrieben werden. 4. Die Politik kann von ihrem Ross nicht mehr runter, wenn sie erstmal Hüh gesagt hat, bringt hott für ihre Umfrgewerte Schaden. Erfahrungsketten mit Krankheiten brauchen aber hüh und hott, um sich zielgerecht einzupendeln. Das hat sich bei den Masken gezeigt ja,nein,ja, und die Verunsicherung stieg. 6. Meckenlenburg hatte einen guten Start, und hat seine vorsichtige Linie beibehalten und jetzt auch für Feiern besser eingependelt. Mecklenburgs Fußballkonzept ist jedoch risikoreich und muss sich noch beweisen. 7. Wer Fehler oder Änderungsnotwendigkeiten gleich zugibt, hat es leichter, er kann besser neuen Erkenntnissen entsprechend einpendelnd austarieren. Davon sind viele Politiker noch weit entfernt. Das Beste ist, den jeweils richtigen Weg auszubalancieren.Extremisten und Chaosprediger sind daran selten interessiert. 8. Deutschland hat zwar im Vergleich zu anderen Staaten einen guten Mittelwert erreicht, ist aber längst nicht gut genug für die Zukunft gerüstet. Hier ist viel zu tun. 9. Die  Regierunghat aus Machtkalkül ihre großen Fehler der mangelnden Vorbereitung, Fehleinschätzungen, die zu große Finanzierung sich verringender Geschäftsmodelle führten und die zu geringe Ausstattung und Power der Gesundheitsbehörden und schulen nicht genug zugegeben und verändert. Auf diesen Gebieten wird noch einiges auf uns zukommen. 

Nachrückliste: Die Nachrückliste hat sich bewährt, da doch die Eine oder der Andere absagen muss. Wenn die Zahl 25 erreicht ist, kannst Du Dich auf die Liste eintragen und nachrücken. Wir werden ja sicherlich noch viel miteinander vorher telefoniere und besprechen. 0152 2198 3817. Förderer haben Vorrang.

Dalarna Jahrelang fuhr ich mit monija einen Sommermonat im Juli nach Dalarna.

-Da, wo die Menschen das Geigenspiel lieben und die herrlichen Dalarna-Musikstücke und -Lieder spielen.
-Da, wo die Menschen den besten Geschmack der Welt haben (Nach meiner Meinung). Wo vielfach ein Zusammenklang von Kunst, Kultur und Natur gefördert und gelebt wird.
-Da, wo meine Freunde Björn und Anja auf ihrem Waldbauernhof im Vogelsang bei Leksand auf Björn Olasgarden leben.

Dalarna, Du fehlst mir. Wegen Alter und Beschwerden ist der Weg mit dem Aufo zu weit. 
Wir hatten in der Blütezeit zur Hochzeit des Jahres um Mittsommer eine Stuga nahe des Siljansess und waren glücklich zwischen Blumen, bunten Häusern, Seen und verwunschenen Wanderwegen in der Bingsjöwoche und den Tagen drumrum. Wir tanzten Polskas, Hambo, Walzer und Schottisch und sind Schwedenfreunde geworden. Björn und Anja, wir wünschen Euch alles Liebe, Schöne und Gute. Und in schönen Sommernächten bin ich im Traum und in Gedanken oft bei Euch in Dalarna.  hedo