Bericht Waldweihnacht + Nikolaustanzen 2006

Geschrieben von hedo holland am .

Bericht: Von der Waldweihnacht und  dem Wintertanzen-Nikolaustanzen vom 8. - 10. 12. 2006

Fotos folgen, Lieder sind zu finden im Weihnachts-Liederheft 4 des Wandervogel e.V. "Winter + Weihnacht", das in der Homepage näher beschrieben wird.

Es war möglich, schon am Donnerstag zu kommen und bis Montag zu bleiben. Die Waldweihnacht am Wendenmoor war ein bleibendes Erlebnis.

Wir hatten hier zur Waldweihnacht und zum Wintertanzen-Nikolaustanzen vom 7. - 11. 12. (oder kürzer) eingeladen. Durch Fotos haben wir eine gute Dokumentation.

Tanzkreisweihnacht

Vor dem Tanzen am Donnerstag gab es die Tanzkreisweihnacht, an der schon einige vom Wandervogel teilnahmen, die auch im Boizetanzkreis in Lüttenmark sind.

Das Eintrudeln der Einzelnen führte wieder zu einem Umarmen am laufenden Band. Da wir sangen, war das Singen oft von Umarmungen unterbrochen. Und so kam das Gefühl von wieder angekommen, vom Dabeisein, vom Dazugehören gleich wieder auf, mit einer Fröhlichkeit und Herzlichkeit, wie sie bei uns dazu gehört.

Waldweihnacht + Nikolaustanzen

Für die Waldweihnacht waren wir insgesamt nun doch 18 Wandervögel und Freunde, so dass am Sonnabend und Sonntag unser Nikolaustanzen mit viel Freude und Power stattfinden konnte. atti, heide, christian und erika waren noch dazu gekommen. Es war das erste mal, dass wir ein  Nikolaustanzen machten. Dabei zeigte sich, dass mehrere irgendwelchen Weihnachtsfeiern entflohen waren und unser weihnachtliches Treffen vorzogen und dann sagten, dass sie im nächsten Jahr gern wieder dabei sein wollen. Wir alle haben aber die Werbetrommel zu rühren und Menschen zu finden und zu gewinnen, die gut zum Wandervogel passen. Dann wurde das Fest zu einer Kette von Höhepunkten, zu einer Komposition voller Freundschaft. (Nur dass ich zweimal schimpfte.) Die Sonne schien, das Wetter meinte es gut mit uns. So kamen wir auch zu zwei guten Wanderungen, besonders gut für die Kindern. Bis 19 Uhr waren dann alle hier, außer erika, die erst am Sonnabend kam und michael, der absagen musste.

Gut untergebracht

In wohlgeheizten Räumen wurden alle nach Wunsch gut untergebracht. Dadurch, dass es jetzt 9 geheizte Schlafräume auf dem Rabenhof gibt, ist Platz bis zu über 40 Teilenhmer mit 3 Duschen, 6 Waschbecken und 4 Klos. Im kühleren Bienenwagen mit Doppelbett brauchte niemand zu schlafen.

Säle und Gruppenräume zum Feiern sind auch genug da, so dass auch hier die unterschiedlichen Raumatmosphären genutzt werden konnten.

Weihnachtssingen

Das neue 3. Weihnachtsliederheft des Wandervogels (mit vielen neuen, schönen, eigenen Liedern besonders von Hedo) und vielen schönen alten Liedern ließ uns gut starten. Wir haben an jedem der Tage viel und teils sehr schön mit den Kindern bis zum Schlusskreis zusammen gesungen. (Über das neue Liederheft schreiben wir an anderem Ort in unserer Homepage.)

Waldweihnacht

heinrich hatte Kerzen in Gläsern mit Draht zum Halten und Befestigen an einer Tanne vorbereitet, atti und monija hatten an schönen roten Äpfeln Fäden zum Aufhängen befestigt

Wir begannen mit der Waldweihnacht am Freitag um 19 Uhr. Das war für die Kinder ein großes Erlebnis nach dem Einsingen, das schon gegen 16:00 begann. Um 19:00 ging es in den nahen Wald mit den Kerzen, die teils vom Wind leicht ausgeblasen wurden. Es gehörte Geschick dazu, das Licht zu behüten. Wir schmückten eine Tanne im Wald mit den Kerzen und Äpfeln, bildeten einen Kreis, tanzten den Baumtanz und sangen die Tannenbaumlieder und weitere Winter- und Weihnachtslieder zusammen mit den Kindern. Dann trugen die Kinder selbst gemachte Gedichte vor, heinrich las ein paar Gedichte, hedo die Verkündigung auf Plattdeutsch (für die Kinder leicht moderiert) und gretel las.

Die Waldweihnacht war für einige ein so starkes Erlebnis, dass sie gleich sagten, im nächsten Jahr wieder dabei sein zu wollen. Die schönen Äpfel ließen wir für Rehe und Hirsche und Vögel zurück.

Waldweihnachtstafel

Anschließend gab es die Waldweihnachtstafel., die der 2. Höhepunkt unseres Treffens war. Im großen Wohnzimmer des Rabenhofes war alles geschmückt, viele Kerzen brannten, es war warm und mollig, gleich zum Aufwärmen. Leckere Speisen standen auf der langen Tafel, so dass jeder zu seinem Recht kam, nachdem wir gemeinsam gesungen hatten und einen Festspruch gesagt hatten.

Nachtrunde

Die nächtliche Singerunde oben im Krähennest brachte uns schönes Musizieren und Singen. Dann kamen die Kinder ins Bett, wir sangen weiter und hatten dann wieder sehr gute Gespräche, zum Beispiel über Kinderfreundlichkeit. Hedo trug eine Geschichte von Siegfried Lenz vor aus „So zärtlich war Suleyken“, und es gab mehrere Lieder und weitere Geschichten, die zum besten gegeben wurden.

Morgenrunde

Vorm Frühstück gibt es die Morgenrunde mit Morgenliedern. Dann gibt es soviel Kaffee und Tee wie jeder will und von monija ein Riesenmüsli. Alle hatten wieder ihre Esssachen auf den Tisch gestellt, und jeder bediente sich vom anderen.

Wanderung 2

Bald nach dem Frühstück ging es in mehrere Autos um in die Nähe des verschwundenen Dorfes „Wendisch – Evern“ zu fahren. Mit einer kleinen Schnitzeljagd angeführt von monija und den Kindern kamen wir schnell voran. Am alten lindegesäumten Gutsplatz des ehemaligen Dorfes machten wir Rast. Hedo erzählte die Geschichte des Dorfes mit der Entstehung 1605 mit der Schenkung des dortigen Gutes an die Herren von Bülow und der Vernichtung des Dorfes einschließlich aller Häuser wegen der Grenznähe zur DDR-Zeit. Ein Wunder ist, dass mittlerweile aus den total abgesägten Linden des Platzes im großen Viereck neue, große Linden gewachsen sind. Ihr hättet das miterleben können. Für alle und besonders für die Kinder war diese Wanderung im Sonnenschein ein großes Erlebnis.

Weihnachtsmusizieren

Mittag wollten wir nicht machen, da die Festtafel am späten Nachmittag schon anlag, und wir erst gegen 10 Uhr mit dem Frühstück begonnen hatten. Wir begnügten uns mit einer leckeren Kerzen-Kuchentafel.  Oben im Krähennest war alles vorbereitet, so dass das Musizieren mit Geige, Akkordeon, Querflöte, Flöten, Concertina, Gitarren, beginnen konnte. Jeder bekam die Noten für Tänze mit schönen Sätzen. Wir spielten den Bärentanz, die Blaue Flagge, den Einmarsch – Ganglat fran Äppelbo, den Lüttenmarker Winterwalzer und den Sylter Vortanz „Im Herbst“, der einst auch von Anna Helms – Blasche aus dem Wandervogel notiert wurde.

Nikolaustanzen 1

Danach drängelten die Kinder schon zum Nikolaustanzen, dem ersten wieder seit Jahren und zum ersten mal in Lüttenmark. Der schöne Tanzboden mit der guten Anlage kam uns sehr zugute. Wir tanzten in unseren Versionen: Cotton Eyed Joe, den neuen Bärentanz, einen Alabama Mixer, den Hoida und den Baumtanz. Tänze, die von unseren Elbraben aufgenommen wurden. Das Tanzen wurde von den Kindern mit solcher Freude angenommen, dass wir überlegen müssen, ob wir mit unseren Aufnahmen eine eigene CD produzieren, jeweils mehrstimmig gespielt und spontan und ungekünstelt aufgenommen.

Festtafel

Wie bei jedem unserer Feste essen wir nicht einfach, sondern speisen an unserer großen, kerzengeschmückten Festtafel. Sie wurde feierlich von hedo eröffnet. Wir dankten dafür, wie gut es uns geht, dass von uns kein Kind zu hungern braucht wie früher und wie in anderen Ländern. Wir sangen und tanzten und die Kinder durften wieder als erste sich ihre Leckereien holen. Es gab tolle Sachen zum Schlemmen: Mousse de Chocolat von erika, Shrimp-Eiersalat mit Früchten und Currysoße von monija, einen wunderbaren bunten Blattsalat von tina, einen bunten Thunfischsalt von erika, eine Käseplatte, Kuchen und Sahne, ganz verschiedene üppige Obstteller und vieles andere.

Tschaizeremonie

Mit Dichten, Singen Musizieren, Vorträgen und Gesprächen brachte unsere spezielle Wandervogel – Tschaizeremonie allen und besonders den Kindern viel Freude. Es gab tollen alkoholfreien „Babytschai“ für alle, wer von den Alten sich den Tschai mit Wein verdünnen wollte, konnte das tun. Die Kindertschaisprüche waren teils gut überlegt und lustig. Es dauerte ganz schön lange, und die Kinder freuten sich bis zur Elfenstunde aufbleiben zu können.

Nachtrunde

Die Kinder gingen also spät ins Bette, bei mir die Luft raus, zu müde. Ich war von den Tagen her so müde, dass ich auch bald nach der langen Tschairunde in Bett ging, um morgens fit zu sein.

Morgenrunde

Etwas verspätet begann die Morgenrunde mit Liedern, Sprüchen, Kaffee und Frühstück. monija hatte wieder einen Riesenpott ihres berühmten Müsli gemacht und es gab Chabatta frisch aufgebacken daz.

Wanderung

Unsere dritte Wanderungen führten uns zum Wendengraben, der heute auch Wallmoorgraben genannt wird. Er war lange Zeit die Grenzen zwischen Sachsen (Germanen) und Obotriten (Wenden), bis die Boize die Grenze wurde, was heute noch die Dorfnamen anzeigen. Östlich der Boize wendische Dorfnamen, westlich germanische. 

Die kleine mirjam, die erst zwei Jahre jung ist, wurde in einer gepolsterten Schiebkarre gefahren. So waren wir aus dem Schneider und brauchten keine Autos. Nachdem wir die lange Eichenallee gepilgert waren kamen wir ans Wehr, das auch Brücke ist, um direkt am Wendengraben zurück gehen zu können. Dort saßen viele Angler, die aus dem gesicherten und gestauten Bach Unmengen von Forellen heraus zogen, die mit Fischfutter in kurzer Zeit heran gezüchtet werden. Mit einem Schlag auf den Kopf werden die Fische von ihren Leiden erlöst. Ich hatte carolin zu trösten, weil es ihr schwer fiel, das mit anzusehen.

Nikolaustanzen 2

Die Begeisterung der Jungs kannte keine Grenzen. Wir tanzten wieder wild und fröhlich den Cowboytanz von annette und weitere Tänze. Die Mädchen machten einige Kunststücke, wobei josi einen kleinen Unfall bei ihrer Kunstvorführung hatte. Sie rutschte aus und hatte eine Prellung am Knie. Dadurch wurde das Tanzen unterbrochen. Die Jungs tanzten zwar weiter, aber die große Power war ruas. Josi, gute Besserung.

Schlussrunde

Zum Abschluss bekam jeder das neue Wandervogel – Liederheft „Winter + Weihnacht“ sowie das neue Folkmagazin # 268 mit den Terminen unseres Wandervogelbundes fürs neue Jahr. hedo wendete sich an die restlichen Teilnehmer und sprach die Dankesworte, erinnerte an die nächsten Treffen, an das Strötebekerfest am 1. Märzwochenende, das Tanzen in den Mai mit der Walpurgisnacht und das Treffen über Pfingsten bei annette auf dem Uelenspieghelhof in Uffelte in den Niederlanden. Er sprach über die Freude bei diesem Fest und die Vorfreude für die nächsten Treffen. Zum Maitreffen, das über fünf oder gar sechs Tage geht, da der 1. Mai am Dienstag liegt, wird annette unsere Tanzreferentin sein und besonders israelische Tänze in ihrer fröhlichen, mitreißenden Art unterrichten.

Jeder hat hier bei unseren Festen die Möglichkeit, seine Seele baumeln zu lassen und bei für andere mitzudenken, Rücksicht zu nehmen, Kinder und Erwachsene gleichberechtigt nebeneinander zu sehen und so Menschlichkeit und Kinderliebe zu leben. Bei unseren Gesprächen und Absprachen ging es viel um diese Gedanken und um Disziplin und Freude. Die Kinder waren gut mit einbezogen und waren begeistert dabei. Sie wollten am Sonntag zumeist nicht gern nach Hause. Ist das nicht ein gutes Zeichen? Auch ich war traurig, als Ihr alle wegfuhrt, bin mir aber darüber klar, dass jeder ein schönes Wochenende im Herzen trägt und sich auf das nächste mal - auf unser "Störtebekerfest". Alle Wandervögel, die nicht dabei waren haben ein wunderschönes und glückreiches Wochenende versäumt. Wir haben viel an sie gedacht und von ihnen gesprochen, so an schrat, gesa, ulrike, annelie, eckhard, barbara,renata, heidrun, anne, friedesine,  norbert, ulrike, ecki, annette, anorthe, klaus, hanspeter, suse, jörg, brigitta, jürgen, thea, dorle und viele andere und freuen uns auf Dich beim nächsten Treffen.

Festbuch

Zeichnungen, Fotos und Gedichte sind in unserem Festbuch zu sehen. Drei der Mädchen haben das Festbuch mit ihren Eintragungen verschönert und mit ihren Gedichten um ein weiteres Fest bereichert.

Vorfreude und Interesse

Auf das Wiedersehen beim Störtebekerfest am 1. Märzwochenende (!!! Neuer Termin 2. – 4. März!!) freuen wir uns schon. Dann gibt es das Maitreffen (ab 27. April bis 1. Mai) mit israelischen Tänzen Annette als Tanzmeisterin, und für mehrere das Wiedersehen Pfingsten bei Annette in Uffelte in Holland vom 25. – 28. Mai. Und dann kommt schon wieder das Mittsommertreffen und – Tanzen. Zwischendurch laden wir zu Treffen des Vereins „Grünes Band – schönes Boizetal“ ein. Und dann natürlich das moantliche Musizieren der offenen Elbraben-Gruppe meist am 2. Sonntag im Monat, im Januar am 14.1.2007 um 15 Uhr auf dem Rabenhof.

Willkommen

Wenn Du an den Wandervogeltreffen Interesse hat, wenn Du gern singst, wenn Du vielleicht gern tanzen würdest  (Du kannst gern Anfänger sein, wir helfen Dir!) dann bist Du gern gesehen. Wenn Du ein Instrument spielst oder gespielt hast, hol es raus und bring es mit, Noten und Liederhefte und Liederblätter gibt es hier.  Für diejenigen die bis zu 14 Tagen vorher überweisen ist es entschieden billiger, und für die, die beim Wandervogel mitmachen kostet das ganze Wochenende fast gar nichts. Mai einfach durch Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder ruf an unter 03842 – 20623. Du bist herzlich willkommen.

Herzlichen Gruß!   Dein hedo