Unsere Liederbücher - Liederbuchkultur

Geschrieben von hedo holland am .

Unsere Liederbücher - Liederbuchkultur

Die meisten Jahre hat mich meist selbstgeschriebenes Liederbuch begleitet. Zu Hause hatten wir den Zupfgeigenhansel, aus dem wir in der Familie viele Lieder sangen.

In der Horte gestalten wir unser eigenes Buch mit Akribie. Ich schrieb den ersten Wälzer mit alter gotischer Schrift mit Breitschriftfeder, das zweite dann in römischer Aristokratenschrift, zuerst noch mit Tintenfass, dann mit einem Breitschriftfüller von Rotring. Noch heute sind mir die Liederbücher heilig. Heute gibt es wohl kaum Jugendliche, die so etwas noch machen, denen die Lieder und die eigene Schrift wichtig sind.

Die Lieder wurden bei Treffen abgeschrieben, denn fast alle Wandervögel hatten selbst geschriebene Liederbücher, oder sie wurden per Briefpost geschenkt. Ich hatte einen alten Rotodrucker, mit dem ich bald  die „Liederblätter der Fahrenden Gesellen“ druckte und herausgab. Wir Jungs hatten nicht genug Geld, die aktuellen Liederbücher konnten wir uns nicht kaufen, erst recht nicht die antiquarischen. Allzu gern hätte ich den Sankt Georg von Günter Wolf in Plauen gehabt. Den Turmsammelband kaufte ich mir dann, da auch schon Lieder von mir drin standen. „Ein Landsknecht ward gefangen“, „Ihr Boys von Virginia“ und „Zwei ungestüme, deutsche Gesellen“.

Später dann war ich viele Jahre mit dem „Bulibu“ unterwegs auf Fahrten, im Urlaub und bei Treffen.  Und zu Haus waren die Liederbücher von Hein und Oss und von der Band Zupfgeigenhansel am wichtigsten. Dazu kam das Wandervogel Liederbuch und schließlich der „Greif“ vom wandervogel  e.v. mit dem „Jahr“, den  vier Liederheften der Jahreszeiten.

Es gibt mittlerweile viele schöne und praktische Liederbücher. Den Liederkbock und besonders die beiden "sternenKreis"-Bücher von Artaban. Wichtig sind mit auch die "Gefährlichen Lieder", die Bücher von mac, pitter, turi, tejo, helm und olka, die großenteils heute noch zu kaufen sind.

6.4.20 hedo