Wandervogelballade - Wandervogel 100 Jahre

Geschrieben von hedo holland am .

Wandervogelballade 100 Jahre

Es war eine Zeit, noch unverbraucht. Wir zogen weit durchs Land

Als Wandervögel jung und frei. So wurden wir genannt.

  1. Dann kam der Krieg, mit Hass und Geschrei, färbte den Boden rot.

Und viele von uns durch Pulver und blei, fanden jung bitt’ren Tod.

  1. Die Inflation brachte uns Not, wir wanderten ohne Geld.

Wir fuhren, wenn es möglich war hinaus in die herrliche Welt.

  1. Es kam Diktatur, die Nazis zerstörten die Freiheit und unseren Bund.

Wir wurden vertrieben, im Krieg ermordet. Kaum einer blieb gesund.

  1. Aus Asche und Trümmern wiedergeboren, zerschlagen und doch nicht zerschellt

Wie Phönix schwang sich der Wandervogel wieder empor in die Welt.

  1. Und fehlen Dir Freundschaft und Liebe und Fahren, willst über die Familie hinaus,

dann schwing‘ dich auf, streub‘ Dein Gefieder und fahre mit uns aus Stadt und Haus.

  1. Als Wandervogel unter’m Himmel, gemeinsam und auch allein

Kannst Du die Welt für Dich erfahren und Freund unter Freunden sein.

  1. Unser Herz brennt für Freiheit, fürs Singen am Feuer, das, was uns zusammen hält. Die Freude am Fahren, die Liebe zur Heimat, zu Menschen in der Welt