Weshalb der Wandervogel oft belächelt wurde?

Geschrieben von hedo holland am .

Wandervögel oft belächelt.                                          Stand: 23.5.18

Vielen belächeln uns. Die meisten davon, weil es üblich ist, über uns zu lästern. Das tragen wir gern. Und wenn in Geschichtsbüchern schlecht über uns geschrieben wurde, dann haben die Schreiber oft nicht begriffen, weshalb der Wandervogel bei Nazis und DDR verboten wurde.

Das war besonders wegen unseres Freigeistes. Uns keiner Ideologie unterzuordnen. Da der Großteil der Wandervögel Jugendliche waren, gab es auch einige Fehler, aber die waren gering, da viele Wandervögel ihr Leben bewusst lebten und leben.

Die Kritiker haben vielfach auch nicht erkannt, dass wir unser Leben mit Hirn und Herz selbst in Gemeinschaft gestalten wollen. Und noch weniger haben Sie begriffen, weshalb wir wir gern von Romantik und der blauen Blume sprechen. Wir meinen damit nicht die Spätromantik mit ihrer Todessehnsucht, sondern die Frühromantik mit freudenvollem Aufbruch und tatkräftigem Vorwärtsstreben.

Das Wichtigste aber ist, dass wir uns gemeinsam für Mitmenschlichkeit, Naturerhalt, Frieden, Festkultur, Singen, Tanzen, Musizieren, Miteinander, Mitmachen in Freude und guter Gemeinschaft entschieden haben. Viele von uns brennen für ihre Aufgaben, für die sich haben. 

Und wir haben ein paar Formen entwickelt, wie unsere Festbälle, unsere Festtafel, die Jurtennächte, die Feuersänger, die Folkbigband der Elbraben, die Tschaizeremonie, Eröffnungen und die Wandervogelolympiade, die sich seit Jahren bewähren und zu einer besonders stimmigen und freundschaftsschaffenden Atmosphäre beitragen. 

Wer unsere zukunftsweisende Denk- und Lebensweise erfahren und erkannt hat, wird Wandervogel und ist in unserem Bund immer dabei.