BRIEF VON LILJA

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in Beiträge von Lesern

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Liebe Freunde und Familie, den Juli über hat mich ein französischer Roman über die Suche nach glücklichen Momenten begleitet "Le voyage d'Hector ou la recherche du bonheur" von oben genanntem Autor und den leichten und doch teils tiefsinnigen Gedankengang und Schreibstil kann ich sehr weiterempfehlen - auch auf deutsch erhältlich ;-) 

ELBRABEN 45 Jahre ELBRABENGESCHICHTEN RABENHEFTE TÄNZE, KLADDERADATTSCH

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in GESCHICHTE

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ELBRABENGESCHICHTE, ELBRABENFESTE, 

ELBRABENS 45.TER GEBURTSTAG 1.-4.9.23 auf dem Rabenhof in Greven-Lüttenmark.

hedo- hat ihn gegründet, zusammen mit peti und dann viel Jahre mit atti als Chefin auf der Bühne. Der 45. te Geburtstag war ein großes Fest, auch, weil hedo da gerade 90 wurdel.  Beeinflusst durch die Elbraben wurde viele Bands und Folkfeste, besonders das Herbsttanzfest auf Burg Ludwigstein an jedem 3. Wochenende im September zu hedos Geburtstag. Seit Jahren wird der Geburtstag aufch auf dem Rabenhof gefeiert, meist am 1. Wochenende im September. Da kann noch gut gezeltet werden, so dass das Fest kaum etwas kostet.  hedo hatte zehn Jahre ein kleines Haus in Mölln, wo oft kleine Feste stattfanden. lWir musizierten, der Nachbar Rainer kam dazu, brachte Annelie und Uwe aus Mölln dazu mit. So entstand die Folkszene in Mölln auf dem Bullenberg. Lümmi, Manni, Lorenz und viele kamen dazu.  Die ersten Möller Folkfestivals fanden in der Eulenspiegel-Jugendherberge statt. Auch klaus Irmscher war schon dabei. Und dann schon ein größeres Fest mit über 100 Mitmachern im Gasthof Quellenhof und der Jugendherberge. Es entstand die Möllner Folkband, die Feste liefen unter Regie der Möllner weiter und der FolkClub Mölln wurde mit Uwe, Manni und hedo grgründet. So wuchsen parallel zwei umtriebige Folkszenen in Mölln und in Lüttenmakr, im Raum um Boizenburg und den Schaalsee. Wenn alles so weiterläuft, entsteht ein FolkClub Boizenburg-Schaalseeregion.

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OFFENE BAND HEUTE MIT ELBRABEN IM IN- UND AUSLAND, MITMACHFESTE, HOCHZEITEN

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Die Elbraben sind die erste offene Folk- und Mitmachtanz-Band in Deutschland, vielleicht weltweit. Sie wachsen weiter und verjüngen sich, wie auf dem oberen Bild zu sehen ist. Dadurch, dass Elbraben aus vielen Bundesländern und aus dem Ausland kommen, sind sie auch in einem größeren Ukreis einladbar, als die meisten Folk- und Mitmachtanzbands. Sie spielen fetzige Mitmachtänze bis zum mitternächtlichen Schmusetänzen, freudebringend mitreißend flott und langsam, eindringlich, auch nachdenklich zum Erholen. eine gesunde Musik für Jung und Alt, für Stadt und Dorf. 

Tänze rings um die Welt, meist aus Europa, auch regionale Tänze.

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Geburtstagstorte_allein.jpga-raben_8467.jpg Elbrabensticker für Elbraben, die mitspielen

Elbrabenmitglieder - Einmal Elbrabe, immer Elbrabe - Wer von Euch noch nicht das schöne Elbrabenemblem hat, melde sich.

1. Ab Gründerzeit: Peti, Viktor, Delfino, Hans, hedo, Erich, Atti, Wolfgang K, Thomas, Ecki, Jörg, Anne T, Jutta, Kessi, Franky, Reni,  Andreas, Ingrid J, Klaus, Annette W, Wolfgang D, Gisbert A, Günter Ö, Uwe Th, Rainer W, Annika, Heinz D, Oliver St

Sie kommen aus der Gründungszeit und können wohl als Gründer gelten. Peti und hedo machten den ersten Auftritt bei Festival in Osnabrück. Viktor, Peti hedo und eine blinde Musikantin, deren Namen ich nicht mehr weiß machten das erste Musizieren in Hamburg. / Wer im Miteinander in der Stiftstraße beim Namensfindungsspiel alles dabei, weiß ich nicht mehr.

Wer kann da für diese kleine Chronik helfen?

Und wer stellt die Elbraben in Wikipedia ein? Wer kann das?

2. Aufbruchsphase: Karin, Anne M, Börge M, Gerhard C, Eumel, Jochen Wi, Hagen

3. Ab Mittelzeit: Thea,  Ursula, Uwe Th, Rainer, Anke, Jörg E, Kleo, Dörte, Doris, Lümmi, Hans (Mölln),  Peter Ki, Lorenz, Monika D, Gerd Z, Karin M, Anne M, Börge M, 

4. Ab Neuzeit: bob, Marianne, Huub, Annette, Uwe I, Günther, Jochen R, Lilly, Ingo, Erika, Heinrich, Marina, Leo, Wodiko, Ulrike K, Ingrid A, Günther Sch, Franky v.M., Hans M, Norbert, Josi, Tina, Suse,  Heide, Gesa, Brigitta,Ergänzt das bitte. Danke. Mein Gedächtnis lässt leider nach. Liebe Grüße! hedo

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Dass es die Elbraben immer noch gibt ist fast ein Wunder. Und es kommen ab und zu noch Neue dazu. Wir spielen nur noch selten. Bei Festen auf dem Rabenhof zu runden Geburtstagen, vielleicht auch zu einer Hochzeit oder ähnlich. Hochzeiten waren ja eins unserer Spezialgebiete. Da war eine der ersten drei Mitmachtanzgruppen in Deutschland waren, und der Begriff durch hedo geprägt wurde, ist ein wenig Folkgeschichte, von der wir hier erzählen. Die Band war und ist eine offene Band. Viele, viele Jahre waren Atti und hedo bei jedem Auftritt dabei, und wir holten uns Fsreunde, Interessierte dazu. Und wer einmal mitgespielt hatte, war und ist Elbrabe, einmal Elbrabe, immer Elbrabe. Alle wollten gern bei den vielen Auftritten - viele Jahre fast jedes Wochenende - dabei sein. Es entstand eine Intensität, die überdurchschnittlich war und Pläne reifen ließ, zu denen das bekannte geheime und nicht geheime Folkietreffen in der CSSR gehörte, die Rabentanzhefte, die Reisenauftritte bei den Evangelischen Kirchentagen, die Feste auf Burg Ludwigstein, in Mölln, Uelzen, Braunschweig auf Burg Rieneck, die Bigbandmappe, Fahrten nach Sidmouth - Südengland und oft nach Schwedens Dalarna, besonders zu Björn Tegners Hof bei Lekasand, die vielen Fahrten in die DDR, das immer wieder Auffordern der Veranstalter von Lautental im Elsass bis Halle in der DDR, letztlich der Rabenhof und die Rabentänzer.

Wir wünschen allen Elbraben tollen Folk. Wir laden weiterhin viermal im Jahr auf den Rabenhof ein. Von vielen Elbraben haben wir keine E-Mailanschriften und freuen uns, sie auf dem Rabenhof wiederzusehenen, hedo auch außerhalb der Feste. Meldet Euch einfach. 0152 2198 3817. Die Feste sind für alle Musiker gratis. Übernachtung € 20 im Bett, Mattenlager und für 3 Tage € 20, Zelten für 3 Tage € 10. Das sind nur die Kosten. Bei den Festen gibt es Tschai und meist eine Suppe dazu. 

01_TITEL_FOLKTANZ_1_MITMACHTANZ.jpg Grafik von krischan, hedo, nadja

OLIVER SCHRIEB: Hallo Anne, Sabine und ich erinnern uns noch gern an die Elbrabenzeit, das war der Beginn einer großen Liebe zu Folkmusik und Tanz, die bis heute anhält.Leider werden wir zu Hedos Geburtstag nicht kommen können, wir haben schon Theaterkarten für dieses Wochenende gekauft und sind da nicht flexibel. Wir wünschen euch ein schönes Fest, in alter Tradition wird es sicherlich hoch hergehen. Sagt Hedo bitte herzliche Glückwünsche von uns wenn es soweit ist und alles Gute auf dem Weg in die Hunderter! Liebe Grüße, Oliver Stoffregen, Frankfurt/Main (Diatonie-Laden)

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Die wichtigsten, aktuellen Tanzmusiken und sonstiger liebenswerter Kladderadatsch aus 45 Jahren Elbraben

Und es gibt sie immer noch - Einmal Elbraben - immer Elbrabe - Bei so einer offenen wilden Band wohl ein Zeichen langandauernder Unvergänglichkeit. Das ist ja fast so etwas wie "Deutsche Dublines", also "globale Hamburger" und was Lukullisches, aber das stimmt auch wieder nicht. Die kommen ja von überall her und reisen überall hin. So wie hedo bei einem Auftritt mal richtig sagte: "Jetzt machen wir drei Schritte zur Mitte - Eins, zwei drei." Besser sind die Elbraben nicht zu beschreiben. Einfach ein Brodelpott mit liebenswertem Chaos zum Umarmen, Kennenlernen, miteinander Reisen und einfach los fetzen mit jedem der ein Instrument in die Hände kriegt. Eben wie das brausende Leben der Wandervögel.

Tanzbeschreibungen + Geschichten zu den Tänzen einfach bei uns anfordern.

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Das Hoida-Syndrom
Über den Tanz Hoida, den ersten Mitmachtanz der Elbraben

Die Geschichte trug sich vor gar nicht SO LANGER ZEIT IN DIESER GEGEND ZU. ES BEGANN AN EINEM DIENSTGABEND IN EINEM STadDTTEILSHAUS. DORT WIE an JEDEM DIENSTAGABEND FOLKLORETANZEN ANGESAGT. Die Tanzfreaks waren ein ziemlich gemischter Haufen und hatte so alle verschiedene Interessen.

Aber eins verband sie alle miteinander, der „Hoida“. Das wusste am augenblicklich bloß noch keiner, das kam viel später. Man tanzte und schwitzte und schwitzte und tanzte und lernte ein paar nette Tänze kennen..

Man hatte viel Spaß dabei, aber irgendwie fehlte noch das gewisse Etwas. Eines Dienstags Abends kam unser fliegender Holländer Hedo ganz geheimnisvoll zur Tür herein, machte ein Gesicht wieder Weihnachtsmann zu Ostern und raunte jedem von uns zu „heute tanzen wir den Hoida“l

Es durchzuckte uns alle bei dem Namen Hoida. Der hatte irgendwie was Geheimnisvolles an sich. Wir benahmen uns alle wie in der Kirche. Gans andächtig standen wir so herum und flüsterten nur noch miteinander. Als die Spannung wie zum Zerreißen gespannt war, griff Hedo in seine Tasche und holte feierlich eine in Seidenpapier eingewickelte Musikkassette heraus. Das mussten die Zauberklänge sein. Rituell egte der die Kassette ein. Wir stellen uns zu einem Kreis auf und warteten auf den Beginn der Musik wie auf den Beginn der Bescherung.

Eigentlich hatten wir auch weihnachtliche Gefühle, nur viel schöner. Und dann ging es los Schon den ersten Takt entetanzten wir wie in Ekstase. Erst nach Stunden kamen wir aus dem Hoidarausch wieder heraus. Wir fühlten uns wie nach der Taufe. Reingewaschen und nass. Seit diesem glückseligen Abend tanzen wir fast nur noch Hoida. HEDO WURDE ZU UNsEREM GURU ernannt, und wir bildeeten die Sekte der Hoidaisten. Unsere Taufen finden meist auf Tanzveranstaltungen und Festen statt. Aber auch mitten auf der Straße kann es passieren, dass einem durch eine flotte Hoidaeinlaga der richtige Weg gezeigt wird.

Auch die Rundfunkstiationen haben sich der HOIDAWELLE ANGENOMMEN. VOR UND NACH DEN NAchrICHTEN DER DER HOIDA GESPIElT, UND DAS WORT ZUM SONNTAG DURCH DURCH DIE SENDUNG „HoIDA, DER SINN AllEN Lebens ersetzt. In den Schule wurde das Fach „Entstehung durch Durchführung des Hoida“ als Hauptfach eingeführt. Und an den Universitäten kann man Hoidaismus studieren. Es besteht jedoch ein Numerus Clausus für dieses Fach.

Dies war also die Geschichte über die Entstehung des „Hoida-Synsdroms“. Schön, dass sie nur erdacht ist und nicht wahr.     Jürgen 18.9.1981

ELBRABEN_5686.jpg krischan

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Elbrabengeschichte

Die Urgruppe der Elbraben 1978 kam aus dem Wandervogel und ihm nahen Gruppierungen wie der Freischar. In den Zeitschriften FOLKMAGAZIN und WANDERVOGEL wurde über die Entstehung und Geschichte der Elbraben berichtet.

Wer einen dieser Artikel auftreiben und zusenden kann oder selbst einen schreibt,  hat die Chance. Besonders ingteressant waren ssieben Artikel: 1. Weshalb und wie entstanden die Elbraben? 2. Die Geschichte der Namensfindung 3. Der 1. Auftritt in Osnabrück. 4. Das Hochzeitskonzept, 5. Die Bigbandmappe 6. Die Elbrabenfeste ab Mölln 7. Die Kirchentage

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Zum Tanzen und Musizieren in der DDR aus eigenem Erleben

Es war ca. 1986 vor der Wende, als wir von der Folktanzband Elbraben ein paar Einzeleinladungen zum Leipziger Tanzhausfest in der alten Kongresshalle erhielten, wo ca. 1.500 Tänzer ihr jährliches Tanzhausfest tanzen wollten.

Mit dabei waren viele der wichtigsten Volkstanzpersönlichkeiten der DDR, von denen ich einige durch meine häufigen Besuche schon kannte. Wir kamen einzeln mit Eintrittskarten rein, tanzten mit, und ich wurde dann gebeten, die anderen Elbraben auf die Bühne zu holen und den Tänzern al Tanzmeister ein paar israelische Tänze zu zeigen. Meines Wissens waren von uns Atti und Jutta aus Hamburg auf der Bühne, und Andreas und Christiane, die in Mittenwald Geige studierten. Das mit dem Tanzen klappte gut. Vielleicht 600 Tänzer und Tänzerinnen konnten die sechs Tänze schnell mittanzen. Nach dem Tanzen ließ mich Christel Ulbrich (?) an ihren Tisch bitten, an dem auch mehrere andere geladene Volkstanzveteranen saßen.

Wir plauderten u.a. darüber, dass ich des Volkstanzens öfter in der DDR sei und auch bei einem der großen DDR-Tanzfeste mit der Familie Lünzmann aus Hamburg in Rudolstadt gewesen sei. Sie erzählte mir, dass sie schon seit Wandervogelzeiten Volkstanz mache und in der DDR den Volkstanz voran gebracht habe zusammen mit Eva Sollich und die Musik mit vielen, engagierten Folkbands. Sie sei schon seit vielen Jahren mit Erich Hockecker befreundet. Und einmal im Jahr würde er seine alten Freunde einladen und dann würde gemeinsame gesungen und musiziert. Er sei privat ganz anders, als er im Westen dargestellt würde, versicherte sie mir glaubhaft.Herbert Oetke habe ich zusammen mit Viktor Rengstorf in seinem Haus in Rissen besucht, als er wohl schon weit über 80 war, so wirkte er auf uns. Wir hatten uns mit mit Freude mit seinem Buch „Der Deutsche Volkstanz“ intensiv beschäftigt und hatten viele Frage. Er erzählte uns, dass er das Buch in Zusammenarbeit mit Kurt Peters vom Volkstanzarchiv heraus gegeben hätte, mit Auflage zuerst in der DDR und dann in Wilhelmshaven. Wir sprachen beim Tee besonders über die Sünnros, von der er sagte, sie sei früher nur im Hüpfgleitschritt und nicht im Wechselschritt getanzt worden.

 Dann sprachen wir über Achterümtänze, Entdeckungen von Kurt Bellmann aus Neugraben und über Hochzeitstänze. Dann erzählte er uns seine Wandervogelgeschichte. Er war mit Anna-Helms Blasche und ihrem Mann, mit Erich Boettcher und den Pulmers einer der Sammler uns Tanzmeister um die Geestländer Tanzkreise. Als Tanzreferent kam er weit herum und wurde auch öfter ins Saarland von Erich Honecker eingeladen, der dort Sprecher der Sozialistischen Arbeiterjugend war, und das Tanzen und Musizieren förderte. 

Nach 1945 fragte ihn Hockecker, ob er nicht Tanzreferent in der DDR fürs Volkstanzen werden wolle, er hätte die Chance, Professor zu werden. Herbert Oetke fand die Aufgabe großartig, war aber weder Kommunist noch Sozialist und verheiratet mit einer Ärztin in Hamburg. Herbert Oetke ging die Woche über nach Berlin, behielt seinen Hauptwohnsitz in Hamburg und bekam Aenne Goldschmidt als Vorgesetzte, wurde kein Professor und bekam nicht einmal einen Doktortitel. Er war der Maßgebliche Sammler in der DDR. Und Aenne Goldschmidt (hundertjährig 2020 gestorben) wurde Professorin und konnte die „Handbücher des Deutschen Volkstanzes“ herausgeben, die sachlich und nüchtern als Lehrbücher gut geeignet sind. 

Das Herzblut der Begeisterung des Wandervogels für den Volkstanz, das haben dann die später erschienenen Bücher 1 +2 des „Deutschen Volkstanzes“.  Die Bücher sind zwar wissenschaftlich geordnet, erzählen aber Geschichte in Geschichten mit Forschungsergebnissen und Vermutungen in plastischer Form für künftige Generationen. Jüngeren Menschen wird es so ermöglicht, alte Tänze nachzuempfinden und wieder neu zu kreieren.  Mit seiner Erzählweise übertrifft Herbert Oetke nach meiner Einschätzung die Geschichtsbücher der Liedforscher Erk-Böhme und Steinitz und ist damit ein wertvoller Schatz für jeden, der deutschen Volkstanz voranbringen will.

Der 3.sehr umfangreiche Band sollte ein Volkstanz-Lexikon werden. Näheres weiß ich nicht. Auch die Wilhelmshavener vom Heinrichshofen-Verlag haben ihn bisher nicht gedruckt. Vielleicht ließe er sich durch die Deutsche Gesellschaft für Volkstanz mit Fördermitteln jetzt noch drucken? Herbert Oetke zu Ehren.  hedo holland

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Zukunftsaspekte:Feldforschung, Zusammenarbeit der Tanzmeister, Klezmer mit Marianne.

Wenn ich Dich oder andere vergessen habe, helft mir bitte und ergänzt die Liste. Danke. hedo 

ElbrabenmitgliederEinmal Elbrabe, immer Elbrabe - Wer von Euch noch nicht das schöne Elbrabenemblem hat, melde sich.

gilas Töpferei am Rabenhofblunsch_FM-Logo-Rabe.jpg gilas Töpferei am Rabenhof

DDR- UND BRD-FOLK.    25.1.22

BERNHARD HANNECKEN, der großen deutsche FOLK-Meister kommt nach Mölln, um einen seiner wunderbaren Vorträge über DDR-und BRD-Folk zu halten.

Berhard ist Historiker, Sammler, Kenner, Schriftstelelr und hat großartige Bücher zu exotischen und nichtexotische Instrumenten geschrieben, hat die Rudolstadt-Festivals künstlerisch organisiert, ist das Kreuzass der Folkszene seit vielen Jahren auch in Radio und Fernsehen und jahrelang Chef des Folker, der größten deutschen Folkzeitschrift. Ich erlebte ihn mehrmals in Rättvik, in Rudolstadt in persönlichen Gesprächen und schätze ihn.

Bernhard  hatte Schwierigkeiten mit dem Folkmagazin und mit mir. Dass ich plötzlich in Kaustinen auftrauchte, dass monija und ich in Rättvik bei Interview mal eher mit dem FM drankamen, als er, dass ich schon wohl 1949 in Rudolstadt beim Fest war… Das Folkmagazin war und und wird von mir gemacht, mit hervorragenden Mitarbeitern. Es lebt jedoch nicht von der Wissenschaft, sondern von der Freude, der Begeisterung für den Folk. Und wenn Berhard mit Freude und Begeisterung an seine Sachen herangeht, so konnten wir doch ab und zu Trophäen der schönsten Berichte von Festen und Fahrten liefern auch in die DDR.

Von zig Fahrten, die wir in der DDR waren, oft ich allein, manchmal mit mehreren Folkies aus der Szene, tollen Menschen, die jedoch alle nicht zur Schreiberzunft zählen. Mit waren öfter Atti aus Hamburg, Wolfgang aus Kassel, Andreas, damals  Geigenbauschule Mittenwald,, Jutta aus Hamburg, Monika aus Hamburg.

Und auch ich als Deutschlehrer schrieb nicht so sehr über historische oder soziologische Themen. Die Menschen, die Feste, die Höhepunkte interessieren mich mehr. Und da war ich Meister. Ich konnte gut mitreißen. Und so waren wir jeder auf seine Art Menschen, die sich viele Jahre intensiv einsetzen, unsere Folkszene in Deutschland zu fördern. Ich habe Bernhard immer hochbgeschätzt, schon, als zusammen mit Mike Kamp den Folkmichel, die Vorgängerzeitschrift des Folker, redigierte.

Neben vielen Fahrten zwischen Thüringen, Sachsen und Mecklenburg zumeist in den Jahren 1982 bis 1989 eingeladen von Eumel, Ischi, Peter, Klaus und Ralf waren wir in der DDR beim Leipziger Folk- und Tanzhausfest zweimal, bei der Folkschiffsausfahrt auf der Ostsee in Wismar, beim Tanzfest in Berlin, beim Fest in Rudolstadt, bei „Karls Enkel“ in Halle in der Moritzburg und bei unserem „Folklager“ in der CSSR in Horny Plana / Oberplan zusammen mit über 50 DDR-Folkies. Davon will ich peu á peu ein bisschen erzählen.

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1.FOLK-UND TANZHAUSFESTE LEIPZIG

Damals fanden die die Feste mit etwa tausend Besuchern in der alten, respektablen Kongrsshalle statt mit einem Riesensaal. Die Creme de la Creme der DDR-Folkbands war dabei und einmal wie als Elbraben. Ich war wie immer reingeschmuggelt worden. Die FDJ machte den Einlass und Folkies meldeten sich extra dafür, um Freunde schwarz reinzulassen, denn viele der Karten gingen an bevorzugte Funktionäre und manche Folkies der DDR hatten es schwer reinzukommen. Ein Folkie kam in Uniform. Er war am Rande, fast ausgestoßen. Ich unterhielt mich mit ihm. Er brannte für Folklore und war durch die halbe DDR getrampt.

Die Bands Die Bands aus Leipzig, Dresden, Berlin, Erfurt, Chemnitz, Schwerin und andere fetzten los und zauberten meist Tanzmusiken in einer Qualität und Fetzigkeit, wie sie im Westen bei Volkstänzern kaum zu hören waren. Wir aus der Folkmitmachszene kamen in etwa mit und wurden ins Programm für eine ¾ Stunde mit den Elbraben eingeschoben, obwohl wir ja nicht offiziell dabei waren und nicht auf dem Programm standen. Wir hatten ein paar Musiken abgestimmt, Andreas hatte eine Geigenfreundin aus Mittenwald mitgebracht und mit ihr geübt. Und so standen wir mit nur vier Elbraben auf der Bühne, und ich meist als Tanzmeister vor den Musikanten und zeigte die Schritte, erklärte den Tanz und erzählte dazu eine Geschichte. Baumtanz, Mana Nawu, Fuchstanz, Mauer von Jerusalem mit der deutschen Melodie vom „mächtigsten König im Luftrevier“ in Moll und natürlich unser Hoida, mit dem wir angefangen waren. Das Publikum brodelt und sang mit. Schade, dass wir kein Aufnahmegerät dabeihatten.

Christel Ulbrich, die große alte Dame und Tanztherapeutin des DDR-Folks bat mich zu ihren Freunden an ihren Tisch und erzählte vom Tanzen in Bautzen, von den Rudolstadtfesten, vom Aufbau der Folkszene in der DDR. Als Freundin von Erich Honecker aus Weimarer Zeiten erzählte sie, dass sie Jährlich einmal von Honecker zum alten Kämpentreffen eingeladen würde, war es zum Geburtstag? wo gesungen und getanzt würde. Da seien ein paar Grundlagen besprochen worden, die sie dann umsetzen durfte. Ob wohl das wichtigste Buch der deutschen Folkszene nach dem Zupfgeigenhansel, Herbert Oetkes „Der Deutsche Volkstanz“  und Herberts Anstellung in Berlin bei diesen Gesprächen seinen Ursprung hatte?

So um Mitternacht gegen Ende kamen bei meinem 1. Fest in Leipzig ein paar Leipziger auf mich zu, ob ich nicht zu einer Nachparty mitkommen wolle. Wir trafen uns wohl in der Wohnung von Jana mit ca. 15 Folkies. Neben mir saß Jürgen Wolf, einer der Mitgründer der DDR-Folkszene, Chef der Folkländer aus Leipzig und grafischer Gestalter der Rudolstadtfeste. Wir sangen einiges miteinander „Sag mir, wo du stehst“, „Sonne erhellt unsere Welt“. Die DDR-Folkies wunderten sich, dass ich mitsingen konnte, da sich herumgesprochen hatte, dass ich kein Sozialist aber kritischer Folkie war. Dann wurde ich um 2 Lieder gebeten. Ich sang „Abends treten Elche aus den Dünen“ und „Über meiner Heimat Frühling“ und mein „Meinst du, die Deutschen wollen Krieg.“ Da bat mich Jürgen um meine Klampfe und sang mit seiner herausragenden Stimme sang zuerst eine seiner berühmten Balladen vom Fluchttrabi. Ich singe täglich gern, habe aber seither neben keinem Sänger gesessen, der mich so beeindruckt hat.

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SCHIFFSFAHRT AUF DER OSTSEE

Ischi hatte mich eingeladen. Mehrere Folkies feierten in Wismar unter Obhut der FDJ ihr Examen als Diplom-Ingenieure zusammen mit Kommilitonen, Professoren, Folkies bei einer Schiffsfahrt auf der Ostsee und im Hafen von Wismar. Mich bäten sie als Tanzmeister dazu, ich möge Noten mitbringen.

Ich für vom Schneckenhaus in Mölln aus mit dem Auto über Schönberg und hatte ein paar Folkmagazine mitgebracht. An der Grenze hielt man mich stundenlang fest. Die Grenzer lasen die Folkmagazin. Brauste ich los und kam gerade an, als das Schiffshorn blökte und der Dampfer ablegen wollte. An Bord wohl an die 80 bis 100 Festteilnehmer. Ich konnte gerade parken, man wartete kurz, und ich kam an Bord und saß allein an einem Tisch, da die anderen schon ihre Plätze hatten und Ischi, Peter, Klaus, Ute, Ralf, die ich kannte, schon bei ihren Freunden saßen. Dann wurde gesungen, ich hatte mich vorzustellen, und es ging erstmal zu einem Rundtörn im Bogen um Wismar.

Wieder an Land ging es zur Fischerkneipe, ein Fass wurde aufgemacht und dann wurde auf dem Fischermarkt getanzt. So wurde der Hoida in der halben DDR bekannt.

Es wurde mit ca. 30 Leutchen wild getanzt. Kein Tanz wurde ausgelassen. Ich machte meinen Workshop. Es war einfaches Tanzen. Die Musiker fetzten unsere Musiken. Es war ein herrlicher Folktag.

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FOLKLAGER IN HORNY PLANA - Oberplan

Wir hatten uns im Osten und Westen vorbereitet. Es kamen an die 50 Folkies aus der DDR und wir drei Elbraben: Atti aus Hamburg, Wolfgang aus Kassel , hedo damals auch noch aus Hamburg. Am Strand des Sees bauten wir unsere Jurte und Zelte auf, in einem großen Halbkreis auf. In der Mitte der Platz zum Musizieren und Tanzen. Als Themen hatten wir aus dem Westen den Hambo und Balkantänze zum Lernen für die Ostfolkies mitgebracht und zwei Vorträge von hedo über tusk und über die Edelweißpiraten. Es wurde gmeeinsam gekocht und eingekauft, gewandert und Horny Plana, ehemals Oberplan erkundert mit dem Adalbert-Stifter-Museum und dem alten deutschen und neuen tschechischen Friedhof.
Und nebenbei viel Schwimmen und auch Tanzen in Wasser.

Peter, Atti und ich kreierten den internationalen Wassertanz nach dem Mayim. Er wurde gern im Stausee von Oberplan, von Adalbert Stifters Heimatort,  getanzt

musik_5748.jpgChristian Schütte - krischan

FOLKOPER KARLS ENKEL IN HALLE
HAMMER REWÜ

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"Diese gedankliche Schärfe haben..." KARLS ENKEL - Folkoper

eumel hatte mich in die DDR eingeladen. Es sollte in Halle in der Moritzburg die Aufführung der folkoper "Karls Enkel" geben. Ich aus dem Westen hatte keine FDJ-Kleidung an, hatte kein Eintrittsbillett und wurde von einiges Auserwählten stark beobachtet. Die Oper wurde von namhaften Folksängern der DDR gestaltet, die in einer Liedertheatergruppe kritischer Liedkultur 1976 -1986 zusammenwirkten. Es war eine tolle Zusammensetzung. Das Publikum war aus der ganzen DDR angereist. Und alles war total ausgebucht im alte Gewölbe-Saal auf Holzbänken im Keller.Viele FDJler waren Folkies. Sie waren am Einlass und an der Kasse und wechselten laufend. Und als ein Freund am Eingang war, gelang es Eumel, mich in den Saal zu schmuggeln. Ich war sein Gast und extra für das Konzert aus Hamburg gekommen. Und in der Szene kannten viele das Folkmagazin und mich als Macher.
Mit dabei waren Hans-Eckardt Wenzel, Steffen Mensching, Stefan Körbel (Nebelhorn), Rolf Fischer (Boleschwistische Kurkapelle), Matthias Kießling, Dieter Beckert, Jörg Kokott (Wacholder), Matthias Kießling (Kies) (Wacholder), Matthias Wegner (Einstein), Almut Walther, Scarlett Seebold (Wacholder) u.a. mit wechelnden Besetzungen in den 11 Jahren des Bestehens.
Das Konzert, die Freundschaft und Verbundenheit der Folkies untereinander, das Milieu des besonders kritischen Teils der Folkies begeisterte mich. Und von den Kirchentagen, den Elbraben, von den jungenschaften, vom Wandervogel, und den kritischen Fahrenden Gesellen her kannte ich die Brisanz, die aufkommt, wenn Neues entstanden ist und präsentiert wird. Für mich wurde dieser Besuch in Halle bei Eumel zum wichtigsten musikalischen Erlebnis in der DDR. Hfolklager horny plana
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 DIE INTERNATIONALE IST NICHT UNSER LIED

Die Internationale ist nicht unser Lied, obwohl wir weltweit denken und planen. Die Internationale setzt auf Kampf und Gefecht, auf Gegeneinander, auf Links gegen Rechts auf die Spaltung. Das ist nicht unser Ding, kann es nicht sein. Wir setzen auf Miteinander, auf Frieden, auf Parlamentarismus, auf Versöhnung, auf Natur und besonders auf Bildung. Und auf Freisetzung von Intelligenzen und Bildung von Persönlichkeiten. Da war Deutschland schon mal weiter. Das ist weitsichtiger und klüger und die Zukunft. Viel zu lange wurden in Schulen, in der Pädagogik, in Lehrbetrieben und von despotischen Patriarchen ein Untertanenverhalten, mit Verzicht auf Eigenständigkeit,   mit Denkverzicht, Gedankenunfreiheit und Maulhalten eingeübt, vom Stille-Machen der Babys an. Das bildet nicht den freien, selbstbewussten Menschen. Für mich, für uns gilt: Das Leben selbst zu gestalten allein und miteinander und nicht fremd gestalten zu lassen. Und Milieus zu schaffen, in denen Persönlichkeiten  heran wachsen. Das haben wir alle zu fördern. Wenn Lebenskultur dazu kommt mit Singen, Musizieren, Tanzen, Spielen, guten Gesprächen und Fahrten in die Welt, ist es der richtige, lange Weg mit Selbstbewusstsein und Miteinander. Dieser Weg schafft Kraft zum selbständigen Denken, zur Berufs- und Partnerfindung, zu Freundschaften und zu selbstbewusstem, politischem Handeln und Leben. Und da ist es doch keine Frage mehr: Die Internationale brauchen wir nicht, sondern ein besseres Lied. Vielleicht „O lio lio la“! Das ist auch international, aber richtig gut. Da frage ich mich noch: Gibt denn jemanden, der diesen Weg nicht einschlagen möchte? Es müsste doch ein egoistischer Mensch sein, der auf Kosten anderer leben will oder ein Eigenbrötler. Oder beides? h

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DIE ELBRABEN

Die Urgruppe der Elbraben kam aus dem Wandervogel und ihm nahen Gruppierungen wie der Freischar. In den Zeitschriften FOLKMAGAZIN und WANDERVOGEL wurde über die Entstehung und Geschichte der Elbraben berichtet. Wer einen dieser Artikel auftreiben und zusenden kann oder selbst einen schreibt,  hat die Chance. Besonders ingteressant waren ssieben Artikel: 1. Weshalb und wie entstanden die Elbraben? 2. Die Geschichte der Namensfindung 3. Der 1. Auftritt in Osnabrück. 4. Das Hochzeitskonzept, 5. Die Bigbandmappe 6. Die Elbrabenfeste ab Mölln 7. Die Kirchentage

Zum Tanzen und Musizieren in der DDR aus eigenem Erleben

Es war ca. 1986 vor der Wende, als wir von der Folktanzband Elbraben ein paar Einzeleinladungen zum Leipziger Tanzhausfest in der alten Kongresshalle erhielten, wo ca. 1.500 Tänzer ihr jährliches Tanzhausfest tanzen wollten.

Mit dabei waren viele der wichtigsten Volkstanzpersönlichkeiten der DDR, von denen ich einige durch meine häufigen Besuche schon kannte. Wir kamen einzeln mit Eintrittskarten rein, tanzten mit, und ich wurde dann gebeten, die anderen Elbraben auf die Bühne zu holen und den Tänzern al Tanzmeister ein paar israelische Tänze zu zeigen. Meines Wissens waren von uns Atti und Jutta aus Hamburg auf der Bühne, und Andreas und Christiane, die in Mittenwald Geige studierten. Das mit dem Tanzen klappte gut. Vielleicht 600 Tänzer und Tänzerinnen konnten die sechs Tänze schnell mittanzen. Nach dem Tanzen ließ mich Christel Ulbrich (?) an ihren Tisch bitten, an dem auch mehrere andere geladene Volkstanzveteranen saßen.

Wir plauderten u.a. darüber, dass ich des Volkstanzens öfter in der DDR sei und auch bei einem der großen DDR-Tanzfeste mit der Familie Lünzmann aus Hamburg in Rudolstadt gewesen sei. Sie erzählte mir, dass sie schon seit Wandervogelzeiten Volkstanz mache und in der DDR den Volkstanz voran gebracht habe zusammen mit Eva Sollich und die Musik mit vielen, engagierten Folkbands. Sie sei schon seit vielen Jahren mit Erich Hockecker befreundet. Und einmal im Jahr würde er seine alten Freunde einladen und dann würde gemeinsame gesungen und musiziert. Er sei privat ganz anders, als er im Westen dargestellt würde, versicherte sie mir glaubhaft.Herbert Oetke habe ich zusammen mit Viktor Rengstorf in seinem Haus in Rissen besucht, als er wohl schon weit über 80 war, so wirkte er auf uns. Wir hatten uns mit mit Freude mit seinem Buch „Der Deutsche Volkstanz“ intensiv beschäftigt und hatten viele Frage. Er erzählte uns, dass er das Buch in Zusammenarbeit mit Kurt Peters vom Volkstanzarchiv herausgegeben hätte, mit Auflage zuerst in der DDR und dann in Wilhelmshaven. Wir sprachen beim Tee besonders über die Sünnros, von der er sagte, sie sei früher nur im Hüpfgleitschritt und nicht im Wechselschritt getanzt worden.

 Dann sprachen wir über Achterümtänze, Entdeckungen von Kurt Bellmann aus Neugraben und über Hochzeitstänze. Dann erzählte er uns seine Wandervogelgeschichte. Er war mit Anna-Helms Blasche und ihrem Mann, mit Erich Boettcher und den Pulmers einer der Sammler uns Tanzmeister um die Geestländer Tanzkreise. Als Tanzreferent kam er weit herum und wurde auch öfter ins Saarland von Erich Honecker eingeladen, der dort Sprecher der Sozialistischen Arbeiterjugend war, und das Tanzen und Musizieren förderte. 

Nach 1945 fragte ihn Hockecker, ob er nicht Tanzreferent in der DDR fürs Volkstanzen werden wolle, er hätte die Chance, Professor zu werden. Herbert Oetke fand die Aufgabe großartig, war aber weder Kommunist noch Sozialist und verheiratet mit einer Ärztin in Hamburg. Herbert Oetke ging die Woche über nach Berlin, behielt seinen Hauptwohnsitz in Hamburg und bekam Aenne Goldschmidt als Vorgesetzte, wurde kein Professor und bekam nicht einmal einen Doktortitel. Er war der Maßgebliche Sammler in der DDR. Und Aenne Goldschmidt (hundertjährig 2020 gestorben) wurde Professorin und konnte die „Handbücher des Deutschen Volkstanzes“ herausgeben, die sachlich und nüchtern als Lehrbücher gut geeignet sind. 

Das Herzblut der Begeisterung des Wandervogels für den Volkstanz, das haben dann die später erschienenen Bücher 1 +2 des „Deutschen Volkstanzes“.  Die Bücher sind zwar wissenschaftlich geordnet, erzählen aber Geschichte in Geschichten mit Forschungsergebnissen und Vermutungen in plastischer Form für künftige Generationen. Jüngeren Menschen wird es so ermöglicht, alte Tänze nachzuempfinden und wieder neu zu kreieren.  Mit seiner Erzählweise übertrifft Herbert Oetke nach meiner Einschätzung die Geschichtsbücher der Liedforscher Erk-Böhme und Steinitz und ist damit ein wertvoller Schatz für jeden, der deutschen Volkstanz voranbringen will.

Der 3.sehr umfangreiche Band sollte ein Volkstanz-Lexikon werden. Näheres weiß ich nicht. Auch die Wilhelmshavener vom Heinrichshofen-Verlag haben ihn bisher nicht gedruckt. Vielleicht ließe er sich durch die Deutsche Gesellschaft für Volkstanz mit Fördermitteln jetzt noch drucken? Herbert Oetke zu Ehren.  hedo holland

Zukunftsaspekte:Feldforschung, Zusammenarbeit der Tanzmeister, Klezmer mit Marianne.

Wenn ich Dich oder andere vergessen habe, helft mir bitte und ergänzt die Liste. Danke. hedo 

P1110634_Kopie.JPG hedo, Peti, Delfino, Hans -  2. Auftritt im Audimax 1980.  Der 1. Auftritt war beim Folkfest in Osnabürck mit Peti und hedo

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Das Hoidasyndrom - Wie es dazu kam

Der Hoida war der erste Tanz, den Elbraben bei Auftritten gespielt haben. Er wird bei uns gefeiert und ist bei jedem Fest dabei. Er wird gemeinsam gesungen, die Reihen tanzen sich an. Der Hoida stärkt die Gemeinschaft und feiert die Freude des Wiedersehens. In unseren damals drei Tanzkreisen in Haus der Jugend, in der Turnhalle Rostocker Straße und im Matthias-Claudius-Gymnasium war er lange bekannt.
Über den Tanz Hoida, den ersten Mitmachtanz den die Elbraben zuerst öffentlich beim Folkfest in Osnabrück im Klosterhof 1981 spielten.

Die Geschichte trug sich vor gar nicht SO LANGER ZEIT IN DIESER GEGEND ZU. ES BEGANN AN EINEM DIENSTaGABEND IN EINEM STaDTTEILSHAUS. DORT WIE aN JEDEM DIENSTAGABEND FOLKLORETANZEN ANGESAGT. DIE TRANZfREAKS WAREN EIN ZIEMLICH GEMISCHTER HAUFen UND HATTEN SO ALL VERSCHiEdENE Interessen. Aber eins verband sie alle miteinander, der Hoida, das wusste am Anfang bloß noch keiner, das kam viel später. Man tanzte und schwitzte und schwitzte und tanzte und lernte ein paar nette Tänze kennen.. 

Man hatte vie Spaß dabei, aber irgendwie fehlte noch das gewisse Etwas. Eines Dienstagsabends kam unser fliegender Holländer Hedo ganz geheimnisvoll zur Tür herein, machte ein Gesicht wie der Weihnachtsmann zu Ostern und raunte jedem von uns zu „heute tanzen wir den Hoida“l 

Es durchzuckte uns alle bei dem Namen Hoida. Der hatem hatte igendwie was Geheimnisvolles an sich. Wir benahmen uns alle wie in der Kirche. Gans andächtig standen wir so herum und flüsterten nur noch miteinander. Als die Spannung wie zum Zerreißen gespannt war, gritff Hedo in seine Tasche und holte feierlich eine in Seidenpapier eingewickelte Musikikassette heraus. Das mussten die Zauberklänge sein. Rituell legte er die Kassette ein. Wir stellen uns zu einem Kreis auf und warteten auf den Beginn der Musik wie auf den Beginn der Bescherung.

Eigentlich hatten wir auch weihnachtliche Gefühle, nur viel schöner. Und dann ging es los. Schon nach den ersten Takten tanzten wir wie in Ekstase Erst nach Stunden kamen wir aus dem Hoidarausch wieder heraus. Wir fühlten uns sie nach der Taufe. Reingewaschen und nass. Seit diesem glückseligen Abend tanzen wir fast nur noch Hoioa. HEDO WURDE ZU USNEREM GURU ernannt, und wir bildeten die Sekte der Hooidaisten. Unsere Taufen finden meist auf Tanzveranstaltungen und Festen statt. Aber auch mitten auf der Straße kann es passieren, dass einem durch eine flotte Hoidaeinlage der richtige Weg gezeigt wird.

Auch die Rundfunkstationen haben sich der HOIDAWELLE ANGENOMMEN. VOR UND NACH DEN NACHRICHTEN wurde DER HOIDA GESPIELT, UND DAS WORT ZUM SONNTAG DURCH durch DIE SENDUNG „HOIDA, DER SINN allEN Lebens“ ersetzt. In den Schule wurde das Fach „Entstehung und Durchführung des Hoida“ das Hauptfach eingeführt. Und an den Universitäten kann man Hoidaismus studieren. Es besteht jedoch ein Numerus Clausus für dieses Fach.

Dies war also die Geschichte über die Entstehung des „Hoida-Synsdroms“. Schön, dass sie nur erdacht ist und nicht wahr.      Jürgen 18.9.1981

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DDR –Fahrten.  Geschrieben von wv am 14. November 2020.

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Jeden 2. Monat war ich als Hamburger drüben, oft mit mehreren Elbraben, wohne jetzt in Mecklenburg und verfolge mit großem Interesse, wie Ost und West mit ihrer Folkie - Vergangenheit umgehen.  Im Westen war es die Waldeck mit den Festivals Chanson International, im Osten waren Gundi, Karls Enkel und trotz allem die Liedbewegung, beim Tanzen einige Ideen von Christel Ulbrich und Ensembles.

Eine fast gleiche Entwicklung haben in der „Mitmachecke“ die herrlichen Mitmachfeste auf Straßen und Plätzen, in Sälen und auf Bühnen. Im Leipzig war eins der Highlight – Ursprünge die schöne, alte Leipziger Kongresshalle, im Westen waren es die ersten Festivals in Mölln und auf dem Ludwigstein. Nun hat sich vieles weiter entwickelt. Nach der Wende vereinigte Rudolstadt die Folkies in Ost und West. Als das dort mehr und mehr zum Weltmusikfestival wurde, ging es ab in die Niederungen vieler Dreißiger bis Hunderter „Feste“ und Wochenenden in Nord und Süd, in ost und West, halb privat, halb Lernen, halb tolle Atmosphäre, teils die menschlichsten Referenten. Das Hinaustragen des Politischen hat nachgelassen. Dafür wird bei den Festen – oft mit Kindern – ein zukunftsgewandtes Denken gelebt mit Singen, Tanzen und Musizieren, Kultur in der Natur, wie es selbst in Waldorf- oder Steinerschulen selten zustande gebracht wird. (Preiswert) Es zeichnet sich Trends ab. Das Singen, Tanzen und Musizieren mit Kindern könnte zuerst in diesen kleinen Nischen wieder einen höheren Stellenwert bekommt.  Die gemeinsame Festtafel – ein gemeinsam gefeiertes Essen und Trinken – bildet vielfach den Mittelpunkt. Das Umgehen Miteinander ist bei manchen dieser „Feste“, mitmenschlicher und intensiver, als in der Gesellschaft üblich. Neue werden integriert, nicht nur nach ihrem Können am Instrument, beim Tanzen oder Singen, sondern nach ihren Impulsen mitzumachen und sich einzubringen.  Es entstehen mehr und mehr solche „Feste“. Hinzu kommen die Tanzhäuser im Norden, die Folkbälle im Süden und Westen (Hier fehlt es im Osten noch) die Folkszene zu vernetzen und in einigen Orten zusammen mit den „Festen“ und mit der Bildung von Folkclubs oder Folkinitiativen eine subkulturelle „Folkecke“ zu schaffen, die mit Konzerten, Tanzabenden, Musiziertreffen bis in die Öffentlichkeit hinein wirkt und mit der Zeit in bestimmten Regionen den „Negativtouch“ von Folklore für die ab 40jährigen verändert. Darüber hinaus schaffen es einige Folkies, mit ihrer gesammelten Freude und Erfahrung, folkloristische Kulturfestivals in einigen (noch wenigen) Städten neu zu etablieren und wachsen zu lassen. Mit einer guten Mischung aus Internationalität und heimischen Wurzeln liegt hier eine  Chance, Folklore für die Öffentlichkeit??????  zu entstauben und zu etablieren, so dass auch die Folkkünstler ein wenig zusätzlich die Chance bekommen, etwas zu verdienen, (was sonst nur wenigen möglich ist.) Beim Folk bringen Auftritte, Feste, Festivals, touren, CDs den Künstlern und Veranstaltern bis auf Ausnahmen nicht viel ein. Folkkünstler müssen anderweitig hinzu verdienen. Die Fleißigsten von ihnen haben deshalb eine neue Art alternativer kleiner Musikschulen, Tanz- und Tonstudios gegründet und halten sich so über Wasser. Wenn auch die Schwächen der heranwachsenden „neuen Folkszene“ im Öffentlichkeitsbereich, weiter im Entertainment und besonders im „Verdienen“ liegen, so zeigt sich eine „Folkielust“, ein Überlebenswille, eine große Freude zu internationalen und eigenen Folklore, dass mir um die Zukunft der Folkies in Deutschland nicht bange ist. hedo

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Die Elbraben wurden ca.Mai 1986 im Miteinander, Stadtteilzentrum, Hamburg-St. Georg, Sitftstraße 22.

Der Tanzkreis der Miteinander-Tänzer, später auch Rabentänzer, war auf ca. 40 Mitglieder angewachsen. Wir trafen uns sonntags in der Rostocker Str.-Schule nachmittags zum Tanzen und gingen nachher ins Miteinander zum Klönen, Essen, Singen. Das Miteinander war schräg um die Ecke. Dads Tanzen wurde von Hedo Holland geleitet.

Im Tanzkreis waren mehrere Musikanten und Folkfreunde, die gern zu Folkfestivals fahren wollten.

Gründungsmitglieder waren: Petra Fink, Heike, Viktor Rengstorf, Ingrid, Frank, Manfred, Hedo Holland

Gemeinsam bei einem Spiel gaben wir uns den Namen,.

Von da an übten wir, machten Auftritte, der Tanzkreis bekam Folkkleider, die Musiker wurden mehr in ganz Deutschland, wir gründeten das Folkmagazin und veranstalteten zuerst in Mölln selbst Festivals. 

Die Elbraben waren eine offene Band. Fast jeder konnte mitspielen mit akustischen Instrumenten.

Bis heute 2022 gibt es die Elbraben, die neue Musikanten aufnehmen und bei Festen spielen.

Demnächst erscheint das Raben(Arbeits)heft 7 mit vorrangig europäischen Tanzmelodien, Noten, Tanzbeschreibungen, Liedtexten, Hintergründen. Alle Hefte sind für je € 5 incl. Versand Vorauszahlung erhältlich. Infos:_ 0152 2198 3817. 

Elbraben_Elbe-Schiffsfahrt_001.jpg 30 Jhre Elbraben auf dem Elbeschiff

ELBRABENSTÄRKE: Die Elbraben waren enorm stark als offene Band mit ihren Wochenendauftritten. Eine teils Band mit mehreren musikalisch Wochenend-reisestarken-Lehrern und mit 10, 15 Mitmachtänzen und ein paar Liedern eine publikumswirksame Bands, die zu Stadtfesten auf großen Bühnen in ganz Deutschland sehr gern genommen wurde. Mit ein paar Grundsätzen:  Für Freunde gratis, für Aiuftritte mindestens € 500, bezuschusst mindestens doppelt, meist incl. Verpflegung/Getränke, meist + Benzin- oder Bahngeld, manchmal mit Hotel, bei Hochzeiten mindestens so teuer wie die Verpflegung. Kultur darf nicht unterbewertet werden. Wir waren so viele, dass wir alle Auftritte annehmen konnten, die wir wollten. Am liebsten Ökofeste und Hochzeiten. Wer einmal mitgespielt hat, kann Elbrabe werden. Vorn auf der Bühne, die alles auswendig spielen im Halbkreis, dahinter die mit Notenständern. ------ Nun da wir ein paar Neue haben und die Alten haben seit Jahren fast nur hier gemeinsam als Elbraben-Bigband mit Kurztraining vorher hier gespielt und keine großen Auftritte mehr angefordert. Ich war früher ein guter mitreißender Tanzmeister und wurde auf der Bühne nicht so gebraucht, wie unten zum Tanzen mit dem Publikum, da ich auch darauf reagieren konnte, welcher Tanz als nächster passend war, schnell, langsam, leicht lernbar, notfalls bei besonders behäbigem Publikum, schnell einen Tanz oder Kiundertanz erfindend zu Liedern, die jeder gleich spielen und singen kann. Auf der Bühne war Atti die ihre Sache großartig meisterte. Ich holte die Aufträge rein und mobilisierte die Raben, so dass wir uns vor Ort in Dortmund, Erlangen, auch in der DDR mindesten 1/2 Stunde vor Auftritt trafen und Tanz- und Spielfreude verbreiteten und dabei oft selbst sagenhafte Fotos zustande brachten. Manchmal traten wir sogar als Raben schwarz auf, manche mit Zylinder, öfter als bunte Vögel. Schließlich gründeten wir vor 25 Jahren auch den Wandervogel wieder, alles mit großer Freude. ---------- Vielleicht findet sich ein guter Tanzmeister/in und Musiker oder eine Musikerin im Wandervogel, der oder die das Miteinander gut kann, und die restlichen Elbraben wieder zu Power und mitreißenden Auftritten bringt. Die Städte würden sich darum reißen! Das Spannende ist, das solche Auftritte unvorhersehbar sind mit Bühne, Mikros, Anlage, Monitoren, Tanzplätzen, Witterung... Aber das gehört zu dem RiesenRabenSpaß den wir hatten, und der sehr viele nur Liederauftritte von Bands mit dem begeisterten Mitmachpublikum und den Mitmachtänzen einfach in den Schatten stellt. Wenn ich nicht leistungseingeschränkte 89 wäre, wäre ich sofort damit beginnen. Die Freude wiegt vieles auf. Manche kleine Band, die so vor sich hinbröselt, könnte so über sich hinauswachsen. Wenn Du Freude willst und Interessehast, ruf mich an. hedo

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Alstervergnügen in Hamburg, als hedo auf dem Dach des Bullys die Tänze anleitete. 

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Auf Burg Hanstein beim Ludwigsteinfest

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HOCHZEITEN & HOCHZEITSKONZEPT DER ELBRABEN

FÜR DAS SCHÖSTE FEST IM LEBEN

Mit diesem Konzept haben die Elbraben ca. 40 Hochzeiten gestaltet und sind weiterhin damit unterwegs. Wer heiraten will mit dem tollen, freien und kulturellen Mitmach- Konzept der Elbraben, rufe frühzeitig (ca. 1/2 Jahr vorher) an und spreche einen Termin ab. Kosten sind mindestens so viel, wie das große Hochzeitsessen kostet. Evtl., falls der Ort weit entfernt ist, dazu Unterbringung und evtl. Fahrkosten.

Die jungen und alten Elbraben haben große Lust Hochzeiten mitzugestalten.

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ÜBER EIN JAHR LANG HABEN WIR VOR VIELEN JAHREN GEDANKEN ZUR HOCHZEIT IM FOLKMAGAZIN GEBRACHT UND DANN DAS HOCHZEITSKONZEPT GESCHRIEBEN, DAS UNS WUNDERSCHÖNEN HOCHZEITEN BESCHWERTE U.A. MIT RIKSCHA, GONDEL AUF DER ALTER, HOCHZEIT IM RIESENGEWÄCHSHAUS EINER GÄRTNEREI....

Hochzeitszusammenfassung Werbung – Annoncen im FM – anderswo – Hochzeitskonzept mit Erfahrung, Lied- und Tanzmappen, Tanzen, Sin gen, Musizieren, Spielen, Brauchtum, Tischmusik etc. Vorbereitung – Besuch – Besprechung – Familien- und Freundeskreis zusammenbringen Kennenlernen – Adressenliste - Weiterempfehlen Maitre du Plaisir – Rahmenplan Zeit – Kosten – Musiker – Essen – Übernachtung Tanzmeister + Kassetten-CDs  Band und Tanzmeister  Kurzprogramm  Programm bis Mitternacht Kirche + Sektempfang Folk-Hochzeit Folkhochzeitsheft Folkfremde Elemente – Fox, Samba, Tango etc.

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Das war eine Walpurgisnacht. Wir tanzten und musizeirten vor dem Rathaus von Boizenburg. Und dann erst draußen und dann oben auf dem Rabenhof. nadja malte ein Trytichon dazu. mit den 4 Bildern: Rathaus - Tanz oben - Tanz um den Maibaum und dann Ritt in die Bretagne. Tolle Vorführungen. Mitreißende Musik der Elbraben. Viele die das miterlebten, sind heute noch dabei.

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KREATIVE WANDERVÖGEL - SEIT WIEDERGRÜNDUNG 1998 Stand 9.1.22

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in GESCHICHTE

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Heute im Wandervogel kreativ engagierte Wandervögel + Greifenträger:

ANKE - Asbahr - Schwanheide - Rabentänzer MV

BOB - Robert Lietzke - Berlin - Elbraben, Wandervogelchor, Noten, Berliner Wandervogel B

FRANKY - Frank von Morstein - Wittenburg - Musizieren, Allspeel, Singen MV

HEDO - Holland - Greven-Lüttenmark - Sprecher, MV

JÜRGEN - Schmahl - Boizenburg, Kasse, Rabentänzer MV

JUTTA - Schütte - Hamburg, Berichte, Elbraben HH

MARIANNE - Lange - Neckargemünd - Elbraben BW

MARTINA - Fichtner - Rosental - Tanzmeisterin, Rabentänzer SH

MAT - 3. Sprecher, Vorbereitungswoche , AUSLD

MONIJA - Holland-Malchow - Greven-Lüttenmark, 2. Sprecher, Rabentänzer MV

OLI - Oliver Schuster - Berlin - Vorbereitungswoche B

ULRIKE 1 - Krüttgen - Wentorf bei Lübeck  - Maibaumgestaltung SH

UWE - Thomsen - Mölln - Elbraben, Noten, Tanzmeister, Rabentänzer SH

Wir denken dankbar an unsere gestorbenen Wandervögel:

JOCHEN - Theuerkauf - Fenster, Tanzplatte NS

LOTHAR - Duisburg, Bau - Mauern, Türen NRW

SCHRAT - Helmut Stantze, Wahlhausen  - Europafahrt mit Esel und Pferd, Ausbau der Mühle in Wahlhausen THÜR

USCH - Festtafeleröffnungen, Leben im Geist der Indianer NRW

UWE - IMGART - Weg der Wandervögel, Noten, Liederbuchgestaltung NS

Außerdem: DIRK, GRETEL

Ausgeschieden: ATTI, CHRISTINA, INGRID, MAITRE, TINA, WOLFRAM

Meißnertreffen 1913 - 2013 - Zum Nachdenken

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in GESCHICHTE

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Meißner 2013

Ich nehme den Artikel von Helmut Wurm zum Anlass, vier Gedankengänge und Beobachtungen zu Meißner 1923 bis 2013 zu äußern.

1. Die Meißnerformel, 2. Das Zusammenkommen und Zusammenwirken  3. Die Form des Lagers 2013. 4. Das Extralager 

1.Die Meißnerformel ist eine der wenigen Aussagen aus der Wandervogel- und Reformbewegung, die von allen mit kleinen Abweichungen akzeptiert wird. Heute setzen wir dazu: „Das Leben selbst und in Gemeinschaft zu gestalten.“ Gemeinschaft wurde 1913 in der Formel nicht erwähnt, weil die damals viel selbstverständlicher war, als in unserer egoistisch-kapitalistischen Gesellschaft.

2.Das Zusammenkommen der Bünde, besonders der Wandervogel- und Jungenschaftsbünde war für mich immer ein eindrucksvolles, kreatives und zukunftsgerichtetes Treffen. Das war es auch diesmal. Nur das Zukunftsgerichtete kam zu kurz. Es waren diesmal bei großen Lager kaum Wandervögel dabei. Es gibt auch zur Zeit nur wenige.

3.Das Lager war auf dem Meißner riesig, großartig vorbereitet und strotzte von Aktionen, Happenings, Überraschungen. Ich war in den Jurten des Mindener Kreises sehr gut aufgehoben. Wandervögel waren kaum zu finden. Wieder andere brieten noch ihre Extrawürste. Die Pfadfinder, die Waldjugend und andere waren in der Lage ein Lager aufzuziehen, das Hochachtung verdient. Die große und gut vorbereitete Festveranstaltung hatte leider nur Vorträge, die mich nicht in den Bann zogen und wenig für die Zukunft der Menschen und Jugendlichen in Deutschland bot

3.Die meisten Wandervögel hatten sich in einem kleinen Extralager auf der Hausener Hute abgesondert. Dort fand die Festveranstaltung im Regen statt. Das Feuer wollte nicht brennen. Die Festrede von Ketscha, früher Bundesführer im Wandervogel Deutscher Bund, war die beste der gehaltenen Rede. Ich las sie erst später. Sie war schlecht vorgetragen, kaum zu hören und nicht zu verstehen und für den Regen viel zu lang. Ketscha war seines Alters wegen nicht dabei. Eine junge Frau trug die Rede vor. Und als einige ältere Gäste unaufgefordert das todesmutige Lied vom Rhein und heiligen Vaterland in Gefahren anstimmten, sank unsere Stimmung auf Null, und wir kehrten betroffen zum Ludwigstein zurück und fühlten uns wie Wanderer zwischen zwei Welten. hedo

(Zu Kenntis des Liedes, das von Nazis missbraucht wurde, das 1914 als Kaiser- und Kriegsförderung entstand, und das so nicht mehr singbar ist: Heilig Vaterland! In Gefahren deine Söhne sich um dich scharen. Von Gefahr umringt, heilig Vaterland, alle stehen wir Hand in Hand! 2. Bei den Sternen steht, was wir schwören. Der die Sterne lenkt, wird uns hören. Eh der Fremde dir deine Kronen raubt, Deutschland, fallen wir Haupt bei Haupt! 3. Heilig Vaterland, heb zur Stunde kühn dein Angesicht in die Runde! Sieh uns all entbrannt, Sohn bei Söhnen stehn. Du sollst bleiben, Land, wir vergehn!)

Der folgende Artikel regt zum Denken an, aber entspricht nicht der Meinung der Redaktion

Beitrag zur Entmythologisierung von Meissnertreffen und Meissnerformel

1913 von Puschkin (Helmut Wurm)

  1. (Der derzeit letzte Bearbeitungsstand dieses Kurzbeitrages ist der 8. 4. 013)
  2. Dieser Beitrag ist kein konformer Beitrag zum Chor begeisterten Meißnertreffen-Freunde, sondern ein Querdenker-Beitrag, der manche Sichtweise und Entwicklung hinterfragt. Er möchte begründen, weshalb das Meißnertreffen von 1913 keinen Kult-Charakter für die Wandervögel gehabt hat und weshalb die Meißnerformel von 1913 keine Kult-Formel und kein Kult-Ausdruck für die Wandervogelbewegung war und bis heute ist.
  3. Anfangs einige Begriffs-Richtigstellungen:
  4. Unter Jugend verstand man um 1900 eine andere Altersstufe als heute. Der Terminus „Jugend“ bezeichnete die Altersspanne etwa zwischen 16 bis 25 Jahren, also die Altersstufe Adoleszenz bis junge Erwachsene im heutigen Sprachgebrauch. Man sprach damals von gymnasialer Jugend, studentischer Jugend, akademischer Jugend, Turnerjugend, soldatischer Jugend… Die Altersstufe davor waren die Knaben und Mädchen. Der frühe Wandervogel war also keine Jugendbewegung im heutigen Sinne, sondern eine Bewegung von Adoleszenten und jungen Erwachsenen, die allerdings Jugendliche ab 14-16 Jahren um sich sammelten.
  5. Der frühe Wandervogel war primär keine Reformbewegung und keine Protestbewegung gegen die Erwachsenen, sondern primär eine unpolitische Entdeckungsbewegung der Natur außerhalb der Stadtballungen und eine Wanderbewegung hinaus in die Romantik. Die frühe Wandervogelbewegung benötigte sogar die Hilfen der Erwachsenen. Ohne Erwachsenenhilfe (z.B. einige Lehrer in Steglitz und die Eufrat-Mitglieder) hätte es die Gründung und den Aufbau der Wandervogelbewegung nicht gegeben.
  6. Es ist vielen heute Lebenden schwer, sich die beginnende Fluchtbewegung aus den StadtBallungen ab dem Ende des 19. Jhs. zu vergegenwärtigen. Die Menschen waren vorher in den Siedlungen weitgehend gefangen gewesen. Erst der Ausbau des Eisenbahnnetzes ermöglichte die Erschließung der weiteren Stadtumgebungen und Deutschlands für größere Gruppenreisen. Um 1900 hatte das Eisenbahnnetz eine solche Dichte erreicht, dass man leicht und billig in jede Richtung fahren konnte. Es öffnete für die Wandervogelgruppen die Tore in die weite Welt. Ab den Wandervogelanfängen liest man in Fahrtengberichten, dass man sich an Bahnhöfen traf, mit dem Zug in die Fahrtengegend fuhr und die Fahrten an Bahnhöfen beendete. Es war nicht die Flucht vor dem Zwang der damaligen Erziehung, die den Wandervogel entstehen ließ. Reformfanatiker, damals wie heute, wollen das nur der Wandervogelgeschichte unterschieben.
  7. Um das Selbstverständnis des Wandervogels und seine Motivationen zu verdeutlichen, sollen einige Beiträge aus der Monatsschrift des Einigungsvereins „Wandervogels e.V.“ aus dem Jahr 1913 zitiert werden:
  8. Rudolf Sievers 1 beantwortete die Frage "Was ist der Wandervogel?" so: Der Wandervogel will laut Satzung "Erstens… das Wandern der deutschen Jugend fördern, den Sinn für das Naturschöne wecken und der Jugend Gelegenheit geben, Land und Leute der deutschen Heimat aus eigener Anschauung kennen zu lernen"…
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  10. Sievers, Schriftleiter dieser Zeitschrift in einem Artikel, der bewusst als Aussage für die geplante Festschrift des bevorstehenden "Freideutschen Jugendtages" gemeint war; in: Wandervogel, Monatsschrift für deutsches Jugendwandern, Jahrgang 8, Oktober 1913, Heft 10, S. 278. Etwas dichterischer beschrieb Hans Breuer 2 die Fluchtbewegung der frühen Wandervögel aus den Städten und gleichzeitig die Wandlung vom wilden Vaganten-Wanderstil zum kulturromantischen Stil: „Und sie fluchten ihrer Großstadt, verhöhnten, was noch an Heiligem an ihr klebte. Sie kürten sich Armut, Not und Entbehrungen, stürmten hinaus in wilde Klüfte und Wälder und tagten dort in der Einsamkeit. Das war eine wilde, schöne Zeit... Aber mählich, wie sie reifer wurden, zog’s sie, die bäuerlichen Stuben zu schmecken, durch Gässchen altfränkischer Städtchen zu schweifen, sie sahen den feierlichen Ernst wuchtiger, rundbogiger Münster, die ragenden Dienste gotischer Kathedralen und spürten einen Hauch von ihrem Genius“.
  11. Und der neu gewählte Bundesführer 3 des neu gegründeten Einigungsbundes e.V. warnte im selben Heft vor Reformern auf diesem geplanten Freideutschen Treffen, vor denen man Vorsicht haben müsse. "Aber da kommen aus dieser Jugend selbst einige hervor und raunen und rauschen den anderen heimliche Dinge ins Ohr. Und sagen: Das Wandern und Singen an sich ist gar nichts wert. Wir müssen eine neue Jugendkultur schaffen, darauf kommt alles an… Ich bin auch anderen begegnet, Jünglingen mit schmachtenden Augen, denen war das Herumlaufen mit nackten Beinen und bloßem Kopf und das Tragen langer Haare wichtiger als die ganze Wanderei... Wieder andere habe ich getroffen, die wollten, dass der Wandervogel… sich… mit allen möglichen anderen Verbänden, die auf Lebenserneuerung drängen, zu gemeinsamer Arbeit zusammenschließe,… als ob das nicht der Tod einer Jugendbewegung sein müsste… Unsere Liebe sei Wald und Heide, Berg und Strom. Unser Ruf sei derselbe… Hinaus in die Ferne".
  12. Und im nächsten Heft 11 antwortete Edmund Neuendorff auf den Antrag von Wandervogelführern, Teilnehmern am gerade zurückliegenden Meißnertreffen, der Meißnererklärung beizutreten: Der Antrag werde der nächsten Bundesversammlung des e.V. vorgelegt, "Aber wir im Wandervogel dürfen nie und nimmer vergessen, dass unsere erste und ernsteste und heiligste Aufgabe sein muss: Förderung des Wanderns und der von selbst aus ihm erblühenden und durch Lebenskräfte notwendig mit ihm verbunden äußeren und inneren Kultur deutscher Jugend." 4
  13. Für die Wandervogelbewegung passte zusammenfassend gut die spontane Formulierung von Muck-Lamberty (Friedrich Lamberty, genannt Muck) 1919: „Unsere Fahrt geht ins Blaue…“
  14. Natürlich gab es auch Wandervögel, die froh waren, der damaligen Erziehungswelt und Familienwelt entweichen zu können. Aber das war nicht die primäre Intention der neuen Bewegung. 5 Und es gab auch früh Versuche, diese neue Bewegung zu ideologisieren. Aber es war hauptsächlich die harmlos-naive Ideologie von der Suche nach der blauen Blume, die aus der Romantik übernommen wurde, die man dem Wandervogel überstülpte.
  15. Diese ideologisch naiv-harmlose Wandervogelbewegung war z.B. dem Reformpädagogen Wyneken nicht ernsthaft genug. Er meinte, der Wandervogel habe in Lied und Tanz einen Ausdruck jugendlichen Frohsinns gefunden, sich damit aber auch bereits zufrieden gegeben und habe es sich wohl sein lassen. Die ganze künstlerische Einstellung des Wandervogels sei auf bloßen Stimmungsgenuss gerichtet, und zwar auf einen ziemlich bequemen und billigen Genuss.6
  16. 2
  17. Hans Breuer, ehemaliger Bundesführer des Wandervogels D.B., der als größter Teilbund im e.V. aufgegangen war; ebenda S. 283.
  18. 3 Edmund Neuendorff, Schulleiter; ebenda S. 302f. 4 Edmund Neuendorff, Wandervogel…, Heft 11, S. 332f. 5
  19. Diesbezüglich sollte man die weitergehenden Behauptungen von Blüher mit Zurückhaltung zur Kenntnis nehmen, denn überall dort, wo er interpretiert, ist große Zurückhaltung geboten.
  20. 6
  21. Nach http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/, Artikel zu Gustav Wynneken, 556277#sel=20:1,20:58 II. Die Einladung zum Meißnertreffen
  22. Der Beginn des Vorhabens ist etwa Ostern 1913 zu datieren. Denn damals bekam die Idee von einem alternativen Jahrhundertfest einen wesentlichen Anstoß. Denn auf dem Bundestag der Deutschen Akademischen Freischar (DAF) in Jena machte ein Gast, welcher Mitglied des Deutschen Bundes abstinenter Studenten (DBaSt) war, den Vorschlag eine würdige, insbesondere alkoholfreie, Gedenkveranstaltung zu Ehren der Völkerschlacht bei Leipzig durchzuführen. Dieser Vorschlag wurde in den Reihen der DAF mit Begeisterung aufgenommen und fortan blieb die DAF die treibende Kraft hinter den Vorbereitungen des Ersten Freideutschen Jugendtages. Man nahm anschließend Verbindung zu anderen Bünden und Studentenverbindungen auf, auch zu den damaligen Wandervogelbünden. 7 Der erste historische Anschub zu diesem Alternativtreffen ging also nicht von den Wandervögeln aus, sondern von einer Bundesrichtung, die - durchaus nachvollziehbar - ein Treffen von jungen Erwachsenen und insbesondere von Studenten vorschlug, dass sich nicht in den damaligen Maßstab einordnete, der den deutschen Mann nach seiner Fähigkeit maß, wie viel Alkohol er vertragen konnte. Dieser enge Ideengeber-Kreis suchte nun nach Bünden, die ein solches Treffen mit gestalten würden. Die Mehrzahl der hinzu geworbenen und besonders aktiven Bünde waren kleinere Reformgruppen mit verschiedenen anderen Zielsetzungen, daneben 2 Wandervogelbünde.
  23. Ein erstes Treffen interessierter Bünde zur Vorbereitung eines solchen Treffens fand Pfingsten 1913 in Jena statt. An diesem Treffen nahmen 13 Bünde teil und hier wurden Name, Ort und grober Ablauf des Festes festgelegt. Der Name „Freideutscher Jugendtag“ orientierte sich nach einem Vorschlag des Urwandervogels Friedrich Wilhelm Fulda, dem damaligen Verantwortlichen der Wandervogel-Führerzeitschrift. Den Hohen Meißner als Ort schlug Christian Schneehagen vor, Mitglied der Deutschen Akademischen Freischar und späterer Mitorganisator des Meißnertreffens.8
  24. Der erste Aufruf im Sommer 1913 erschien in der Wandervogel Führerzeitung (Heft 7, 1913) und wurde im Namen der Deutschen Akademischen Freischar von Knud Ahlborn unterschrieben. Der zweite Aufruf erschien kurze Zeit später im Gaublatt „Nordmark“ des Wandervogel e. V. (Heft 4, 1913) und war erstmalig von allen veranstaltenden Bünden unterschrieben. Als Festleitung wurde Christian Schneehagen angegeben.
  25. Folgende Bünde schlossen sich zur Vorbereitung und Einladung zusammen:
  26. Deutsche Akademische Freischar, Deutscher Bund abstinenter Studenten, Deutscher Vortruppbund, Bund deutscher Wanderer, Wandervogel e.V., Jungwandervogel, Österreichischer Wandervogel, Germania – Bund abstinenter Studenten, Freie Schulgemeinde Wickersdorf, Bund für freie Schulgemeinden, Landschulheim am Solling, Akademische Vereinigungen Marburg und Jena, Serakreis Jena, Burschenschaft Vandalia Jena.9
  27. Zum Meißnertreffen 1913 hat es mehrere Einladungen gegeben. 10 Die letzte Einladung zum Meißnertreffen, weitgehend formuliert von Gustav Wyneken, war eine pathetisch-
  28. 7
  29. Eng angelehnt an die Mitteilung in http://buendische-vielfalt.de/?p=3353 und http://buendischevielfalt.de/?p=3460, die wiederum als Quelle angeben: Johannes Jacobs (kugel), Was war das – das Meißnerfest 1913?, Kiel 1987, Seite 42-43.
  30. 8
  31. http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Freideutscher_Jugendtag#cite_note-1 9
  32. http://buendische-vielfalt.de/?p=933, siehe dort: Was ließen jene… #2 – Aufrufe zum Freideutschen Jugendtag… ; 10
  33. http://www.digam.net/dokument.php?ID=9247&PHPSESSID =54853573ed0494d618a5b774685e474f (=Digitales Archiv Marburg, DigAM); Siehe auch die ausgewählten Quellen im Eisbrecher, http://www.der-eisbrecher.de/cont_files/df_meissner.pdf und; http://buendische-vielfalt.de/?p=3117; http://buendische-vielfalt.de/?p=1450; http://buendische->
  34. de/?p=933 rhetorisch-suggestive Meisterleistung eines Krisen-Manifestes zur angeblichen Situation der deutschen Jugend um 1900.
  35. Formulierungen wie „Die deutsche Jugend steht an einem Wendepunkt…, träge Gewohnheiten der Alten und den Geboten einer hässlichen Konvention,… Wir wollen auch weiter getrennt marschieren, aber in dem Bewusstsein, dass uns ein Grundgefühl zusammen schließt, so dass wir Schulter an Schulter gegen die gemeinsamen Feinde kämpfen,… Möge von ihm eine neue Zeit deutschen Jugendlebens anheben“ suggerieren einen Jugendnotstaat und negieren, dass damals die Erziehung durch Eltern und Schulen in vielen Fällen besser war als die heute häufige Nicht-Erziehung und schlechte Erziehung durch viele Medien. Die damalige Erziehung war zugegeben etwas überbehütet, zu konventionell, aber zu einer allgemeinen Dramatik war kein Anlass. Diese Sorge ist eher für die Gegenwart berechtigt.
  36. Zusammen mit den früheren Aufrufen zu einem Meißnertreffen, jeweils formuliert von Knud Ahlborn, Christian Schneehagen bzw. W. Groothoff, wird die Absicht erkennbar, dass eine Minderheit von Reformern und Reformgruppen mit Hilfe von zahlenmäßig größeren Verbänden, z.B. dem Wandervogel, ihre Reformvorstellungen und Ziele in die Gesellschaft tragen wollte. Der Wandervogel war als zahlenmäßig starke Hilfstruppe geplant, die ideelle Leitung sollte aber bei den Reformern bleiben.
  37. Die Formulierung „Die“ deutsche Jugend… suggeriert, dass hier die gesamte deutsche Jugend angesprochen würde. In Wirklichkeit betraf das nur die Jugend der bürgerlichen Sozialschichten. Die bäuerliche Jugend, damals noch der weitaus größte Anteil, hatte weder Zeit noch Gelegenheit für Freiräume. Die zunehmende Arbeiterjugend hatte andere Sorgen, nämlich die finanzielle schmale Basis und überlange Arbeitszeiten, und war größtenteils in den sozialistischen Jugendorganisationen erfasst. Für obige Reformideen, für pädagogische Freiräume und auch für die notwendige Zeit dazu kam nur die bürgerliche Jugend der mittleren und höheren Sozialschichten in Frage. Diese dürften damals kaum mehr als ca. 10 % der damaligen Gesamtjugend insgesamt umfasst haben.
  38. Zu den tragenden Kräften des Meißnertreffens
  39. Das Meißnertreffen 1913 wurde primär geprägt von der DAL, der Deutschen Akademischen Freischar. Diese Bewegung war von dem zu Reformen neigenden Knud Ahlborn und seinem Freund Hans Harbeck 1907 in Göttingen gegründet worden und als eine Weiterführung der Wanderverein-Bewegung im Bund Deutscher Wanderer speziell für die Sozialschicht der Studenten.
  40. Knut Ahlborn hatte in Hamburg 1905 als 17-Jähriger den ersten Wanderverein gegründet. Dieser Hamburger Wanderverein beschrieb sich als „Selbsterziehungsverein höherer Schüler“. Der daraus entstandene Bund Deutscher Wanderer formulierte sein Ziel so: „Vom Wanderer zum Menschen, das ist unsere Erkenntnis und unser Ziel“. Damit war seine Zielsetzung pädagogischer Art und stand in der pädagogischen Tradition, die Goethe in seinem damals viel beachteten Erziehungsroman „Wilhelm Meister“ ausgesprochen hatte, dass nämlich der Mensch nur durch Wandern und Reisen zur inneren Reife gelangen könne.
  41. Die erste Deutsche Akademische Freischar (DAL) in Göttingen hatte bewusst statt der ursprünglich geplanten Bezeichnung „Akademischer Wanderverein“ den kämpferischeren Namen Akademische Freischar gewählt. In der Gründungsurkunde beschrieb man sich als „Kampfbund zur Reform des Deutschen Studententums“. Man verstand sich als Alternative zu den traditionellen Studentenverbindungen und war gegen das studentische Fechten und Trinken und hielt weiterhin am goethischen Ideal der Menschenbildung zum Guten und Schönen fest. 1913 formulierte die Akademischer Freischar eines ihrer Ideale so: „Alle Veranstaltungen der Freischar haben Gesundheit und Schönheit zum obersten Gesetz“. Damit war die Akademische Freischar keine studentische „Roverstufe“ für Wandervögel, sondern eine elitäre und letztlich pädagogisch orientierte Bewegung, die mit dem viel „naiveren“ Wandervogel nur das Wandern, aber nicht die Zielsetzungen gemeinsam hatte.
  42. Es war auch nicht so, dass die älteren Wandervögel automatisch oder hauptsächlich als Studenten in die örtlichen Freischargruppen eintraten. In Heft 4 der Zeitschrift des e.V. Wandervogel… vom April 1913 gab es dazu eine kleine Diskussion in Form von 4 Lesermeinungen. 11 Eine Zuschrift empfahl den Eintritt studierender Wandervögel in die Freischar, weil die Ziele studentischer Verbindungen über die Ziele des Wandervogels hinaus gingen (z.B. Stellungnahmen zu verschiedenen Kulturfragen) und die Wandervogelziele nicht mit solchen studentischen Zielen vermengt werden dürften. Der Schreiber bedauerte gleich-zeitig, dass sich bisher so wenige studierende Wandervögel der Freischar oder vergleich-baren studentischen Korporationen angeschlossen hätten und schlug vor, offiziell für solche Übergänge nach der Schüler-Wandervogelzeit zu werben. "Ich halte es für das beste, die Wandervögel immer wieder auf die Freischar und ähnliche Verbindungen hinzuweisen. Dass sich bis jetzt so wenige angeschlossen haben, mag zum Teil daran liegen, dass diese Verbindungen noch zu neu und unbekannt sind… Dazu kommt, dass er seine Bekannten meistens im Wandervogel hat und nicht in der Freischar." 12
  43. Die anderen 3 Leserzuschriften hielten durchaus studentische Wandervogelgruppen als Gruppierung für die älter gewordenen Wandervögel für sinnvoll und verwiesen auf schon bestehende akademische Wandervogelgruppen. Auch die studentische Wandervogelgruppe um Hans Breuer in Heidelberg lebte ihre Wandervogeltradition als weitgehend akademische Gruppierung, die Heidelberger Pachanthey, in Heidelberg weiter.
  44. Knud Ahlborn war zusammen mit einigen anderen Freunden aus der Freischar der Hauptinitiator des Freideutschen Jugendtages auf dem Meißner und der so genannten Meißnerformel, wobei Ideengeber für die Formulierungen vor ihm möglich sind. Knud Ahlborn war von seiner Anlage her ein Mensch, für den Aspekte der Menschenbildung von zentraler Bedeutung waren und der in gewisser Weise lebenslänglich zu Idealisierungen, Reformen und Neugründungen neigte.
  45. Dass sich Knud Ahlborn in Göttingen kurz vor seiner Gründung der Akademischen Freischar der dortigen Altwandervogel-Gruppe angeschlossen hatte, hat nicht die Bedeutung, dass er die Freischar als „Rovergruppe“ des Wandervogels verstand. Wie intensiv er neben seiner Freischargruppe noch Kontakt zu dieser Altwandervogel-Gruppe pflegte, kann nicht gesagt werden. Aber gerade der Altwandervogel hat damals die Teilnahme am Freideutschen Jugendtag abgelehnt. Vielleicht kannte man dort die Sympathien von Knud Ahlborn für Reformer und Reformbünde…
  46. Zum Meißnerfest und der Rolle der Wandervögel
  47. Gegenüber Versuchen der politischen Einflussnahme und Vereinnahmung suchten die Wandervogel-Verantwortlichen meist Neutralität zu wahren. So fand der Erste Freideutsche Jugendtag auf dem Hohen Meißner im Oktober 1913, für den der Wandervogel den Boden bereitet hatte, offiziell ohne seine Beteiligung statt.13
  48. Dass trotz der unsicheren bzw. ablehnenden Haltung der großen Wandervogelbünde doch ca. die Hälfte der Teilnehmer Wandervögel war, lag daran, dass der e.V. kurzfristig keine eigene Parallelveranstaltung wie der Altwandervogel geplant hatte. Viele Gruppen hatte längerfristig die Reise geplant und die Fahrkarten schon gekauft. Ein Teil der Teilnehmer
  49. 11
  50. 12
  51. 13
  52. Wandervogel…, Jahrgang 8, April, Heft 4, 1913, S. 119ff. ebenda, Walter Fischer, Berlin… http://de.wikipedia.org/wiki/Wandervogel aus diesem Bund wurde aber bereits auf diesem Treffen vom Charisma der MeißnerErklärung ergriffen.
  53. Der Jungwandervogel, der sich bis zuletzt an der Einladung offiziell beteiligt hatte, äußerte sich nachträglich teilweise spöttisch-kritisch zu all den vielen Idealisten, Sektierern und Reformern. Ein Berichterstatter schrieb: Es „kamen Leute und sagten, der politische Linksliberalismus wolle die Jugend fangen; die Linksliberalen freuten sich und glaubten’s vielleicht selber, und die „Nationalen kamen“, um die Jugend zu „retten“. Und wir, die Jugend – lachten. Kümmerten uns den Teufel um Politik. Gingen mit offenen Augen und Ohren hin zum Meißner-Fest, und hätte uns einer von Politik erzählt, dann wären wir singend von dannen gezogen… Wir haben uns zwar mühsam verschiedener Apostel erwehren müssen, die uns vor ihren Wagen spannen wollten, haben aber auch Männer kennen gelernt, die die Jugend achten und ihr helfen wollen um ihrer selbst willen“14
  54. Und der Komponist des Liedes „Wir wollen zu Land ausfahren…“, Kurt von Burkersroda, ebenfalls Jung-Wandervogel, schrieb nachhinein über das Hahnsteintreffen vorher: „Eine zeitlang ist nur Getümmel und Gesummel. Während dessen macht man Studien. Weiße und blaue Pludermützen,… ausgesprochene Zwiebacknasen, fantastisch-hagere Abstinenzlerund Rohköstlergesichter mit tief in den Höhlen liegenden Augen. Mancherlei Fähnlein hängen müde hernieder, und ich höre, wie vor mir einer erklärt: Dort sitzen Volkserzieher, die massive Erscheinung da ist Popert, dahinten sitzen die Himbeersaftstudenten, und die Fahne mit dem Rad, das ist das Banner des Serakreises!
  55. In verschiedenen Ecken feiert die Kleiderreform wilde Orgien mit Kitteln in allen Regenbogenfarben. Der E.V. läßt krampfhaft seine Storchnadel sehen, die anscheinend immer größere Formen annimmt. Und über all dem Mischmasch von Loden, Manchester, Bundtuch, Reformhemden, Umhängen und Touristenanzügen ein Meer von erwartungsvollen Augen…15
  56. Wenn auch eine Reihe Wandervogelgruppen nachträglich positiv vom Meißnertreffen 1913 berichtete, so bestand doch ein Teil der Wandervogelteilnehmer hauptsächlich nur aus Neugierigen, Verlegenheitsbesuchern, Lauwarmen, Kritikern und zog recht unbekümmert wieder nach Hause.
  57. „Wenig hat am Ende jene historische Tagung auf dem Hohen Meißner ergeben – nur ein Versprechen, das nie gehalten wurde, und eine Formel, die jedem etwas anderes bedeutete und die auf jeden Fall keine spezielle Jugendformel war. Für die Jungen und Mädchen im Wandervogel mag das nicht sehr von Belang gewesen sein: Lachend hatten sie auf dem Hohen Meißner zugesehen, wie Links und Rechts sich mühten, sie für ihre Zwecke zu mobilisieren“. 16
  58. Und kaum ein Jahr später zogen die Wandervögel voll nationaler Begeisterung in den 1. Weltkrieg und in die Schlacht bei Langemarck, obwohl doch das Meißnertreffen 1913 sich gegen den damaligen Hurra-Patriotismus mit Soldatenfeiern gewandt hatte.
  59. Zur charismatischen Wirkung der so genannten Meißner Formel
  60. 14
  61. Nach Jung-Wandervogel, Zeitschrift des Bundes für Jugendwandern „Jung-Wandervogel“, 3. Jahrg., Nov./Dez. 1913, Heft 11/12, S. 161; zit. nach http://buendische-vielfalt.de/?p=1545, Hansische Meißnerschnipsel – Wandervögel nah & fern, von der Hamburger Gilde Gorch Fock, wobei in dieser Textzusammenstellung eine Fotokopie der betreffenden Zeitschrift-Ausgabe enthalten ist, so dass man auch direkt von dieser Fotokopie zitieren kann.
  62. 15
  63. Ebenda, s. 161f; ebenfalls zit. nach http://buendische-vielfalt.de/?p=1545, Hansische Meißnerschnipsel – Wandervögel nah & fern, von der Hamburger Gilde Gorch Fock.
  64. 16
  65. Siehe http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/469190 Mitreißende Schlagworte, griffige Formulierungen, eingängige Merksätze machen mehr Geschichte und haben größere Wirkungen als dicke Bücher. Das gilt seit den Anfängen der Geschichte: „Es gibt nur 1 Gott, du sollst nicht andere Götter neben mir haben; Ich weiß, dass ich nichts weiß; Hier stehe ich, ich kann nicht anders; Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen; Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit; Proletarier aller Länder, vereinigt euch; Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“… In die Reihe diese wirkungsträchtigen Formulierungen gehört auch die Meißnerformel. Sie war es, die dem Treffen von 1913 erst Bedeutung und Geschichtlichkeit verschafft hat. Ohne diese „Formel“ würde sich heute kaum noch jemand dieses Treffens erinnern. Sie füllte eine Lücke aus, die damals im soziologischen Raum offen stand.
  66. Die erste Wirkung dieser Erklärung war, dass sie sukzessive den teilnehmenden und auch nicht teilnehmenden Bünden bewusst gemacht hat, dass die damaligen Bewegungen von Adoleszenten und jungen Erwachsenen in irgend einer Form direkt oder indirekt ein Sich-Abgrenzen, ein Protest gegen die damalige Gesellschaft waren oder wurden und dass man Reformen praktizierte, auch wenn man sie bewusst nicht geplant hatte. Diese griffige Erklärung, obwohl inhaltlich ein Allgemeinplatz, der für alle protestierenden Generationen der Geschichte Gültigkeit hat, begann allmählich sogar Pfadfindergruppen in ihren Bann zu ziehen. Und dass besonders die anfangs kritischen Wandervögel das Gedenken an Formel und Treffen von 1913 am Leben erhielten, ist schon ein beachtenswerter charismatischer Erfolg, eigentlich ein kleiner Treppenwitz der Weltgeschichte.
  67. Diese Formel war nicht nur griffig, sie beinhaltete auch Zwang und verlangte unbedingte Geschlossenheit. Die Schlussworte „Für diese innere Freiheit tritt sie unter allen Umständen geschlossen ein“ bedeuten eigentlich ein suggestives Einschwören auf diese Formulierung, die die Besucher des Treffens 1913 vorher noch gar nicht gekannt hatten, wobei hinter dem Hinweis auf "innere Freiheit" auch Ziele von Bünden stehen konnten, die nicht jeder damals und heute akzeptieren möchte.
  68. Man muss sich diesen Vorgang einmal genau vor Augen halten. Da fühlten sich einige Freischärler unter Führung von Knud Ahlborn als Sprachrohr aller Teilnehmer dieses Treffens und fordern entschiedenes Eintreten aller für dasjenige, was sie während einer Wanderung ausformulieret hatten. Das war im Grunde ein gewisser Fraktionszwang, eine Bevormundung.
  69. Wäre diese Meißner-Erklärung in einem demokratischen Formulierungsprozess entstanden, wäre sie real eine Erklärung der damals Versammelten gewesen. So war sie eine Forderung weniger, die aber durch das Charisma ihrer Worte nachträglich immer mehr Bünde hinter sich versammelte.
  70. Diese Formel hat die Wandervögel im Zuge des Wandels des soziologischen Begriffes Jugend erst zu einer Jugendbewegung im Sinne von Nichterwachsenen gemacht. Denn das Wort und der Begriff „Jugend“ sind in der Formel geblieben, der Sinn von Jugend hat sich aber geändert. Das hat längere Zeit die Rolle von Älteren in den bündischen Gruppierungen verunsichert. Erst in der Gegenwart beginnt sich, auch durch den demografischen Wandel, das Selbstverständnis einer großen bündischen Familie über alle Altersstufen hinweg durchzusetzen.
  71. Dass sich diese Erklärung auf Wandervögel und Pfadfinder ausweitete, hängt auch damit zusammen, dass die Leitideen von diesen Bünden nicht soziologisch kritisch und reichhaltig genug sind, um auch für darüber hinaus Interessierte einen Heimatraum zu bieten. Die Wandervogelromantik erschöpft sich irgendwann einmal und die Pfadfindertechniken hat man irgendwann einmal gelernt…
  72. In dieser Formel fand man einen gedanklichen Anstoß für übergeordnete Ideen. Welche vielfältigen Assoziationen eröffnen sich bei den Worten „nach eigener Bestimmung, vor eigener Verantwortung“... Sie motivieren dazu, unbeirrt dem zu folgen, selbstüberzeugt das umzusetzen, was man für richtig hält. Es ist im Grunde ein Freibrief für alternative Ziele und Lebensformen jeglicher Art schon in jungen Jahren.
  73. Vorschlag für einen zurückhaltenderen Umgang mit der Meißnertradition und der Meißnerformel
  74. Charismatische Sätze, Erklärungen, Aussagen, Formeln können initiieren, sammeln und stärken, sie können aber auch negative Wirkungen entfalten, indem sie z.B. historische Zusammenhänge vereinfachen und Pluralismus gefährden.
  75. Zugegeben: Für Bündische, die von der Meißnererklärung 1913 begeistert waren und die teilweise verzückt auf diese Formel starrten, ist es unerheblich, ob ihre Gruppierungen diese Erklärung inhaltlich von Anfang an unterstützten oder erst allmählich in ihren Sog gerieten.
  76. Aber die Sorge vor einer Beeinträchtigung von Pluralismus sollte man etwas ernster nehmen. Die Wandervogelbewegung entwickelte sich bereits kurz nach ihrer Gründung pluralistisch. Pluralismus kann eine Bereicherung sein. Die charismatische Formulierung dieser Meißner-Erklärung und besonders ihre Forderung nach Geschlossenheit hinter ihrer Aussage kann aber Pluralismus beeinträchtigt, indem einmal Bünde, die nicht allen Zielen anderer Bünde zustimmen, in ihrem individuellen Selbstverständnis verunsichert werden und zum anderen, indem Bestrebungen entstehen, unliebsame und nichtkonforme Bünde von dieser beschworenen gemeinsamen Plattform auszuschließen. Deswegen sollte man den Einfluss dieser Erklärung etwas zurück fahren.
  77. Für das 100jährige Gedächtnistreffen im Herbst 2013 könnte das konkret bedeute:
  78. - Dass man auf die Suche nach einer ähnlich charismatischen Erklärung verzichtet und sich höchstens auf eine einfache Aussage beschränkt oder noch besser jedem teilnehmenden Bund eine eigene Erklärung zubilligt.
  79. - Dass man kein gemeinsames Meißnerlager 2013 anstrebt, sondern jedem beteiligten Bund ein eigenes Lager am Meißner zuspricht und nur zu zentralen Veranstaltungen an einem Ort zusammen kommt. Vielleicht kann man sich auch in dieser Form gegenseitig besser ertragen, wenn man nicht für die Freiheit der Ziele der anderen Gruppen eintreten muss.
  80. - Dass man aufgibt, die Welt irgendwie entscheidend zu reformieren und verbessern zu wollen, denn das ist nach allen Erfahrzungen der Geschichte leider nicht möglich. Es ist nur sinnvoll, dass jeder Bund versucht, um sich kleine Inseln des Vernünftigen und Guten zu schaffen, so wie Alexej Stachowitsch das fordert.
  81. Denn das Meißnertreffen von 1913 hat keinen Kult-Charakter für die Wandervogelbewegung gehabt und die Meißnerformel von 1913 war keine Kult-Formel und kein KultAusdruck für die Wandervogelbewegung und ist sie bis heute nicht. Es gibt nur nach dem 2. Weltkrieg zunehmende Strömungen, sie dazu zu machen.
  82. Einige Literaturhinweise
  83. - http://buendische-vielfalt.de, z.B. zwölfdreizehnschnipseleien januar 13 und märz 13, hansische Meißnerschnipsel usw. Auf dieser Webseite sind in den letzten Monaten interessante Quellen zum Meißnertreffen 1913 zusammen getragen worden. Die konkret benutzten Stellen sind als Fußnoten angegeben.
  84. - Wandervogel, Monatsschrift für deutsches Jugendwandern, verschiedene Hefte des Jahrgangs 1913 - Helwig, Werner, Die blaue Blume des Wandervogels, Deutscher Spurbuchverlag, überarbeitete Neuausgabe, hrsg. Von Walter Sauer, 1998.
  85. - Speiser, Heinz, 1977: Hans Breuer – Wirken und Wirkungen, eine Monografie, Burg Ludwigstein.
  86. - Wurm, Helmut 1990: Vorarbeiten zu einer interdisziplinären Untersuchung über die Körperhöhenverhältnisse der Deutschen im 19. Jahrhundert und der sie beeinflussenden Lebensverhältnisse, 2 Teile. Teil 1: Einleitende Begründung, quellenkundliche Probleme, quellenkundliche Vorarbeiten für die politischen Einzelräume von Norddeutschland bis Württemberg. Teil II: Quellenkundliche Vorarbeiten für Baden, Elsaß-Lothringen, Bayern, das gesamte Deutsche Reich, zusammenfassende Auswertung, ernährungshistorische Hinweise, Schrifttum. in: Gegenbaurs morphologisches Jahrbuch, Bd. 136, S. 405-429 und S. 503-524.
  87. (In dieser Untersuchung waren nur die Wachstumsverhältnisse ab 18 Jahren betrachtet worden. Es wurden die damaligen Messungen an Turnern, Soldaten, Studenten usw. ausgewertet, wobei immer wieder die Klassifikation Turnerjugend, soldatische Jugend, studentische Jugend usw. auffiel)
  88. - Eine Internet-Suche (z. B. in http://de.academic.ru; wikipedia; scout-o-wiki, buendische-vielfalt) zu den Schlagworten „Jugendbewegung, Altwandervogel, Wandervogel e.V., Meißner 1913, Freideutscher Jugendtag, Meißnererklärung 1913, Knud Ahlborn, Gustav Wyneken, akademische Freischar, Bund deutscher Wanderer“ usw. Die konkret benutzten Stellen sind als Fußnoten angegeben.
  89. - Siehe auch: Hoher Meissner 1913. Der Erste Freideutsche Jugendtag in Dokumenten, Deutungen und Bildern, hrsg. von Winfried Mogge und Jürgen Reulecke, WochenschauVerlag, 1988, 422. Seiten.
  90. (Verfasst von Helmut Wurm, März 2013. Der Hinweis und der Terminus, dass die so viel zitierte Meissnerformel „keinen Kult-Charakter“… für die Wandervogelbewegung habe, stammt von Alexej Stachowitsch, Axi, der das in einem telefonischen Gespräch mit dem Verfasser über diesen Beitrag ergänzend knapp 1 Woche vor seinem Tod so formulierte. )erdint.

Beitrag zur Entmythologisierung von Meissnertreffen und Meissnerformel

1913

(Der derzeit letzte Bearbeitungsstand dieses Kurzbeitrages ist der 8. 4. 013)

Dieser Beitrag ist kein konformer Beitrag zum Chor begeisterten Meißnertreffen-Freunde, sondern ein Querdenker-Beitrag, der manche Sichtweise und Entwicklung hinterfragt. Er möchte begründen, weshalb das Meißnertreffen von 1913 keinen Kult-Charakter für die Wandervögel gehabt hat und weshalb die Meißnerformel von 1913 keine Kult-Formel und kein Kult-Ausdruck für die Wandervogelbewegung war und bis heute ist.

  1. Anfangs einige Begriffs-Richtigstellungen:
  1. Unter Jugend verstand man um 1900 eine andere Altersstufe als heute. Der Terminus „Jugend“ bezeichnete die Altersspanne etwa zwischen 16 bis 25 Jahren, also die Altersstufe Adoleszenz bis junge Erwachsene im heutigen Sprachgebrauch. Man sprach damals von gymnasialer Jugend, studentischer Jugend, akademischer Jugend, Turnerjugend, soldatischer Jugend… Die Altersstufe davor waren die Knaben und Mädchen. Der frühe Wandervogel war also keine Jugendbewegung im heutigen Sinne, sondern eine Bewegung von Adoleszenten und jungen Erwachsenen, die allerdings Jugendliche ab 14-16 Jahren um sich sammelten.
  1. Der frühe Wandervogel war primär keine Reformbewegung und keine Protestbewegung gegen die Erwachsenen, sondern primär eine unpolitische Entdeckungsbewegung der Natur außerhalb der Stadtballungen und eine Wanderbewegung hinaus in die Romantik. Die frühe Wandervogelbewegung benötigte sogar die Hilfen der Erwachsenen. Ohne Erwachsenenhilfe (z.B. einige Lehrer in Steglitz und die Eufrat-Mitglieder) hätte es die Gründung und den Aufbau der Wandervogelbewegung nicht gegeben.

Es ist vielen heute Lebenden schwer, sich die beginnende Fluchtbewegung aus den StadtBallungen ab dem Ende des 19. Jhs. zu vergegenwärtigen. Die Menschen waren vorher in den Siedlungen weitgehend gefangen gewesen. Erst der Ausbau des Eisenbahnnetzes ermöglichte die Erschließung der weiteren Stadtumgebungen und Deutschlands für größere Gruppenreisen. Um 1900 hatte das Eisenbahnnetz eine solche Dichte erreicht, dass man leicht und billig in jede Richtung fahren konnte. Es öffnete für die Wandervogelgruppen die Tore in die weite Welt. Ab den Wandervogelanfängen liest man in Fahrtengberichten, dass man sich an Bahnhöfen traf, mit dem Zug in die Fahrtengegend fuhr und die Fahrten an Bahnhöfen beendete. Es war nicht die Flucht vor dem Zwang der damaligen Erziehung, die den Wandervogel entstehen ließ. Reformfanatiker, damals wie heute, wollen das nur der Wandervogelgeschichte unterschieben.

Um das Selbstverständnis des Wandervogels und seine Motivationen zu verdeutlichen, sollen einige Beiträge aus der Monatsschrift des Einigungsvereins „Wandervogels e.V.“ aus dem Jahr 1913 zitiert werden:

Rudolf Sievers 1 beantwortete die Frage "Was ist der Wandervogel?" so: Der Wandervogel will laut Satzung "Erstens… das Wandern der deutschen Jugend fördern, den Sinn für das Naturschöne wecken und der Jugend Gelegenheit geben, Land und Leute der deutschen Heimat aus eigener Anschauung kennen zu lernen"…

1

Sievers, Schriftleiter dieser Zeitschrift in einem Artikel, der bewusst als Aussage für die geplante Festschrift des bevorstehenden "Freideutschen Jugendtages" gemeint war; in: Wandervogel, Monatsschrift für deutsches Jugendwandern, Jahrgang 8, Oktober 1913, Heft 10, S. 278. Etwas dichterischer beschrieb Hans Breuer 2 die Fluchtbewegung der frühen Wandervögel aus den Städten und gleichzeitig die Wandlung vom wilden Vaganten-Wanderstil zum kulturromantischen Stil: „Und sie fluchten ihrer Großstadt, verhöhnten, was noch an Heiligem an ihr klebte. Sie kürten sich Armut, Not und Entbehrungen, stürmten hinaus in wilde Klüfte und Wälder und tagten dort in der Einsamkeit. Das war eine wilde, schöne Zeit... Aber mählich, wie sie reifer wurden, zog’s sie, die bäuerlichen Stuben zu schmecken, durch Gässchen altfränkischer Städtchen zu schweifen, sie sahen den feierlichen Ernst wuchtiger, rundbogiger Münster, die ragenden Dienste gotischer Kathedralen und spürten einen Hauch von ihrem Genius“.

Und der neu gewählte Bundesführer 3 des neu gegründeten Einigungsbundes e.V. warnte im selben Heft vor Reformern auf diesem geplanten Freideutschen Treffen, vor denen man Vorsicht haben müsse. "Aber da kommen aus dieser Jugend selbst einige hervor und raunen und rauschen den anderen heimliche Dinge ins Ohr. Und sagen: Das Wandern und Singen an sich ist gar nichts wert. Wir müssen eine neue Jugendkultur schaffen, darauf kommt alles an… Ich bin auch anderen begegnet, Jünglingen mit schmachtenden Augen, denen war das Herumlaufen mit nackten Beinen und bloßem Kopf und das Tragen langer Haare wichtiger als die ganze Wanderei... Wieder andere habe ich getroffen, die wollten, dass der Wandervogel… sich… mit allen möglichen anderen Verbänden, die auf Lebenserneuerung drängen, zu gemeinsamer Arbeit zusammenschließe,… als ob das nicht der Tod einer Jugendbewegung sein müsste… Unsere Liebe sei Wald und Heide, Berg und Strom. Unser Ruf sei derselbe… Hinaus in die Ferne".

Und im nächsten Heft 11 antwortete Edmund Neuendorff auf den Antrag von Wandervogelführern, Teilnehmern am gerade zurückliegenden Meißnertreffen, der Meißnererklärung beizutreten: Der Antrag werde der nächsten Bundesversammlung des e.V. vorgelegt, "Aber wir im Wandervogel dürfen nie und nimmer vergessen, dass unsere erste und ernsteste und heiligste Aufgabe sein muss: Förderung des Wanderns und der von selbst aus ihm erblühenden und durch Lebenskräfte notwendig mit ihm verbunden äußeren und inneren Kultur deutscher Jugend." 4

Für die Wandervogelbewegung passte zusammenfassend gut die spontane Formulierung von Muck-Lamberty (Friedrich Lamberty, genannt Muck) 1919: „Unsere Fahrt geht ins Blaue…“

Natürlich gab es auch Wandervögel, die froh waren, der damaligen Erziehungswelt und Familienwelt entweichen zu können. Aber das war nicht die primäre Intention der neuen Bewegung. 5 Und es gab auch früh Versuche, diese neue Bewegung zu ideologisieren. Aber es war hauptsächlich die harmlos-naive Ideologie von der Suche nach der blauen Blume, die aus der Romantik übernommen wurde, die man dem Wandervogel überstülpte.

Diese ideologisch naiv-harmlose Wandervogelbewegung war z.B. dem Reformpädagogen Wyneken nicht ernsthaft genug. Er meinte, der Wandervogel habe in Lied und Tanz einen Ausdruck jugendlichen Frohsinns gefunden, sich damit aber auch bereits zufrieden gegeben und habe es sich wohl sein lassen. Die ganze künstlerische Einstellung des Wandervogels sei auf bloßen Stimmungsgenuss gerichtet, und zwar auf einen ziemlich bequemen und billigen Genuss.6

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Hans Breuer, ehemaliger Bundesführer des Wandervogels D.B., der als größter Teilbund im e.V. aufgegangen war; ebenda S. 283.

3 Edmund Neuendorff, Schulleiter; ebenda S. 302f. 4 Edmund Neuendorff, Wandervogel…, Heft 11, S. 332f. 5

Diesbezüglich sollte man die weitergehenden Behauptungen von Blüher mit Zurückhaltung zur Kenntnis nehmen, denn überall dort, wo er interpretiert, ist große Zurückhaltung geboten.

6

Nach http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/, Artikel zu Gustav Wynneken, 556277#sel=20:1,20:58 II. Die Einladung zum Meißnertreffen

  1. Der Beginn des Vorhabens ist etwa Ostern 1913 zu datieren. Denn damals bekam die Idee von einem alternativen Jahrhundertfest einen wesentlichen Anstoß. Denn auf dem Bundestag der Deutschen Akademischen Freischar (DAF) in Jena machte ein Gast, welcher Mitglied des Deutschen Bundes abstinenter Studenten (DBaSt) war, den Vorschlag eine würdige, insbesondere alkoholfreie, Gedenkveranstaltung zu Ehren der Völkerschlacht bei Leipzig durchzuführen. Dieser Vorschlag wurde in den Reihen der DAF mit Begeisterung aufgenommen und fortan blieb die DAF die treibende Kraft hinter den Vorbereitungen des Ersten Freideutschen Jugendtages. Man nahm anschließend Verbindung zu anderen Bünden und Studentenverbindungen auf, auch zu den damaligen Wandervogelbünden. 7 Der erste historische Anschub zu diesem Alternativtreffen ging also nicht von den Wandervögeln aus, sondern von einer Bundesrichtung, die - durchaus nachvollziehbar - ein Treffen von jungen Erwachsenen und insbesondere von Studenten vorschlug, dass sich nicht in den damaligen Maßstab einordnete, der den deutschen Mann nach seiner Fähigkeit maß, wie viel Alkohol er vertragen konnte. Dieser enge Ideengeber-Kreis suchte nun nach Bünden, die ein solches Treffen mit gestalten würden. Die Mehrzahl der hinzu geworbenen und besonders aktiven Bünde waren kleinere Reformgruppen mit verschiedenen anderen Zielsetzungen, daneben 2 Wandervogelbünde.

Ein erstes Treffen interessierter Bünde zur Vorbereitung eines solchen Treffens fand Pfingsten 1913 in Jena statt. An diesem Treffen nahmen 13 Bünde teil und hier wurden Name, Ort und grober Ablauf des Festes festgelegt. Der Name „Freideutscher Jugendtag“ orientierte sich nach einem Vorschlag des Urwandervogels Friedrich Wilhelm Fulda, dem damaligen Verantwortlichen der Wandervogel-Führerzeitschrift. Den Hohen Meißner als Ort schlug Christian Schneehagen vor, Mitglied der Deutschen Akademischen Freischar und späterer Mitorganisator des Meißnertreffens.8

Der erste Aufruf im Sommer 1913 erschien in der Wandervogel Führerzeitung (Heft 7, 1913) und wurde im Namen der Deutschen Akademischen Freischar von Knud Ahlborn unterschrieben. Der zweite Aufruf erschien kurze Zeit später im Gaublatt „Nordmark“ des Wandervogel e. V. (Heft 4, 1913) und war erstmalig von allen veranstaltenden Bünden unterschrieben. Als Festleitung wurde Christian Schneehagen angegeben.

Folgende Bünde schlossen sich zur Vorbereitung und Einladung zusammen:

Deutsche Akademische Freischar, Deutscher Bund abstinenter Studenten, Deutscher Vortruppbund, Bund deutscher Wanderer, Wandervogel e.V., Jungwandervogel, Österreichischer Wandervogel, Germania – Bund abstinenter Studenten, Freie Schulgemeinde Wickersdorf, Bund für freie Schulgemeinden, Landschulheim am Solling, Akademische Vereinigungen Marburg und Jena, Serakreis Jena, Burschenschaft Vandalia Jena.9

  1. Zum Meißnertreffen 1913 hat es mehrere Einladungen gegeben. 10 Die letzte Einladung zum Meißnertreffen, weitgehend formuliert von Gustav Wyneken, war eine pathetisch-

7

Eng angelehnt an die Mitteilung in http://buendische-vielfalt.de/?p=3353 und http://buendischevielfalt.de/?p=3460, die wiederum als Quelle angeben: Johannes Jacobs (kugel), Was war das – das Meißnerfest 1913?, Kiel 1987, Seite 42-43.

8

http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Freideutscher_Jugendtag#cite_note-1 9

http://buendische-vielfalt.de/?p=933, siehe dort: Was ließen jene… #2 – Aufrufe zum Freideutschen Jugendtag… ; 10

http://www.digam.net/dokument.php?ID=9247&PHPSESSID =54853573ed0494d618a5b774685e474f (=Digitales Archiv Marburg, DigAM); Siehe auch die ausgewählten Quellen im Eisbrecher, http://www.der-eisbrecher.de/cont_files/df_meissner.pdf und; http://buendische-vielfalt.de/?p=3117; http://buendische-vielfalt.de/?p=1450; http://buendische->

vielfalt.de/?p=933 rhetorisch-suggestive Meisterleistung eines Krisen-Manifestes zur angeblichen Situation der deutschen Jugend um 1900.

Formulierungen wie „Die deutsche Jugend steht an einem Wendepunkt…, träge Gewohnheiten der Alten und den Geboten einer hässlichen Konvention,… Wir wollen auch weiter getrennt marschieren, aber in dem Bewusstsein, dass uns ein Grundgefühl zusammen schließt, so dass wir Schulter an Schulter gegen die gemeinsamen Feinde kämpfen,… Möge von ihm eine neue Zeit deutschen Jugendlebens anheben“ suggerieren einen Jugendnotstaat und negieren, dass damals die Erziehung durch Eltern und Schulen in vielen Fällen besser war als die heute häufige Nicht-Erziehung und schlechte Erziehung durch viele Medien. Die damalige Erziehung war zugegeben etwas überbehütet, zu konventionell, aber zu einer allgemeinen Dramatik war kein Anlass. Diese Sorge ist eher für die Gegenwart berechtigt.

  1. Zusammen mit den früheren Aufrufen zu einem Meißnertreffen, jeweils formuliert von Knud Ahlborn, Christian Schneehagen bzw. W. Groothoff, wird die Absicht erkennbar, dass eine Minderheit von Reformern und Reformgruppen mit Hilfe von zahlenmäßig größeren Verbänden, z.B. dem Wandervogel, ihre Reformvorstellungen und Ziele in die Gesellschaft tragen wollte. Der Wandervogel war als zahlenmäßig starke Hilfstruppe geplant, die ideelle Leitung sollte aber bei den Reformern bleiben.

  1. Die Formulierung „Die“ deutsche Jugend… suggeriert, dass hier die gesamte deutsche Jugend angesprochen würde. In Wirklichkeit betraf das nur die Jugend der bürgerlichen Sozialschichten. Die bäuerliche Jugend, damals noch der weitaus größte Anteil, hatte weder Zeit noch Gelegenheit für Freiräume. Die zunehmende Arbeiterjugend hatte andere Sorgen, nämlich die finanzielle schmale Basis und überlange Arbeitszeiten, und war größtenteils in den sozialistischen Jugendorganisationen erfasst. Für obige Reformideen, für pädagogische Freiräume und auch für die notwendige Zeit dazu kam nur die bürgerliche Jugend der mittleren und höheren Sozialschichten in Frage. Diese dürften damals kaum mehr als ca. 10 % der damaligen Gesamtjugend insgesamt umfasst haben.

III. Zu den tragenden Kräften des Meißnertreffens

Das Meißnertreffen 1913 wurde primär geprägt von der DAL, der Deutschen Akademischen Freischar. Diese Bewegung war von dem zu Reformen neigenden Knud Ahlborn und seinem Freund Hans Harbeck 1907 in Göttingen gegründet worden und als eine Weiterführung der Wanderverein-Bewegung im Bund Deutscher Wanderer speziell für die Sozialschicht der Studenten.

Knut Ahlborn hatte in Hamburg 1905 als 17-Jähriger den ersten Wanderverein gegründet. Dieser Hamburger Wanderverein beschrieb sich als „Selbsterziehungsverein höherer Schüler“. Der daraus entstandene Bund Deutscher Wanderer formulierte sein Ziel so: „Vom Wanderer zum Menschen, das ist unsere Erkenntnis und unser Ziel“. Damit war seine Zielsetzung pädagogischer Art und stand in der pädagogischen Tradition, die Goethe in seinem damals viel beachteten Erziehungsroman „Wilhelm Meister“ ausgesprochen hatte, dass nämlich der Mensch nur durch Wandern und Reisen zur inneren Reife gelangen könne.

Die erste Deutsche Akademische Freischar (DAL) in Göttingen hatte bewusst statt der ursprünglich geplanten Bezeichnung „Akademischer Wanderverein“ den kämpferischeren Namen Akademische Freischar gewählt. In der Gründungsurkunde beschrieb man sich als „Kampfbund zur Reform des Deutschen Studententums“. Man verstand sich als Alternative zu den traditionellen Studentenverbindungen und war gegen das studentische Fechten und Trinken und hielt weiterhin am goethischen Ideal der Menschenbildung zum Guten und Schönen fest. 1913 formulierte die Akademischer Freischar eines ihrer Ideale so: „Alle Veranstaltungen der Freischar haben Gesundheit und Schönheit zum obersten Gesetz“. Damit war die Akademische Freischar keine studentische „Roverstufe“ für Wandervögel, sondern eine elitäre und letztlich pädagogisch orientierte Bewegung, die mit dem viel „naiveren“ Wandervogel nur das Wandern, aber nicht die Zielsetzungen gemeinsam hatte.

Es war auch nicht so, dass die älteren Wandervögel automatisch oder hauptsächlich als Studenten in die örtlichen Freischargruppen eintraten. In Heft 4 der Zeitschrift des e.V. Wandervogel… vom April 1913 gab es dazu eine kleine Diskussion in Form von 4 Lesermeinungen. 11 Eine Zuschrift empfahl den Eintritt studierender Wandervögel in die Freischar, weil die Ziele studentischer Verbindungen über die Ziele des Wandervogels hinaus gingen (z.B. Stellungnahmen zu verschiedenen Kulturfragen) und die Wandervogelziele nicht mit solchen studentischen Zielen vermengt werden dürften. Der Schreiber bedauerte gleich-zeitig, dass sich bisher so wenige studierende Wandervögel der Freischar oder vergleich-baren studentischen Korporationen angeschlossen hätten und schlug vor, offiziell für solche Übergänge nach der Schüler-Wandervogelzeit zu werben. "Ich halte es für das beste, die Wandervögel immer wieder auf die Freischar und ähnliche Verbindungen hinzuweisen. Dass sich bis jetzt so wenige angeschlossen haben, mag zum Teil daran liegen, dass diese Verbindungen noch zu neu und unbekannt sind… Dazu kommt, dass er seine Bekannten meistens im Wandervogel hat und nicht in der Freischar." 12

Die anderen 3 Leserzuschriften hielten durchaus studentische Wandervogelgruppen als Gruppierung für die älter gewordenen Wandervögel für sinnvoll und verwiesen auf schon bestehende akademische Wandervogelgruppen. Auch die studentische Wandervogelgruppe um Hans Breuer in Heidelberg lebte ihre Wandervogeltradition als weitgehend akademische Gruppierung, die Heidelberger Pachanthey, in Heidelberg weiter.

Knud Ahlborn war zusammen mit einigen anderen Freunden aus der Freischar der Hauptinitiator des Freideutschen Jugendtages auf dem Meißner und der so genannten Meißnerformel, wobei Ideengeber für die Formulierungen vor ihm möglich sind. Knud Ahlborn war von seiner Anlage her ein Mensch, für den Aspekte der Menschenbildung von zentraler Bedeutung waren und der in gewisser Weise lebenslänglich zu Idealisierungen, Reformen und Neugründungen neigte.

Dass sich Knud Ahlborn in Göttingen kurz vor seiner Gründung der Akademischen Freischar der dortigen Altwandervogel-Gruppe angeschlossen hatte, hat nicht die Bedeutung, dass er die Freischar als „Rovergruppe“ des Wandervogels verstand. Wie intensiv er neben seiner Freischargruppe noch Kontakt zu dieser Altwandervogel-Gruppe pflegte, kann nicht gesagt werden. Aber gerade der Altwandervogel hat damals die Teilnahme am Freideutschen Jugendtag abgelehnt. Vielleicht kannte man dort die Sympathien von Knud Ahlborn für Reformer und Reformbünde…

  1. Zum Meißnerfest und der Rolle der Wandervögel

Gegenüber Versuchen der politischen Einflussnahme und Vereinnahmung suchten die Wandervogel-Verantwortlichen meist Neutralität zu wahren. So fand der Erste Freideutsche Jugendtag auf dem Hohen Meißner im Oktober 1913, für den der Wandervogel den Boden bereitet hatte, offiziell ohne seine Beteiligung statt.13

Dass trotz der unsicheren bzw. ablehnenden Haltung der großen Wandervogelbünde doch ca. die Hälfte der Teilnehmer Wandervögel war, lag daran, dass der e.V. kurzfristig keine eigene Parallelveranstaltung wie der Altwandervogel geplant hatte. Viele Gruppen hatte längerfristig die Reise geplant und die Fahrkarten schon gekauft. Ein Teil der Teilnehmer

11

12

13

Wandervogel…, Jahrgang 8, April, Heft 4, 1913, S. 119ff. ebenda, Walter Fischer, Berlin… http://de.wikipedia.org/wiki/Wandervogel aus diesem Bund wurde aber bereits auf diesem Treffen vom Charisma der MeißnerErklärung ergriffen.

Der Jungwandervogel, der sich bis zuletzt an der Einladung offiziell beteiligt hatte, äußerte sich nachträglich teilweise spöttisch-kritisch zu all den vielen Idealisten, Sektierern und Reformern. Ein Berichterstatter schrieb: Es „kamen Leute und sagten, der politische Linksliberalismus wolle die Jugend fangen; die Linksliberalen freuten sich und glaubten’s vielleicht selber, und die „Nationalen kamen“, um die Jugend zu „retten“. Und wir, die Jugend – lachten. Kümmerten uns den Teufel um Politik. Gingen mit offenen Augen und Ohren hin zum Meißner-Fest, und hätte uns einer von Politik erzählt, dann wären wir singend von dannen gezogen… Wir haben uns zwar mühsam verschiedener Apostel erwehren müssen, die uns vor ihren Wagen spannen wollten, haben aber auch Männer kennen gelernt, die die Jugend achten und ihr helfen wollen um ihrer selbst willen“14

Und der Komponist des Liedes „Wir wollen zu Land ausfahren…“, Kurt von Burkersroda, ebenfalls Jung-Wandervogel, schrieb nachhinein über das Hahnsteintreffen vorher: „Eine zeitlang ist nur Getümmel und Gesummel. Während dessen macht man Studien. Weiße und blaue Pludermützen,… ausgesprochene Zwiebacknasen, fantastisch-hagere Abstinenzlerund Rohköstlergesichter mit tief in den Höhlen liegenden Augen. Mancherlei Fähnlein hängen müde hernieder, und ich höre, wie vor mir einer erklärt: Dort sitzen Volkserzieher, die massive Erscheinung da ist Popert, dahinten sitzen die Himbeersaftstudenten, und die Fahne mit dem Rad, das ist das Banner des Serakreises!

In verschiedenen Ecken feiert die Kleiderreform wilde Orgien mit Kitteln in allen Regenbogenfarben. Der E.V. läßt krampfhaft seine Storchnadel sehen, die anscheinend immer größere Formen annimmt. Und über all dem Mischmasch von Loden, Manchester, Bundtuch, Reformhemden, Umhängen und Touristenanzügen ein Meer von erwartungsvollen Augen…15

Wenn auch eine Reihe Wandervogelgruppen nachträglich positiv vom Meißnertreffen 1913 berichtete, so bestand doch ein Teil der Wandervogelteilnehmer hauptsächlich nur aus Neugierigen, Verlegenheitsbesuchern, Lauwarmen, Kritikern und zog recht unbekümmert wieder nach Hause.

„Wenig hat am Ende jene historische Tagung auf dem Hohen Meißner ergeben – nur ein Versprechen, das nie gehalten wurde, und eine Formel, die jedem etwas anderes bedeutete und die auf jeden Fall keine spezielle Jugendformel war. Für die Jungen und Mädchen im Wandervogel mag das nicht sehr von Belang gewesen sein: Lachend hatten sie auf dem Hohen Meißner zugesehen, wie Links und Rechts sich mühten, sie für ihre Zwecke zu mobilisieren“. 16

Und kaum ein Jahr später zogen die Wandervögel voll nationaler Begeisterung in den 1. Weltkrieg und in die Schlacht bei Langemarck, obwohl doch das Meißnertreffen 1913 sich gegen den damaligen Hurra-Patriotismus mit Soldatenfeiern gewandt hatte.

  1. Zur charismatischen Wirkung der so genannten Meißner Formel

14

Nach Jung-Wandervogel, Zeitschrift des Bundes für Jugendwandern „Jung-Wandervogel“, 3. Jahrg., Nov./Dez. 1913, Heft 11/12, S. 161; zit. nach http://buendische-vielfalt.de/?p=1545, Hansische Meißnerschnipsel – Wandervögel nah & fern, von der Hamburger Gilde Gorch Fock, wobei in dieser Textzusammenstellung eine Fotokopie der betreffenden Zeitschrift-Ausgabe enthalten ist, so dass man auch direkt von dieser Fotokopie zitieren kann.

15

Ebenda, s. 161f; ebenfalls zit. nach http://buendische-vielfalt.de/?p=1545, Hansische Meißnerschnipsel – Wandervögel nah & fern, von der Hamburger Gilde Gorch Fock.

16

Siehe http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/469190 Mitreißende Schlagworte, griffige Formulierungen, eingängige Merksätze machen mehr Geschichte und haben größere Wirkungen als dicke Bücher. Das gilt seit den Anfängen der Geschichte: „Es gibt nur 1 Gott, du sollst nicht andere Götter neben mir haben; Ich weiß, dass ich nichts weiß; Hier stehe ich, ich kann nicht anders; Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen; Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit; Proletarier aller Länder, vereinigt euch; Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“… In die Reihe diese wirkungsträchtigen Formulierungen gehört auch die Meißnerformel. Sie war es, die dem Treffen von 1913 erst Bedeutung und Geschichtlichkeit verschafft hat. Ohne diese „Formel“ würde sich heute kaum noch jemand dieses Treffens erinnern. Sie füllte eine Lücke aus, die damals im soziologischen Raum offen stand.

  1. Die erste Wirkung dieser Erklärung war, dass sie sukzessive den teilnehmenden und auch nicht teilnehmenden Bünden bewusst gemacht hat, dass die damaligen Bewegungen von Adoleszenten und jungen Erwachsenen in irgend einer Form direkt oder indirekt ein Sich-Abgrenzen, ein Protest gegen die damalige Gesellschaft waren oder wurden und dass man Reformen praktizierte, auch wenn man sie bewusst nicht geplant hatte. Diese griffige Erklärung, obwohl inhaltlich ein Allgemeinplatz, der für alle protestierenden Generationen der Geschichte Gültigkeit hat, begann allmählich sogar Pfadfindergruppen in ihren Bann zu ziehen. Und dass besonders die anfangs kritischen Wandervögel das Gedenken an Formel und Treffen von 1913 am Leben erhielten, ist schon ein beachtenswerter charismatischer Erfolg, eigentlich ein kleiner Treppenwitz der Weltgeschichte.
  1. Diese Formel war nicht nur griffig, sie beinhaltete auch Zwang und verlangte unbedingte Geschlossenheit. Die Schlussworte „Für diese innere Freiheit tritt sie unter allen Umständen geschlossen ein“ bedeuten eigentlich ein suggestives Einschwören auf diese Formulierung, die die Besucher des Treffens 1913 vorher noch gar nicht gekannt hatten, wobei hinter dem Hinweis auf "innere Freiheit" auch Ziele von Bünden stehen konnten, die nicht jeder damals und heute akzeptieren möchte.

Man muss sich diesen Vorgang einmal genau vor Augen halten. Da fühlten sich einige Freischärler unter Führung von Knud Ahlborn als Sprachrohr aller Teilnehmer dieses Treffens und fordern entschiedenes Eintreten aller für dasjenige, was sie während einer Wanderung ausformulieret hatten. Das war im Grunde ein gewisser Fraktionszwang, eine Bevormundung.

Wäre diese Meißner-Erklärung in einem demokratischen Formulierungsprozess entstanden, wäre sie real eine Erklärung der damals Versammelten gewesen. So war sie eine Forderung weniger, die aber durch das Charisma ihrer Worte nachträglich immer mehr Bünde hinter sich versammelte.

  1. Diese Formel hat die Wandervögel im Zuge des Wandels des soziologischen Begriffes Jugend erst zu einer Jugendbewegung im Sinne von Nichterwachsenen gemacht. Denn das Wort und der Begriff „Jugend“ sind in der Formel geblieben, der Sinn von Jugend hat sich aber geändert. Das hat längere Zeit die Rolle von Älteren in den bündischen Gruppierungen verunsichert. Erst in der Gegenwart beginnt sich, auch durch den demografischen Wandel, das Selbstverständnis einer großen bündischen Familie über alle Altersstufen hinweg durchzusetzen.

Dass sich diese Erklärung auf Wandervögel und Pfadfinder ausweitete, hängt auch damit zusammen, dass die Leitideen von diesen Bünden nicht soziologisch kritisch und reichhaltig genug sind, um auch für darüber hinaus Interessierte einen Heimatraum zu bieten. Die Wandervogelromantik erschöpft sich irgendwann einmal und die Pfadfindertechniken hat man irgendwann einmal gelernt…

In dieser Formel fand man einen gedanklichen Anstoß für übergeordnete Ideen. Welche vielfältigen Assoziationen eröffnen sich bei den Worten „nach eigener Bestimmung, vor eigener Verantwortung“... Sie motivieren dazu, unbeirrt dem zu folgen, selbstüberzeugt das umzusetzen, was man für richtig hält. Es ist im Grunde ein Freibrief für alternative Ziele und Lebensformen jeglicher Art schon in jungen Jahren.

  1. Vorschlag für einen zurückhaltenderen Umgang mit der Meißnertradition und der Meißnerformel
  1. Charismatische Sätze, Erklärungen, Aussagen, Formeln können initiieren, sammeln und stärken, sie können aber auch negative Wirkungen entfalten, indem sie z.B. historische Zusammenhänge vereinfachen und Pluralismus gefährden.

Zugegeben: Für Bündische, die von der Meißnererklärung 1913 begeistert waren und die teilweise verzückt auf diese Formel starrten, ist es unerheblich, ob ihre Gruppierungen diese Erklärung inhaltlich von Anfang an unterstützten oder erst allmählich in ihren Sog gerieten.

Aber die Sorge vor einer Beeinträchtigung von Pluralismus sollte man etwas ernster nehmen. Die Wandervogelbewegung entwickelte sich bereits kurz nach ihrer Gründung pluralistisch. Pluralismus kann eine Bereicherung sein. Die charismatische Formulierung dieser Meißner-Erklärung und besonders ihre Forderung nach Geschlossenheit hinter ihrer Aussage kann aber Pluralismus beeinträchtigt, indem einmal Bünde, die nicht allen Zielen anderer Bünde zustimmen, in ihrem individuellen Selbstverständnis verunsichert werden und zum anderen, indem Bestrebungen entstehen, unliebsame und nichtkonforme Bünde von dieser beschworenen gemeinsamen Plattform auszuschließen. Deswegen sollte man den Einfluss dieser Erklärung etwas zurück fahren.

Für das 100jährige Gedächtnistreffen im Herbst 2013 könnte das konkret bedeute:

- Dass man auf die Suche nach einer ähnlich charismatischen Erklärung verzichtet und sich höchstens auf eine einfache Aussage beschränkt oder noch besser jedem teilnehmenden Bund eine eigene Erklärung zubilligt.

- Dass man kein gemeinsames Meißnerlager 2013 anstrebt, sondern jedem beteiligten Bund ein eigenes Lager am Meißner zuspricht und nur zu zentralen Veranstaltungen an einem Ort zusammen kommt. Vielleicht kann man sich auch in dieser Form gegenseitig besser ertragen, wenn man nicht für die Freiheit der Ziele der anderen Gruppen eintreten muss.

- Dass man aufgibt, die Welt irgendwie entscheidend zu reformieren und verbessern zu wollen, denn das ist nach allen Erfahrzungen der Geschichte leider nicht möglich. Es ist nur sinnvoll, dass jeder Bund versucht, um sich kleine Inseln des Vernünftigen und Guten zu schaffen, so wie Alexej Stachowitsch das fordert.

Denn das Meißnertreffen von 1913 hat keinen Kult-Charakter für die Wandervogelbewegung gehabt und die Meißnerformel von 1913 war keine Kult-Formel und kein KultAusdruck für die Wandervogelbewegung und ist sie bis heute nicht. Es gibt nur nach dem 2. Weltkrieg zunehmende Strömungen, sie dazu zu machen.

VII. Einige Literaturhinweise

- http://buendische-vielfalt.de, z.B. zwölfdreizehnschnipseleien januar 13 und märz 13, hansische Meißnerschnipsel usw. Auf dieser Webseite sind in den letzten Monaten interessante Quellen zum Meißnertreffen 1913 zusammen getragen worden. Die konkret benutzten Stellen sind als Fußnoten angegeben.

- Wandervogel, Monatsschrift für deutsches Jugendwandern, verschiedene Hefte des Jahrgangs 1913 - Helwig, Werner, Die blaue Blume des Wandervogels, Deutscher Spurbuchverlag, überarbeitete Neuausgabe, hrsg. Von Walter Sauer, 1998.

- Speiser, Heinz, 1977: Hans Breuer – Wirken und Wirkungen, eine Monografie, Burg Ludwigstein.

- Wurm, Helmut 1990: Vorarbeiten zu einer interdisziplinären Untersuchung über die Körperhöhenverhältnisse der Deutschen im 19. Jahrhundert und der sie beeinflussenden Lebensverhältnisse, 2 Teile. Teil 1: Einleitende Begründung, quellenkundliche Probleme, quellenkundliche Vorarbeiten für die politischen Einzelräume von Norddeutschland bis Württemberg. Teil II: Quellenkundliche Vorarbeiten für Baden, Elsaß-Lothringen, Bayern, das gesamte Deutsche Reich, zusammenfassende Auswertung, ernährungshistorische Hinweise, Schrifttum. in: Gegenbaurs morphologisches Jahrbuch, Bd. 136, S. 405-429 und S. 503-524.

(In dieser Untersuchung waren nur die Wachstumsverhältnisse ab 18 Jahren betrachtet worden. Es wurden die damaligen Messungen an Turnern, Soldaten, Studenten usw. ausgewertet, wobei immer wieder die Klassifikation Turnerjugend, soldatische Jugend, studentische Jugend usw. auffiel)

- Eine Internet-Suche (z. B. in http://de.academic.ru; wikipedia; scout-o-wiki, buendische-vielfalt) zu den Schlagworten „Jugendbewegung, Altwandervogel, Wandervogel e.V., Meißner 1913, Freideutscher Jugendtag, Meißnererklärung 1913, Knud Ahlborn, Gustav Wyneken, akademische Freischar, Bund deutscher Wanderer“ usw. Die konkret benutzten Stellen sind als Fußnoten angegeben.

- Siehe auch: Hoher Meissner 1913. Der Erste Freideutsche Jugendtag in Dokumenten, Deutungen und Bildern, hrsg. von Winfried Mogge und Jürgen Reulecke, WochenschauVerlag, 1988, 422. Seiten.

(Verfasst von Helmut Wurm, März 2013. Der Hinweis und der Terminus, dass die so viel zitierte Meissnerformel „keinen Kult-Charakter“… für die Wandervogelbewegung habe, stammt von Alexej Stachowitsch, Axi, der das in einem telefonischen Gespräch mit dem Verfasser über diesen Beitrag ergänzend knapp 1 Woche vor seinem Tod so

Meißnertreffen 1913 - 2013 - Zum Nachdenken

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in GESCHICHTE

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Meißner 2013

Ich nehme den Artikel von Helmut Wurm zum Anlass, vier Gedankengänge und Beobachtungen zu Meißner 1923 bis 2013 zu äußern.

1. Die Meißnerformel, 2. Das Zusammenkommen und Zusammenwirken  3. Die Form des Lagers 2013. 4. Das Extralager 

1.Die Meißnerformel ist eine der wenigen Aussagen aus der Wandervogel- und Reformbewegung, die von allen mit kleinen Abweichungen akzeptiert wird. Heute setzen wir dazu: „Das Leben selbst und in Gemeinschaft zu gestalten.“ Gemeinschaft wurde 1913 in der Formel nicht erwähnt, weil die damals viel selbstverständlicher war, als in unserer egoistisch-kapitalistischen Gesellschaft.

2.Das Zusammenkommen der Bünde, besonders der Wandervogel- und Jungenschaftsbünde war für mich immer ein eindrucksvolles, kreatives und zukunftsgerichtetes Treffen. Das war es auch diesmal. Nur das Zukunftsgerichtete kam zu kurz. Es waren diesmal bei großen Lager kaum Wandervögel dabei. Es gibt auch zur Zeit nur wenige.

3.Das Lager war auf dem Meißner riesig, großartig vorbereitet und strotzte von Aktionen, Happenings, Überraschungen. Ich war in den Jurten des Mindener Kreises sehr gut aufgehoben. Wandervögel waren kaum zu finden. Wieder andere brieten noch ihre Extrawürste. Die Pfadfinder, die Waldjugend und andere waren in der Lage ein Lager aufzuziehen, das Hochachtung verdient. Die große und gut vorbereitete Festveranstaltung hatte leider nur Vorträge, die mich nicht in den Bann zogen und wenig für die Zukunft der Menschen und Jugendlichen in Deutschland bot

3.Die meisten Wandervögel hatten sich in einem kleinen Extralager auf der Hausener Hute abgesondert. Dort fand die Festveranstaltung im Regen statt. Das Feuer wollte nicht brennen. Die Festrede von Ketscha, früher Bundesführer im Wandervogel Deutscher Bund, war die beste der gehaltenen Rede. Ich las sie erst später. Sie war schlecht vorgetragen, kaum zu hören und nicht zu verstehen und für den Regen viel zu lang. Ketscha war seines Alters wegen nicht dabei. Eine junge Frau trug die Rede vor. Und als einige ältere Gäste unaufgefordert das todesmutige Lied vom Rhein und heiligen Vaterland in Gefahren anstimmten, sank unsere Stimmung auf Null, und wir kehrten betroffen zum Ludwigstein zurück und fühlten uns wie Wanderer zwischen zwei Welten. hedo

(Zu Kenntis des Liedes, das von Nazis missbraucht wurde, das 1914 als Kaiser- und Kriegsförderung entstand, und das so nicht mehr singbar ist: Heilig Vaterland! In Gefahren deine Söhne sich um dich scharen. Von Gefahr umringt, heilig Vaterland, alle stehen wir Hand in Hand! 2. Bei den Sternen steht, was wir schwören. Der die Sterne lenkt, wird uns hören. Eh der Fremde dir deine Kronen raubt, Deutschland, fallen wir Haupt bei Haupt! 3. Heilig Vaterland, heb zur Stunde kühn dein Angesicht in die Runde! Sieh uns all entbrannt, Sohn bei Söhnen stehn. Du sollst bleiben, Land, wir vergehn!)

Der folgende Artikel regt zum Denken an, aber entspricht nicht der Meinung der Redaktion

Beitrag zur Entmythologisierung von Meissnertreffen und Meissnerformel

1913 von Puschkin (Helmut Wurm)

  1. (Der derzeit letzte Bearbeitungsstand dieses Kurzbeitrages ist der 8. 4. 013)
  2. Dieser Beitrag ist kein konformer Beitrag zum Chor begeisterten Meißnertreffen-Freunde, sondern ein Querdenker-Beitrag, der manche Sichtweise und Entwicklung hinterfragt. Er möchte begründen, weshalb das Meißnertreffen von 1913 keinen Kult-Charakter für die Wandervögel gehabt hat und weshalb die Meißnerformel von 1913 keine Kult-Formel und kein Kult-Ausdruck für die Wandervogelbewegung war und bis heute ist.
  3. Anfangs einige Begriffs-Richtigstellungen:
  4. Unter Jugend verstand man um 1900 eine andere Altersstufe als heute. Der Terminus „Jugend“ bezeichnete die Altersspanne etwa zwischen 16 bis 25 Jahren, also die Altersstufe Adoleszenz bis junge Erwachsene im heutigen Sprachgebrauch. Man sprach damals von gymnasialer Jugend, studentischer Jugend, akademischer Jugend, Turnerjugend, soldatischer Jugend… Die Altersstufe davor waren die Knaben und Mädchen. Der frühe Wandervogel war also keine Jugendbewegung im heutigen Sinne, sondern eine Bewegung von Adoleszenten und jungen Erwachsenen, die allerdings Jugendliche ab 14-16 Jahren um sich sammelten.
  5. Der frühe Wandervogel war primär keine Reformbewegung und keine Protestbewegung gegen die Erwachsenen, sondern primär eine unpolitische Entdeckungsbewegung der Natur außerhalb der Stadtballungen und eine Wanderbewegung hinaus in die Romantik. Die frühe Wandervogelbewegung benötigte sogar die Hilfen der Erwachsenen. Ohne Erwachsenenhilfe (z.B. einige Lehrer in Steglitz und die Eufrat-Mitglieder) hätte es die Gründung und den Aufbau der Wandervogelbewegung nicht gegeben.
  6. Es ist vielen heute Lebenden schwer, sich die beginnende Fluchtbewegung aus den StadtBallungen ab dem Ende des 19. Jhs. zu vergegenwärtigen. Die Menschen waren vorher in den Siedlungen weitgehend gefangen gewesen. Erst der Ausbau des Eisenbahnnetzes ermöglichte die Erschließung der weiteren Stadtumgebungen und Deutschlands für größere Gruppenreisen. Um 1900 hatte das Eisenbahnnetz eine solche Dichte erreicht, dass man leicht und billig in jede Richtung fahren konnte. Es öffnete für die Wandervogelgruppen die Tore in die weite Welt. Ab den Wandervogelanfängen liest man in Fahrtengberichten, dass man sich an Bahnhöfen traf, mit dem Zug in die Fahrtengegend fuhr und die Fahrten an Bahnhöfen beendete. Es war nicht die Flucht vor dem Zwang der damaligen Erziehung, die den Wandervogel entstehen ließ. Reformfanatiker, damals wie heute, wollen das nur der Wandervogelgeschichte unterschieben.
  7. Um das Selbstverständnis des Wandervogels und seine Motivationen zu verdeutlichen, sollen einige Beiträge aus der Monatsschrift des Einigungsvereins „Wandervogels e.V.“ aus dem Jahr 1913 zitiert werden:
  8. Rudolf Sievers 1 beantwortete die Frage "Was ist der Wandervogel?" so: Der Wandervogel will laut Satzung "Erstens… das Wandern der deutschen Jugend fördern, den Sinn für das Naturschöne wecken und der Jugend Gelegenheit geben, Land und Leute der deutschen Heimat aus eigener Anschauung kennen zu lernen"…
  9. 1
  10. Sievers, Schriftleiter dieser Zeitschrift in einem Artikel, der bewusst als Aussage für die geplante Festschrift des bevorstehenden "Freideutschen Jugendtages" gemeint war; in: Wandervogel, Monatsschrift für deutsches Jugendwandern, Jahrgang 8, Oktober 1913, Heft 10, S. 278. Etwas dichterischer beschrieb Hans Breuer 2 die Fluchtbewegung der frühen Wandervögel aus den Städten und gleichzeitig die Wandlung vom wilden Vaganten-Wanderstil zum kulturromantischen Stil: „Und sie fluchten ihrer Großstadt, verhöhnten, was noch an Heiligem an ihr klebte. Sie kürten sich Armut, Not und Entbehrungen, stürmten hinaus in wilde Klüfte und Wälder und tagten dort in der Einsamkeit. Das war eine wilde, schöne Zeit... Aber mählich, wie sie reifer wurden, zog’s sie, die bäuerlichen Stuben zu schmecken, durch Gässchen altfränkischer Städtchen zu schweifen, sie sahen den feierlichen Ernst wuchtiger, rundbogiger Münster, die ragenden Dienste gotischer Kathedralen und spürten einen Hauch von ihrem Genius“.
  11. Und der neu gewählte Bundesführer 3 des neu gegründeten Einigungsbundes e.V. warnte im selben Heft vor Reformern auf diesem geplanten Freideutschen Treffen, vor denen man Vorsicht haben müsse. "Aber da kommen aus dieser Jugend selbst einige hervor und raunen und rauschen den anderen heimliche Dinge ins Ohr. Und sagen: Das Wandern und Singen an sich ist gar nichts wert. Wir müssen eine neue Jugendkultur schaffen, darauf kommt alles an… Ich bin auch anderen begegnet, Jünglingen mit schmachtenden Augen, denen war das Herumlaufen mit nackten Beinen und bloßem Kopf und das Tragen langer Haare wichtiger als die ganze Wanderei... Wieder andere habe ich getroffen, die wollten, dass der Wandervogel… sich… mit allen möglichen anderen Verbänden, die auf Lebenserneuerung drängen, zu gemeinsamer Arbeit zusammenschließe,… als ob das nicht der Tod einer Jugendbewegung sein müsste… Unsere Liebe sei Wald und Heide, Berg und Strom. Unser Ruf sei derselbe… Hinaus in die Ferne".
  12. Und im nächsten Heft 11 antwortete Edmund Neuendorff auf den Antrag von Wandervogelführern, Teilnehmern am gerade zurückliegenden Meißnertreffen, der Meißnererklärung beizutreten: Der Antrag werde der nächsten Bundesversammlung des e.V. vorgelegt, "Aber wir im Wandervogel dürfen nie und nimmer vergessen, dass unsere erste und ernsteste und heiligste Aufgabe sein muss: Förderung des Wanderns und der von selbst aus ihm erblühenden und durch Lebenskräfte notwendig mit ihm verbunden äußeren und inneren Kultur deutscher Jugend." 4
  13. Für die Wandervogelbewegung passte zusammenfassend gut die spontane Formulierung von Muck-Lamberty (Friedrich Lamberty, genannt Muck) 1919: „Unsere Fahrt geht ins Blaue…“
  14. Natürlich gab es auch Wandervögel, die froh waren, der damaligen Erziehungswelt und Familienwelt entweichen zu können. Aber das war nicht die primäre Intention der neuen Bewegung. 5 Und es gab auch früh Versuche, diese neue Bewegung zu ideologisieren. Aber es war hauptsächlich die harmlos-naive Ideologie von der Suche nach der blauen Blume, die aus der Romantik übernommen wurde, die man dem Wandervogel überstülpte.
  15. Diese ideologisch naiv-harmlose Wandervogelbewegung war z.B. dem Reformpädagogen Wyneken nicht ernsthaft genug. Er meinte, der Wandervogel habe in Lied und Tanz einen Ausdruck jugendlichen Frohsinns gefunden, sich damit aber auch bereits zufrieden gegeben und habe es sich wohl sein lassen. Die ganze künstlerische Einstellung des Wandervogels sei auf bloßen Stimmungsgenuss gerichtet, und zwar auf einen ziemlich bequemen und billigen Genuss.6
  16. 2
  17. Hans Breuer, ehemaliger Bundesführer des Wandervogels D.B., der als größter Teilbund im e.V. aufgegangen war; ebenda S. 283.
  18. 3 Edmund Neuendorff, Schulleiter; ebenda S. 302f. 4 Edmund Neuendorff, Wandervogel…, Heft 11, S. 332f. 5
  19. Diesbezüglich sollte man die weitergehenden Behauptungen von Blüher mit Zurückhaltung zur Kenntnis nehmen, denn überall dort, wo er interpretiert, ist große Zurückhaltung geboten.
  20. 6
  21. Nach http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/, Artikel zu Gustav Wynneken, 556277#sel=20:1,20:58 II. Die Einladung zum Meißnertreffen
  22. Der Beginn des Vorhabens ist etwa Ostern 1913 zu datieren. Denn damals bekam die Idee von einem alternativen Jahrhundertfest einen wesentlichen Anstoß. Denn auf dem Bundestag der Deutschen Akademischen Freischar (DAF) in Jena machte ein Gast, welcher Mitglied des Deutschen Bundes abstinenter Studenten (DBaSt) war, den Vorschlag eine würdige, insbesondere alkoholfreie, Gedenkveranstaltung zu Ehren der Völkerschlacht bei Leipzig durchzuführen. Dieser Vorschlag wurde in den Reihen der DAF mit Begeisterung aufgenommen und fortan blieb die DAF die treibende Kraft hinter den Vorbereitungen des Ersten Freideutschen Jugendtages. Man nahm anschließend Verbindung zu anderen Bünden und Studentenverbindungen auf, auch zu den damaligen Wandervogelbünden. 7 Der erste historische Anschub zu diesem Alternativtreffen ging also nicht von den Wandervögeln aus, sondern von einer Bundesrichtung, die - durchaus nachvollziehbar - ein Treffen von jungen Erwachsenen und insbesondere von Studenten vorschlug, dass sich nicht in den damaligen Maßstab einordnete, der den deutschen Mann nach seiner Fähigkeit maß, wie viel Alkohol er vertragen konnte. Dieser enge Ideengeber-Kreis suchte nun nach Bünden, die ein solches Treffen mit gestalten würden. Die Mehrzahl der hinzu geworbenen und besonders aktiven Bünde waren kleinere Reformgruppen mit verschiedenen anderen Zielsetzungen, daneben 2 Wandervogelbünde.
  23. Ein erstes Treffen interessierter Bünde zur Vorbereitung eines solchen Treffens fand Pfingsten 1913 in Jena statt. An diesem Treffen nahmen 13 Bünde teil und hier wurden Name, Ort und grober Ablauf des Festes festgelegt. Der Name „Freideutscher Jugendtag“ orientierte sich nach einem Vorschlag des Urwandervogels Friedrich Wilhelm Fulda, dem damaligen Verantwortlichen der Wandervogel-Führerzeitschrift. Den Hohen Meißner als Ort schlug Christian Schneehagen vor, Mitglied der Deutschen Akademischen Freischar und späterer Mitorganisator des Meißnertreffens.8
  24. Der erste Aufruf im Sommer 1913 erschien in der Wandervogel Führerzeitung (Heft 7, 1913) und wurde im Namen der Deutschen Akademischen Freischar von Knud Ahlborn unterschrieben. Der zweite Aufruf erschien kurze Zeit später im Gaublatt „Nordmark“ des Wandervogel e. V. (Heft 4, 1913) und war erstmalig von allen veranstaltenden Bünden unterschrieben. Als Festleitung wurde Christian Schneehagen angegeben.
  25. Folgende Bünde schlossen sich zur Vorbereitung und Einladung zusammen:
  26. Deutsche Akademische Freischar, Deutscher Bund abstinenter Studenten, Deutscher Vortruppbund, Bund deutscher Wanderer, Wandervogel e.V., Jungwandervogel, Österreichischer Wandervogel, Germania – Bund abstinenter Studenten, Freie Schulgemeinde Wickersdorf, Bund für freie Schulgemeinden, Landschulheim am Solling, Akademische Vereinigungen Marburg und Jena, Serakreis Jena, Burschenschaft Vandalia Jena.9
  27. Zum Meißnertreffen 1913 hat es mehrere Einladungen gegeben. 10 Die letzte Einladung zum Meißnertreffen, weitgehend formuliert von Gustav Wyneken, war eine pathetisch-
  28. 7
  29. Eng angelehnt an die Mitteilung in http://buendische-vielfalt.de/?p=3353 und http://buendischevielfalt.de/?p=3460, die wiederum als Quelle angeben: Johannes Jacobs (kugel), Was war das – das Meißnerfest 1913?, Kiel 1987, Seite 42-43.
  30. 8
  31. http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Freideutscher_Jugendtag#cite_note-1 9
  32. http://buendische-vielfalt.de/?p=933, siehe dort: Was ließen jene… #2 – Aufrufe zum Freideutschen Jugendtag… ; 10
  33. http://www.digam.net/dokument.php?ID=9247&PHPSESSID =54853573ed0494d618a5b774685e474f (=Digitales Archiv Marburg, DigAM); Siehe auch die ausgewählten Quellen im Eisbrecher, http://www.der-eisbrecher.de/cont_files/df_meissner.pdf und; http://buendische-vielfalt.de/?p=3117; http://buendische-vielfalt.de/?p=1450; http://buendische->
  34. de/?p=933 rhetorisch-suggestive Meisterleistung eines Krisen-Manifestes zur angeblichen Situation der deutschen Jugend um 1900.
  35. Formulierungen wie „Die deutsche Jugend steht an einem Wendepunkt…, träge Gewohnheiten der Alten und den Geboten einer hässlichen Konvention,… Wir wollen auch weiter getrennt marschieren, aber in dem Bewusstsein, dass uns ein Grundgefühl zusammen schließt, so dass wir Schulter an Schulter gegen die gemeinsamen Feinde kämpfen,… Möge von ihm eine neue Zeit deutschen Jugendlebens anheben“ suggerieren einen Jugendnotstaat und negieren, dass damals die Erziehung durch Eltern und Schulen in vielen Fällen besser war als die heute häufige Nicht-Erziehung und schlechte Erziehung durch viele Medien. Die damalige Erziehung war zugegeben etwas überbehütet, zu konventionell, aber zu einer allgemeinen Dramatik war kein Anlass. Diese Sorge ist eher für die Gegenwart berechtigt.
  36. Zusammen mit den früheren Aufrufen zu einem Meißnertreffen, jeweils formuliert von Knud Ahlborn, Christian Schneehagen bzw. W. Groothoff, wird die Absicht erkennbar, dass eine Minderheit von Reformern und Reformgruppen mit Hilfe von zahlenmäßig größeren Verbänden, z.B. dem Wandervogel, ihre Reformvorstellungen und Ziele in die Gesellschaft tragen wollte. Der Wandervogel war als zahlenmäßig starke Hilfstruppe geplant, die ideelle Leitung sollte aber bei den Reformern bleiben.
  37. Die Formulierung „Die“ deutsche Jugend… suggeriert, dass hier die gesamte deutsche Jugend angesprochen würde. In Wirklichkeit betraf das nur die Jugend der bürgerlichen Sozialschichten. Die bäuerliche Jugend, damals noch der weitaus größte Anteil, hatte weder Zeit noch Gelegenheit für Freiräume. Die zunehmende Arbeiterjugend hatte andere Sorgen, nämlich die finanzielle schmale Basis und überlange Arbeitszeiten, und war größtenteils in den sozialistischen Jugendorganisationen erfasst. Für obige Reformideen, für pädagogische Freiräume und auch für die notwendige Zeit dazu kam nur die bürgerliche Jugend der mittleren und höheren Sozialschichten in Frage. Diese dürften damals kaum mehr als ca. 10 % der damaligen Gesamtjugend insgesamt umfasst haben.
  38. Zu den tragenden Kräften des Meißnertreffens
  39. Das Meißnertreffen 1913 wurde primär geprägt von der DAL, der Deutschen Akademischen Freischar. Diese Bewegung war von dem zu Reformen neigenden Knud Ahlborn und seinem Freund Hans Harbeck 1907 in Göttingen gegründet worden und als eine Weiterführung der Wanderverein-Bewegung im Bund Deutscher Wanderer speziell für die Sozialschicht der Studenten.
  40. Knut Ahlborn hatte in Hamburg 1905 als 17-Jähriger den ersten Wanderverein gegründet. Dieser Hamburger Wanderverein beschrieb sich als „Selbsterziehungsverein höherer Schüler“. Der daraus entstandene Bund Deutscher Wanderer formulierte sein Ziel so: „Vom Wanderer zum Menschen, das ist unsere Erkenntnis und unser Ziel“. Damit war seine Zielsetzung pädagogischer Art und stand in der pädagogischen Tradition, die Goethe in seinem damals viel beachteten Erziehungsroman „Wilhelm Meister“ ausgesprochen hatte, dass nämlich der Mensch nur durch Wandern und Reisen zur inneren Reife gelangen könne.
  41. Die erste Deutsche Akademische Freischar (DAL) in Göttingen hatte bewusst statt der ursprünglich geplanten Bezeichnung „Akademischer Wanderverein“ den kämpferischeren Namen Akademische Freischar gewählt. In der Gründungsurkunde beschrieb man sich als „Kampfbund zur Reform des Deutschen Studententums“. Man verstand sich als Alternative zu den traditionellen Studentenverbindungen und war gegen das studentische Fechten und Trinken und hielt weiterhin am goethischen Ideal der Menschenbildung zum Guten und Schönen fest. 1913 formulierte die Akademischer Freischar eines ihrer Ideale so: „Alle Veranstaltungen der Freischar haben Gesundheit und Schönheit zum obersten Gesetz“. Damit war die Akademische Freischar keine studentische „Roverstufe“ für Wandervögel, sondern eine elitäre und letztlich pädagogisch orientierte Bewegung, die mit dem viel „naiveren“ Wandervogel nur das Wandern, aber nicht die Zielsetzungen gemeinsam hatte.
  42. Es war auch nicht so, dass die älteren Wandervögel automatisch oder hauptsächlich als Studenten in die örtlichen Freischargruppen eintraten. In Heft 4 der Zeitschrift des e.V. Wandervogel… vom April 1913 gab es dazu eine kleine Diskussion in Form von 4 Lesermeinungen. 11 Eine Zuschrift empfahl den Eintritt studierender Wandervögel in die Freischar, weil die Ziele studentischer Verbindungen über die Ziele des Wandervogels hinaus gingen (z.B. Stellungnahmen zu verschiedenen Kulturfragen) und die Wandervogelziele nicht mit solchen studentischen Zielen vermengt werden dürften. Der Schreiber bedauerte gleich-zeitig, dass sich bisher so wenige studierende Wandervögel der Freischar oder vergleich-baren studentischen Korporationen angeschlossen hätten und schlug vor, offiziell für solche Übergänge nach der Schüler-Wandervogelzeit zu werben. "Ich halte es für das beste, die Wandervögel immer wieder auf die Freischar und ähnliche Verbindungen hinzuweisen. Dass sich bis jetzt so wenige angeschlossen haben, mag zum Teil daran liegen, dass diese Verbindungen noch zu neu und unbekannt sind… Dazu kommt, dass er seine Bekannten meistens im Wandervogel hat und nicht in der Freischar." 12
  43. Die anderen 3 Leserzuschriften hielten durchaus studentische Wandervogelgruppen als Gruppierung für die älter gewordenen Wandervögel für sinnvoll und verwiesen auf schon bestehende akademische Wandervogelgruppen. Auch die studentische Wandervogelgruppe um Hans Breuer in Heidelberg lebte ihre Wandervogeltradition als weitgehend akademische Gruppierung, die Heidelberger Pachanthey, in Heidelberg weiter.
  44. Knud Ahlborn war zusammen mit einigen anderen Freunden aus der Freischar der Hauptinitiator des Freideutschen Jugendtages auf dem Meißner und der so genannten Meißnerformel, wobei Ideengeber für die Formulierungen vor ihm möglich sind. Knud Ahlborn war von seiner Anlage her ein Mensch, für den Aspekte der Menschenbildung von zentraler Bedeutung waren und der in gewisser Weise lebenslänglich zu Idealisierungen, Reformen und Neugründungen neigte.
  45. Dass sich Knud Ahlborn in Göttingen kurz vor seiner Gründung der Akademischen Freischar der dortigen Altwandervogel-Gruppe angeschlossen hatte, hat nicht die Bedeutung, dass er die Freischar als „Rovergruppe“ des Wandervogels verstand. Wie intensiv er neben seiner Freischargruppe noch Kontakt zu dieser Altwandervogel-Gruppe pflegte, kann nicht gesagt werden. Aber gerade der Altwandervogel hat damals die Teilnahme am Freideutschen Jugendtag abgelehnt. Vielleicht kannte man dort die Sympathien von Knud Ahlborn für Reformer und Reformbünde…
  46. Zum Meißnerfest und der Rolle der Wandervögel
  47. Gegenüber Versuchen der politischen Einflussnahme und Vereinnahmung suchten die Wandervogel-Verantwortlichen meist Neutralität zu wahren. So fand der Erste Freideutsche Jugendtag auf dem Hohen Meißner im Oktober 1913, für den der Wandervogel den Boden bereitet hatte, offiziell ohne seine Beteiligung statt.13
  48. Dass trotz der unsicheren bzw. ablehnenden Haltung der großen Wandervogelbünde doch ca. die Hälfte der Teilnehmer Wandervögel war, lag daran, dass der e.V. kurzfristig keine eigene Parallelveranstaltung wie der Altwandervogel geplant hatte. Viele Gruppen hatte längerfristig die Reise geplant und die Fahrkarten schon gekauft. Ein Teil der Teilnehmer
  49. 11
  50. 12
  51. 13
  52. Wandervogel…, Jahrgang 8, April, Heft 4, 1913, S. 119ff. ebenda, Walter Fischer, Berlin… http://de.wikipedia.org/wiki/Wandervogel aus diesem Bund wurde aber bereits auf diesem Treffen vom Charisma der MeißnerErklärung ergriffen.
  53. Der Jungwandervogel, der sich bis zuletzt an der Einladung offiziell beteiligt hatte, äußerte sich nachträglich teilweise spöttisch-kritisch zu all den vielen Idealisten, Sektierern und Reformern. Ein Berichterstatter schrieb: Es „kamen Leute und sagten, der politische Linksliberalismus wolle die Jugend fangen; die Linksliberalen freuten sich und glaubten’s vielleicht selber, und die „Nationalen kamen“, um die Jugend zu „retten“. Und wir, die Jugend – lachten. Kümmerten uns den Teufel um Politik. Gingen mit offenen Augen und Ohren hin zum Meißner-Fest, und hätte uns einer von Politik erzählt, dann wären wir singend von dannen gezogen… Wir haben uns zwar mühsam verschiedener Apostel erwehren müssen, die uns vor ihren Wagen spannen wollten, haben aber auch Männer kennen gelernt, die die Jugend achten und ihr helfen wollen um ihrer selbst willen“14
  54. Und der Komponist des Liedes „Wir wollen zu Land ausfahren…“, Kurt von Burkersroda, ebenfalls Jung-Wandervogel, schrieb nachhinein über das Hahnsteintreffen vorher: „Eine zeitlang ist nur Getümmel und Gesummel. Während dessen macht man Studien. Weiße und blaue Pludermützen,… ausgesprochene Zwiebacknasen, fantastisch-hagere Abstinenzlerund Rohköstlergesichter mit tief in den Höhlen liegenden Augen. Mancherlei Fähnlein hängen müde hernieder, und ich höre, wie vor mir einer erklärt: Dort sitzen Volkserzieher, die massive Erscheinung da ist Popert, dahinten sitzen die Himbeersaftstudenten, und die Fahne mit dem Rad, das ist das Banner des Serakreises!
  55. In verschiedenen Ecken feiert die Kleiderreform wilde Orgien mit Kitteln in allen Regenbogenfarben. Der E.V. läßt krampfhaft seine Storchnadel sehen, die anscheinend immer größere Formen annimmt. Und über all dem Mischmasch von Loden, Manchester, Bundtuch, Reformhemden, Umhängen und Touristenanzügen ein Meer von erwartungsvollen Augen…15
  56. Wenn auch eine Reihe Wandervogelgruppen nachträglich positiv vom Meißnertreffen 1913 berichtete, so bestand doch ein Teil der Wandervogelteilnehmer hauptsächlich nur aus Neugierigen, Verlegenheitsbesuchern, Lauwarmen, Kritikern und zog recht unbekümmert wieder nach Hause.
  57. „Wenig hat am Ende jene historische Tagung auf dem Hohen Meißner ergeben – nur ein Versprechen, das nie gehalten wurde, und eine Formel, die jedem etwas anderes bedeutete und die auf jeden Fall keine spezielle Jugendformel war. Für die Jungen und Mädchen im Wandervogel mag das nicht sehr von Belang gewesen sein: Lachend hatten sie auf dem Hohen Meißner zugesehen, wie Links und Rechts sich mühten, sie für ihre Zwecke zu mobilisieren“. 16
  58. Und kaum ein Jahr später zogen die Wandervögel voll nationaler Begeisterung in den 1. Weltkrieg und in die Schlacht bei Langemarck, obwohl doch das Meißnertreffen 1913 sich gegen den damaligen Hurra-Patriotismus mit Soldatenfeiern gewandt hatte.
  59. Zur charismatischen Wirkung der so genannten Meißner Formel
  60. 14
  61. Nach Jung-Wandervogel, Zeitschrift des Bundes für Jugendwandern „Jung-Wandervogel“, 3. Jahrg., Nov./Dez. 1913, Heft 11/12, S. 161; zit. nach http://buendische-vielfalt.de/?p=1545, Hansische Meißnerschnipsel – Wandervögel nah & fern, von der Hamburger Gilde Gorch Fock, wobei in dieser Textzusammenstellung eine Fotokopie der betreffenden Zeitschrift-Ausgabe enthalten ist, so dass man auch direkt von dieser Fotokopie zitieren kann.
  62. 15
  63. Ebenda, s. 161f; ebenfalls zit. nach http://buendische-vielfalt.de/?p=1545, Hansische Meißnerschnipsel – Wandervögel nah & fern, von der Hamburger Gilde Gorch Fock.
  64. 16
  65. Siehe http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/469190 Mitreißende Schlagworte, griffige Formulierungen, eingängige Merksätze machen mehr Geschichte und haben größere Wirkungen als dicke Bücher. Das gilt seit den Anfängen der Geschichte: „Es gibt nur 1 Gott, du sollst nicht andere Götter neben mir haben; Ich weiß, dass ich nichts weiß; Hier stehe ich, ich kann nicht anders; Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen; Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit; Proletarier aller Länder, vereinigt euch; Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“… In die Reihe diese wirkungsträchtigen Formulierungen gehört auch die Meißnerformel. Sie war es, die dem Treffen von 1913 erst Bedeutung und Geschichtlichkeit verschafft hat. Ohne diese „Formel“ würde sich heute kaum noch jemand dieses Treffens erinnern. Sie füllte eine Lücke aus, die damals im soziologischen Raum offen stand.
  66. Die erste Wirkung dieser Erklärung war, dass sie sukzessive den teilnehmenden und auch nicht teilnehmenden Bünden bewusst gemacht hat, dass die damaligen Bewegungen von Adoleszenten und jungen Erwachsenen in irgend einer Form direkt oder indirekt ein Sich-Abgrenzen, ein Protest gegen die damalige Gesellschaft waren oder wurden und dass man Reformen praktizierte, auch wenn man sie bewusst nicht geplant hatte. Diese griffige Erklärung, obwohl inhaltlich ein Allgemeinplatz, der für alle protestierenden Generationen der Geschichte Gültigkeit hat, begann allmählich sogar Pfadfindergruppen in ihren Bann zu ziehen. Und dass besonders die anfangs kritischen Wandervögel das Gedenken an Formel und Treffen von 1913 am Leben erhielten, ist schon ein beachtenswerter charismatischer Erfolg, eigentlich ein kleiner Treppenwitz der Weltgeschichte.
  67. Diese Formel war nicht nur griffig, sie beinhaltete auch Zwang und verlangte unbedingte Geschlossenheit. Die Schlussworte „Für diese innere Freiheit tritt sie unter allen Umständen geschlossen ein“ bedeuten eigentlich ein suggestives Einschwören auf diese Formulierung, die die Besucher des Treffens 1913 vorher noch gar nicht gekannt hatten, wobei hinter dem Hinweis auf "innere Freiheit" auch Ziele von Bünden stehen konnten, die nicht jeder damals und heute akzeptieren möchte.
  68. Man muss sich diesen Vorgang einmal genau vor Augen halten. Da fühlten sich einige Freischärler unter Führung von Knud Ahlborn als Sprachrohr aller Teilnehmer dieses Treffens und fordern entschiedenes Eintreten aller für dasjenige, was sie während einer Wanderung ausformulieret hatten. Das war im Grunde ein gewisser Fraktionszwang, eine Bevormundung.
  69. Wäre diese Meißner-Erklärung in einem demokratischen Formulierungsprozess entstanden, wäre sie real eine Erklärung der damals Versammelten gewesen. So war sie eine Forderung weniger, die aber durch das Charisma ihrer Worte nachträglich immer mehr Bünde hinter sich versammelte.
  70. Diese Formel hat die Wandervögel im Zuge des Wandels des soziologischen Begriffes Jugend erst zu einer Jugendbewegung im Sinne von Nichterwachsenen gemacht. Denn das Wort und der Begriff „Jugend“ sind in der Formel geblieben, der Sinn von Jugend hat sich aber geändert. Das hat längere Zeit die Rolle von Älteren in den bündischen Gruppierungen verunsichert. Erst in der Gegenwart beginnt sich, auch durch den demografischen Wandel, das Selbstverständnis einer großen bündischen Familie über alle Altersstufen hinweg durchzusetzen.
  71. Dass sich diese Erklärung auf Wandervögel und Pfadfinder ausweitete, hängt auch damit zusammen, dass die Leitideen von diesen Bünden nicht soziologisch kritisch und reichhaltig genug sind, um auch für darüber hinaus Interessierte einen Heimatraum zu bieten. Die Wandervogelromantik erschöpft sich irgendwann einmal und die Pfadfindertechniken hat man irgendwann einmal gelernt…
  72. In dieser Formel fand man einen gedanklichen Anstoß für übergeordnete Ideen. Welche vielfältigen Assoziationen eröffnen sich bei den Worten „nach eigener Bestimmung, vor eigener Verantwortung“... Sie motivieren dazu, unbeirrt dem zu folgen, selbstüberzeugt das umzusetzen, was man für richtig hält. Es ist im Grunde ein Freibrief für alternative Ziele und Lebensformen jeglicher Art schon in jungen Jahren.
  73. Vorschlag für einen zurückhaltenderen Umgang mit der Meißnertradition und der Meißnerformel
  74. Charismatische Sätze, Erklärungen, Aussagen, Formeln können initiieren, sammeln und stärken, sie können aber auch negative Wirkungen entfalten, indem sie z.B. historische Zusammenhänge vereinfachen und Pluralismus gefährden.
  75. Zugegeben: Für Bündische, die von der Meißnererklärung 1913 begeistert waren und die teilweise verzückt auf diese Formel starrten, ist es unerheblich, ob ihre Gruppierungen diese Erklärung inhaltlich von Anfang an unterstützten oder erst allmählich in ihren Sog gerieten.
  76. Aber die Sorge vor einer Beeinträchtigung von Pluralismus sollte man etwas ernster nehmen. Die Wandervogelbewegung entwickelte sich bereits kurz nach ihrer Gründung pluralistisch. Pluralismus kann eine Bereicherung sein. Die charismatische Formulierung dieser Meißner-Erklärung und besonders ihre Forderung nach Geschlossenheit hinter ihrer Aussage kann aber Pluralismus beeinträchtigt, indem einmal Bünde, die nicht allen Zielen anderer Bünde zustimmen, in ihrem individuellen Selbstverständnis verunsichert werden und zum anderen, indem Bestrebungen entstehen, unliebsame und nichtkonforme Bünde von dieser beschworenen gemeinsamen Plattform auszuschließen. Deswegen sollte man den Einfluss dieser Erklärung etwas zurück fahren.
  77. Für das 100jährige Gedächtnistreffen im Herbst 2013 könnte das konkret bedeute:
  78. - Dass man auf die Suche nach einer ähnlich charismatischen Erklärung verzichtet und sich höchstens auf eine einfache Aussage beschränkt oder noch besser jedem teilnehmenden Bund eine eigene Erklärung zubilligt.
  79. - Dass man kein gemeinsames Meißnerlager 2013 anstrebt, sondern jedem beteiligten Bund ein eigenes Lager am Meißner zuspricht und nur zu zentralen Veranstaltungen an einem Ort zusammen kommt. Vielleicht kann man sich auch in dieser Form gegenseitig besser ertragen, wenn man nicht für die Freiheit der Ziele der anderen Gruppen eintreten muss.
  80. - Dass man aufgibt, die Welt irgendwie entscheidend zu reformieren und verbessern zu wollen, denn das ist nach allen Erfahrzungen der Geschichte leider nicht möglich. Es ist nur sinnvoll, dass jeder Bund versucht, um sich kleine Inseln des Vernünftigen und Guten zu schaffen, so wie Alexej Stachowitsch das fordert.
  81. Denn das Meißnertreffen von 1913 hat keinen Kult-Charakter für die Wandervogelbewegung gehabt und die Meißnerformel von 1913 war keine Kult-Formel und kein KultAusdruck für die Wandervogelbewegung und ist sie bis heute nicht. Es gibt nur nach dem 2. Weltkrieg zunehmende Strömungen, sie dazu zu machen.
  82. Einige Literaturhinweise
  83. - http://buendische-vielfalt.de, z.B. zwölfdreizehnschnipseleien januar 13 und märz 13, hansische Meißnerschnipsel usw. Auf dieser Webseite sind in den letzten Monaten interessante Quellen zum Meißnertreffen 1913 zusammen getragen worden. Die konkret benutzten Stellen sind als Fußnoten angegeben.
  84. - Wandervogel, Monatsschrift für deutsches Jugendwandern, verschiedene Hefte des Jahrgangs 1913 - Helwig, Werner, Die blaue Blume des Wandervogels, Deutscher Spurbuchverlag, überarbeitete Neuausgabe, hrsg. Von Walter Sauer, 1998.
  85. - Speiser, Heinz, 1977: Hans Breuer – Wirken und Wirkungen, eine Monografie, Burg Ludwigstein.
  86. - Wurm, Helmut 1990: Vorarbeiten zu einer interdisziplinären Untersuchung über die Körperhöhenverhältnisse der Deutschen im 19. Jahrhundert und der sie beeinflussenden Lebensverhältnisse, 2 Teile. Teil 1: Einleitende Begründung, quellenkundliche Probleme, quellenkundliche Vorarbeiten für die politischen Einzelräume von Norddeutschland bis Württemberg. Teil II: Quellenkundliche Vorarbeiten für Baden, Elsaß-Lothringen, Bayern, das gesamte Deutsche Reich, zusammenfassende Auswertung, ernährungshistorische Hinweise, Schrifttum. in: Gegenbaurs morphologisches Jahrbuch, Bd. 136, S. 405-429 und S. 503-524.
  87. (In dieser Untersuchung waren nur die Wachstumsverhältnisse ab 18 Jahren betrachtet worden. Es wurden die damaligen Messungen an Turnern, Soldaten, Studenten usw. ausgewertet, wobei immer wieder die Klassifikation Turnerjugend, soldatische Jugend, studentische Jugend usw. auffiel)
  88. - Eine Internet-Suche (z. B. in http://de.academic.ru; wikipedia; scout-o-wiki, buendische-vielfalt) zu den Schlagworten „Jugendbewegung, Altwandervogel, Wandervogel e.V., Meißner 1913, Freideutscher Jugendtag, Meißnererklärung 1913, Knud Ahlborn, Gustav Wyneken, akademische Freischar, Bund deutscher Wanderer“ usw. Die konkret benutzten Stellen sind als Fußnoten angegeben.
  89. - Siehe auch: Hoher Meissner 1913. Der Erste Freideutsche Jugendtag in Dokumenten, Deutungen und Bildern, hrsg. von Winfried Mogge und Jürgen Reulecke, WochenschauVerlag, 1988, 422. Seiten.
  90. (Verfasst von Helmut Wurm, März 2013. Der Hinweis und der Terminus, dass die so viel zitierte Meissnerformel „keinen Kult-Charakter“… für die Wandervogelbewegung habe, stammt von Alexej Stachowitsch, Axi, der das in einem telefonischen Gespräch mit dem Verfasser über diesen Beitrag ergänzend knapp 1 Woche vor seinem Tod so formulierte. )erdint.

Beitrag zur Entmythologisierung von Meissnertreffen und Meissnerformel

1913

(Der derzeit letzte Bearbeitungsstand dieses Kurzbeitrages ist der 8. 4. 013)

Dieser Beitrag ist kein konformer Beitrag zum Chor begeisterten Meißnertreffen-Freunde, sondern ein Querdenker-Beitrag, der manche Sichtweise und Entwicklung hinterfragt. Er möchte begründen, weshalb das Meißnertreffen von 1913 keinen Kult-Charakter für die Wandervögel gehabt hat und weshalb die Meißnerformel von 1913 keine Kult-Formel und kein Kult-Ausdruck für die Wandervogelbewegung war und bis heute ist.

  1. Anfangs einige Begriffs-Richtigstellungen:
  1. Unter Jugend verstand man um 1900 eine andere Altersstufe als heute. Der Terminus „Jugend“ bezeichnete die Altersspanne etwa zwischen 16 bis 25 Jahren, also die Altersstufe Adoleszenz bis junge Erwachsene im heutigen Sprachgebrauch. Man sprach damals von gymnasialer Jugend, studentischer Jugend, akademischer Jugend, Turnerjugend, soldatischer Jugend… Die Altersstufe davor waren die Knaben und Mädchen. Der frühe Wandervogel war also keine Jugendbewegung im heutigen Sinne, sondern eine Bewegung von Adoleszenten und jungen Erwachsenen, die allerdings Jugendliche ab 14-16 Jahren um sich sammelten.
  1. Der frühe Wandervogel war primär keine Reformbewegung und keine Protestbewegung gegen die Erwachsenen, sondern primär eine unpolitische Entdeckungsbewegung der Natur außerhalb der Stadtballungen und eine Wanderbewegung hinaus in die Romantik. Die frühe Wandervogelbewegung benötigte sogar die Hilfen der Erwachsenen. Ohne Erwachsenenhilfe (z.B. einige Lehrer in Steglitz und die Eufrat-Mitglieder) hätte es die Gründung und den Aufbau der Wandervogelbewegung nicht gegeben.

Es ist vielen heute Lebenden schwer, sich die beginnende Fluchtbewegung aus den StadtBallungen ab dem Ende des 19. Jhs. zu vergegenwärtigen. Die Menschen waren vorher in den Siedlungen weitgehend gefangen gewesen. Erst der Ausbau des Eisenbahnnetzes ermöglichte die Erschließung der weiteren Stadtumgebungen und Deutschlands für größere Gruppenreisen. Um 1900 hatte das Eisenbahnnetz eine solche Dichte erreicht, dass man leicht und billig in jede Richtung fahren konnte. Es öffnete für die Wandervogelgruppen die Tore in die weite Welt. Ab den Wandervogelanfängen liest man in Fahrtengberichten, dass man sich an Bahnhöfen traf, mit dem Zug in die Fahrtengegend fuhr und die Fahrten an Bahnhöfen beendete. Es war nicht die Flucht vor dem Zwang der damaligen Erziehung, die den Wandervogel entstehen ließ. Reformfanatiker, damals wie heute, wollen das nur der Wandervogelgeschichte unterschieben.

Um das Selbstverständnis des Wandervogels und seine Motivationen zu verdeutlichen, sollen einige Beiträge aus der Monatsschrift des Einigungsvereins „Wandervogels e.V.“ aus dem Jahr 1913 zitiert werden:

Rudolf Sievers 1 beantwortete die Frage "Was ist der Wandervogel?" so: Der Wandervogel will laut Satzung "Erstens… das Wandern der deutschen Jugend fördern, den Sinn für das Naturschöne wecken und der Jugend Gelegenheit geben, Land und Leute der deutschen Heimat aus eigener Anschauung kennen zu lernen"…

1

Sievers, Schriftleiter dieser Zeitschrift in einem Artikel, der bewusst als Aussage für die geplante Festschrift des bevorstehenden "Freideutschen Jugendtages" gemeint war; in: Wandervogel, Monatsschrift für deutsches Jugendwandern, Jahrgang 8, Oktober 1913, Heft 10, S. 278. Etwas dichterischer beschrieb Hans Breuer 2 die Fluchtbewegung der frühen Wandervögel aus den Städten und gleichzeitig die Wandlung vom wilden Vaganten-Wanderstil zum kulturromantischen Stil: „Und sie fluchten ihrer Großstadt, verhöhnten, was noch an Heiligem an ihr klebte. Sie kürten sich Armut, Not und Entbehrungen, stürmten hinaus in wilde Klüfte und Wälder und tagten dort in der Einsamkeit. Das war eine wilde, schöne Zeit... Aber mählich, wie sie reifer wurden, zog’s sie, die bäuerlichen Stuben zu schmecken, durch Gässchen altfränkischer Städtchen zu schweifen, sie sahen den feierlichen Ernst wuchtiger, rundbogiger Münster, die ragenden Dienste gotischer Kathedralen und spürten einen Hauch von ihrem Genius“.

Und der neu gewählte Bundesführer 3 des neu gegründeten Einigungsbundes e.V. warnte im selben Heft vor Reformern auf diesem geplanten Freideutschen Treffen, vor denen man Vorsicht haben müsse. "Aber da kommen aus dieser Jugend selbst einige hervor und raunen und rauschen den anderen heimliche Dinge ins Ohr. Und sagen: Das Wandern und Singen an sich ist gar nichts wert. Wir müssen eine neue Jugendkultur schaffen, darauf kommt alles an… Ich bin auch anderen begegnet, Jünglingen mit schmachtenden Augen, denen war das Herumlaufen mit nackten Beinen und bloßem Kopf und das Tragen langer Haare wichtiger als die ganze Wanderei... Wieder andere habe ich getroffen, die wollten, dass der Wandervogel… sich… mit allen möglichen anderen Verbänden, die auf Lebenserneuerung drängen, zu gemeinsamer Arbeit zusammenschließe,… als ob das nicht der Tod einer Jugendbewegung sein müsste… Unsere Liebe sei Wald und Heide, Berg und Strom. Unser Ruf sei derselbe… Hinaus in die Ferne".

Und im nächsten Heft 11 antwortete Edmund Neuendorff auf den Antrag von Wandervogelführern, Teilnehmern am gerade zurückliegenden Meißnertreffen, der Meißnererklärung beizutreten: Der Antrag werde der nächsten Bundesversammlung des e.V. vorgelegt, "Aber wir im Wandervogel dürfen nie und nimmer vergessen, dass unsere erste und ernsteste und heiligste Aufgabe sein muss: Förderung des Wanderns und der von selbst aus ihm erblühenden und durch Lebenskräfte notwendig mit ihm verbunden äußeren und inneren Kultur deutscher Jugend." 4

Für die Wandervogelbewegung passte zusammenfassend gut die spontane Formulierung von Muck-Lamberty (Friedrich Lamberty, genannt Muck) 1919: „Unsere Fahrt geht ins Blaue…“

Natürlich gab es auch Wandervögel, die froh waren, der damaligen Erziehungswelt und Familienwelt entweichen zu können. Aber das war nicht die primäre Intention der neuen Bewegung. 5 Und es gab auch früh Versuche, diese neue Bewegung zu ideologisieren. Aber es war hauptsächlich die harmlos-naive Ideologie von der Suche nach der blauen Blume, die aus der Romantik übernommen wurde, die man dem Wandervogel überstülpte.

Diese ideologisch naiv-harmlose Wandervogelbewegung war z.B. dem Reformpädagogen Wyneken nicht ernsthaft genug. Er meinte, der Wandervogel habe in Lied und Tanz einen Ausdruck jugendlichen Frohsinns gefunden, sich damit aber auch bereits zufrieden gegeben und habe es sich wohl sein lassen. Die ganze künstlerische Einstellung des Wandervogels sei auf bloßen Stimmungsgenuss gerichtet, und zwar auf einen ziemlich bequemen und billigen Genuss.6

2

Hans Breuer, ehemaliger Bundesführer des Wandervogels D.B., der als größter Teilbund im e.V. aufgegangen war; ebenda S. 283.

3 Edmund Neuendorff, Schulleiter; ebenda S. 302f. 4 Edmund Neuendorff, Wandervogel…, Heft 11, S. 332f. 5

Diesbezüglich sollte man die weitergehenden Behauptungen von Blüher mit Zurückhaltung zur Kenntnis nehmen, denn überall dort, wo er interpretiert, ist große Zurückhaltung geboten.

6

Nach http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/, Artikel zu Gustav Wynneken, 556277#sel=20:1,20:58 II. Die Einladung zum Meißnertreffen

  1. Der Beginn des Vorhabens ist etwa Ostern 1913 zu datieren. Denn damals bekam die Idee von einem alternativen Jahrhundertfest einen wesentlichen Anstoß. Denn auf dem Bundestag der Deutschen Akademischen Freischar (DAF) in Jena machte ein Gast, welcher Mitglied des Deutschen Bundes abstinenter Studenten (DBaSt) war, den Vorschlag eine würdige, insbesondere alkoholfreie, Gedenkveranstaltung zu Ehren der Völkerschlacht bei Leipzig durchzuführen. Dieser Vorschlag wurde in den Reihen der DAF mit Begeisterung aufgenommen und fortan blieb die DAF die treibende Kraft hinter den Vorbereitungen des Ersten Freideutschen Jugendtages. Man nahm anschließend Verbindung zu anderen Bünden und Studentenverbindungen auf, auch zu den damaligen Wandervogelbünden. 7 Der erste historische Anschub zu diesem Alternativtreffen ging also nicht von den Wandervögeln aus, sondern von einer Bundesrichtung, die - durchaus nachvollziehbar - ein Treffen von jungen Erwachsenen und insbesondere von Studenten vorschlug, dass sich nicht in den damaligen Maßstab einordnete, der den deutschen Mann nach seiner Fähigkeit maß, wie viel Alkohol er vertragen konnte. Dieser enge Ideengeber-Kreis suchte nun nach Bünden, die ein solches Treffen mit gestalten würden. Die Mehrzahl der hinzu geworbenen und besonders aktiven Bünde waren kleinere Reformgruppen mit verschiedenen anderen Zielsetzungen, daneben 2 Wandervogelbünde.

Ein erstes Treffen interessierter Bünde zur Vorbereitung eines solchen Treffens fand Pfingsten 1913 in Jena statt. An diesem Treffen nahmen 13 Bünde teil und hier wurden Name, Ort und grober Ablauf des Festes festgelegt. Der Name „Freideutscher Jugendtag“ orientierte sich nach einem Vorschlag des Urwandervogels Friedrich Wilhelm Fulda, dem damaligen Verantwortlichen der Wandervogel-Führerzeitschrift. Den Hohen Meißner als Ort schlug Christian Schneehagen vor, Mitglied der Deutschen Akademischen Freischar und späterer Mitorganisator des Meißnertreffens.8

Der erste Aufruf im Sommer 1913 erschien in der Wandervogel Führerzeitung (Heft 7, 1913) und wurde im Namen der Deutschen Akademischen Freischar von Knud Ahlborn unterschrieben. Der zweite Aufruf erschien kurze Zeit später im Gaublatt „Nordmark“ des Wandervogel e. V. (Heft 4, 1913) und war erstmalig von allen veranstaltenden Bünden unterschrieben. Als Festleitung wurde Christian Schneehagen angegeben.

Folgende Bünde schlossen sich zur Vorbereitung und Einladung zusammen:

Deutsche Akademische Freischar, Deutscher Bund abstinenter Studenten, Deutscher Vortruppbund, Bund deutscher Wanderer, Wandervogel e.V., Jungwandervogel, Österreichischer Wandervogel, Germania – Bund abstinenter Studenten, Freie Schulgemeinde Wickersdorf, Bund für freie Schulgemeinden, Landschulheim am Solling, Akademische Vereinigungen Marburg und Jena, Serakreis Jena, Burschenschaft Vandalia Jena.9

  1. Zum Meißnertreffen 1913 hat es mehrere Einladungen gegeben. 10 Die letzte Einladung zum Meißnertreffen, weitgehend formuliert von Gustav Wyneken, war eine pathetisch-

7

Eng angelehnt an die Mitteilung in http://buendische-vielfalt.de/?p=3353 und http://buendischevielfalt.de/?p=3460, die wiederum als Quelle angeben: Johannes Jacobs (kugel), Was war das – das Meißnerfest 1913?, Kiel 1987, Seite 42-43.

8

http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Freideutscher_Jugendtag#cite_note-1 9

http://buendische-vielfalt.de/?p=933, siehe dort: Was ließen jene… #2 – Aufrufe zum Freideutschen Jugendtag… ; 10

http://www.digam.net/dokument.php?ID=9247&PHPSESSID =54853573ed0494d618a5b774685e474f (=Digitales Archiv Marburg, DigAM); Siehe auch die ausgewählten Quellen im Eisbrecher, http://www.der-eisbrecher.de/cont_files/df_meissner.pdf und; http://buendische-vielfalt.de/?p=3117; http://buendische-vielfalt.de/?p=1450; http://buendische->

vielfalt.de/?p=933 rhetorisch-suggestive Meisterleistung eines Krisen-Manifestes zur angeblichen Situation der deutschen Jugend um 1900.

Formulierungen wie „Die deutsche Jugend steht an einem Wendepunkt…, träge Gewohnheiten der Alten und den Geboten einer hässlichen Konvention,… Wir wollen auch weiter getrennt marschieren, aber in dem Bewusstsein, dass uns ein Grundgefühl zusammen schließt, so dass wir Schulter an Schulter gegen die gemeinsamen Feinde kämpfen,… Möge von ihm eine neue Zeit deutschen Jugendlebens anheben“ suggerieren einen Jugendnotstaat und negieren, dass damals die Erziehung durch Eltern und Schulen in vielen Fällen besser war als die heute häufige Nicht-Erziehung und schlechte Erziehung durch viele Medien. Die damalige Erziehung war zugegeben etwas überbehütet, zu konventionell, aber zu einer allgemeinen Dramatik war kein Anlass. Diese Sorge ist eher für die Gegenwart berechtigt.

  1. Zusammen mit den früheren Aufrufen zu einem Meißnertreffen, jeweils formuliert von Knud Ahlborn, Christian Schneehagen bzw. W. Groothoff, wird die Absicht erkennbar, dass eine Minderheit von Reformern und Reformgruppen mit Hilfe von zahlenmäßig größeren Verbänden, z.B. dem Wandervogel, ihre Reformvorstellungen und Ziele in die Gesellschaft tragen wollte. Der Wandervogel war als zahlenmäßig starke Hilfstruppe geplant, die ideelle Leitung sollte aber bei den Reformern bleiben.

  1. Die Formulierung „Die“ deutsche Jugend… suggeriert, dass hier die gesamte deutsche Jugend angesprochen würde. In Wirklichkeit betraf das nur die Jugend der bürgerlichen Sozialschichten. Die bäuerliche Jugend, damals noch der weitaus größte Anteil, hatte weder Zeit noch Gelegenheit für Freiräume. Die zunehmende Arbeiterjugend hatte andere Sorgen, nämlich die finanzielle schmale Basis und überlange Arbeitszeiten, und war größtenteils in den sozialistischen Jugendorganisationen erfasst. Für obige Reformideen, für pädagogische Freiräume und auch für die notwendige Zeit dazu kam nur die bürgerliche Jugend der mittleren und höheren Sozialschichten in Frage. Diese dürften damals kaum mehr als ca. 10 % der damaligen Gesamtjugend insgesamt umfasst haben.

III. Zu den tragenden Kräften des Meißnertreffens

Das Meißnertreffen 1913 wurde primär geprägt von der DAL, der Deutschen Akademischen Freischar. Diese Bewegung war von dem zu Reformen neigenden Knud Ahlborn und seinem Freund Hans Harbeck 1907 in Göttingen gegründet worden und als eine Weiterführung der Wanderverein-Bewegung im Bund Deutscher Wanderer speziell für die Sozialschicht der Studenten.

Knut Ahlborn hatte in Hamburg 1905 als 17-Jähriger den ersten Wanderverein gegründet. Dieser Hamburger Wanderverein beschrieb sich als „Selbsterziehungsverein höherer Schüler“. Der daraus entstandene Bund Deutscher Wanderer formulierte sein Ziel so: „Vom Wanderer zum Menschen, das ist unsere Erkenntnis und unser Ziel“. Damit war seine Zielsetzung pädagogischer Art und stand in der pädagogischen Tradition, die Goethe in seinem damals viel beachteten Erziehungsroman „Wilhelm Meister“ ausgesprochen hatte, dass nämlich der Mensch nur durch Wandern und Reisen zur inneren Reife gelangen könne.

Die erste Deutsche Akademische Freischar (DAL) in Göttingen hatte bewusst statt der ursprünglich geplanten Bezeichnung „Akademischer Wanderverein“ den kämpferischeren Namen Akademische Freischar gewählt. In der Gründungsurkunde beschrieb man sich als „Kampfbund zur Reform des Deutschen Studententums“. Man verstand sich als Alternative zu den traditionellen Studentenverbindungen und war gegen das studentische Fechten und Trinken und hielt weiterhin am goethischen Ideal der Menschenbildung zum Guten und Schönen fest. 1913 formulierte die Akademischer Freischar eines ihrer Ideale so: „Alle Veranstaltungen der Freischar haben Gesundheit und Schönheit zum obersten Gesetz“. Damit war die Akademische Freischar keine studentische „Roverstufe“ für Wandervögel, sondern eine elitäre und letztlich pädagogisch orientierte Bewegung, die mit dem viel „naiveren“ Wandervogel nur das Wandern, aber nicht die Zielsetzungen gemeinsam hatte.

Es war auch nicht so, dass die älteren Wandervögel automatisch oder hauptsächlich als Studenten in die örtlichen Freischargruppen eintraten. In Heft 4 der Zeitschrift des e.V. Wandervogel… vom April 1913 gab es dazu eine kleine Diskussion in Form von 4 Lesermeinungen. 11 Eine Zuschrift empfahl den Eintritt studierender Wandervögel in die Freischar, weil die Ziele studentischer Verbindungen über die Ziele des Wandervogels hinaus gingen (z.B. Stellungnahmen zu verschiedenen Kulturfragen) und die Wandervogelziele nicht mit solchen studentischen Zielen vermengt werden dürften. Der Schreiber bedauerte gleich-zeitig, dass sich bisher so wenige studierende Wandervögel der Freischar oder vergleich-baren studentischen Korporationen angeschlossen hätten und schlug vor, offiziell für solche Übergänge nach der Schüler-Wandervogelzeit zu werben. "Ich halte es für das beste, die Wandervögel immer wieder auf die Freischar und ähnliche Verbindungen hinzuweisen. Dass sich bis jetzt so wenige angeschlossen haben, mag zum Teil daran liegen, dass diese Verbindungen noch zu neu und unbekannt sind… Dazu kommt, dass er seine Bekannten meistens im Wandervogel hat und nicht in der Freischar." 12

Die anderen 3 Leserzuschriften hielten durchaus studentische Wandervogelgruppen als Gruppierung für die älter gewordenen Wandervögel für sinnvoll und verwiesen auf schon bestehende akademische Wandervogelgruppen. Auch die studentische Wandervogelgruppe um Hans Breuer in Heidelberg lebte ihre Wandervogeltradition als weitgehend akademische Gruppierung, die Heidelberger Pachanthey, in Heidelberg weiter.

Knud Ahlborn war zusammen mit einigen anderen Freunden aus der Freischar der Hauptinitiator des Freideutschen Jugendtages auf dem Meißner und der so genannten Meißnerformel, wobei Ideengeber für die Formulierungen vor ihm möglich sind. Knud Ahlborn war von seiner Anlage her ein Mensch, für den Aspekte der Menschenbildung von zentraler Bedeutung waren und der in gewisser Weise lebenslänglich zu Idealisierungen, Reformen und Neugründungen neigte.

Dass sich Knud Ahlborn in Göttingen kurz vor seiner Gründung der Akademischen Freischar der dortigen Altwandervogel-Gruppe angeschlossen hatte, hat nicht die Bedeutung, dass er die Freischar als „Rovergruppe“ des Wandervogels verstand. Wie intensiv er neben seiner Freischargruppe noch Kontakt zu dieser Altwandervogel-Gruppe pflegte, kann nicht gesagt werden. Aber gerade der Altwandervogel hat damals die Teilnahme am Freideutschen Jugendtag abgelehnt. Vielleicht kannte man dort die Sympathien von Knud Ahlborn für Reformer und Reformbünde…

  1. Zum Meißnerfest und der Rolle der Wandervögel

Gegenüber Versuchen der politischen Einflussnahme und Vereinnahmung suchten die Wandervogel-Verantwortlichen meist Neutralität zu wahren. So fand der Erste Freideutsche Jugendtag auf dem Hohen Meißner im Oktober 1913, für den der Wandervogel den Boden bereitet hatte, offiziell ohne seine Beteiligung statt.13

Dass trotz der unsicheren bzw. ablehnenden Haltung der großen Wandervogelbünde doch ca. die Hälfte der Teilnehmer Wandervögel war, lag daran, dass der e.V. kurzfristig keine eigene Parallelveranstaltung wie der Altwandervogel geplant hatte. Viele Gruppen hatte längerfristig die Reise geplant und die Fahrkarten schon gekauft. Ein Teil der Teilnehmer

11

12

13

Wandervogel…, Jahrgang 8, April, Heft 4, 1913, S. 119ff. ebenda, Walter Fischer, Berlin… http://de.wikipedia.org/wiki/Wandervogel aus diesem Bund wurde aber bereits auf diesem Treffen vom Charisma der MeißnerErklärung ergriffen.

Der Jungwandervogel, der sich bis zuletzt an der Einladung offiziell beteiligt hatte, äußerte sich nachträglich teilweise spöttisch-kritisch zu all den vielen Idealisten, Sektierern und Reformern. Ein Berichterstatter schrieb: Es „kamen Leute und sagten, der politische Linksliberalismus wolle die Jugend fangen; die Linksliberalen freuten sich und glaubten’s vielleicht selber, und die „Nationalen kamen“, um die Jugend zu „retten“. Und wir, die Jugend – lachten. Kümmerten uns den Teufel um Politik. Gingen mit offenen Augen und Ohren hin zum Meißner-Fest, und hätte uns einer von Politik erzählt, dann wären wir singend von dannen gezogen… Wir haben uns zwar mühsam verschiedener Apostel erwehren müssen, die uns vor ihren Wagen spannen wollten, haben aber auch Männer kennen gelernt, die die Jugend achten und ihr helfen wollen um ihrer selbst willen“14

Und der Komponist des Liedes „Wir wollen zu Land ausfahren…“, Kurt von Burkersroda, ebenfalls Jung-Wandervogel, schrieb nachhinein über das Hahnsteintreffen vorher: „Eine zeitlang ist nur Getümmel und Gesummel. Während dessen macht man Studien. Weiße und blaue Pludermützen,… ausgesprochene Zwiebacknasen, fantastisch-hagere Abstinenzlerund Rohköstlergesichter mit tief in den Höhlen liegenden Augen. Mancherlei Fähnlein hängen müde hernieder, und ich höre, wie vor mir einer erklärt: Dort sitzen Volkserzieher, die massive Erscheinung da ist Popert, dahinten sitzen die Himbeersaftstudenten, und die Fahne mit dem Rad, das ist das Banner des Serakreises!

In verschiedenen Ecken feiert die Kleiderreform wilde Orgien mit Kitteln in allen Regenbogenfarben. Der E.V. läßt krampfhaft seine Storchnadel sehen, die anscheinend immer größere Formen annimmt. Und über all dem Mischmasch von Loden, Manchester, Bundtuch, Reformhemden, Umhängen und Touristenanzügen ein Meer von erwartungsvollen Augen…15

Wenn auch eine Reihe Wandervogelgruppen nachträglich positiv vom Meißnertreffen 1913 berichtete, so bestand doch ein Teil der Wandervogelteilnehmer hauptsächlich nur aus Neugierigen, Verlegenheitsbesuchern, Lauwarmen, Kritikern und zog recht unbekümmert wieder nach Hause.

„Wenig hat am Ende jene historische Tagung auf dem Hohen Meißner ergeben – nur ein Versprechen, das nie gehalten wurde, und eine Formel, die jedem etwas anderes bedeutete und die auf jeden Fall keine spezielle Jugendformel war. Für die Jungen und Mädchen im Wandervogel mag das nicht sehr von Belang gewesen sein: Lachend hatten sie auf dem Hohen Meißner zugesehen, wie Links und Rechts sich mühten, sie für ihre Zwecke zu mobilisieren“. 16

Und kaum ein Jahr später zogen die Wandervögel voll nationaler Begeisterung in den 1. Weltkrieg und in die Schlacht bei Langemarck, obwohl doch das Meißnertreffen 1913 sich gegen den damaligen Hurra-Patriotismus mit Soldatenfeiern gewandt hatte.

  1. Zur charismatischen Wirkung der so genannten Meißner Formel

14

Nach Jung-Wandervogel, Zeitschrift des Bundes für Jugendwandern „Jung-Wandervogel“, 3. Jahrg., Nov./Dez. 1913, Heft 11/12, S. 161; zit. nach http://buendische-vielfalt.de/?p=1545, Hansische Meißnerschnipsel – Wandervögel nah & fern, von der Hamburger Gilde Gorch Fock, wobei in dieser Textzusammenstellung eine Fotokopie der betreffenden Zeitschrift-Ausgabe enthalten ist, so dass man auch direkt von dieser Fotokopie zitieren kann.

15

Ebenda, s. 161f; ebenfalls zit. nach http://buendische-vielfalt.de/?p=1545, Hansische Meißnerschnipsel – Wandervögel nah & fern, von der Hamburger Gilde Gorch Fock.

16

Siehe http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/469190 Mitreißende Schlagworte, griffige Formulierungen, eingängige Merksätze machen mehr Geschichte und haben größere Wirkungen als dicke Bücher. Das gilt seit den Anfängen der Geschichte: „Es gibt nur 1 Gott, du sollst nicht andere Götter neben mir haben; Ich weiß, dass ich nichts weiß; Hier stehe ich, ich kann nicht anders; Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen; Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit; Proletarier aller Länder, vereinigt euch; Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“… In die Reihe diese wirkungsträchtigen Formulierungen gehört auch die Meißnerformel. Sie war es, die dem Treffen von 1913 erst Bedeutung und Geschichtlichkeit verschafft hat. Ohne diese „Formel“ würde sich heute kaum noch jemand dieses Treffens erinnern. Sie füllte eine Lücke aus, die damals im soziologischen Raum offen stand.

  1. Die erste Wirkung dieser Erklärung war, dass sie sukzessive den teilnehmenden und auch nicht teilnehmenden Bünden bewusst gemacht hat, dass die damaligen Bewegungen von Adoleszenten und jungen Erwachsenen in irgend einer Form direkt oder indirekt ein Sich-Abgrenzen, ein Protest gegen die damalige Gesellschaft waren oder wurden und dass man Reformen praktizierte, auch wenn man sie bewusst nicht geplant hatte. Diese griffige Erklärung, obwohl inhaltlich ein Allgemeinplatz, der für alle protestierenden Generationen der Geschichte Gültigkeit hat, begann allmählich sogar Pfadfindergruppen in ihren Bann zu ziehen. Und dass besonders die anfangs kritischen Wandervögel das Gedenken an Formel und Treffen von 1913 am Leben erhielten, ist schon ein beachtenswerter charismatischer Erfolg, eigentlich ein kleiner Treppenwitz der Weltgeschichte.
  1. Diese Formel war nicht nur griffig, sie beinhaltete auch Zwang und verlangte unbedingte Geschlossenheit. Die Schlussworte „Für diese innere Freiheit tritt sie unter allen Umständen geschlossen ein“ bedeuten eigentlich ein suggestives Einschwören auf diese Formulierung, die die Besucher des Treffens 1913 vorher noch gar nicht gekannt hatten, wobei hinter dem Hinweis auf "innere Freiheit" auch Ziele von Bünden stehen konnten, die nicht jeder damals und heute akzeptieren möchte.

Man muss sich diesen Vorgang einmal genau vor Augen halten. Da fühlten sich einige Freischärler unter Führung von Knud Ahlborn als Sprachrohr aller Teilnehmer dieses Treffens und fordern entschiedenes Eintreten aller für dasjenige, was sie während einer Wanderung ausformulieret hatten. Das war im Grunde ein gewisser Fraktionszwang, eine Bevormundung.

Wäre diese Meißner-Erklärung in einem demokratischen Formulierungsprozess entstanden, wäre sie real eine Erklärung der damals Versammelten gewesen. So war sie eine Forderung weniger, die aber durch das Charisma ihrer Worte nachträglich immer mehr Bünde hinter sich versammelte.

  1. Diese Formel hat die Wandervögel im Zuge des Wandels des soziologischen Begriffes Jugend erst zu einer Jugendbewegung im Sinne von Nichterwachsenen gemacht. Denn das Wort und der Begriff „Jugend“ sind in der Formel geblieben, der Sinn von Jugend hat sich aber geändert. Das hat längere Zeit die Rolle von Älteren in den bündischen Gruppierungen verunsichert. Erst in der Gegenwart beginnt sich, auch durch den demografischen Wandel, das Selbstverständnis einer großen bündischen Familie über alle Altersstufen hinweg durchzusetzen.

Dass sich diese Erklärung auf Wandervögel und Pfadfinder ausweitete, hängt auch damit zusammen, dass die Leitideen von diesen Bünden nicht soziologisch kritisch und reichhaltig genug sind, um auch für darüber hinaus Interessierte einen Heimatraum zu bieten. Die Wandervogelromantik erschöpft sich irgendwann einmal und die Pfadfindertechniken hat man irgendwann einmal gelernt…

In dieser Formel fand man einen gedanklichen Anstoß für übergeordnete Ideen. Welche vielfältigen Assoziationen eröffnen sich bei den Worten „nach eigener Bestimmung, vor eigener Verantwortung“... Sie motivieren dazu, unbeirrt dem zu folgen, selbstüberzeugt das umzusetzen, was man für richtig hält. Es ist im Grunde ein Freibrief für alternative Ziele und Lebensformen jeglicher Art schon in jungen Jahren.

  1. Vorschlag für einen zurückhaltenderen Umgang mit der Meißnertradition und der Meißnerformel
  1. Charismatische Sätze, Erklärungen, Aussagen, Formeln können initiieren, sammeln und stärken, sie können aber auch negative Wirkungen entfalten, indem sie z.B. historische Zusammenhänge vereinfachen und Pluralismus gefährden.

Zugegeben: Für Bündische, die von der Meißnererklärung 1913 begeistert waren und die teilweise verzückt auf diese Formel starrten, ist es unerheblich, ob ihre Gruppierungen diese Erklärung inhaltlich von Anfang an unterstützten oder erst allmählich in ihren Sog gerieten.

Aber die Sorge vor einer Beeinträchtigung von Pluralismus sollte man etwas ernster nehmen. Die Wandervogelbewegung entwickelte sich bereits kurz nach ihrer Gründung pluralistisch. Pluralismus kann eine Bereicherung sein. Die charismatische Formulierung dieser Meißner-Erklärung und besonders ihre Forderung nach Geschlossenheit hinter ihrer Aussage kann aber Pluralismus beeinträchtigt, indem einmal Bünde, die nicht allen Zielen anderer Bünde zustimmen, in ihrem individuellen Selbstverständnis verunsichert werden und zum anderen, indem Bestrebungen entstehen, unliebsame und nichtkonforme Bünde von dieser beschworenen gemeinsamen Plattform auszuschließen. Deswegen sollte man den Einfluss dieser Erklärung etwas zurück fahren.

Für das 100jährige Gedächtnistreffen im Herbst 2013 könnte das konkret bedeute:

- Dass man auf die Suche nach einer ähnlich charismatischen Erklärung verzichtet und sich höchstens auf eine einfache Aussage beschränkt oder noch besser jedem teilnehmenden Bund eine eigene Erklärung zubilligt.

- Dass man kein gemeinsames Meißnerlager 2013 anstrebt, sondern jedem beteiligten Bund ein eigenes Lager am Meißner zuspricht und nur zu zentralen Veranstaltungen an einem Ort zusammen kommt. Vielleicht kann man sich auch in dieser Form gegenseitig besser ertragen, wenn man nicht für die Freiheit der Ziele der anderen Gruppen eintreten muss.

- Dass man aufgibt, die Welt irgendwie entscheidend zu reformieren und verbessern zu wollen, denn das ist nach allen Erfahrzungen der Geschichte leider nicht möglich. Es ist nur sinnvoll, dass jeder Bund versucht, um sich kleine Inseln des Vernünftigen und Guten zu schaffen, so wie Alexej Stachowitsch das fordert.

Denn das Meißnertreffen von 1913 hat keinen Kult-Charakter für die Wandervogelbewegung gehabt und die Meißnerformel von 1913 war keine Kult-Formel und kein KultAusdruck für die Wandervogelbewegung und ist sie bis heute nicht. Es gibt nur nach dem 2. Weltkrieg zunehmende Strömungen, sie dazu zu machen.

VII. Einige Literaturhinweise

- http://buendische-vielfalt.de, z.B. zwölfdreizehnschnipseleien januar 13 und märz 13, hansische Meißnerschnipsel usw. Auf dieser Webseite sind in den letzten Monaten interessante Quellen zum Meißnertreffen 1913 zusammen getragen worden. Die konkret benutzten Stellen sind als Fußnoten angegeben.

- Wandervogel, Monatsschrift für deutsches Jugendwandern, verschiedene Hefte des Jahrgangs 1913 - Helwig, Werner, Die blaue Blume des Wandervogels, Deutscher Spurbuchverlag, überarbeitete Neuausgabe, hrsg. Von Walter Sauer, 1998.

- Speiser, Heinz, 1977: Hans Breuer – Wirken und Wirkungen, eine Monografie, Burg Ludwigstein.

- Wurm, Helmut 1990: Vorarbeiten zu einer interdisziplinären Untersuchung über die Körperhöhenverhältnisse der Deutschen im 19. Jahrhundert und der sie beeinflussenden Lebensverhältnisse, 2 Teile. Teil 1: Einleitende Begründung, quellenkundliche Probleme, quellenkundliche Vorarbeiten für die politischen Einzelräume von Norddeutschland bis Württemberg. Teil II: Quellenkundliche Vorarbeiten für Baden, Elsaß-Lothringen, Bayern, das gesamte Deutsche Reich, zusammenfassende Auswertung, ernährungshistorische Hinweise, Schrifttum. in: Gegenbaurs morphologisches Jahrbuch, Bd. 136, S. 405-429 und S. 503-524.

(In dieser Untersuchung waren nur die Wachstumsverhältnisse ab 18 Jahren betrachtet worden. Es wurden die damaligen Messungen an Turnern, Soldaten, Studenten usw. ausgewertet, wobei immer wieder die Klassifikation Turnerjugend, soldatische Jugend, studentische Jugend usw. auffiel)

- Eine Internet-Suche (z. B. in http://de.academic.ru; wikipedia; scout-o-wiki, buendische-vielfalt) zu den Schlagworten „Jugendbewegung, Altwandervogel, Wandervogel e.V., Meißner 1913, Freideutscher Jugendtag, Meißnererklärung 1913, Knud Ahlborn, Gustav Wyneken, akademische Freischar, Bund deutscher Wanderer“ usw. Die konkret benutzten Stellen sind als Fußnoten angegeben.

- Siehe auch: Hoher Meissner 1913. Der Erste Freideutsche Jugendtag in Dokumenten, Deutungen und Bildern, hrsg. von Winfried Mogge und Jürgen Reulecke, WochenschauVerlag, 1988, 422. Seiten.

(Verfasst von Helmut Wurm, März 2013. Der Hinweis und der Terminus, dass die so viel zitierte Meissnerformel „keinen Kult-Charakter“… für die Wandervogelbewegung habe, stammt von Alexej Stachowitsch, Axi, der das in einem telefonischen Gespräch mit dem Verfasser über diesen Beitrag ergänzend knapp 1 Woche vor seinem Tod so

BÜNDE HEUTE und früher - Wandervogelbünde ab 1945

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in GESCHICHTE

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BÜNDE HEUTE UND FRÜHER  4.4.22

Mehrere Bünde halten seit fast 100 Jahren an der alten Regel fest: "Jugend führt Jugend". Stimmt das noch richtig? Oder sitmmte das nie?

Bei den Bünden, die durch Zuschüsse staatsabhängig sind, sind es meist angestellte Erwachsene, die durch Zuschüsse bezahlt werden. Oft haben diese Bünde ein System, dass diese Verwaltung hinten an stellt und durch Wahlen Ältere, also auch Erwachsene einer Bundesführerschaft, wählt. Bei den kleinen unabhängigeren Bünden sind es oft menschen die mit Erbe, Rente, Krankheitsgeld und ähnlichem abgesichert üb er viele Jahre die organisation leiten und die Hautentscheidungen fällen oder so beeinflussen, dass sie meist durchgesetzt werden. In wenigen fällen werden junge Erwachsene gewählt. Gibt es noch einen Bund, der seit Jahren von Jugendlichen geführt wird? 

Vielleicht wird durch Wiedergründungen und besondere Umstände mal ein Jugendlicher gewählt. Vielleicht ist es die reformjugend in Deutschland, die Studenten wählt und dsshalb zur Zeit seit jahren am jugendbewegtesten ist.

Allgemein gesehen ist aber der alte Wunsch der Jugendlichen durch Jugendliche geführt zu werden nicht mehr in. Er ist kaum noch realisierbar. Die kompliziertere Gesellschaft braucht mehr als 1 Jahr, das junge Menschen in ihrer Ausbildungszeit dem Bund zur Verfügung stellen. Team, Teamrekrutierung und Einarbeitung brauchen längere Zeit. Opfer sind auch nicht günstigste Voraussetzung für Bundesausbau. Diese Zuschuss- und Strukturabhängigkeiten behindern viele Bünde sich kontinuierlich auszubauen. Massenmedien sehen es nicht als ihre Aufgabe, sich kontinuierlich für Jugendbünde einzusetzen.

In ihrem Vorwärtsdenken sind mehrere Bünde in Deutschland viel besser, als ihre Größe und Wirksamkeit. Struktur- und Zielschwächen behindern sie jedoch. Politik kann nicht offen diskutiert werden - sonst fallen die Zuschüsse weg, die fast überall nur partiell und nicht institutionell sind. Fast überall können sich dynamische Führungspersönlichkeiten nicht durchsetzen, sondern werden durch die Bundeskonstruktion, durch Finanzen und durch Anpassungsregeln ausgebremst.  Einige Bünde versuchen hier ausballancierte Kompromisse zu finden, die ausbremsen, aber einen gewissen oft politikverweigernden Freiheitsgrad  halten.

Wenn ein Bund an gewissen Zuschuss im Jahr erst einmal eingeplant ist, kann darauf nicht verzichten. Er kann auch schwerer wachsen, da es dafür keine echten Zuschüsse gibt. 

Lebensbünde und thematische Organisationen haben es etwas leichter. Lebensbünde haben meist Ältere, die sponsern können. Thematische Organisationen haben evtl. Spender. 

Zusammengefasst kann gesagt werden, Bünde haben aus genannten Gründen kaum eine Chance, in Deutschland langsam oder schnell an Bedeutung zu gewinnen, wenn wir nicht Bewegungen wie "Friday for future" oder ähnliche Spontanbewegungen in unsere Betrachtung einbeziehen.  mike

21014_1576759419318265_5476775981774575691_n 2 Kopie.jpeg       Wandervogelbünde ab 1945

Ab 1945 konstituierten sich die Wandervogelbünde neu, teils in früherer, traditioneller Form teils erneuert mit freiheitlichen, weltweiten Gedanken. 

Wie ich den Wandervogel erlebe und sehe

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in GESCHICHTE

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21014_1576759419318265_5476775981774575691_n 2 Kopie.jpg    971930DE-C7F8-4FA4-BDFD-D9FE90141439_1_105_c.jpeg Rabenhof

Um 1892 entstand die erste Wandervogelgruppe am Steglitzer Gymnasium. Eine Gemeinschaft, die raus in die Natur wollte, und leben, was echt, natürlich, ungekünstelt, ehrlich ist, möglichst frei von der Enge der Stadt und Freiheit vom preußischen Gehabe. Bei diesem Rausfahreni ist der Wandervogel bis heute geblieben. Mein Großvater und Vater waren schon Wandervögel, so dass ich von Kind an schon Wandervogel sein darf.

DEUTSCHLAND BUNDESLÄNDER Vor- und Nachteile

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in GESCHICHTE

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DEUTSCHLAND BUNDESLÄNDER  2022

Die Bundesländer spiegeln einerseits die Vielfalt und Unterschiedlichkeit dar. Dabei haben sie unterschiedliche Vorzüge und Schwächen

MECKLENBURG-VORPOMMERN

Bei der letzten Landtagswahl bekam die SPD mit MP Frau Schwesig fast die absolute Mehrheit. Sie wurde trotz ihrer 6 Schwächen von Medien von den Medien breit hochgejubelt, gestützt durch die Schwächen von CDU, Linken und Grünen. Die 6 Schwächen waren: Schulpolitik (Lehrer,Lehrerausbildung,Fehlstunden), Landwirtschaft&Umwelt (Gifte,Wald,Moore,Massentierzucht,Antibiotika), Wirtschaftspolitik (Firmenansiedlung,Werften,Abwanderung von Firmen, Abwanderung von Arbeitskräften, geringe Löhne, Subventionsfehler), Nordstream2 (Gasabhängigkeit, Umweltverträglichkeit, Fehlkonstruktion der Förderung), Fehlsubventionen (Firmenpleiten nach Subventionen), Polizei (Verfassungsschutz, rechte Polizisten, zu wenig Ausbildung). Die LINKEN versuchen mit Frau Oldenburg in Schulpolitik einiges zu verbessern. Die CDU mit ihrem Bundestagsabgeordneten Amthor macht Miese, mit einige neuen Köpfen ein paar Pluspunkt. GRÜNE und FDP kritisieren zwar, treten aber auf der Stelle und glänzen nicht mit neuen Ideen und konstruktiver Kritik bei den 6 SPD-Schwächen. Die SPD kriselt.

BOIZENBURG AN DER ELBE: Kleinstadt 50 km östlich Hamburgs schon in Mecklenburg bei Lauenburg 11 km. MITTELALTERLICHES FACHWERK-RATHAUS, ein alter Wasserringwall mit Graben und Damm und Spazierweg rings um die Stadt, ca. 3/4 Stunde, Fliesenmuseum der Stadt mit Ausstellungen aus vielen Ländern, Emma - Theaterschiff, Kino, Mittelalterlicher Pavillon an der Quöbbe am ehemaligen Postgebäude, viele Fachwerkhäuser und verwinkelte Straße mit Fachwerkhäusern, teils mit wunderschönen Hinterhöfen und Gärten, Café Stenschke, Rathausdiele, Restaurant und Hotel Waldschlösschen, natur-Freibad an der Boize, Boizenburg-Bahnhof 3km, Heimatmuseum, altes Logenhaus, Evangelische Kirche, Einkauf in der Reichenstraße, Eisdiele am Rathaus. Viele schöne Fotomotive. Der Spaziergang lohnt sich. 

HAMBURG

In Hamburg wurde die SPD plötzlich hochgejubelt. Hier war es besonders Springer unterstützt von vielen Trittbrettfahrern. Der Bürgermeister ist Mediziner und hat bisher mit Glück in der Pandemie gewirkt.

BREMEN

In Bremen hat der Bürgermeister Bovenschulte mehreres gut gemacht. Vor allem hat er mit seiner Koalition SPD-GRÜNE-LINKE düe -Bremen einiges bewirkt.

SCHLESWIG HOLSTEIN

In Schleswig-Holstein hat die CDU einen Hoffnungsträger, der gut mit GRÜNEN und FDP zusammen arbeitet. Es wird in Kürze gewählt. Es liegt nahe, dass er wiedergewählt wird.

BAYERN

In Bayern hat MP Herr Söder das Sagen. Durch ständiges Querulieren auf Bundesebene wirkt er hier im Norden als seltsamer Kauz. Durch seine Weigerungen Windkrafträder nicht dem Bedarf entsprechend fördern zu wollen, wird er wohl weiter an Stimmen verlieren. Dennoch ist Bayern das reichste Bundesflächenland, hat die besten Schul- und Polizei-Ergebnisse. Da sein Koalitionspartner FREIE WÄHLER abrutscht, könnte es sein, dass er bald mit GRÜNEN zusammen regieren muss. Eine interessante Entwicklung. 

BADEN-WÜRTTEMBERG

In Baden-Württemberg regieren die GRÜNEN mit MP Kretschmann seit Jahren erfolgreich trotz schwieriger Wirtschaftsfragen besonders der Autoindustrie, trotz Umweltfragen, Stuttgarter Bahnhof, Weinanbau, Pandemie und Krieg. Maßvoll nach allen Seiten und beispielhaft für andere Bundesländer.

BESONDERE BERICHTE ÜBER BUNDESLÄNDER

Mecklenburg ist eines der schönsten Regionen Europas, mit Wasser und Grün, mit guter Luft und Weite, Mit stolzen Bäumen, buntem Himmel und starkem Mond.

Die Schulen jedoch sind leider nicht besonders. Es fehlt an Ausstattung, guter Zahlung für die Lehrer. Viele Menschen wandern ab, auch Lehrer. Weshalb wandert ein Mensch ab, aus dieser schönen Heimat? Die Löhne sind 30 Jahre nach der Mauer entschieden niedriger. So wird in Hamburg durchschnittlich 13 Stunden monatlich weniger gearbeitet und jährlich 13.371 Euro mehr verdient. Die Renten sind dadurch meist höher und die Urlaubszeiten sind in Hamburg im Westen meist länger. Der Arbeitsdruck ist in Mecklenburg auch noch höher. Diese große Kluft ist derart ungerecht, dass von hier aus die Hälfte der Arbeitenden jeden Wochentag nach Hamburg fährt. Was das an CO2 und Umweltschäden produziert und an Lebenszeit kostet ist eine Folk dieser Superungerechtigkeit. hedo

1.Grün Mecklenburg, du baumreiches Land, von Linden gesäumt und von Eichen gebannt, du Land der Alleen mit Wiesen und Klee, du Land der Weite, du Land an der See.

2.Grün Mecklenburg mit glasklaren Seen, mit stolzen Bäumen und sturmreichen Böen, mit Wolkengestalten wie sonst nie geseh'n, Grün Mecklenburg, du bist wunderschön.

3.Grün Mecklenburg, du uriges Land, mit buntem Sonnenuntergang, mit Mondschein wie's ihn sonst nirgendwo gibt. Wer ist nicht in Mecklenburg verliebt?

jungenschschaft, dj, zeitschrift "briefe" tusk und die fg

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in GESCHICHTE

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„zeitschrift briefe“ tusk und die fg

Irgendwie bin ich immer Fahrender Geselle geblieben. Nicht nur, weil meine Badetücher immer noch blau und gelb sind. Auch meine Gedanken kreisen oft um meinen Jugendbund, in dem ich großartige Jahre, Fahrten, Erfahrungen und Entscheidungen erlebte. Und der in seiner heutigen Form von einigen Extremisten zu Unrecht weiterhin pauschal als eng  national verurteilt wird. Das ist falsch. Und was im Internet steht, müsste mit Positivmeldungen überschwemmt weden.

„Die Fahrenden Gesellen, Bund für deutsches Leben und Wandern“, ist die Nachkriegsbezeichnung, den Wiedergründer des Gründungskapitels nach dem 2. Weltkrieg bei der Wiedergründung annahmen, als sie sich vom Nationalismus und vom Kaufmannsbund trennten. Auch der Mädelwanderbund wurde wieder gegründet. Damit war der Bund geöffnet für jeden, der sich nicht an der schwammigen Formel vom "Deutschen Leben" akzeptierte.

Als wir in der Jungenhorte begannen, unsere "Bündigung" zu hinterfragen, stellten wir alles Mögliche erstmal auf den Kopf. Wir fuhren ins Ausland, trugen unsere Erfahrungen in den Bund, kürzten „Fahrende Gesellen“ ab, schrieben die Abkürzung auf tusksche Art klein „fg“ und gaben die „briefe“ heraus, besonders für die Hortenführer des Bundes, trugen Russenkittel, Jujas, hatten Kohten und eine Jurte und zählten uns zur „jungenschaft“. Kleidung und Wörter zeigten unsere Haltung, den Wunsch nach Freiheit, Frieden, gemeinsames Aufbauen, Fahren, künstlerisches Schaffen und Lernen. Wer unsere handgeschriebenen Liederbücher, unsere Schriften und Einladungen sieht, wird das verstehen.

Parteipolitisch waren wir nicht, hatten aber schon ein paar Ziele. Die ersten Ansätze für Naturerhalt, gegen Flussbegradigungen und Zersiedlung, für Wildtiere und schöne, alte Bauwerke. Und auch gegen Unterdrückung deutscher Sprache im Ausland und für Friesen, Juden und Sorben in Deutschland. Wir lernten den Spruch über dem Hamburger Rathaus auswendig „Libertatem quam peperere, mojores digne studeat, servare posteritais“, frei übersetzte: „Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen.“ Und das versuchten wir weltweit zu sehen für alle Menschen.

Das „Deutsche Leben und Wandern“ sahen wir nicht schwammig und verbissen vordergründig, sondern versuchten es mit Kunst und Kultur zu füllen. Mit Grafik und tusk als Lehrer. Dazu dann Lieder, besonders Antikriegslieder und die ersten Umweltlieder. Wir lebten ja mitten in Hamburgs Trümmern und Volkstanz nach Anna Helms, aber weltweit. Wir luden den in Deutschland weilenden Jim Hawkins, einen schwarzen Tanzlehrer ein, uns amerikanische Tänze beizubringen. Jim war bei der Familie Duensing zu Gast. Der Bruder von Wilhelm war bekannter Volkstanzlehrer in den USA.

„Deutsches Leben und Wandern“ störte mehrere von uns.  Wir schrieben es fast nie, sondern meist nur kurz „fg“ für Fahrende Gesellen. Für uns wurde es zu einem neuen Begriff von Heimat. Eine Heimat, die unsere Fahrtenländer mit einbezog über die Grenzen Deutschlands hinaus. Das, was wir erfahren hatten und liebten, war unsere Heimat.Wir dachten weiter und fuhren ins Ausland.

Für uns zählten besonders Marxen in der Nordheide, unser Volleyballspiel, unser Volkstanzen, unsere Kunsthefte, Das Singen unserer Lieder am Feuer, auch Finnland, Schweden und Dänemark. Weiter reichte unser Fahrtenhorizont noch nicht. So kostete die erste Finnlandfahrt für jeden 160 Mark für drei Wochen, Fähren und Bahnfahrt bis zum Hafen südlich Stockholms inbegriffen.

Mit dieser Einstellung hatten wir einen guten Start. Und viele Jungen im armen Arbeiterstadtteil Barmbek wollten zu uns. Da wir auch beruflich mit Lehrer und Weitebildung auf Abendschulen zu tun hatten, brachten wir es nur auf zwei Horten. Die Lütten waren die Seeräuber, die Älteren hießen Deutschritter.

Die meisten Hortenführer hatten sich um die „briefe“ gruppiert und besprachen ihre Bedürfnisse und  Denken untereinander und veröffentlichten Gedichte, Erzählungen. Pepi und hedo schrieben Gedanken zur Zukunft. Hedo schrieb Märchen und kleine Theaterstücke auf Anregung von tejo. So hatten wir uns gut eingerichtet. Doch die fg waren nicht demokratisch, sondern aristokratisch aufgebaut. Wenn einer aus der Bundesführung ausschied, wurde ein Nachfolger von ihr selbst ausgewählt. Da ergaben sich Widerspüche, die dazu führten, dass es zum Bruch kam.

Ich wurde zu einem Gespräch zitiert, fühlte mich derart angegriffen und belieidigt, dass ich kurzerhand den Bund, die Horten, den Tanzkreis und die Freunde verließ. Im Moment war das radikal und schwer verständlich für mich und meine Freunde. Im Nachhinein hat sich das für mich persönlich sehr bewährt. Ich ging zur Freischar, lernte viel von doc und wurde nach dem Abendabi Lehrer. Ein Fahrt nach an die Elbe an die zersprengte Brücke gegenüber von Dömitz mit den Älteren sollte mein Verhalten erklären. Der Bruch mit dem Bund war nicht zu kitten. Für mich eröffnete sich eine jugendbewegte, freie Zukunft. Das führte dazu, dass ich lebenslang bündisch blieb und dazu beitrug den verbotenen Wandervogel e. V. wieder zu gürnden.                                                                                                     hedo

KULTUR-kunst-Malerei-LIEDER-MALEREI-KREATIVITÄT-IMPULSE-VOLKSLLEHRER

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KOMPASS

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KUNST - KULTUR - GESTALTUNG MIT IMPULSEN

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MODERNE: Moderne Malerei und Mode allgemein sind nicht unbedingt besonderes Anliegen der Wandervögel. Dafür immer noch Früh-Romantik und Jugendstil. Weshalb wohl? Weil sie näher am Menschlichen, am Leben sind und nicht nur erhoffte, erwartete oder ersponnene Fata Morgana. Früh-Romantik und Jugendstil haben sich bewährt. Und es ist für mich und viele nicht nötig dabei stehen zu bleiben. Viele von uns haben künstlerische Ambitionen. Es gilt, die bewährten Stilarten menschlich, frei und lebendig weiter zu entwickeln, vielleicht sogar, ihnen neue Namen zu geben. Die Ziele Menschlichkeit, Freiheit und Lebendigkeit sind vorgegeben. Chaos, Unheil, Trauer, Krieg werden oft auch in die Spätromantik weiterentwickelt, aber kaum im Wandervogel. hedo

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MALEREI: Als in Hamburg von Bünden das Theaterstück von der menschlichen Entwicklung aufgeführt wurde, gab es die Szene über den "Blauen Reiter" der Malerei. Seither ist Franz Marc mein Lieblingsmaler. Nolde, Sprotte und besonders Casper David Friedrich kamen hinzu. Chagall,  Hartung, Franz Hals, Rembrandt, Picasso, Toulouse-Lautrec, Dürer und die anderen Maler aus Italien, Spanien, Frankreich, Russland haben mich auch beeindruckt, Wenige ebenso.

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BRIEF AN HUBERTUS SCHENDEL - 23.11.22 Lieber Hubertus. Danke für Deine Mail.

Du bist für mich einer der am intensivsten arbeitenden und wohl auch lebenden Wandervögel. Dir gebührt Ehre. Ich halte Deine Liedersammlung (im Internet: Deutsches Lied) für das Wertvollste, was zur Zeit von Wandervögeln gemacht wird. Dafür meinen herzlichen Dank. Jetzt auch für Dein Singen.

Auch wenn wir wohl wenige unterschiedliche Ansichten haben, so wollen wir im Grund das Gleiche. Für die Zukunft, die Kinder, unsere Heimat, die Mitmenschlichkeit, alle Menschen und Völker das Beste, möglichst auch für uns selbst. Und das achte ich bei jedem Menschen, der nicht hetzt, verfolgt, unterdrückt, beschimpft, verunglimpft, entwürdigt, bekriegt am meisten. Zu dem, was erhaltenswert ist, zählen für mich Lieder, Brauchtum, Tänze, Sprache, Dichtung, Malerei, Lebenskultur am meisten, so dass wir gut zusammenhalten und wirken sollten. Wer, wie Du, Deutschland von außen betrachtet, hat einen anderen, nüchternen, vielleicht klareren oder idealisierten Blick. Das ist mir klar und auch wert, beachtet zu werden.

Hier in Mecklenburg bin ich der einzige alte Wandervogelsaurier, der diese kreative Kraft hat, die aus dem Wandervogel kommt. Als ich mir hier meinen Rabenhof vor 28 Jahren erwarb, (Rabenhof u.a. nach meiner Band "Elbraben", die weisen Musiziervögel,) hoffte ich, Dorfkultur entfalten zu können, wie ich es vorher in Hamburg und Mölln geschafft hatte. Doch es waren hier zu viele Nazis, die das militant mehrfach störten, so dass ich das leider aufgeben musste, und so fehlt heute im Wandervogel das Jungvolk, dem ich als Volks(schul)lehrer die kreative Kraft weitergeben kann. Da habe ich mich auf die Schriften Folkmagazin.de, den Wandervogel.info und bündisch.de verlegt und hinterfrage, was mir suspekt, unterdrückend, kriegerisch, "herrscherisch" vorkommt.

Für unsere Schaffenskraft ist ein Großteil persönlicher Freiheit notwendig, Das ist eine Freiheit, die von Ideologien fast immer möglichst begrenzt wird, die ich jedoch als Lehrer vermitteln will. Kinder und Jugendliche und Erwachsene brauchen vertrauensvollen, offenen Rat für ihre Talente, Wünsche und Ziele. Dazu braucht es Freude, Begeisterung, Hartnäckigkeit, Impulse, Miteinander, Träume... , (nicht Angst, Unsicherheit, Verwirrung, "Entvolkung".) Das ist größtenteils nicht Ziel der Medien, die einem auf vielen Ebenen falsche Popanze aufschwatzen und potemkinsche Fassaden bauen. 

Der beigefügte Ausschnitt eines Selbstporträts (im Freiburger Münster) von Hans Baldung, (der skeptisch aufgeklärt bei einer mittelalterlichen Hinrichtung zusieht), ist einer meiner Wegweiser und hängt über meinem Schreibtisch zusammen mit dem Lautenspieler aus der Werkstatt von Frans Hals.

Ich wünsche Dir ein gutes Leben und sende Dir liebe Grüße und ein herzliches Horrido. hedo

FEIERN AUF WANDERVOGELART

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KOMPASS

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DSC_0281.JPG. So viele brauchen es ja nicht zu sein. Gastfreundschaft gehört dazu.

FEIERN AUF WANDERVOGELART

Natürlich feiert jeder Mensch anders. Nach der Meißnerformel gestalten wir Wandervögel unser Leben selbst, nicht unbedingt so, wie man das in der Gesellschaft einfach so macht.

Für mich selbst habe ich keinen festen Rahmen für das Geburtstagsfeiern. Zu meinem Geburtstag kommen Freunde, ich mache ein Feuer oder den Kamin oder Kerzen an, und wir singen. Vielleicht wird ein Kuchen gebacken. Ich trage meist ein Gedicht vor oder lese eine Geschichte vor oder erzähle eine Geschichte. Oft gibt es einen Spaziergang oder eine Fahrt, wohin ich gern schon länger wollte. Und ich danke denen, die an mich gedacht haben. Leider schaffe ich es nicht, allen Wandervögeln zum Geburtstag zu schreiben oder anzurufen.

Das ist so ganz locker zusammengestellt, was ich als „Feiern auf Wandervogelart“ meine. Schöne Zeiten bewusst bedenken und ausführen gegen die eigene Faulheit und gegen sonstige Widerstände.

Jürgen Reulecke, ein guter Bekannter von mir, der auch im Mindener Kreis ist, ruft zum Geburtstag immer an.  h

WAS FEIERN UND GESTALTEN WIR GEMEINSAM AN FESTEN

Im Wandervogel feiern wir in jedem Jahr mehrmals unsere Jahreszeitenfeste mit Wandervogelmaien und Maibaum und den Elbrabengeburtstag, die Wandervogelernte mit Erntekranz, Riesenfesttafel und Wandervogelgeburtstag, die Waldweihnacht mit Nikolaustanzen, Liedernacht und Weihnachtstafel, das Märztreffen als Frühjahrstreffen mit Brainstorming, Impulssammlungen, Zukunftsgedanken und Einbeziehung von Neuinteressierten.

GESTALTEN PERSÖNLICHER FESTE

Das Gestalten des eigenen Lebens ist für jeden Wandervogel wichtig und eine große Freude, möglichst mit Einbeziehung von Freunden. Geburtstage, Hochzeiten, Geburten, Beerdigungen, Jubiläen. Wir nehmen die Feste wichtig und machen möglichst jeder etwas für sich besonderes daraus.

LEBEN, GESUNDHEIT, NAHRUNG, KLEIDUNG, FAHRTENTUCH LEBENSGESTALTUNG, KLUFTKluft s.Kluft),WANDERVOGEL-LEBEN

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KOMPASS

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IMG_5594_2.jpeg  Unser Bund zum Fest vorbereitet am Steinkreis auf dem Rabenhof in Greven-Lüttenmark 

DIE KLUFT - UNSERE BUNDESFESTKLEIDUNG & WAHRZEICHEN

Es ist die Freiheit jedes Wandervogels, Wandergel-Kluft zu tragen oder eine eigene Festkleidung. Bei Treffen und Fahrten ist es angebracht unser grünrotgoldenes Festtuch zu tragen.

Bundes-Kluft ist: ein weißes langämeliges Festhemd oder weiße Bluse, das Festtuch mit unserem grünrotgoldenen Emblem, dem Geoldgreifen. Eingei tragen auch, wenn es kühler ist, die rotbraune bretonische Takeljakce mit dem Wandervogelaufnäher.

Die Kluft ist da, als Schmuck für Fahrt und Fest, zur Erkennung gegenüber Gästen, Nichtwandervögeln und auch als Zugehörigkeit und Miteinander für Wandervögel

Neben der Kluft haben wir noch unsere BundeSfahne, Gruppen- und Festwimpe, schöne Aufkleber für Autos, Notizhefte und Pinnwände.

Unsere Festtücher werden au an Freunde vergeben, die unseren Wandervogel und seine Treffen und Feste fördern.

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ZUR KLEIDUNG, ZUR KLUFT

----KLEIDUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR WANDERVÖGEL: Bei Festen bevorzugen wir weiße Hemden oder Blusen, da die bei weitem am bestne zu unseren grünrotgoldenen Schmucktüchern passen. Als Jacke tragen mehrere gern die rotbraunen bretonischen Seglerjacken, weniger schwarze Jujas oder blaue Seglerjacken. Eine vorgeschriebene Kluft gibt es bei uns nicht. Wir sind meist Erwachsene und schreiben niemandem etwas vor. Wir empfehlen nur. Jüngere, die bei uns dazu kommen sprechen sich mit uns ab. Nach dem ersten erfolgreichen Mitmachen kann das grünrotgoldene Halstuch verliehen werden. Aufkleber und Aufnäher mit unserem Greifen gibt es auf dem Rabenhof.

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Nicht nur in Österreich und Bayern ist das Dirndl Tradition, Heimatkleidung, Zeichen von Individualität. Und wem das Dirndl gut gefällt, der sollte es tragen. Es war Arbeitskleidung der Mägde, der Handarbeit, der Macher. Wir lassen uns Geschmack, Heimat und Ästhetik und auch Traditionen nicht von Rechtsradikalen klauen.

Das gilt auch für unsere Kluft. Wer bei uns gern Juja, Grünhemd, Fahrtenhemd, Rubaschka oder Bauernkittel, trägt ist gern gesehen. Das ist auch bei uns Tradition und Fahrtenalltag.

Dass wir nicht nur in Traditionen hängen, sondern mit Geschmack weiterentwickeln, was zu Fest und Fahrt, zu Tanz und Unterwegssein passt und schön ist, das passt auch gut zu uns. Nur Massengeschmack, Schlipse und T-Shirts mit Aufdrucken sind nicht unsere Sache, passen nicht zu unseren Festen und auch nicht zu unserem Alltag.

Neu eingeführt wurde durch unseren verstorbenen Freund, Uwe Imgart, die bretonische rotbraune Takelbluse und das blau-weiß gestreifte Fischerhemd. Mehrere von uns tragen das schon.

Und wir sprechen öfter über zu. uns passende Kleidung. Immerhin ist das Ausdruck unseres lebendigen, zukunftsgerichteten und praktischen Schönheitsgeschmacks. Wir lassen uns nicht unterbuttern und in eine Richtung schieben.

Für Hosen hat sich bei uns noch nichts entwickelt. Fürs Tanzen sind die Harems-Hosen besonders praktisch. Vielleicht setzt sich hier bald etwas durch, nachdem sich immer mehr zeigt, dass Jeans oft eng, heiß, schweißtreibend sind.

Die Modeindustrie hat bisher noch nichts gefunden, was gut zu uns passt. Und es ist auch nicht unser Denken, die Modeleute reich zu machen.Sie sind ja auf Masse aus, und wir auf Individualität, Praktisches für uns und außerdem auf Geschmack, der sich nicht laufend zu wandeln braucht.

LEBENSGESTALTUNG 

Seit über 100 Jahren machen sich viele Wandervögel Gedanken darüber, wie sie leben möchten. Die meisten möchten freiheitlich leben. Pippi Landstrumpf singt: "Ich mach' mir die Welt, wie sie mir gefällt". Ganz so geht es nicht immer. Wir haben viele Fahrten gemacht, die Welt kennen gelernt, sind weltmännisch und weltweiblich geworden. Wir haben Geld gespart bei vielen Gelegenheiten, sind nicht laufend über die teure Piste gerast, haben Kneipen, modische Kleidung und Kunst, Schlager und Stars meist gemieden und uns unseren eigenen Geschmack gebildet und gegenseitig im Wandervogel abgestimmt, unsere Wohnkultur, unsere Berufe, unsere Kindererziehung, unsere Sprachkenntnisse, unsere Esskultur entwickelt. Essen meist ohne Plastik, mit Blumen, Kerzen, Liedern und Gitarrenspiel. Das bewährt sich bei mehreren von uns und wird verfeinert, ritualisiert.

Das bewährt sich auf Dauer immer besser, besser, als ein von der Mode diktierter Massenkonsum.  Wir lernen lieber voneinander, von Freunden, von Wandervögeln. Und wir haben es nicht nötig, das Geld zum Fenster hinaus zu werfen oder auf der Piste zu verschwenden. Mit dieser Haltung entsteht bei vielen mit den Jahren ein Souveränität, um die uns viele beneiden. Uns hilft sie, frei und unabhängig unsere Meinung zu bilden. Nicht nur zur Mode, sondern auch zur Natur, zur Kultur, zum Sozialverhalten. Damit erkennen wir, wie viel uns das Miteinander im Wandervogel uns geben kann.

DER MORGEN - DER TAG BEGINNT, DIE TAT BEGINNT

Der Morgen lockt den Glücksvogel.

Jeder neue Tag hat wunderbare Überraschungen bereit. - Mit einem guten Start in den Morgen ist es sinnvoll, die Überraschungen zu nutzen und in Freude und Erfolg zu wandeln.

Der gute Start kann ein freudiges Gebet sein.

Und ein lockerndes Lied, kann helfen, den Tag fredig zu beginnen. Klsmpfenspielen, ein gutes Liederbuch und eine gute Partnerschaft helfen dabei. 

China: Wenn ich einen grünen Zweig im Herzen trage, wird sich der Singvogel darauf niederlassen.

ERNÄHRUNG

Gemüse

Dass Gemüse besonders gut ist und Fleisch nicht so gut, ist den meisten bekannt.

Süßigkeiten

Sehr viele Nahrungsmittel, Süßwaren und Getränke sind mit zuviel Zucker gesüßt. Dabei geht es auch mit Natursüßstoff wie Stevia.

Säfte

Mit zuckerfreiem Fruchtsirup lassen sich Säfte gut  etwas süßen. Aus einem halben Liter Sirup mit Süßstoff ohne Zucker lassen sich mehr als 12 Liter Saft herstellen. Sodastream Orange gefällt uns am besten.

Fleisch

Wenn Du auf Fleisch (oft) verzichten möchtest, ist es fast immer gesunder. Wenn Du Fleisch essen willst, bevorzuge hellrotes Fleisch, besonders von Biohähnchen.  Fleischaufschnitt, Salate mit Fleisch und Wurst enthalten oft weniger gutes Fleisch.  

Fisch 

Fisch ist oft besser, als Fleisch.

Nahrungsergänzungsmittel & Vitamine

Sie sind oft gut, wenn Sonne fehlt und zuviel an schlechtem Fastfood oder Dosennahrung genommen wird.

Zink und Magnesium

Besonders die Brausetabletten sind fürs Unterwegs geeignet. Sie helfen gegen Erkältung und Krämpfe und löschen Durst.

Steifheit von Muskeln

Viele habenSteifheit, Gefühllosigkeit, Druck in Füßen, Beinen, Händen oder im Kopf. Akupunktur ist nicht überall möglich. Durch hartes Duschdruck auf Beine, Füße, Ohren, Nacken und Hände kannst Du Dir helfen.

Unterwegs

Du kannst mit dem Händi Schritte für Deine Fitness zählen. Natürlich kannst Du Dich über Deinen Standort und dieWanderrotuen gut orientieren. Und Du kannst Deinen Blutdruck messen.

Barfußschuhe

Einige von uns tragen sie täglich. Es sind die besten Schuhe, die wir je getragen haben. (Leguano - Barfußschuhe) Sie sind speziell für das Abrolllen von Füßen erfunden. 

Autos

Es ist ratsam Autos mit Automatik zu fahren. E-Autos sind fürs Kaufen zu teuer. Aich gibt es auf dem Land vielo zu wenig Tankstellen. Die sind oft weit entfernt. Und zu Hause lässt sich nicht tanken.

Fahrräder

E-Fahrräder werden immer beliebter, kosten aber noch viel Strom und sind damit nicht unbedingt umweltfreundlich. 

GREIF Vogel aus dem Ei 002dfdf.jpg. LEBENSLANG WANDERVOGEL

Eine recht große Zahl von Wandervögeln bleibt lebenslang dabei, liebt den Lebensbund.

Der Lebensbund kommt Familien, Mann und Frau-Paaren, Geschwistern mit Jungen und Mädchen mehr entgegen, als nur der Männerbund.

Und im Lebensbund bleibt ein recht hoher Prozentsatz von Männern und Frauen lebenslang dabei. Die, die wir dabeibleiben: Sind wir besondere Typen? Mit besonderen Interessen, Sehnsüchten? Und auch Ältere, die erst in höherem Alter als bei uns so genannte „Spätgeborene“ dazukommen, sind in unserem Bund nicht wenige.

Seit Jahren frage ich mich, weshalb nur ein bestimmter Prozentsatz von Interessierten dabei bleibt. Ich habe mit vielen Gesprächen festgestellt, dass fast jeder besonders gern allein ist, oft gern in der Gruppe ist und da gut klarkommt und dann auch oft in einer Zweierbeziehung lebt. Wer dann noch nachdenkt, sich Lebensziele setzt, sich mit anderen abstimmt, von ihnen lernt, sich freut mit ähnlich Denkenden und Lebenden zusammen ist, der erlebt dann die freudenreichen Wochen- und Wochenendtreffen und -Fahrten unseres Bundes kennengelernt hat, der macht bei uns mit und bleibt dabei. 

Ein weiteres Kriterium ist, das die Interessierten gern mitmachen und gern singen, die Lieder, die bei zu unserem Bund gehören, die bei uns Freude fördern und für Mitmenschlichkeit gegen Krieg sind.

Wenn diese Beobachtung stimmen, fragt sich, ob es noch weitere Kriterien gibt? 

Menschen mit wenig Einkommen, die nicht tanzen, die nicht weit wandern können, sind bei uns willkommen und werden nicht ausgeschlossen.  

Gibt es noch andere Kriterien? h

PHOT0008.JPG ALLEINLEIBEN & GEMEINSAM & WANDERVOGEL

In der Stadt

Arbeit und Studium zwingen heute viele Menschen zum Alleinleben. Wohnungen und Studentenzimmer sind klein. Es fehlt an Raum für Rückzugsmöglichkeiten und Erholung. Das Wort „Raum ist in der kleinsten Hütte“ gilt nur marginal, nicht für Entfaltung. 

 Es gibt zu wenig Platz für intensives gemeinsames Arbeiten und für ein aufbauendes Leben zu Zweit. Man kann sich behelfen.

 In Städten sind größere Wohnungen für viele Menschen nicht bezahlbar, nicht nur für Singles, auch für Alleinerziehende, Kranke, Behinderte und Geringverdiener.

 Größere Wohnungen für Wohn- und Lebensgemeinschaften sind ebenfalls kaum zu finden und meist teuer. Nur deshalb hat die Entwicklung studentischer Wohngemeinschaften abgenommen.

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IRONISCHE ROMANTIK 

Wir lieben die Romantik. Das Stadtleben ließ Natur vermissen, dass wir uns romantische Gedanken machten, angelten die Sterne vom Himmel, ohne die Bodenhaftung zu verlieren. Ein Symbol von uns ist der Sternenangler. Ein Traumbild mit einem Biss ironischer Freude. Unser Bund ist Realität und Traum von einer menschlicheren, naturbelassenen Welt.

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Auf dem Land

Gemeinsames Leben auf dem Land bedeutet für Menschen, die in der Stadt arbeiten müssen oder die kein Auto haben, bedeutet das oft, abgeschnitten zu sein und lange Fahrwege zu haben. Ausnahmen sind Orte mit guten und preis- und zeitgünstigen Bahnverbindungen.

 Auf dem Land gibt es große Gebäude, alte Höfe, Stallungen, die ausgebaut, zurecht gewohnt werden können.Die Nähe einer Kleinstadt ist von Vorteil.

 Die planerische, sozialgerechte und architektonische Entwicklung gemeinsamer Wohnmodelle hakt, da persönliche Interessen von Organisatoren oft den Stil allein bestimmen. Es gilt die persönlichen und gemeinsamen Bedürfnisse der Interessenten gleichteilig zu berücksichtigen und zu fördern.

 Die meisten existierenden Wohnexperimente im Gründen fordern einen Grad von Idealismus, der sich auf Dauer nicht durchhalten lässt. Besser geht es, wenn konkrete gemeinsame Interessen und Arbeitsmöglichkeiten vorhanden oder entwickelbar sind.

KLUFT

Goldgreif, Fahrtentuch grünrotgold beim Fest mit weißem Hemd, Aufnäher, Bretonische rotbraune Seglerjacke (oder Juja weiß)  Kluft ist im Wandervogelbund nicht Pflicht. Unser Fahrtentuch sieht mit weißem Hemd gut und festlich aus.

Außerdem haben wir Wimpel, Autoaufkleber, Fahrtenbuchaufkleber.

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WANDERVOGEL ÖFFENTLICHKEIT & WERBUNG

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KOMPASS

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download-21.jpg  Warum wir keine "E-Mail" haben.  ( NEROTHER WANDERVOGEL)

Wir haben nicht nur keine "E-Mail-Adresse", wir messen auch dem "Internet" wenig Bedeutung zu.
Unsere Kenntnis der gruppen-"bündischen" Wirklichkeit zeigt uns, daß vergleichbare Gruppierungen auf ihren Seiten potemkinsche Dörfer errichten. Rucksacktouristische Freizeitaktivitäten Einzelner werden in Gruppenleistungen umgefälscht, ohne die materiellen Hilfsmittel preiszugeben, Zahlen werden manipuliert, es wird geschönt, getürkt, gefälscht. Der Verführung durch ein unkontrollierbares Darstellungspodium wird nachgegeben, mit anderen Worten: in den meisten Fällen ist die Selbstdarstellung nicht durch "innere Wahrhaftigkeit" gedeckt, sie ist Produkt-Werbung!

WANDERVOGEL HEUTE - BRIEFE - Weshalb Wandervogel? Weshalb ich zum WANDERVOGEL komme?

Geschrieben von diverse am . Veröffentlicht in KOMPASS

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Fest-Trinken-BündischeRunde-Gästebuch.gif 

WANDERVOGEL HEUTE: Die Aufgaben, vor denen Deutschland steht, scheinen mehr und schwieriger zu werden. Die Verunsicherung, teils Angst von Menschen, wächst. Der Wandervogelbund ist ein Refugium, in dem die Welt in Ordnung zu sein scheint. Da wir im Bund in der Mehrzahl Erwachsene sind, steht bei unseren Treffen, Gruppen, Fahrten und Festen das Gemeinsame im Vordergrund. Unsere Treffen heißen nicht umsonst Mitmachfeste.

Die Zeit heute gibt uns recht. Miteinander, Liebe zur Natur und Kultur werden gebraucht und geben uns Freude und Halt. Das ist einer der Gründe, weshalb unser Singen, Tanzen, Besuchen gut laufen. Es könnte mehr sein. Und unser Miteinander, unser Bund könnte mehr wachsen. Das könnte mehr bringen an Besuchen, Erfahrungen, Fahrten und auch an Jüngeren, die zu uns finden. 

Dass wir besonders mit Liedern, Tänzen und Festen gut geworden sind, dass mehr und mehr Neue, Interessierte, Suchende zu uns kommen, ist ein Zeichen. Wir haben dafür zu sorgen, dass der Funken überspringt, dass deutlich wird, dass wir in dieser Gesellschaft mehr zu bieten haben, als ein Hobby, dass unsere Lieder, Tänze, Weltfahrten und unsere Unabhängigkeit mehr sind, als die leicht manipulierbare bundesrepublikanische Konsumgesellschaft. Verwurzelt mit guter deutscher Sprache, mit Bräuchen, mit den Jahreszeiten der Natur, mit Freiheitswillen auch gegen die allgemeine wetterwendische Meinung, gegen das einfache Schwarz-Weiß-Denken. Deshalb lassen wir uns nicht in eine Ecke, in eine Schublade zwingen, sondern sind unabhängig von Tagespolitik und Feinddenken im Sinne der Mitmenschlichkeit und der Freiheit für alle Menschen, alle Völker für den Frieden.

Doch zuerst noch einmal zu unserer Bindung, zu Miteinander und Bund mit Liedern, Tänzen, Kreis, Feuer, mit Fahrten in die Welt und Geschichten aus unserer Geschichte: Seit 111 Jahren wird im Wandervogel an Liedern und Tänzen gearbeitet. Kreis und Feuer intensivieren das. Und aus Fahrten, Besuchen und Geschichte kommen die Erfahrungen, die Erlebnisse. Das zusammen bringt Bindung und Zusammenhalt. Deshalb meiden Wandervögel häufig die Moden, weil die Erfahrungen, die Erlebnisse viel mehr bringen und nicht ablenken vom Miteinander, vom Bund. Unsere Lieder sind ausgesucht und neue kommen dazu, kaum Schlager. Und wir singen gern und meist auf Deutsch, weil dann viel mehr von uns die Feinheiten der Sprache dann besser verstehen. Die Tänze tanzen wir meist europäisch und nennen das international nach den schönsten Melodien Europas. Da sind wir unseren Nachbar- und Hauptreiseländern nahe, bringen Tänze mit aus unseren Urlaubsländern, finden dort Tanzformen, die sich besser erhalten konnten, als in unserem Deutschland in der Mitte Europas. Wir erzählen von den schönsten Gegenden, Plätzen, Quartieren, die wir unterwegs gefunden haben. Manchmal treffen wir uns an diesen Lieblingsplätzen. Es gibt einige Gegenden in Europa, wo sich Brauchtum in freier Art gut weiter entwickelt. Da sind wir gern. Das enge Nationalistische brauchen wir nicht, sondern mehr Natur und Kultur zusammen. Das nennen wir NATURKULTUR. In Schwedens Dalarna, bei Frankreichs Grand Bal d'Europe und in der Bretagne und an mehreren anderen Orten (auch in Russland, heute versteckt) können wir FREIHEIT MIT NATURKULTUR lernen. 

Unser Bund ist frei für alle Völker und Rassen. Unser Wandervogel wurde verboten von rechten Nazis und der linken DDR wegen seines Freiheitswillens, frei von allen Ideologien, Religionen, Sekten, Verschwörungen, Richtungen. Besonders deshalb, weil er frei das Gestern, Heute und Morgen anpeilt und sich nicht nach Behörden, Richtlinien, Moden ausrichtet, sondern Mitmenschlichkeit und Frieden als Ziel hat. 

Die Zeit ist wieder umgeschwenkt. Krieg, Militarisierung, Weltkonflikte, Europas Uneinigkeit, Abhängigkeit von den USA, simples Populismus-Denken und Verschwörungstheorien dominieren das Tagesgeschehen. Die Medien drängen die Menschen in ein einfaches Schwarz-Weißdenken, das der Intelligenz widerspricht. Das Medienziel heißt vorrangig: Je komplizierter die Welt, desto leichter sind die Menschen mit einfachen Lösungen zu fangen. Das klappt bisher weitgehend und kann nicht unsere Meinung sein. Es ist notwendig zu erkennen, wer Konflikte weshalb weltweit schürt. Mehr und mehr Menschen in Deutschland sehen das so. Konfliktschürer sind die wahren Verbrecher, Kriegsanfänger ebenso. Und innerhalb unseres Landes ist es ähnlich. Da gab es zum Beispiel Corona. Viele Fehler wurden gemacht, bei allem was neu ist, ist es oft notwendig, Fehler zu machen, um daraus zu lernen. Deshalb ist Kritik notwenig. Dass das Verschweigen von Fehlern zu Verschwörungen führt, die vergiften und von Extremisten genutzt werden, ist die andere Seite, besonders, wenn das Eingeständnis von Fehler dauerhaft unterdrückt wird.

In der Welt wie im Land immer den goldenen Weg für die Zukunft zu finden, ist nicht leicht. Wir brauchen unseren Weg, unsere Erkenntnis dazu, um als Wandervögel - wie unsere Meißnerformel meint - unser Leben frei selbst zu gestalten, möglichst im Miteinander, im Bund. Wer auf seinem Lebensweg sein Leben gestalten will, sucht sich Bildung, Ausbildung, Weiterbildung selbst. Und wer dabei noch eine Gruppe, ein Wandervogelnest aufbaut, trainiert sich ständig, wird Chef, wird selbständig, wird durchsetzungsfähig. 

Und im Wandervogel gibt es viele Chefs oder Sprecher und Schreiber. Wir sagen, sie/er "hat den Hut auf". Dogmatische Führer brauchen wir nicht, dafür Aktive in den Regionen unseres Landes, aktive Sprecher für Regionen, Bundesländer und auch in anderen Ländern. Zu gründen, Impuls zu geben, Menschen zueinander führen, zum Miteinander verbinden, ist die besondere Aufgabe der Älteren, für die Jüngeren ist es wichtig gemeinsam und allein NATURKULTUR in der Welt zu erfahren. 

Mehr könnte sein, dass das hier beschriebene Lebensgestalten in unserem Bund um sich greift, dass die Struktur unseres Bundes und unseres Trägervereins stärker wird, und dass wir in der Öffentlichkeit bekannter werden.

Es lebe unser Wandervogelbund mit Glückauf und Fahrwohl!

hedo 28.4.24

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Weshalb Wandervogel?

Ohne Wandervogel wäre die Welt, mein Leben für mich ärmer. Neben dem entfernten Rest meiner Familie habe ich den Bund als größere Familie mit schönen Liedern, mit Fahrten und Festen, mit Freunden und Vertrauen, mit einem Halt und Geborgenheit in dieser sich schnell ändernden Welt. Und dazu mit viel Freude und NaturKultur.

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Brief an Christian.    21-3-21

Lieber Christian. Danke für Deine Antwort. Du bist wie ich ein trotz unterschiedlicher Wege lebenslanger Wandervogel. Und beide möchten wir, dass es den Wandervogel in Zukunft weiter gibt. Ichschlage vor, dass wir am gleichen Strang ziehen. In den Jahren war es so, dass fast jedes Wandervogelgrüppchen in eine andere Richtung zog, jedes Alphatier wollte einen eigenen Bund oder ein Bündlchen. Zusammenwirken, gegenseitiges Unterstützen und Miteinander gab es viel zu wenig. Was blieb war für die meisten nur die Vergangenheit mit der äußeren Form und vielleicht der Meißnerformel. Das war leider ungenügend. Und was Gerhard mit der Kulturinitiative versuchte, war großartig. Nur, hat er damit sein wirkliches Anliegen nicht erreicht: Den Wandervogel zu stärken. Seine guten Gedanken gingen großenteils in der Masse und länge seiner trockenen Artikel unter. Und dennoch habe ich meinem Freund Gerhard viel zu verdanken, auch, wenn ich mich beim Scheitern der KI auf den Rabenhof zurückzog, um mit den Elbraben einen Wandervogel-Neuanfang zu beginnen. Lampi ist mit Artaban näher dran. Hoffentlich geht es ihm gut, er soll sehr krank sein. Nur Artaban ist an die Waldorfschulen geknüpft und an den Heiligen Martin. Alles tolle Sachen, aber nicht für Dich, für mich, nicht freiheitlich genug und nicht zielgerichtet auf die Idee des Wandervogels. Gibt es sonst für den Wandervogel etwas, das freiheitlich genug ist und Aussicht auf Bestand hat? 

Zu Deinen Fragen: bob und gabi von uns bauen in Berlin eine Gruppe, treffen sich wöchentlich mit mehreren Berlinern per Videokonferenz und suchen Wandervögel aus Berlin und Umgebung, die fürs Miteinander sind.  Zu Liedern und Tänzen ist es eine allgemeine Frage. Unser Halstuch und unsere Goldgreif wirst Du kennen. Auf unserer Webseite in der Wandervogelzeitschrift und in der Tageszeitung und unter Embleme findest Du Grafiken zu unseren Emblemen und Liederheften.  Es ist nicht leicht, Vergangenheit und Zukunft für den Wandervogel miteinander zu verbinden. Von den Altensehen es viele zu eng, nur die Äußerlichkeiten, nur die Masse. Wir sehen jedoch, dass ein freiheitlicher Wandervogel für Mitmenschlichkeit und Miteinander mit NaturKultur bei vielen Menschen gut ankommt. 

monija und mir geht es altersgemäß gut. Wir sind hier im Grünen privilegiert. Heute fahren wir zu monijas Haus bei Wismar, um den Geburtstag von unserer kranken Anett vorzubereiten. Und ich arbeite zusammen mit Uwe am Liederbuch „hedos lieder 2“.  An Fotos, Filmen, Liedaufnahmen bin ich sehr interessiert. Unser Wandervogelarchiv ist sehr gewachsen. Wir bekommen immer wieder Spenden.  Liebe Grüße von monija und mir vom Rabenhof. hedo

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Eine Mail von kalle.  Ich bin kalle und studiere in Göttingen Deutsch und Pädagogik.

Pfadfinder wurde ich bei Mosaik als Elfjähriger in Köln. In Göttingen fühle ich mich bei Pfadis nicht wohl.

Da surfte ich auch beim Wandervogel, weil meine Mutter schon dabei war und bekam vom hedo eine Zeitschrift. Der Wandervogel gefiel mir immer mehr. Dann habe ich monija und hedo besucht und habe mich entschlossen im WANDERVOGEL mitzumachen. Bisher kam mir Corona noch dazwischen. Ich hatte früher kurz mal eine Sippe. Dann aber musste ich mich aufs Abi konzentrieren.

Am WANDERVOGEL reizt mich die Kombination: Einerseits schöne Treffen und gute Atmosphäre, andererseits die zukunftsweisende Zielsetzung und NaturKultur. Und dazu die Freiheit, sich selbst zu verwirklichen. So etwas hat kein Bund, und das zusammen mit Jung und Alt. Vielleicht schaffe ich es ja, an der Uni etwas aktiv zu werden.

Bis bald horrido und gute Fahrt. kalle

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Glaube, Kirche, Gott und freier Glaube im WANDERVOGEL

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KOMPASS

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Zum Glauben im Wandervogel.                         2.3.21 hedo

Die Meisten von uns sind nicht eng mit einer Kirche verbunden, sondern haben ihren eigenen freien Glauben. Ganz wenige lehnen Glauben ab und sind lieber nur realistisch und kritisch mit Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Mehrere arbeiten auch in Kirchengemeinden ihres Ortes mit oder in freien Glaubensgemeinschaften.

Wenn wir über Glauben sprechen, mischen einige den christlichen Glauben mit anderen Glaubensrichtungen wie Buddhismus, Naturreligiösität und anderem.

Ab und zu wird auch von einigen gesagt, dass sie nicht gern in Kirchen gehen, ihnen Segnungen fehlen, dazu auch Ehrungen derToten, Namensgebung oder Bestätigung, Einführungen in die innere Welt der Kraftfelder.

Nicht in Glaubensrichtungen festgelegte Segnungen auch bei unseren Treffen, um daraus Kraft, Hoffnung und Zuversicht zu schöpfen.

Ich wurde gefragt, was unser Bund dazu beitragen, anbieten könnte?

Wer hat dazu Impulse zu geben?

OFFENHEIT + VERTRAUEN IN UNSEREM WANDERVOGELBUND

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KOMPASS

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FRAGEN AN HEDO VON MANFRED

Bist Du nicht unvorsichtig und schenkst fremden, Neuen so viel Vertrauen?

Sind nicht die meisten Bünde viel vorsichtiger, weil sie geschädigt, angemotzt, betrogen, zerstört wurden, weil sie zu vertrauensselig waren?

Gaben sie Neuen viel Raum , was zu zerstörerischen und aufwendigen Alphatier-Kämpfen führte, die den Bünden nicht bekamen?.....

HERZLICHKEIT UND FREUDE, HILFSBEREITSCHAFT UND WACHHEIT

Manfred, Du hast recht, auch mir sind ist Kampf in der Arena der Alphatiere öfter begegnet. Und dann habe ich mit monija sogar ein "Beta-Tier" geheiratet.

Ich habe gelernt, dass Schwarzweißhandeln zwischen Abschotten und Offenheit für unseren Bund nicht förderlich ist.  Viele Bünde, besonders die kleineren, schnüren sich stark ein, wie mit einem Gitter. Das kann auch einen Bund ausbremsen, so dass freie Gedanken, gute Gespräche, erfolgreiches Werben, gutes Wirken nach Außen viel besser sein könnten.

Ich bevorzuge eine offene Methode, die auch eine Bremse hat. Das Empfangen mit offenen Armen, mit dem Zugehen auf Neue, Interessierte, sie fördern und einbeziehen, ihnen Raum geben und sie aufbauen. Ist der Hauptteil. Zu 99% geht das nach meinen Erfahrungen seit vielen Jahren in unserem Bund gut.

Wenn dann aber mal jemand kommt und sich hinein drängelt, mich ausnutzen oder ausbeuten will, dann höre ich gut zu, warte ab und bringe erst einmal Vertrauen ein. In den 20% haben mich erst zwei Neue enttäuscht. Das ist für mich nicht sehr schwer, da ich eine gute Frustrationstoleranz habe und Tiefschläge gut verkraften kann. Wenn mir jemand hintenrum kommt, andere aufwiegelt, mir schaden will, dann kann ich auch hart reagieren. Viele können das nicht, und warten zu lange, machen großes Palaver. Offenheit und Vertrauen sind dadurch bei mir Stärke und nicht Schwäche, da ich nicht zu spät entscheide und gut beobachten und reagieren kann.

Ein zweiter Grund ist, das sich mich gut zurücknehmen kann, anderen Aufgaben zu übertragen. So vieles ist in unserem Bund noch unbesetzt, dass es mir besonders leicht fällt, abzugeben, zu übertragen, besonders wenn der- oder diejenige auf demGebiet besser ist, als ich. Das ist bei unseren Treffen gut zu beobachten. Bei uns heißt es ja: Da hat die oder der den Hut auf. 

Es geht in erster Linie um unseren Bund, ihm Zukunft zu schaffen und dem Bund eine gute, flexible, freiheitliche, dauerhafte Struktur zu schaffen Im Sinne von Wandervogel in derVergangenheit für die Zukunft und für NaturKultur. So eine bei uns übliche, rücksichtsvolle, freudige, freie, lernbare und aufbauende Haltung erwarte ich auch von Engagierten. 

Wenn Herzlichkeit und Freude im Vordergrund noch vor der Sachlichkeit stehen, lässt sich das meiste besser meistern.  Liebe Grüße!  Dein hedo

Wer wirkt als Wandervogel lebenslang? Zur eigenen Verantwortung

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KOMPASS

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Ist es vielleicht eine psychische Komponente, die einen Menschen veranlasst, sein Leben lang für den Wandervogel zu wirken? Und damit für ein selbst definiertes imaginäres Ziel? Das ist eine der naheliegenden Voraussetzungen:

Ursachen sind vielleicht bei einem stark phantasiebegabten Menschen erst spät bewältigte Pubertät und das Erkämpfen der eigenen Persönlichkeit und Urteilsfähigkeit erst in und nach der Pubertät. So dass sich die Überzeugung verstärkt, die die Erlebnisse und Entwicklungen in der Gruppe,  dem Wandervogelbund, haben zur eigenen Glücksdefinition, zur Freude, zum Erfolg beigetragen. Besonders durch Erlebnisse Fahrt, am Feuer, beim Singen, durch Freundschaft. 

Vielleicht gibt es deshalb nur wenige Menschen, die in höherem Alter dazu kommen, die sich so stark mit all ihren Kräften (neben der Lebensrealität) für den Wandervogelbund einbringen? Oder weißt Du, lieber Leser, andere Begründungen?

Ich freue mich auf jeden Fall darüber, dass ich mich stark unseren Bund engagieren darf. Und wenn ich es schaffe, unseren Bund so handfest zu mitzugestalten, dass bei mehr und mehr anderen auch die Freude des Mitgestaltens entsteht.

Ich freue mich, wenn Du antwortest,  Dich auch einbringst, Vorschläge machst und für Dich auch für Dich einen guten Weg der Weiterentwicklung in unserem Bund findest. hedo

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Demokratie in Wandervogelbund - Widerstand und Jugendbewegung - Geschichte - Aktionen mit Erwachsenen 23.3.21

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KOMPASS

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DEMOKRATIE UND WIDERSTAND

Demokratie funktioniert nicht immer. Oft werden Argumente gebracht, die scheindokumentieren, jedoch keine Demokratie sind. Menschlichkeit und Freiheit  sind hohe Ziele der Demokratie, werden oft verwässert. Bei Konfikten zwischen Nationen, steht Deutschland meist auf einer Seite. In "unseren" Medien wird dann die "befreundete" Seite meist vor allem positiv dargestellt, die Gegenseite negativ. Und da die meisten Menschen nicht Menschlichkeit und Freiheit als Maßstab nehmen, sondern die Medien, kann die vorherrschende Meinung durch Politik und Medien manipuliert, gegängelt werden. Ein Widerstand wird selten, wird nur wenig publiziert. Durch virtuelle Nachrichten werden Gegenmeinungen bekannt und führen oft zu Gegenmeinungen, teils zur Stärkung radikaler Strömungen, heutzutage nur noch selten zu einem großen Widerstand. 

DEMOKRATIE, WIDERSTAND UND TOD VON WANDERVÖGELN UND JUNGENSCHAFTLERN

Jugendbewegung, Wandervogel und Jungenschaften verlangen nach Menschlichkeit und Freiheit, das Leben selbst wahrhaftig zu gestalten. Oft wurden von Menschen. der Bünde, die Wandervogelursprung und hatten, diese Ideale vor den persönlichen materiellen Erfolg gestellt, so dass ein wichtiger Teil des Widerstands in Deutschland durch Menschen dieser Bünde entstand. Das Nazireich war gegen die Offenheit und Freundschaft der Wandervögel für andere Kulturen, Völker und Sprachen.

In der Schriftenreihe des Mindener Kreises erschienen drei Hefte über widerständige Bündische im Dritten Reich: Helmut Hirsch + plato - Hans Ebeling (Emigration), Theo Hespers +, Georg Lascheit + Hans Scholl, sowie extra Hans Scholl*, Sophie Scholl +, Alexander Schmorell+, Helle Hirsch, Jürgen Seydel, Traute Lafrenz, Prof. Kurt Huber+, Willi Graf+, Kurt Probst+, und außerdem tusk- Eberhard Koebel /KZ), Nora Hespers, Karl Otto Paetel, Ernst Jünger, A.Paul Weber, Michael Jovy.  Mehrere gut lesbare extra Bücher gibt es über die Edelweißpiraten. Hier jetzt eine Rezension zum 3. Heft der Triologie "Das andere Deutschland" (+ von Nazis hingerichet bzw. im KZ umgekommen.) Die Auseinandersetzung  mit der sozialen und politische Wirklichkeit galt diesen wandervogelnahen Menschen konträr zum Nazireich als selbstverständlich und notwendig.

DAS ANDERE DEUTSCHLAND von Arno Klönne und Fritz Schmidt, Mindener Kreis Edition 03 / 2023

Hans Ebeling und Theo Hespers gab im Exil die Zeitschrift "Kameradschaft" heraus. Neben anderen Veröffentlichungen und Aktivitäten gehörten sie zur deutschen Minderheit, die ab 1933 den entschiedenen Kampf gegen das NS_Regime führte. Früh rechneten sie mit Krieg als nahezu zwangsläufiger Folge der nazideutschen Politik.  Sie beriefen sich auf die Tradition der deutschen Jugendbewegung. Das Verbot  und die Verfolgung der Bünde im Nazideutschland zeigte deutlich, dass Freiheit und Mitmenschlichkeit unterdrückt wurden. Die Bände würden der radikalen Stärkung des Militärapparats ind Deutschland schaden. Damit waren sie Kämpfer für den Frieden. Menschen gegen die Nazis wurden rechtlos.

Theodor Hespers und plato - Dr. Hans Ebeling, beide aus dem Rheinland, mussten emigrieren und wirkten - in ärmlichen Verhältnissen in den Niederlanden und in England lebend - im Widerstand gegen das Nazireich. Sie gaben die gemeinsam die Widerstandszeitschrift "Kameradschaft - Schriften junger Deutscher" heraus, die ab 1937 in Brüssel, später in Amsterdam bis 1940 fortgeführt werden konnte. Die bundesrepublikanische Presse hat außer  von Hans Scholl von den jugendbündischen - widerständigen Unternehmungen kaum Notiz genommen. Nazi-Prozesse gegen Jugendbewegte werden behandelt, von Jahr zu Jahr der Nazidiktatur unter "Blutrichter Freisler" verschärft. Weitere Mitarbeit an deutschen Widerstandszeitschriften aus dem Ausland an "Die junge TAT" Kampfblatt christlich-sozialer Jugend Deutschlands sowie der "Vorkämpfer" gegen politische und wirtschaftliche Unterdrückung und "das fanal". (Von der Republik zum Obrigkeitsstaat). 1937 fand in Brüssel aus einem Bündnis von Antinazigruppen die Konferenz zur Gründung einer deutschen Jugendfront statt, die Hans Ebeling einberief. Das Bündnis kam wegen unterschiedlicher Grüne nur rudimentär mit persönlichen Kontakten zustande. Im 2. Weltkrieg verschärfte sich die Opposition. Vor der Besetzung der Niederlande durch die Nazis konnte mehrere bündische Widerständler nach Australien fliehen. Vielfach erst nach dem Einmarsch der Naziwehrmacht in Polen und dem Bruch des Hitler-Stalin-Paktes wandten sich mehrere deutsche Widerständler den Kommunisten zu. Viele deutsche Jugendbewegte mussten emigriren, viele kamen in KZs um. Viele Porzesse der verdrehten Nazio-Rechtssprechung werden im Heft "Das andere Deutschland" dokumentiert. hedo

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FESTKULTUR - Gruppendemokratie
Aktionen mit Erwachsenen - Künstlerische Ansätze

Entwurf und Planung sind bei mir immer künstlerischer Entwurf (wie bei Architkten, Lehrern..). " Zuerst kommt das Inhaltliche wie Themen und Referenten.  Zweitens plane ich die räumlichen Voraussetzungen. 3. sind die Hilfen, die Personalressourcen wichtig. Dann Das Ökonomische kommt an letzter Stelle. Dabei ist Gesetz, dass die Treffen möglichst für alle erschwinglich sind. Die Preise sind niedrig. Es wird gebeiten, Neuineressierte mit einzuladen. Leben - Wohnen - Gruppen - Gespräche - Bewegende Themen: Welt, Gesundheit, Klima, Erziehung, Digitales, Wohlstand, Natur, Kultur. Aus allem zusammen mache ich einen "Fahrplan". 

2 . Ich stelle den Fahrplan den Mitwirkenden gern digital vor, und möglichst jeder der "Hutträger" (der eine Aufgabe übernimmt) bringt seine Wünsche nach seinem Gusto ein, und es gibt einen "Entwicklungsprozess". Dann wir der Fahrplan von mir noch einmal überarbeitet und mit den Wünschen der mitwirkenden Freunde abgestimmt. 

3. Bei Beginn (von Fahrt, Fest, sonstigem) werden die unterschiedlichen Wünsche und Impulse als Bereicherung begriffen, gemeinsam besprochen und eingebaut, so dass es für jeden passt, jeder sich wohl fühlt und die Sache als seine Sache ansieht.

4. Während der Aktion gibt es oft noch Gespräche, Anregungen, Überdenken, Änderungen, um den Plan der Realität, der Lokalität, dem Wetter, den Preisen, den Anregungen von Fachleuten, Begegnungen, den Wünschen anzupassen. (Über dem Plan steht meist das Wort "Entwurf", um Kontrareaktionen zu umschiffen.) Ziel ist es nicht, den 1. Plan zu realisieren, sondern ihn als Entwurf für eine laufende Entwicklung zu begreifen.

Diese Vorarbeiten nenne ich Gruppendemokratie. Sie tragen wesentlich zu Qualität, Freude und guter Atmsophäre bei Wandervogel bei. Diese Methode bewährt sich seit Jahren in den Gruppen und unserem Bund und erfährt Akzeptanz. Dieser Prozess ist so spannend, dass er mir immer wieder viel Freude bereitet, da durch ihn so reiche Anregungen von allen Seiten dazu kommen, und ich meine blühende Phantasie zum Wohle aller einbringen kann. Für die Fahrt nach Viborg liegen bisher weder Datum noch Preis, weder Tagesgestaltungen noch Details fest und keine Dominanz von mir. Die Planung ist ein Aufruf zur Teambildung, zum fachkundig Machen, zum Vorwärtsträumen und zum Willkommen.

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   IMG_3290_Kopie_3.JPGJurte in Sonne klein .JPG     

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 Miteinander-Symbol_Kopie.jpg DEMOKRATIE IM WANDERVOGELBUND

Bei unseren Treffen gibt es meist vor oder nach dem Frühstück den basisdemokratischen KONVENT. 

Wir bilden einen Kreis. Nach dem Morgengruß stellen Referenten und Projektsprecher ihr Thema und sich vor, Finanzen und offen stehende Beiträge werden genannt, und er Kassierer gewählt, das Wochenendprogramm wird vorgestellt, eingetaktet und abgestimmt. Gemeinsam singen wir ein Lied. 

WANDERVOGEL - LIEDERHEFTE - ARCHIV DES WANDERVOGELS Wandervogelarchiv LIEDERSAMMLUNGEN greifbare Liederhefte

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KOMPASS

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WANDERVOGEL -LIEDERHEFTE + WANDERVOGEL - ARCHIV

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wandervogel - Allsang 2023 - Auflage 1 - 18.9.23 

Allsang ist eine besondere Form des gemeinsamen Singens im Pulk. Alle stehen im Kreis, die Musikanten in der Mitte, oder alle sitzen in der Jurte im Kreis ums Feuer, ode auch draußen ums Feuer. Und die, die die Lieder nicht auswendig singen können, bekommen das Allsangheft. Im Dunkeln braucht man dann Funzeln.

Der Begriff kommt aus dem Schwedischen, wo dieses gemeinsame Singen und Musizieren im Stehen lange Usus ist, so wie auch das Singen von Solisten, die sich an einen Baum lehnen, indem sie aus dem Baum Kraft schöpfen. Die 38 Lieder des 40seitigen Liederheftes sind fast alle flotte, mitreißende Mitmachlieder, die von der Melodie her überzeugen und gute Texte haben. Lieder, mit denen Jüngere zu überzeugen sind.

Wir schicken Wandervögeln auf Anfrage ein Musterheft.

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Im Archiv haben wir mehrere 100 Wandervogelbücher, -Hefte, -LIEDERBÜCHER, -LIEDERHEFTE, -TANZBÜCHER, -TANZHEFTE, Ausleihe nur vor Ort auf dem Rabenhof für Recherchen, Examensarbeiten etc. Einfach anfordern. Etwa 40 haben wir seit 1998 im wandervogel e.v. herausgebracht sowie die Liederbücher "hedos lieder I + II + III im spurbuch--verlag.

WANDERVOGEL -SAMMLUNG

WIR BITTEN ALLE INTERESSIERTEN, UNS WANDERVOGELNACHLÄSSE ZUKOMMEN ZU LASSEN.

WIRHABEN EINE SAMMLUNG VON LPERSÖNLICHEN HANDGESCHRIEBENEN LIEDERBÜCHER UND FAHRTENHEFTEN ALTER UND GESTORBENER WANDERVÖGEL.. AUßERDEM VIELE LIEDERBÜCHER, LIEDEWRBLÄTTER, TONTRÄGER, ZEITSCHRIFTEN, UND BÜCHERN DER WANDERVOGELBÜNDE.  

WIMPEL, FAHNEN, ANSTECKNADELN, ALTE KLUFT, AUFNÄHER ETC. HABEN WIR ERST WENIGE. 

UNSERE SAMMLUNG AUF DEM RABENHOF IN GREVEN-LÜTTENMARK IST NACH TELEFONISCHER VEREINBARUNG ANZUSEHEN.  INTERESSIERTE BITTEN WIR, UNS NACHLÄSSE ZUKOMMEN ZU LASSEN. HERZLICHEN DANK WANDERVOGEL E.V.

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ALTE LIEDERHEFTE ZU VERSCHENKEN

Wir verschenken alte Liederhefte an Wandervogelgruppen, Wandervögel und Bündische aus anderen Bünden.

Es braucht nur das Porto gezahlt werden, oder Liederbücher können vom Rabenhof abgeholt werden.

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Das Bücher-, Zeitschriften und Tonträger-Archiv des Wandervogels ist seit 23 Jahren auf dem Rabenhof.

Das Archiv braucht dringend einen Archivar, der sich einmal monatlich darum kümmert, es ausbaut, für Nachschub und Bücherspenden sorgt. Das Archiv besteht aus einer Großteil der bündischen Bücher, aus viele Zeitschriften und Spezialsammlungen Liedernoten und Liederbücher, CDs, Schallplatten, Tanznoten und Tanzbücher. Es gibt auch eine kleine Sammlung handgeschriebener Fahrten- und Liederbücher sowie Wandervogelabzeichen.  Doubletten werden getauscht oder verkauft. Die Einnahmen werden für Zukäufe verwendet. Darüber wird Buch geführt.

Unseren Goldgreifen und das Elbrabenemblem sind für je € 10 bei uns zu bekommen,

ebenfalls diverse Liederhefte unseres Bundes, besonders zu Jahreszeiten.

Näheres: 0152 2198 3817. 

ARCHIV-BÜCHER: Es sind einige Bücher neu im Archiv: Neu: hedos lieder ( Siehe oben), Alte Bücher: Karl O. Paetel - Jugendbewegung und Politik , Joachim H. Knoll - Jugendbewegung - Phänomende, Eindrücke, Prägungen, Bernhard Schenider - Daten zur Geschichte der Jugendbewegung, Hinrich Jantzen - Jugendkultur und Jugendbewegung

Das Archiv unserer Zeitschrift "wandervogel" ist zu einem kleinen Teil auch digital auf unserer Webseite www.wandervogel.info zu finden

Liste der greifbaren Liederhefte:

Je für € 5 incl Versand - Einnahmen zur Förderung des Wandervogels aufs Wandervogelkonto

Wandervogelgreif

Hefte: Frühling, Herbst, Winter

Wandervogelweihnacht 1929 Reprint

Störtebekerlieder

Elbabenmusiken - Europäische Mitmachtänze

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CD Elbraben Mitmachtänze € 20

CD Elbraben Platte Platte € 

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WELCHE LIEDER? NEUE LIEDER?

Im Wandervogel entstehen viele neue, schöne Lieder. Die Sammlungen kannst du auf der Frontseite ansehen. 

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JAHRESZEITLIEDER

Die Feste der Wandervogelbünde sind meist Jahreszeitenfeste. Dafür brauchen wir viele Jahreszeitenlieder, die teils Volkslieder sind oder aus den Bünden stammen, manchmal auch von Liedermachern, die oft in jungen Jahren auch bündisch waren. Teilssindesauch gute Übersetzungen von Liedern aus anderen Ländern.

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UNSERE WICHTIGSTEN LIEDER IM "KLEINEN ZUPF" MIT NOTEN. (Außerdem Kanons und norddeutsche Lieder)

AM FENSTER HEUTE MORGEN, AN DER ALLEE, ANDRE, DIE DAS LAND SO SEHR NICHT LIEBTEN, AUF DEM WAGEN LIEGT EIN KÄLBCHEN, Aus grauer Städte Mauern, Dank dem Feuer, das leuchtet und wärmt, Das, was wir brauchen sind Lieder und Feuer,Die Gedanken sind frei, Du bindest von Blüten den Mittsommerkranz, Durch den grauen Winter Hellas, Einmal einfach los zu singen, Feiert das Fest mit Liedern undFeuern,Fordre niemand mein Schicksal zu hören mit 4.Strophe, Freude schöner Götterfunken,Freunde derSonne, Freunde der Erde, Hinaus in die Sonne, hinaus in die Ferne, Hol die Gitarre, dieFlöte, Ihr Schwestern und Brüder, Im Fiedelers Grün gibt es keine Qual, Komm zu uns, denn es gibt Lieder, Kommt derWind mit Wolkenschiffen, Kommt zu uns ihr Freunde, Lasst uns dieSonne, dieErde, den Wind, Mancher hat eine hungrige Seele, Nun Freunde lasst es mich einmal sagen, Olio liola - Miteinander LIED, OB WIR ROTE, GELBE KRAGEN, ROSEN UND SONNE, STEIN WASSER UND BROT,SAG MI, WODU STEHST, SONNIG BEGANN ES ZU TAGEN, SPAR DEINEN WEIN NICHT AUF FÜR MORGEN, WANN WIR SCHREITEN SEIT' ANSEIT', SWAS SOLL ICH TUN, FRAGT DIE ALTE DAME?, WEIT IN DER CHAMPAGNE IM MITTSOMMERGRÜN, WENN WIR DURCH DIE WIESEN SCHREITEN, WER HAT EUCH WANDERVÖGELN DIE WISSENSCHAFT GESCHENKT,WIR WOLLEN ZU LAND AUSFAHREN.

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Wir sind ein kleiner Bund, einige davon recht aktiv, meist Ältere, weltweit, freiheitlich für NaturKultur - mit Wandervögeln in mehreren Ländern und mit einem Liedgut, das auch viele Volkslieder einbezieht, auf die viele andere Bündische schon verzichten, dazu mit vielen, schönen, neuen Liedern, die auch in unserem Bund entstanden sind. Und unsere Wandervogelwochen haben eine kleine, schöne Festkultur.

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LIEDERLISTE Abendstille überall (Volkslied) Am Abend, wenn es Feierabend ist Fahren, ja fahren Auf vielen Straßen dieser Welt (Alf Ziesche) Nehmt Abschied Brüder (D: Claus Ludwig Lane u.a.) Dämmerung fällt De Fischer un sein Söhn de fohrn (hedo) Der Nebel dämpft das Morgenlicht - Die Regenfrau (tejo Walter ScherfDer Abend füllt die großen Weiten (Horst Wesenberg), CP Der Geist ist müd (AxiDer kleine Troll (Erik Martin - mac)Der Nebel dämpft das Morgenlicht (Walter ScherfDie güldene Sonne (Gerhard Schöne) Endlos lang zieht sich die Straße (Turi) Es saß ein klein wild Vögelein Feiert das Fest Kameraden Greift in die Saiten (Gero, Robbin), Zugvogel, dt. Fahrtenbund Guten Abend, guten Abend (Volkslied) Hier wächst kein Ahorn (Walter ScherfIn die Sonne, die Ferne hinaus (Wilhelm Sell) Innsbruck ich muss dich lassen (Volkslied) Kiefern im Wind / Schilf bleicht (tejo, Walter ScherfKlar wie der Morgenstern, kühl wie der Tau (tejo) Kornblumen wehen im Sommerwind (Volkslied) Lasst uns die Sonne, die Erde, den Wind, weil wir Wandervögel sind (hedo) Lasst uns singen / Und als wir dann am Abend (Erik Martin - macMein Freund, wir ziehen auf die Walze  Nun Freunde, lasst es mich einmal sagen (Wader) Meine Heimat ist der Norden (Jochen Wiegandt) Mull of Kintyre (auf Deutsch - hedo) Roter Wein im Becher (Helmut König - helm)  Sie kam zu mir am Morgen (Deutsch: hedo) Sonne und Erde, Stein, Wasser und Brot (hedo) Stille Tage (Alf Ziesche) Straßen auf und Straßen ab (Helmut König - helm) Über meiner Heimat Frühling ( Eberhard Koebel - tusk), dj 1.11 Und wir kauern wieder um die heiße Glut (Fredl Mayr) aus: Lieder der Eisbrechermannschaft) Unsere Familie lebt hier schon seit 1000 Jahr'n (Schnappsack, Peter Braukmann) Unter den Toren (olka) Wer kann segeln (turi) Was ließen jene (olka) Wer will mit uns nach Island zieh‘n (Volkslied) Wenn der Abend naht (Erik Martin - macWenn ins woegende Gras stille Dämmerung zieht Wir sind eine kleine verlorene Schar (Alf Ziesche) Wir wollen zu Land ausfahren Ziehen die Straßen dahin (Otto Leis) Zogen viele Straßen (Rudi Rogoll)

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Weg der Wandervögel, TEESTUBENGESPRÄCHE neue Meißnerformel, Wandervogelformel

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KOMPASS

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wv_Farben.jpgIMG_2235_Kopie_5.jpegC217CC4C-FD1C-4BC1-BBF1-380F18162B3A_1_105_c.jpegGRAFIKEN_IDESIGN-WANDERVOGEL_NATURKULTUR_808.jpeg Ausrufer.JPG Blunschli_FFF26FotoFIlm_381_2.jpegBlunschli_4_Kopie_copy.pngGeiger-Schwedischer-geigt_am_Bart-n.gifTitel_hedos_lieder_vom_zerlumpten_0016.jpg Sterngreifer-neg.png
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Wandervogel & die Beliebtheit der Massen

Die größten Menschenmengen werden heute durch Krimis, Fußball, Kochsendungen, Softfilme, Comedy und Sensatiönchen bewegt, viel weniger durch Krieg und Klima. Es ist meist leicht verdauliche momentane Kost mit Spannung und Happy End ablenkende Unterhaltung. Das ist verständlich, da vieles mit Kinderarmut, Rente, Krieg, Inflation, Kostensteigerungen im Argen liegt, und Ablenkung wohltut.

Der Wandervogelbund, wenn er mit Freude ernst genommen wird, hat einen anderen Ansatz. Das eigene Leben selbst gestalten – oft im Zusammenwirken mit Freunden und Mitstreitern, ist langfristig und herausfordernd.

Der Wandervogel ist nicht leicht zu finden, außer im Internet. Da er in Regionen oft nur wenig vertreten ist und keine Wandervogelnester hat, ist es für Interessierte, die ihn gefunden haben, nicht leicht mitzumachen, mitzuwirken.

Da der Wandervogel herausfordert, aber nichts aufoktroiert, erfordert er außerdem eigenen Antrieb. Erst wenn neue dabei sind und die Mitmachtreffen mit Freude erfahren haben, sind jung und alt auf dem Weg, sich mit dem Wandervogelgedanken, den wir „Wandervogelfreude“ nennen, zu identifizieren, sich mit dem Bund zu verbinden.

Diese kleine einleitende Beschreibung zum „Weg der Wandervögel“ zeigt, dass es nicht einfach ist, den Wandervogelbund zu finden, mitzumachen, dazu gehören zu wollen.

Um Menschen, die „geborene Wandervögel sind“, von denen es nicht wenige in Deutschland und anderen Ländern gibt, besser erreichen zu können, müssen wir daran arbeiten, eine bessere Bekanntheit und Öffentlichkeit zu erreichen, z. B. durch Pressemeldungen, Filme, Anzeigen, Aktionen, Mäzene und besonders durch Mundpropaganda.

Besonders brauchen wir „Nesterneubau“ durch Wandervögel an möglichst vielen Orten und neue Wandervögel und Küken, die das wollen und tun.

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     Weg der Wandervögel 1

Gestalte Dein Leben mit innerer Wahrhaftigkeit verantwortlich selbst in Gemeinschaft. Gestalte Dein Wirken konstruktiv, aufbauend, solidarisch.Singe und musiziere jeden Morgen vor dem Frühstück, und wann Du Zeit hast allein und mit denen, die Du magst.

Wo man singt, da lass‘ Dich fröhlich nieder. Böse Menschen haben (meist) keine Lieder.

Bau Dir ein Milieu mit Wandervögeln und wandervogel nahen Menschen, um ihnen und dem Bund zu nutzen und besser Glück entfalten zu können.

Lerne mit Alt und Jung am gleichen Strang zu ziehen. 

Denke, dass zu Glück oft Glück kommt, zu Geld oft Geld, zu Armut oft Armut und zu Gesundheit oft Gesundheit und zu Krankheit oft Krankheit. Das Leben und Wirken in Familie, Beruf und Bund sei gut bedacht und stimmig. 

Lebe möglichst naturnah, iss möglichst gesund, lerne, was Dir das Leben für Chancen bietet und ergreif sie, ohne Dich selbst zu verraten. 

Lerne zu reden, zu musizieren, zu beobachten, zu lieben, den Bund und das Milieu zu stärken.

Nutze Deine Kapazitäten und Kreativitäten und werde Dein eigener Meister.

Erkenne Deine Ziele und verliere sie nicht aus den Augen. Bleib am Ball. Eins der Ziele sei, dass Deine Freunde, Deine Nächsten Wandervögel sind, und Du an Deinem Ort möglichst viele Wandervögel gewinnst, um damit auch Dein Wandervogel-Mileu zu stärken. 

Du hast die Chance, die Welt aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Von den realen Gegebenheiten her. Von oben als Wandervogel, und als Frühromantiker - dort wo sie zur Liebe und zur Blauen Blume führt. Denke, dass Menschenwürde das oberste Gesetz für Dich und für alle Menschen ist in nachhaltig bewahrter und gestalteter Umwelt. 

Trag dazu bei, dass Du und die Dir nahe stehenden Menschen die Lehren der Wandervögel beherzigen, und dass diese Lehren stets verbessert werden.

Wandervögel sind immer unterwegs, in allen Ländern, in Wandlung, in Bewegung, Alt und Jung, am liebsten in Freude und Freundschaft.                                                                                                                Panta Rei und gute Fahrt!  hedo

meißnerformel  1988 modifiziert 

Mit Betroffenheit verfolgen wir den Weg, auf dem die heutige menschliche Zivilisation voran schreitet.

Die unverantwortliche Zerstörung der Natur, die Vereinsamung der Menschen und die Abkehr von den Qualitäten des Lebens gefährden die Existenz der Erde und ihrer Geschöpfe.

In der Suche nach einem würdigen Weg der menschlichen Kultur sehen wir die Aufgabe eines jeden, der der heutigen Zeit gerecht werden will.“               

TEESTUBENGESPRÄCHE

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wandervogelformel  Februar 2009  NATURKULTUR

Der Grundgedanke des Wandervogels ist Ausgangspunkt unserer heutigen Inhalte.

„Menschheit, Umweltprobleme und Kapitalanhäufungen wachsen weltweit -  Rohstoffe, Entfernungen und Reallöhne werden geringer  - und es gibt noch immer Kriege. Wir müssen Kinder und Jugend für die aus dieser Situation  folgenden riesigen Probleme und Aufgaben stark machen.“ 

Als Lebensbund wollen wir unsere Kinder stärken, und diese Gedanken weiter zu tragen. Wichtig ist gutes Miteinander mit Musischem, Natur, Basiskultur und Gemeinschaft. Ziel ist, mit befreundeten Gruppierungen zusammen zu arbeiten. Wir stehen zur Vielfalt und frieden der Kulturen und gegen Rechtsextremismus in allen Ländern.

Arme werden ärmer und Reiche reicher. Gesellschaft und Massenmedien propagieren einen Ich-bezogenen, egoistischen, wenig kinderfreundlichen Weg zum bequemen Glück. Dieser Weg lenkt von unserem Weg ab. Wir wollen Gemeinschaft und Zusammenhalt, Erfolg und Durchsetzungsfähigkeit und damit Kultur und Kreativität mit selbstbewussten Menschen schaffen.

Mit Fahrten und Festen machen wir uns stark und schaffen unser Freude bringendes Milieu für gemeinsames Erleben, Musizieren, Singen, Spielen, Gestalten, Offenheit zu Menschen und Kulturen aller Völker für jeden erschwinglich. - Wir kalkulieren unsere Veranstaltungen so günstig wie möglich, dass jeder mitmachen kann. Deshalb helfen Spenden.

Dein innerer Kompass sucht einen Kreis mit Milieu, mit Kultur und Naturnähe, mit Freundschaft und Gemeinschaft, besonders mit Freude und Mitmachen bei Fahrten und Festen für Jung und Alt. Wenn Du freundschaftliches Miteinander in unserem Land suchst, melde  Dich, um uns und unseren Bund kennenzulernen und mitzumachen. Gruppen, Familien und Einzelne verbindet  unser Wandervogelbund. Unsere heutige Zeit braucht den freien Wandervogel. Unser Bund braucht Dich.

Wir laden Dich ein und freuen uns auf Dich. 

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WEG DER WANDERVÖGEL 2 - Dr. Uwe Imgart

Ich habe über den "Weg der Wandervögel" nachgedacht.

Hedo, ich finde den Text sehr schön, weil er so vieles sehr konkret und greifbar macht.
Oft fehlten die Wort, um diese Erfahrungen zu beschreiben.
Da ist Dein Text wirklich ein Fortschritt gegenüber den sehr sterilen Meißnerformeln.
Je konkreter man wird, um so eher wird es aber auch den einen oder anderen geben, der sich bevormundet fühlt...

Gleichzeitig ist der Text so für mich etwas unstrukturiert (ich bin nun mal ein Mensch, der alles kondensiert und in wenige Kisten packen muß).

Ich habe also versucht, Deine zusammengetragenen Inhalte noch mehr zu komprimieren, 
damit die Kernbotschaft besser zu handhaben ist. (Nicht alles habe ich hineinpacken können...)

Vielleicht für Euch eine Anregung? Soviel für heute! Gute Grüße aus der (heißen!) Nordheide Uwe

Und bei mir sähe das dann so aus:

"Weg der Wandervögel"

Der Weg            (was kennzeichnet ihn?)

Wandervögel haben sich entschieden, ihr Leben mit innerer Wahrhaftigkeit selbst zu gestalten. Sie leben es, wann immer es geht in Gemeinschaft mit Menschen, die dies ebenso tun

Mein Tun (was muß ich tun)

Wir leben unser eigenes Leben, jeder auf seine ihm gemäße Art.  uwe

WEG DER WANDERVÖGEL 3 - DANIEL 

Wir sind ein Bund mit Jung und Alt, aus Ost und West. Es kann nicht alles im alten Stil wie vor hundert Jahren weiter gemacht werden. Es wird im Bund kritisch und zielführend diskutiert. Um den Lesern die Offenheit zu zeigen, habe ich daniel gebeten, seinen Brief an mich hier drucken zu dürfen.

Ich mache mir einige Gedanken über den WV.  Bevor ich diese wieder vergesse oder nur für mich behalte, möchte ich sie jetzt einmal niederschreiben. Es ist alles als KONSTUKTIVE KRITIK bzw. Anregung gemeint, und nicht als Angriff oder weitere Nörgelei, ich bin voller Hochachtung für Deine Initiative und Impulse.

Auch wenn ich als Handwerker so diplomatisch formuliere als wollte ich einen Seidenschlüpper mit der Kettensäge häkeln. Es geht mir genau wie Dir darum die Sache voran zu bringen, daher meine ich:

Was viele verschreckt ist übermäßiges Gerede (und Geschreibe ) von WV Ideologie. Man muss die Leute da abholen wo sie gerade stehen (und das ist bei weitem nicht da wo Du meinst)  und sie LANGSAM in die Bündische Gemeinschaft herein führen.

In diesem Sinne auch Vorsicht mit Namen und Worten, wie z.B. Heidschlucker und Wandervogeltag (letzterem habe ich nur Dir zuliebe zugestimmt…) Das versteht keiner, kommt zu befremdlich rüber.

Du sollst die Flamme nähren nicht die Asche bewahren!

Es heißt ja Jugendbewegung, weil man damals etwas neues, noch nicht akzeptiertes, Revolutionäres bewegen wollte.

Es ist richtig den Geist und die Form zu bewahren, aber wenn wir ein Publikum unter 50 Ansprechen wollen, so können wir doch nicht immer sagen, das war vor 100 Jahren aber „Der letzte Schrei“ .

 Z.B.  die Lieder - gerne mal „die schöne Winzerin die ihre gelben Pfirsiche  übers Geländer hängt „ aber dann auch mal was von den Toten Hosen den Ärzten einen Schlager (Übrigens meist auch schon 50 Jahre alt) ein Protest Song oder sonst was Frisches, womit sich auch die junge Generation identifizieren kann.

Jetzt kommt doch noch mal das mit der Disco. Folkstanz ist sehr gut und wichtig und auch genau das richtige Medium für unsere Sache, aber man kann ja auch mal was neues probieren.   Wie Disco oder so … Das Leben ist viel zu kurz um es nur ernst zu nehmen.

Ich habe von Christoph gehört, Du hättest etwas (was spielt grade keine Rolle) als „SPAßKULTUR“ abgetan, in dem Moment ist mir folgendes aufgefallen:

Du nimmst vieles einfach viel zu ernst was eigentlich leicht und beschwingt daherkommt wird plötzlich zum Philosophischen Dogma…

So etwas wie die Jugendbewegung muss man erLEBEN nicht erklären, die Leute wollen doch bei uns Gemeinschaft und Freude UND SPAß finden und keine Belehrung über die Dogmen einer Bewegung die sie gerade erst kennen lernen und mit der sich leider außer hedo, atti, monija, maitre, steffi und daniel kaum einer identifiziert.

 (Hier erlaube ich mir auch noch anzumerken, dass Du manchmal einen schönen Moment z.B. Singen am Feuer zerredest in dem du sagst:“ Leute ist das nicht ein besonderer Moment.“  Ist der Zauber leider schon dahin….  Ich hoffe Du verstehst…)

Lieber hedo natürlich greife ich Dich mit diesem Brief etwas an, aber nur weil ich finde Du stehst Dir manchmal selbst im Wege und wunderst Dich dann warum man Dich nicht  versteht.      daniel schankin

hedos Antwort: Daniel, Du hast recht. Zwar trage ich durch Einladung, Gestaltung, lockeres Klima unserer Treffen meist zu Freude und Ungezwungenheit bei.  Auch Kritik kann ich einigermaßen ab, da meine Frustrationstoleranz recht gut ist. Nur ich selbst nehme vieles auch vielleicht zu sehr ernst. Wohl deshalb, weil es mir so wichtig ist, und weil ich das große Glück, das mir durch den Wandervogel erfahren ist, gern weiter geben möchte. Ernst und locker, mit nur guten Traditionen und viel Denken für die Zukunft.

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Freude am Wandervogel

Wenn ich für etwas bin, dann tu ich etwas dafür. Ich arbeite gern, träume und denke mich vorwärts. Das habe ich im Wandervogel gelernt. Dadurch empfinde ich so viel Freude am Wandervogel. Das wisst Ihr, die Ihr mich kennt.

Und was ist es, das mich so sehr an den Wandervogel, an unseren Bund bindet, mich treibt, ihn vorwärts zu bringen, das möchte ich gern weitergeben, an Euch, die Ihr ähnlich denkt und mir nahe seid.

Die Wandervogelphilosophie ist in mir verankert, da wir in der Familie seit drei Generationen Wandervögel sind, und da wir mit Riten, Symbolen, Mythen neben der Realität in der Gedankenwelt ein künstlerisches Doppelleben führen. Ein Doppelleben, das wir Romantik nennen, kühn definiert nach Wandervogelart: Nicht weg von der oberflächlichen Wirklichkeit und nicht weg von harter Realität und Politik, sondern als Bereicherung. Manche nannten das „jungenschaftlich“, wir heute NaturKultur.

Wenn es den Wandervögeln am Himmel nicht gut geht, wird es uns auch nicht gut gehen. Darüber sind wir uns einig. Deutlich sehen wir das, besonders, wenn wir uns als Wandervögel bezeichnen und fühlen.

Wenn wir die Jahreszeiten besonders betonen, weil es für Menschen, sonders für Stadtmenschen gut ist, mit Jahreszeitenfesten, Maibaum, Erntebaum und Waldweihnacht zu leben und zu feiern.

Wenn wir die Festtafel mit den Speisen ehren. Wenn wir betonen, dass es uns zumeist besser geht, als den Generationen vorher.

Wenn wir die Erde und die Vielfalt der Kulturen der Völker lieben und auch unsere Kultur und für den Erhalt kämpfen.

Wenn wir Geld und Egoismus nicht an die erste Stelle stellen.

Wenn wir Natur schützen und uns verlebendigen, vorwärtsdenken und  auch -träumen mit Elfen, Riesen, Zwergen, Sagengestalten

Wenn wir Geschichte und Heimat betonen, ohne sie zu glorifizieren.

Wenn wir am Feuer singen, die alten Tänze tanzen und dazu musizieren.

Wenn wir dafür schreiben, denken, sprechen, malen, fotografieren, filmen.

Ja, damit nehmen wir von unseren Treffen einen Reichtum in unseren Herzen mit nach Hause, den uns keiner nehmen kann, der uns Freude bringt und Kraft gibt.

Dafür lohnt es sich zu arbeiten, zu denken, zu werben, auch anderen Menschen diese Freude und diese Kraft zu schenken und unseren Wandervogel-Bund zu stärken.

Es lebe der Wandervogel. Es lebe unser Bund!               hedo

Ihr Wandervögel!

Was ist es, das mich an den Wandervogel bindet, mich treibt, ihn vorwärts zu bringen? Das möchte ich an Euch weitergeben, an Euch, die ihr ähnlich denkt und mir nahe seid.

Die "Wandervogelphilosophie" ist in mir verankert, wohl auch, da wir in der Familie seit mehreren Generationen Wandervögel sind, und da wir mit Riten, Symbolen, Mythen neben der Realität in der Gedankenwelt ein künstlerisches Doppelleben führen.

Und es ist noch mehr. Es ist ein "Wandervogelleben". Ich nenne es die "Wandervogelfreude" immer verbunden mit einem Schuss ironischer Romantik. 

Mehrere in unserem Lebensbund sprechen von einem Doppelleben, von dem eines (unverblümte-kritische-ironsiche) Früh-Romantik genannt werden kann, das zu meistern ist, kühn definiert nach Wandervogelart: Nicht weg von der oberflächlichen Wirklichkeit und nicht weg von harter Realität und Politik, sondern als Bereicherung für unser Leben. (Manche nennen das „jungenschaftlich“) Wohl die Mehrzahl von uns nennt das heute "NaturKultur mit Wandervogelfreude". Der andere Teil des Doppellebens ist die oft harte und oft routinehafte, tägliche Realität, die ebenfalls zu meistern ist. Dadurch, dass das Leben daran gearbeitet wird, das Leben (beide Leben) immer wieder selbst zu gestalten, voran zu gehen, werden Wandervögel oft zu Meistern ihres Fachs, ihrer Fächer, und wenn etwas scheitert, wird daraus möglichst gelernt, neu angefangen, vorwärts zu gehen.

Für die Absprachen im Bund ist es dann gut, wenn immer mehr heranwachsende, dazukommende Meister, die Fachkompetenzen - Denker wie Praktiker - entsprechende Aufgaben im Bündnis bekommen können, um miteinander den Bund zu stärken, bekannter zu machen, zu vernetzen, näher zu bringen und zusammen zu dividieren. Zu einem stärker werdenden und vorwärts schreitenden Bündnis. (Bei teils stark unterschiedlichen Persönlichkeiten, mit Freude und Tatkraft ohne Arroganzen mit geschulter Frustrationstoleranz. Dieser Satz könnte von tusk sein.)

Wenn es den Wandervögeln am Himmel nicht gut geht, wird es uns auch nicht gut gehen. Darüber sind wir uns einig. Deutlich sieht das wohl jeder, der sich als Wandervögel bezeichnt und fühlt. Wenn wir in unserem Bund die Jahreszeiten besonders betonen, weil es uns für Stadtmenschen notwendig zu sein scheint, mit Jahreszeitenfesten, Maibaum, Erntebaum und Waldweihnacht. Wenn wir bei unseren Treffen, Fahrten und Festen mit machen, die Festtafel mit den Speisen ehren, nicht nur das Fest konsumieren. Wenn wir betonen, dass es uns heute in Deutschland zumeist besser geht, als den Generationen vorher. Wenn wir die Erde und die Vielfalt der Kulturen der Völker lieben und auch unsere Kultur. Wenn viele von uns Geld und Egoismus nicht an die erste Stelle stellen. Wenn wir es mögen, Natur schützen und uns verlebendigen mit Elfen, Riesen, Zwergen, Sagengestalten. Wenn wir unsere Sprache, das Platt und die Dialekte lieben. Wenn wir Geschichte und Heimat betonen, ohne sie zu glorifizieren. Wenn wir am Feuer singen, die alten Tänze tanzen und dazu musizieren.Wenn wir dafür schreiben, denken, sprechen, malen, fotografieren, filmen und auch darüber sprechen.....

Mit diesem Wissen und Erleben nehmen wohl alle von uns von unseren Treffen einen Reichtum mit nach Hause, den uns keiner nehmen kann, der uns Freude bringt und Kraft gibt. Dafür lohnt es sich zu arbeiten, zu denken, zu werben, auch anderen Menschen diese Freude und diese Kraft zu schenken und unseren Wandervogel-Bund zu stärken. 

Es lebe der Wandervogel Es lebe unser Bündnis!   hedo

BRAUCH - BRÄUCHE - FESTKULTUR - JAHRESZEIT - FESTE

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KULTUR

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BRAUCH - BRÄUCHE - FESTKULTUR - JAHRESZEIT - FESTE

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TSCHAIZEREMONIE + LIEDERNÄCHTE AM FEUER

Zur Tschaizeremonie in der Jurte am Feuer gibt es mehrere Geschichten und viele gelungene Tschaisprüche, über die wir schon hier im Netz geschrieben haben. Unser Mandeltschai mit Pfefferminznote wird viel gelobt. Alkohol wird bei uns nicht getrunken, wenn Kinder dabei sein. Für Kinder, Autofahrer und Nichtalkoholfreunde gibt es den berühmten Babytschai. Offiziell wird die Liedernacht um 24 Uhr mit "Gute Nacht, auf Wiederseh'n Marie"von Tucholsky beendet. Meist singen einige gernweiter.

FESTTAFEL

Lukullischer Mittelpunkt der vier Jahreszeitentreffen des Wandervogel-Bündisses ist die Festtafel. Vor der Festtafel im Bundeskreis werden Halstücher verteilt und bewährte Interessierte in den Bund aufgenommenmitdemSpruch:  Einmal Wandervogel -immer Wandervogel. Die Jüngsten kommen zuerst an die Festtafel, die Ältesten zuletzt.

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WANDERVOGEL-KONVENT

Unser Konvent findet viermal im Jahr statt als inhaltlicher Mittelpunkt fürsWeiterdenken, -Entwickeln und Geborgensein in unserem Bündnis. Wir sind nur wenige und stellen uns die Aufgabe, unseren Bund mit Inhalt und Zahl zu stärken und auch nach Vermögen materiell zu untermauern. Es gilt deshalb darum, dieBindung untereinander auch überregional zu stärken, uns in Regionen aufzustellen, um so das Weiterleben unseres Wandervogel-Bündisses zu stärken und zu sichern.

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SCHLUSSRUNDE

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RUNDGESANG

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FEUERSÄNGER

BAUMWANDERUNG

TEESTUBENGESPRÄCHE

WANDERVOGEL-NESTBAU

Die Grundgedanken des Wandervogels mit NATURKULTUR, MITEINANDER, ERLEBEN UND DAS LEBEN GESTALTEN sind seit 100 Jahren herausragend. Unsere Jahreszeitenfeste mit Bräuchen,Singen,Tanzen, Musizieren undVortragen einerseits und andererseits unsere Teestubengespräche, unser Konvent und unsere Netzseite sind Suche und Wegweiser für die Zukunft, für die Kinder, für die Jugend, fürMitmenschlichkeit und Völker der Welt. Wenn Du noch die gute Atmosphäre bei unseren Treffen und eine gute, aufbauende Streitkultur dazu nimmst, so kennen wohl alle von uns kein besseres Bündnis in unserem Land.

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TANZKREISE

Seit 2000 haben wir die Rabentänzer in Lüttenmark, heute im Alter zwischen 50 und 90 Jahren.  Die Rabentänzer sind eine gute, freundschaftliche Gruppe mit viel Freude am Tanzen, an der Musik, an der Gemeinsamkeit. Wir tanzen leichte bis mittelschwere Tänze zumeist aus Europa mit Freunden zum Wohlfühlen, zur Freude, zur Erholung und für die Gesundheit.

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WANDERVOGELTUCH-VERLEIHUNG

Das Tuch wird an die verliehen, die das Tuch wünschen, dazu gehören möchten, und für den Bund aktiv sein wollen. Einmal Wandervogel - immer Wandervogel.

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WANDERVOGEL-FORMEL

Vor über zehn Jahren haben wir im Inneren Kreis uns mit der modifizierten Meißnerformel zusammengesetzt. Und darüber hinaus die Wandervogelformel geschaffen. Heute ist sie mehreren zu trocken, zu abstrakt, zu lang. Wir haben sie zu überarbeiten und griffig für unsere NATURKULTUR, für unseren Bund und den Wandervogel-Nestbau neu in Sloganform zu kreieren. 

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BÜNDISCHE LIEDER JUGENDBEWEGTE LIEDER LIEDERSAMMLUNG & MUSIKSTÜCKE allgemein

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KULTUR

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Xekinai auf Deutsch - Wenn Winternebel, Schnee und Regen 

Deutscher Text des Griechischen Volksliedes von Hannes.

Geschrieben von wv am 08. November 2020. Veröffentlicht in Lieder-Gedichte-Tänze-Musiken

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Mecklenburger und plattdütsche Lieder. 18-8-21 gratis für Wandervögel

Geschrieben von wv am 17. August 2021. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

Mai1Ausschnitt-neg.jpgZu internen Gebrauch ist heute am 18.8.21 das neue Liederbuch "Mecklenburger und plattdütsche Lieder erschienen. 56 Seiten mit Noten. Wandervögel bekommen es gratis zum Selbstausdruck.

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Ich singe ein Lied für den Baum

Geschrieben von wv am 03. Juni 2021. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

hl2_Ich_singe_ein_Lied_fuer_den_Baum.jpgIch singe ein Lied für den Baum, ich singe ein Lied für den Baum. Ich singe ein Lied für den Baum. 1.Ein Baum steht in der Wilstermarsch. Der Baum wächst alt und voll Kraft. Er...

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Der Ring ist geschlossen, der Abendwind weht

Geschrieben von wv am 02. Juni 2021. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

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Ick wull, wi weern noch kleen

Geschrieben von wv am 28. März 2021. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

Ick_wull_wi_weern_noch_kleen.pngDas wunderschöne Lied erzählt Klaus Groth von seinem  Bruder Jehann, der im 1.Weltkrieg fiel.

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Wir gratulieren

Geschrieben von wv am 28. März 2021. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

Wir_gratulieren2.pngWIR GRATULIEREN DEM NEROTHER WANDERVOGEL ZUM 100.TEN GEBURTSTAG. wandervogel.e.v. 28.3.2021

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FRÜHLINGSLIEDER zum Ausdrucken

Geschrieben von wv am 17. März 2021. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

Ein_Fest_für_das_Feuer-2.jpgFRÜHLINGSLIEDER ZUM WANDERVOGELMAIEN.    Stand: 8.5.21

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Lüttenmarker Einzug 1.+2. - 1. Stimme

Geschrieben von wv am 07. April 2018. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

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Waltzing Mathilda - Lagert mal ein Tramp

Geschrieben von wv am 07. April 2018. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

Once a jolly swagman (Waltzing Mathilda)_C Kopie.jpgLagert mal ein Tramper an einem kühlen Wasserloch, macht sich ein Feuer und kocht einen Tee. Legt sich unter einen Baum und singt zufrieden vor sich hin. You’ll come a waltzing Mathilda...

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Dank dem Feuer, das leuchtet und wärmt, Dank dem der für uns singt oder schweigt

Geschrieben von wv am 07. April 2018. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

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Lasst uns die Sonne, die Erde, den Wind, weil wir Wandervögel sind

Geschrieben von wv am 07. April 2018. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

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Wandervogel-Bundeslied . Lasst uns die Sonne, die Erde, den Wind, weil wir Wandervögel sind

Geschrieben von wv am 14. August 2017. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

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Mecklenburg-Hymne - Grüne Wiesen, weite Wälder

Geschrieben von wv am 14. August 2017. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

sNeue herrliche Mecklenburg-Hymne  Text und Melodie zum Ausdrucken Grüne Wiesen, weite Wälder zwischen Elbe und Ostseestrand. Bin zu Hause in der Weite, Mecklenburg, mein Heimatland. Grüne...

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Rosen und Sonne, Stein Wasser und Brot

Geschrieben von wv am 14. August 2017. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

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GEBURTSTAGE Geburtstagslieder Jubiläumslieder

Geschrieben von wv am 15. Februar 2016. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

2021 wandervogel e.v. Am 1.11. ist der Wiedergründungstag des wandervogel e.v. 23 Jahre her. 1998 gründete hedo und Elbrabenfreunde den wandervogel e.v. nieder, um hedos Rabenhof zu beleben, Fahrten...

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Kanons Kanonheft

Geschrieben von wv am 07. Februar 2016. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

Kanons Kanonheft mit Noten € 5 für Herstellung frei Haus   Gratisheft vom Folkmagazin + Wandervogel anfordern  038842-21888 Abendstille Alles schweiget Alle Leute sollen leben, die...

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RITTER GEDICHTE vom Kunibert und anderen 25.3.21

Geschrieben von wv am 05. Februar 2016. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

images-5.pngWir freuen uns über weitere Verse Kunibert, der große Klampfer, aß am liebsten Sauerampfer und verstärkt so seine Töne durchein markiges Bassgedröhne. Zu Grünwald im Isertal,glaub'n se mir's, ös...

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Morgenliederfleppe Textheft 2016

Geschrieben von wv am 05. Februar 2016. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

Morgenliederfleppe Textheft   wandervogel e. v. Heute am 5.2.2016 ist die Morgliederfleppe Textheft - 2016, fertig geworden. (zumeist stehen die Autoren schon dabei.) Das Heft hat 44...

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Greifenlieder des wandervogel ev • Feuerfunken 1 Stand 23.1.21

Geschrieben von wv am 16. Juni 2014. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

Die Greifenlieder im Feuerfunken 1 sind unsere wichtigsten Lieder. Es ist unser erstes Liederheft der "Feuerfunken". Das Heft ist das Nachfolgeheft vom "Kleinen Greifen" und hat 166...

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Liederhefte DES WANDERVOGELS - FÜR WANDERVÖGEL

Geschrieben von wv am 03. Februar 2014. Veröffentlicht in Lieder+Gedichte

Erschienen sind und erst einmal per Post zu bestellen: je € 5 incl. Versand, evtl. Überschüsse zugunsten des wandervogel ev (Zum internen Gebrauch.) liederhefte feuerfunken feuerfunken 01 -...

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Mittsommerlieder

Geschrieben von wv am 16. Juni 2021. Veröffentlicht in Liederhefte

Zur Hochzeit des Jahres ---.jpgMITTSOMMER FÜR ALLE Was sind die Mittsommer-Bräuche und Mittsommer-Utensilien? Mittsommerfeuer, Johanniskraut für den Tschai, Feuersprünge, Feuersprüche, Mittsommerlieder aus dem...

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Die Schule der Klassikgitarre - Chistian Rolf

Geschrieben von wv am 25. November 2020. Veröffentlicht in Liederhefte

Die Gitarreschle für deN späten Unterrichsbeginn Fingerprint FP 8195.  www.fingerprint-verlag.de Jede Fingerbewegung, jede Gitarrenhaltung wird klar in Wort und Bild beschrieben und so...

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Schallerfleppe Sommerfeuer wandervogel Feuerfunken 3

Geschrieben von wv am 28. September 2012. Veröffentlicht in Liedtextearchiv

Wir haben hundert von Liedtexten auf unserer Homepage. Schallerfleppe Somemrfeuer  Feuerfunken 3 Das umfangreichste Textheft in 3. Heften (mit ca. 400 Liedern) ist nun unsere...

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Morgenkanons

Geschrieben von wv am 17. August 2009. Veröffentlicht in Liedtextearchiv

Bei einigen Liedern wurden Strophen für den eigenen Gebrauch hinzu gefügt bzw. Veränderungen vorgenommen. Auch sind noch einige Fehler in der Liste. Wir freuen uns, wenn das nicht beanstandet wird...

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Carolans Welcome

Geschrieben von wv am 18. Dezember 2013. Veröffentlicht in Tanzarchiv Wandervogel

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Walzer - Accordeon accordeon

Geschrieben von wv am 18. Dezember 2013. Veröffentlicht in Tanzarchiv Wandervogel

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LÜTTENMARK-SAGA - GRÜNES BAND - RABENHOF - WANDERVOGELHEIM LÜTTENMARK - RABENTÄNZER KRAFTORT ZENTRUM DER JUGENDBEWEGUNG

Geschrieben von wv am 03. Dezember 2019. Veröffentlicht in Rabenhof

DSC00908_2_Kopie.jpg LÜTTENMARK-SAGA WIE LÜTTENMARK VERMUTLICH ENTSTAND: So 1300 gehörte Lüttenmark zum Gebiet der slawisch-wendischen Obotriten, die ein Herzogtum errichteten. Das Gelände westlich der Boize war...

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Lüttenmarker Geschichten

Geschrieben von wv am 03. Dezember 2019. Veröffentlicht in rh Logbuch

Werner: Einer der Dorfältesten ist ab und zu auf dem Rabenhof zu Besuch. Er ist hier geboren, hat einen eigenen Hof, ist hier groß geworden, hat Nazizeit und DDR-Zeit hier erlebt und weiß durch...

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BRIEF VON LILJA

Geschrieben von wv am 15. November 2020. Veröffentlicht in Beiträge von Lesern

Liebe Freunde und Familie, den Juli über hat mich ein französischer Roman über die Suche nach glücklichen Momenten begleitet "Le voyage d'Hector ou la recherche du bonheur" von oben genanntem...

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KREATIVE WANDERVÖGEL - SEIT WIEDERGRÜNDUNG 1998 Stand 9.1.22

Geschrieben von wv am 09. Januar 2022. Veröffentlicht in GESCHICHTE

Heute im Wandervogel kreativ engagierte Wandervögel + Greifenträger: ANKE - Asbahr - Schwanheide - Rabentänzer MV BOB - Robert Lietzke - Berlin - Elbraben, Wandervogelchor, Noten, Berliner...

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Meißnertreffen 1913 - 2013 - Zum Nachdenken

Geschrieben von wv am 22. Dezember 2020. Veröffentlicht in GESCHICHTE

Meißner 2013 Ich nehme den Artikel von Helmut Wurm zum Anlass, vier Gedankengänge und Beobachtungen zu Meißner 1923 bis 2013 zu äußern. 1. Die Meißnerformel, 2. Das Zusammenkommen und...

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Meißnertreffen 1913 - 2013 - Zum Nachdenken

Geschrieben von wv am 22. Dezember 2020. Veröffentlicht in GESCHICHTE

Meißner 2013 Ich nehme den Artikel von Helmut Wurm zum Anlass, vier Gedankengänge und Beobachtungen zu Meißner 1923 bis 2013 zu äußern. 1. Die Meißnerformel, 2. Das Zusammenkommen und...

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WANDERVOGELZENTREN

Geschrieben von wv am 16. November 2020. Veröffentlicht in GESCHICHTE

Burgen, Höfe, Mühlen, Landheime waren seit je Treffpunkte der Wandervögel. So kam auch der Wiederaufbau der Burg Ludwigstein zustande. Heute gibt es Wandervogelhäuser: Wandervogelhof Uelzen, Burg...

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BÜNDE HEUTE und früher - Wandervogelbünde ab 1945

Geschrieben von wv am 16. November 2020. Veröffentlicht in GESCHICHTE

Mühle-Vierhandfassung_copy.jpgBÜNDE HEUTE UND FRÜHER  4.4.22 Mehrere Bünde halten seit fast 100 Jahren an der alten Regel fest: "Jugend führt Jugend". Stimmt das noch richtig? Oder sitmmte das nie? Bei den Bünden, die...

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Wie ich den Wandervogel erlebe und sehe

Geschrieben von wv am 16. November 2020. Veröffentlicht in GESCHICHTE

21014_1576759419318265_5476775981774575691_n 2 Kopie.jpg    .  Rabenhof Um 1892 entstand die erste Wandervogelgruppe am Steglitzer Gymnasium. Eine Gemeinschaft, die raus in die Natur wollte, und leben, was echt, natürlich...

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BUNDESLÄNDER DEUTSCHLAND Mecklenburgs Vor- und Nachteile

Geschrieben von wv am 14. November 2020. Veröffentlicht in GESCHICHTE

BUNDESLÄNDER DEUTSCHLANDS.  2022 Die Bundesländer spiegeln einerseits die Vielfalt und Unterschiedlichkeit dar. Dabei haben sie unterschiedliche Vorzüge und...

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jungenschschaft, dj, zeitschrift "briefe" tusk und die fg

Geschrieben von wv am 14. November 2020. Veröffentlicht in GESCHICHTE

„zeitschrift briefe“ tusk und die fg Irgendwie bin ich immer Fahrender Geselle geblieben. Nicht nur, weil meine Badetücher immer noch blau und gelb sind. Auch meine Gedanken kreisen oft um meinen...

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Bündische Links

Geschrieben von wv am 31. Oktober 2020. Veröffentlicht in GESCHICHTE

Überbündische Webseiten www.buendische-blaue-blume.de www.burg-waldeck.de www.wandervogel.de,    www.pfadfinder-treffpunkt.de, www.ludwigstein.de. ...

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ARBEIT BERUF HANDWERK STUDIUM UMWELT ABITUR WELTREISE KINDER

Geschrieben von wv am 06. Juli 2022. Veröffentlicht in KOMPASS

ARBEIT BERUFE IM HANDWERK ODER MIT STUDIUM Als Handwerker bin ich unterwegs und komme mit Menschen aller Schichten zusammen. Ich bin unterwegs und habe mit praktischen Sachen zu tun. Ich kann mit...

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LEBEN, GESUNDHEIT, NAHRUNG, KLEIDUNG, LEBENSGESTALTUNG, KLUFTKluft s.Kluft),WANDERVOGEL-LEBEN

Geschrieben von wv am 05. Juli 2022. Veröffentlicht in KOMPASS

IMG_5594_2.jpeg  Unser Bund zum Fest vorbereitet am Steinkreis auf dem Rabenhof in Greven-Lüttenmark  ZUR KLEIDUNG, ZUR KLUFT Nicht nur in Österreich und Bayern ist das Dirndl Tradition, Heimatkleidung...

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KAUF LIEDERBÜCHER EMBLEME WANDERVOGELARCHIV ETC.

Geschrieben von wv am 27. Dezember 2021. Veröffentlicht in KOMPASS

KAUF Du kannst gegen Vorkasse  frei Haus bestellen TEL: 0152 2198 3817  Halstuch grünrotgelb € 10 Goldgreif groß rund € 10  für Greifenträger Goldgreif klein viereckig  10...

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WANDERVOGEL ÖFFENTLICHKEIT & WERBUNG

Geschrieben von wv am 28. März 2021. Veröffentlicht in KOMPASS

download-21.jpg  Warum wir keine "E-Mail" haben.  ( NEROTHER WANDERVOGEL) Wir haben nicht nur keine "E-Mail-Adresse", wir messen auch dem "Internet" wenig Bedeutung zu. Unsere Kenntnis der...

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Weshalb Wandervogel? WANDERVOGEL HEUTE - BRIEFE - Weshalb ich zum WANDERVOGEL komme?

Geschrieben von diverse am 22. März 2021. Veröffentlicht in KOMPASS

Fest-Trinken-BündischeRunde-Gästebuch.gif Weshalb Wandervogel? Ohne Wandervogel wäre die Welt, mein Leben für mich ärmer. Neben dem entfernten Rest meiner Familie habe ich den Bund als größere Familie mit schönen Liedern, mit Fahrten...

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EMBLEME DES BUNDES. wandervogel e.v. KLUFT WAPPEN GREIF

Geschrieben von wv am 18. März 2021. Veröffentlicht in KOMPASS

69_wv_wichtig_neu_2.3.22_--_--_Kopie.jpg  .  .  . . .   BUNDESFARBEN. grün -rot - gold / goldgelb Wandervogelfarben Wie der Wandervogel zu den Farben grünrotgold gekommen ist, ist...

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Glaube, Kirche, Gott und freier Glaube im WANDERVOGEL

Geschrieben von wv am 02. März 2021. Veröffentlicht in KOMPASS

Zum Glauben im Wandervogel.                         2.3.21 hedo Die Meisten von uns sind nicht eng mit einer Kirche verbunden...

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OFFENHEIT + VERTRAUEN IN UNSEREM WANDERVOGELBUND

Geschrieben von wv am 28. Februar 2021. Veröffentlicht in KOMPASS

FRAGEN AN HEDO VON MANFRED Bist Du nicht unvorsichtig und schenkst fremden, Neuen so viel Vertrauen? Sind nicht die meisten Bünde viel vorsichtiger, weil sie geschädigt, angemotzt, betrogen...

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GRUPPE GRÜNDEN IM WANDERVOGEL. BUND SPRÜCHE SPRECHER

Geschrieben von wv am 26. Februar 2021. Veröffentlicht in KOMPASS

69_wv_wichtig_neu_2.3.22_--_--_Kopie.jpg . .  Willst du eine Regionalgruppe in unserem Wandervogelbund gründen? Wenn Du zu unserem Bund gehörst und unsere Bund förderst (durch Taten, Mitgliedschaft und Beitrag) brauchst Du...

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Wandervogelschule

Geschrieben von wv am 02. Februar 2021. Veröffentlicht in KOMPASS

Lehrer_Lempel__busch_040.png. Wandervogelschule zur Persönlichkeit mit Freude, Lernen und Humor Die Wandervogelschule ist für Dich und für interessierte Wandervögel geschrieben. Um zusätzliche Lernchancen auf wichtigen...

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Wie es zu unserem Wandervogelbund kam, was aus ihm wurde, und was angepeilt wird

Geschrieben von wv am 02. Januar 2021. Veröffentlicht in KOMPASS

69_wv_wichtig_neu_2.3.22_--_--_Kopie.jpg . .  . .  . Interessante Wappendarstellungen GESCHICHTE Es ist eine Geschichte, aus der heraus der Wandervogel neu erfunden wurde. Wie ich persönlich dazu kam, ist...

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Bundesführung?

Geschrieben von wv am 02. Januar 2021. Veröffentlicht in KOMPASS

Bundesleitung und Sprecher Unseren Bund zu händeln ist nicht leicht. Es braucht zwei Stunden Zeit am Tag, und neben der Kontinuität Kreativität mit Ideen und gutes Einschätzen der Meinungen...

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BUND wandervogel e.v. - Trägerverein Satzung

Geschrieben von wv am 28. Dezember 2020. Veröffentlicht in KOMPASS

wvHedo Wandervogel Lüttenmark 12 x 12 Cover - Größe[1] a.jpg. . . . . .   WANDERVOGELBUND "WANDERVOGEL" DER WANDRVOGELBUND "WANDERVOGEL" ist die Bündigung und kein Verein. Ihm gehören alle #Wandervögel an. Entscheidungen...

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Wer wirkt als Wandervogel lebenslang? Zur eigenen Verantwortung

Geschrieben von wv am 24. Dezember 2020. Veröffentlicht in KOMPASS

zur eigenen verantwortung.jpeg Ist es vielleicht eine psychische Komponente, die einen Menschen veranlasst, sein Leben lang für den Wandervogel zu wirken? Und damit für ein selbst definiertes imaginäres Ziel? Das ist...

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Demokratie im Wandervogelbund - Aktionen mit Erwachsenen 23.3.21

Geschrieben von wv am 28. November 2020. Veröffentlicht in KOMPASS

zur_eigenen_verantwortung.jpg   FESTKULTUR - Gruppendemokratie - Aktionen mit Erwachsenen - Künstlerische Ansätze Entwurf und Planung sind bei mir immer künstlerischer Entwurf (wie bei Architkten, Lehrern..). " Zuerst...

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WANDERVOGEL-ALPHABET

Geschrieben von wv am 16. November 2020. Veröffentlicht in KOMPASS

Wandervogel-Alphabet 2.jpeg

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ARCHIV DES WANDERVOGELS LIEDERSAMMLUNGEN greifbare Liederhefte

Geschrieben von wv am 16. November 2020. Veröffentlicht in KOMPASS

download-1.jpgWANDERVOGEL -SAMMLUNG WIR BITTEN ALLE INTERESSIERTEN, UNS WANDERVOGELNACHLÄSSE ZUKOMMEN ZU LASSEN. WIRHABEN EINE SAMMLUNG VON LPERSÖNLICHEN HANDGESCHRIEBENEN LIEDERBÜCHER UND FAHRTENHEFTEN ALTER...

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Weg der Wandervögel, neue Meißnerformel, Wandervogelformel

Geschrieben von wv am 16. November 2020. Veröffentlicht in KOMPASS

C217CC4C-FD1C-4BC1-BBF1-380F18162B3A_1_105_c.jpeg     Weg der Wandervögel Unser Weg unterscheidet sich nicht von dem, was allen Menschen gut tut. Gestalte Dein Leben mit innerer Wahrhaftigkeit verantwortlich selbst in...

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 Wandervogel-Adressen, Finanzen, Pacht des Wandervogelheims, Konto, Sofortkontakt

Geschrieben von wv am 16. November 2020. Veröffentlicht in KOMPASS

Mitmachen & Teamarbeiten:  Du bist willkommen, im Wandervogelbund dabei zu sein und mitzumachen. Jeder, ob jung oder alt, kann in unserem Bund mitmachen.  Es ist ratsam, sich zu...

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TANZ Wie ich zum Tanzen kam

Geschrieben von wv am 14. August 2022. Veröffentlicht in KULTUR

1EAE7416-4E13-43DF-A508-249A75441430_1_105_c.jpegWie ich zum Tanzen kam Geschrieben von wv am 14. November 2020. Veröffentlicht in KULTUR Wie ich zum Tanzen kam.  Einmal im Monat nach dem 2. Weltkrieg war mein Vater um Hamburg...

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LIEDERTANZ LIEDERTÄNZE

Geschrieben von wv am 12. August 2022. Veröffentlicht in KULTUR

Altiruni-Abendtanz_---ok.jpgSINGETANZ-TANZBESCHREIBUNGEN SIND BEI UNS ANFORDERBAR Wir haben den Anfang unserer Tanzunterlagen von Singetänzen hier kopierbar und druckbar veröffentlicht. Wer Fragen zu einem weiteren Tanz hat...

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FOLKCLUBS + FOLKTREFFS + FOLKKONZERTE

Geschrieben von wv am 03. Juni 2022. Veröffentlicht in KULTUR

FOLKCLUBS + FOLKTREFFS + FOLKKONZERTE  TRGT EUCH ZUR LISTE DAZU FOLKCLUB BOIZENBURG - RABENHOF LÜTTENMARK = FOLKFESTE, FOLKKONZERTE, TANZFESTE, TANZ, MUSIZIEREN, SINGEN FOLKCLUB MÖLLN =...

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TANZFESTE FOLKLORE

Geschrieben von wv am 03. Juni 2022. Veröffentlicht in KULTUR

TANZFESTE FOLKLORE RABENHOF LÜTTENMARK - 4 X IM JAHR 0152.2198 3817 FOLKCLUB MÖLLN - 4 X IM JAHR TANZHAUS BARDOWICK - BLECKEDE - 4 X IM JAHR SWTTENBEEKER DANZLÜD - SCHWARZENBEK - 1 X IM JAHR

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WORKSHOPS

Geschrieben von wv am 03. Juni 2022. Veröffentlicht in KULTUR

FOLKLORE WORJKSHOPS RABENHOF LÜTTENMARK: INTERNATIONALE FOLKLORETÄNZE 01 € 30-60 (3 TAGE - DO.-SO) RABENHOF: JAHRESZEITENLIEDER RABENHOF: ENSEMBLESPIEL

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TANZMEISTER FOLKLORE

Geschrieben von wv am 03. Juni 2022. Veröffentlicht in KULTUR

TANZMEISTER FOLKLORE Wir vermitteln Tanzmeister auch weiter, stellen einen Kontakt her. HUUB DE JONG, NIEDERLANDE, INTERNATIONAL ANNETTE LANGERHORST - VAN DEN STEEN, UFFELTE, NIEDERLANDE...

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Musizieren & Mitmachkultur. 9.1.22

Geschrieben von wv am 09. Januar 2022. Veröffentlicht in KULTUR

Musizieren & Mitmachkultur   am Beispiel Schwedens und der Elbraben In der Jugendbewegung dreht sich alles um die Klampfe. Schon die Lütten fangen teils damit an. Früher war das anders...

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LETTLAND Riga - Die alte Stadt

Geschrieben von wv am 27. Januar 2021. Veröffentlicht in KULTUR

Es gibt eine Stadt, da leben die Straßen. Die hohen Kirchtürme winken grün. Die Stadt wie ein Parkbummel mit grünen Bänken. Ist es dort heut' noch so schön? Muschelduft treibt mit Bernstein an Land...

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EIN GUTES GESPRÄCH UND GUTE ATMOSPHÄRE

Geschrieben von wv am 27. Januar 2021. Veröffentlicht in KULTUR

Ein gutes Gespräch ist wie ein gutes Glas Wein. Man muss isch vorher darauf freuen können.  Wenn nach Empfang und kleinem Imbiss sich Feuer in Weingläsern spiegeln, ein Raum ohne Sperren...

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ARISTOTELES & DIE GESETZE

Geschrieben von wv am 08. Januar 2021. Veröffentlicht in KULTUR

ARISTOTELES 1.jpg

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LIEDERGESCHICHTEN -Jahreszeiten, Länder, Fahrten... 8.4.21

Geschrieben von wv am 01. Januar 2021. Veröffentlicht in KULTUR

ADB39196-31E8-47D8-978D-A06DD1F4B74E_4_5005_c.jpegFür viele Menschen machen Lieder gesund. Für viele sind sie wichtig fürs Leben. Für manche haben Lieder einen kaum erklärbaren Wert aus alten Zeiten, als Lieder noch magisch genutzt wurden, eine...

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Hilferuf der Wilden Rose

Geschrieben von wv am 21. Dezember 2020. Veröffentlicht in KULTUR

MK Swobl Spendenflyer Geretsried 12 2020.jpgWer sich besinnt, dass viele sozio-kulturelle Treffpunkte in den vergangenen Jahren notgedrungen von der Ehrenamtlichkeit hin zu Angestellten und hohen Fixkosten wechseln mussten, der weiß in welcher...

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FESTKULTUR zum Mitmachen im Wandervogel: Jahreszeiten-Feste, Hochzeiten, Festkultur, Tschaizeremonie, Essen, Speisen, Kreis, Bigband, Feuersänger etc.

Geschrieben von wv am 21. Dezember 2020. Veröffentlicht in KULTUR

69F180FE-4AAB-49F7-A5C9-61DA937917CD_1_105_c.jpegFESTKULTUR Seit vielen, vielen Jahren gibt es im Wandervogel ein Grundgerüst für unsere drei Wandervogelwochen im Jahr.  Viel schöner wäre es, wenn Schüler und Berufstätige auch meist die...

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TANZEN&TÄNZE / MUSIZIEREN /LIEDER & SINGEN / MITMACHEN&MITMACHTÄNZE im Wandervogel

Geschrieben von wv am 21. Dezember 2020. Veröffentlicht in KULTUR

Tanz_vor_Rathaus_Boizenburg.jpgMitmachtanz-Liedtexte des Wandervogels  fürs einfach draußen Tanzen Die Liste der Tanztexte ist unten am Ende dieser Datei.  FOLKTANZ = TANZEN, MITMACHTANZEN, MUSIZIEREN In Berlin...

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MUSIZIEREN - INSTRUMENTE im wandervogel - zum Mitmachen

Geschrieben von wv am 21. Dezember 2020. Veröffentlicht in KULTUR

MUSIZIEREN Öfter bieten wir Schnellkurse für Ukulele und Klampfe an. So, dass gleich die ersten Lieder gespielt werden können. Und es gibt auch Aufgaben für Lieder, die dann zu Hause eingeübt...

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Märchen zum Vorlesen

Geschrieben von wv am 16. Dezember 2020. Veröffentlicht in KULTUR

Lieber Freund du mein Gefährte Kalevala - Text 2.jpgAnfangsworte der Kalevala : "Dürft ich hören, was ich dächte, denken, was mein Herz sich dächte . Meine Worte wollen tönen, hemmungslos dem Mund entströmen, eilen über meine Zunge und entfliehen...

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LIEDER, Wochenlieder, Lieder der Bünde, Wandervogellieder ....

Geschrieben von wv am 29. November 2020. Veröffentlicht in KULTUR

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LIEDER AUS DDR-ZEITEN - ARCHIV DES WANDERVOGELS

Geschrieben von wv am 19. November 2020. Veröffentlicht in KULTUR

Lieder aus DDR-Zeiten. (Entwurf. 19.11.20) In der letzten Zeit sind unsere mehrere Liederbücher aus DDR-Zeiten für das Wandervogelarchiv gespendet worden. Das ist Anlass, über das Liedermachen...

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Lieder lachen, weinen, beten

Geschrieben von wv am 16. November 2020. Veröffentlicht in KULTUR

Lieder lachen, weinen, beten, schenken Freude, Liebe, Hoffnung und geben Trauer das Geleit. Lieder sind tönende Träume, spiegeln  Menschlichkeit und Persönlichkeit. Lieder sind Quellen des...

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Waldzither

Geschrieben von wv am 14. November 2020. Veröffentlicht in KULTUR

WALDZITHER Die Waldzither wurde erst in Hamburg, dann in Thüringen durch die Jugendbewegung wiederentdeckt. Heute spielen bekannte Folkies die 'Waldzither. Einige von ihnen unterrichten sie auch...

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Lernen Schule Unterricht

Geschrieben von wv am 14. November 2020. Veröffentlicht in KULTUR

8788C230-CF2D-43D0-A833-E3BD650E7B3B_1_100_o.jpegLERNEN LERNEN IN DER SCHULE UND AUSSERHALB DER SCHULE - LERNTECHNIKEN, LERNHILFEN, DIGITALES LERNEN, AUFSTIEGSMÖGLICHKEITEN Lernen ist nicht mehr Feuerzangenbowle, sondern Villa Kunterbunt. Ja...

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LIEDER-STICK, MUSIZIEREN, SINGEN, Gedichte, Märchen, Erzählungen, Lieder einspielen, Länder, Bundeslieder

Geschrieben von wv am 12. Oktober 2020. Veröffentlicht in KULTUR

hedos lieder .jpg.  Einspielen hedos lieder auf mp3  Viele Lieder sind noch einzuspielen. Ziel ist es, einen Stick zu erstellen, auf dem Melodien des Liederbuhs sind. Der Stick ist für e 6 zu...

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WEIHNACHTEN. WALDWEIHNACHT WINTER

Geschrieben von wv am 25. November 2021. Veröffentlicht in NATURKULTUR

DSC_0341.JPG.  . Rabenhof zu Weihnachten  WEIHNACHTEN FEIERN  WEIHNACHTEN wird in der Öffentlichkeit und den Medien immer amerikanischer, traditionelle Bräuche der Regionen, der...

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WEIHNACHTS-&WINTERLIEDER zur Waldweihnacht neu&alt

Geschrieben von wv am 19. November 2021. Veröffentlicht in NATURKULTUR

Ach bittrer_Winter.jpgEs gibt eine schöne, neue Weihnachtsfestkultur mit lebendigen Lichterbäumen, mit vielen Kerzen und vor allem mit vielen schönen, Weihnachtsliedern auf Deutsch. In den vergangenen Jahren hatte wir uns...

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HAUSTIERE & WILD. Geschichte, Artikel, Lieder, Gedichte...

Geschrieben von wv am 29. März 2021. Veröffentlicht in NATURKULTUR

222images-7.jpg. .   .   ELCHE Elche sind Urtiere, die in Wald und Tundra magisch wirken. Wandervögel haben weit Zeiten von tusk und Werner Helwig ein besonderes Verhältnis zu Elchen...

VÖGEL Texte, Artikel mit Geschichten, Liedern, Gedichten...

Geschrieben von wv am 29. März 2021. Veröffentlicht in NATURKULTUR

Schwalbenzählung_2013-05_001.jpgWIR NENNEN UNS WANDERVÖGEL. 29.3.21 hedo Für uns als Wandervögel ist es selbstverständlich, dass wir uns für Vögel einsetzen. Am Haus haben wir viele Schwalbennester und vom NABU das...

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KINDER. Artikel Geschichten, Lieder, Gedichte

Geschrieben von wv am 29. März 2021. Veröffentlicht in NATURKULTUR

Mein_Kind_wir_waren_Kinder_4_001.jpegKINDER IN DEUTSCHLAND    28 . 3. 21  hedo Es geht gruselig zu für Kinder in Deutschland. Hier in Mecklenburg leben über 30% der Kinder mit Mitteln unter der Armutsgrenze. Das...

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INSEKTEN

Geschrieben von wv am 29. März 2021. Veröffentlicht in NATURKULTUR

114_wv-_2.jpeg Der letzte Schmetterling UND VIELE ANDERE INSEKTEN   hedo.  2020 Die Bienen, Wespen Mücken und Libellen waren schon gestorben. Die Schwalben und andere Vögel hungerten, hatten...

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Kartoffeln - Wenn ich in den Beeten hocke SVZ 6.2.21

Geschrieben von wv am 06. Februar 2021. Veröffentlicht in NATURKULTUR

Bea_Kartoffelartikel_2.jpg

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KLIMA - BÖDEN - LUFT - WASSER - Umwelt- und Landwirtschaft.

Geschrieben von wv am 05. Februar 2021. Veröffentlicht in NATURKULTUR

KLIMA 13.11.21 Deutschland, Russland, USA, Indien, China bremsen, teils um zu verdienen. Teils auch, weil sie nicht weit genug sind in Technik, Umbau ihrer Industrien bzw. nicht genug Finanzen für...

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Verkehr der Zukunft

Geschrieben von wv am 27. Dezember 2020. Veröffentlicht in NATURKULTUR

In den Großstädten ist es an Brennpunkten schwierig zu Fuß zu gehen, oder mit dem Fahrrade zu fahren. Die meisten Großstadtwohner haben kein Auto, werden aber vom Autoverkehr stark eingeschränkt...

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Das Grundwasser ging flöten

Geschrieben von wv am 26. Dezember 2020. Veröffentlicht in NATURKULTUR

Das Grundwasser ging flöten, die Luft ist voller Staub. Das Essen ist vergiftet, die Ohren sind halb taub. Den Kindern geht es dreckig. Sie leben von Hartz 4, und das ist unser Deutschland und...

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MAIBAUM & ERNTEBAUM in Mecklenburg

Geschrieben von wv am 20. Dezember 2020. Veröffentlicht in NATURKULTUR

mai 54757 Kopie.jpgWO STEHT DER SCHÖNSTE MAIBAUM IN MECKLENBURG?  In vielen Städten und Dörfern wird in Mecklenburg ein Maibaum - meist von der örtlichen Feuerwehr - aufgestellt, in einigen auch ein...

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WALD Geschichten & Gedichte um den Wald

Geschrieben von wv am 25. November 2020. Veröffentlicht in NATURKULTUR

Unknown.jpegWALD ALS HEIMAT ZUM BESINNEN hedo  29. 3. 2021 Wenn ich innere Einkehr brauche, gehe ich in den Wald. Er ist mein wahres Zuhause. Wie ein lebendiger Dom. Nur es ist kein Beten. Es ist...

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BLUMEN. Lieder, Geschichten, Gedichte bis zu BLAUEN BLUME 29.3.21

Geschrieben von wv am 22. November 2020. Veröffentlicht in NATURKULTUR

Sterngreifer-neg.jpgBLUMENARTIKEL GELESEN.  15.2.21 hedo Ich war gerade damit fertig, ein einfaches von mir Lied über „Herzenslieder“ in Capella zu setzen, das vor sieben Jahren in Gedanken an unser...

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Der liebevolle Blick. - Gabi Blank 11.2020

Geschrieben von wv am 18. November 2020. Veröffentlicht in NATURKULTUR

Scan Der liebevolle Blick.jpg

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MUTTER ERDE

Geschrieben von wv am 16. November 2020. Veröffentlicht in NATURKULTUR

Urlaubgrafiken 2.jpegSchauen, was hinter den Bergen steht, und wie die Welt so weit... Auf der Jahresversammlung der Lebewesen baten die Lemuren ums Wort. Liebe Mutter Erde, ist es vielleicht ratsam, die Menschheit zu...

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Wandervogelrebellen

Geschrieben von wv am 15. November 2020. Veröffentlicht in NATURKULTUR

WANDERVOGELREBELLEN sind Rebellen gegen den Missbrauch der Erde Mehrere von uns sind Wandervogel-Querdenker und dennoch Freunde. Miteinander gegen Unrecht, gegen Gifte, Bomben, Atom, Zuviel an...

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DIE NEUEN PILGERNWEGE FÜRS KOHLEAUSSTIEGSGESETZ:  

Geschrieben von wv am 15. November 2020. Veröffentlicht in NATURKULTUR

  Das Gesetz kontakariert die vorher zugesagten Ausstiegszeiten durch Klauseln, entschädigt die Kohlefirmen übermäßig und steht den Klimazielen und dem Kohleausstieg entgegen. Es ist...

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RADWEGE an der B 195 zwischen Lüttenmark und Gresse

Geschrieben von wv am 15. November 2020. Veröffentlicht in NATURKULTUR

RAdweg 1+2.jpegWir haben schon öfter darüber gesprochen. Auch Radwegebau ist für uns NATURKULTUR. Nun ist es bald gut möglich, zu uns von Boizenburg oder von Schwanheide mit dem Fahrrad zu uns zu kommen.

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Bauern in NOT

Geschrieben von wv am 15. November 2020. Veröffentlicht in NATURKULTUR

Bauern sind in Not Bauern sind in Deutschland in der Zwickmühle zwischen EG und Bauernverband, die immer mehr an Produktion und größere Höfe fördern und zwischen Vermarktern mit Aldi, Lidl &amp...

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HERBST WANDERVOGELERNTE HFF

Geschrieben von Thomas König am 20. Oktober 2020. Veröffentlicht in NATURKULTUR

download-45.jpg      Wandervogelernte 2021- 30.8. - 5.9. 21 Bundestreffen 2/21 Rabenhof Lüttenmark HerbstFolkFest Workshops mit Marianne (Musizieren & Tänze), monija (Kräuter &amp...

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123»Ende

Herzenssänger - Feuersänger Weshalb?

Geschrieben von wv am 16. November 2020. Veröffentlicht in Artikel

Weshalb wir so gern singen? Wir haben manches gemeinsam - Folkies und Wandervögel - in Freiheitsliebe, Mitmenschlichkeit, Liebe der Musik und der Natur und auch das Unterwegssein. Doch am meisten...

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Wandern & Unterwegssein - wetlweit & in der eigenen Region

Geschrieben von wv am 16. November 2020. Veröffentlicht in Artikel

WELTWEIT unterwegs zu sein, ist zur Zeit nict ratsam. Es sei denn, ich bereite Fahrten für die Zukunft vor. Wie wir zur Fahrt nach Wiborg in russisch Karelien.Um NaturKultur begreifen zu können...

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Joiken und samische Kultur    Gabriele Haef

Geschrieben von wv am 16. November 2020. Veröffentlicht in Artikel

immer bekannter und ist auch hierzulande jetzt oft zu hören. Die erste Begegnung für manche hierzulande mit diesem samischen Musikstil war aber wohl der Film „Ofelas“, der erste abendfüllende...

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Wandervogel warum?

Geschrieben von wv am 15. November 2020. Veröffentlicht in Artikel

zur eigenen verantwortung Kopie.jpegVorweg: Den Artikel schenke ich mir zum 87.ten Geburtstag und den Lesern, die erfahren wollen, dass es mehr im Leben gibt, als Realität. Ich wuchs auf in der Denkschule zwischen Wandervogel...

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Denkhilfen zur Entwicklung einer Grundhaltung zum Glücklichsein aus persönlichem Erleben

Geschrieben von wv am 15. November 2020. Veröffentlicht in Artikel

6BFF2F0F-69F9-4602-B2D8-CEA74D429CEC_1_105_c.jpeg.  Sicher möchtest Du auch glücklich sein. Dass Glück an verschiedenen Ecken selbst machbar ist, wirst Du wissen. Ein etwas längerer Artikel folgt zur Mittsommernacht, eine der...

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Welchen Sinn hat Wandervogel für mich? 

Geschrieben von wv am 15. November 2020. Veröffentlicht in Artikel

    Wenn wir uns ums Feuer versammeln, fragen wir uns heute viel zu wenig nach dem Sinn,dem Sinn unseres Lebens, unserer Arbeit, unseres Zusammenkommens, unseres Bundes. Dass wohl...

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Behörden und Notzeiten

Geschrieben von wv am 14. November 2020. Veröffentlicht in Artikel

Wie verbessern wir unsere Behörden? Wie können uns Behördenmitarbeiter dabei helfen? Als die große Flüchtlingsmenge kam, mussten hier am Wochenende viele im Wald übernachten, weil die Aufnahmestelle...

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Schwerter zu Pflugscharen

Geschrieben von wv am 14. November 2020. Veröffentlicht in Artikel

4C1EAAA2-2C23-485C-A23A-D9155B7271A2_1_105_c.jpeg Schwerter zu Pflugscharen: Friedensziele Dänemark+Deutschland : Israel+Plästina (Jordanien/Gaza).           GRAFIK: Helge Karnagel.  Der Welt-Nobelpreis...

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WARUM IST WANDERVOGEL VORDENKEND?

Geschrieben von wv am 14. November 2020. Veröffentlicht in Artikel

Warum Wandervogel?   Der Wandervogelherbst 2020 ist trotz corona freudebringend gelaufen. Die Nachfrage für die Wandervogel-Winterwoche 2020 ist gut. Kaum einer ließ sich einschüchtern...

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WANDERVOGEL e.v. NATURKULTUR - einfach mitmachen STAND 22.3.21

Geschrieben von hh am 14. November 2021. Veröffentlicht in Artikel

114_wv-_2.jpg  Wandervogelbund für NaturKultur + Weltfahrten  und für Dich !  Wir lieben Liedernächte am Feuer, Treffen mit Wandervögeln und Interessierten, Fahrten in die Welt und zu...

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Corona - Nachrichten weltweit ZUKUNFT - Artikelsammlung

Geschrieben von Thomas König am 20. Oktober 2020. Veröffentlicht in Artikel

CF6DAA4A-405B-45BD-BB67-B92FCDD16695_1_105_c.jpeg  WANDERVÖGEL BEZIEHEN STELLUNG -  Schreib Deine persönliche Meinung. wir schreiben mit mehreren. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!    Pandemie-Kurzmeldungen - Ganz am Anfang...

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AB WV 114 WANDERVOGEL TITEL ab Nr. 114 im Internet

Geschrieben von HH am 08. Oktober 2019. Veröffentlicht in Artikel

114 wv- 2.jpeg.  .    Ab Wandervogel 114 auf der Webseite www.wandervogel.info      Wandervogel - Zeitschrift zum Mitmachen für Leser  -   Naturkultur...

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RABENTÄNZER wandervogeltanzkreis lüttenmark

Geschrieben von wv am 25. März 2016. Veröffentlicht in Artikel

10380267_1566321703695370_3029680400532525224_n.jpg22 JAHRE RABENTÄNZER Wir feiern unser Sommerfest und den 22. Geburtstag intern am Do. 14. Juli 2022 im Garten des Rabenhofs und tanzen anschließend. Wir geben uns ein neues Konzept mit mehr...

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LÜTTENMARKGESCHICHTEN

Geschrieben von wv am 17. Februar 2015. Veröffentlicht in Artikel

DSC00908_2_Kopie.jpegLÜTTENMARK #WIE LÜTTENMARK VERMUTLICH ENTSTAND: So 1300 gehörte Lüttenmark zum Gebiet der slawisch-wendischen Obotriten, die ein Herzogtum errichteten. Dasglände westlich der Boize war...

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ENDLICH WIEDER TANZEN Schwarzenbek. BEATE HASE

Geschrieben von wv am 29. Juni 2022. Veröffentlicht in Einladungen & Berichte

20220410_155137.jpegENDLICH WIEDER TANZEN > Unser Tanzfest 5 + 2 IN SWATTENBEEK Am Sonntag 10.4.2022 konnten wir endlich unser in 2020 verschobenes > Tanzfest nachholen. So haben wir nicht unser...

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WANDERVOGELGRUPPEN: ELBRABEN = MITMACHTANZEN RABENTÄNZER DUFTE KUNDEN FEUERSÄNGER PERSONEN / unsere Wandervögel bei den Sternen

Geschrieben von wv am 04. Juni 2022. Veröffentlicht in Einladungen & Berichte

a-raben_8467.jpgElbraben-Einladung & Geburtstage 8.-11.September oder nur 10.9.22 Geschrieben von wv am 04. Juli 2022. ELRABENEINLADUNG.  4.7.22. Entwurf   Mojn, liebe Elbraben Gerad‘ habe...

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HORTEN- & FAHRTENLEBEN hedos ehemalige Horte, die er 11 Jahre leitete.

Geschrieben von wv am 24. März 2021. Veröffentlicht in Einladungen & Berichte

Horte_041_2_2.jpeg  BLICK IN DIE SCHWEIZ    AN DER ELBE  HELSINKI   VOR LAPPENRANTA - FINNLAND . AUF DEM ELBDEICH

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Mittwinter & Mittsommer im Wandervogel BERICHTE & EINLADUNGEN

Geschrieben von wv am 20. Dezember 2020. Veröffentlicht in Einladungen & Berichte

BA534D20-46E6-4171-9A0A-3AA138132017_1_105_c.jpegWANDERVOGEL-MITTWINTER .  .   . . .   .  . . .  WINTERTREFFEN & WALDWEIHNACHT 2021 Wie immer laden wir zur Winterwoche ein: 30.11. - 5.12.21...

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BERICHTE: OSTSEE & Kühlungsborn -Treffen für Altwandervögel

Geschrieben von wv am 14. November 2020. Veröffentlicht in Einladungen & Berichte

Kochende_Hexe_mit_Raben_1.jpgTREFFEN FÜR ALTWANDERVÖGEL IN KÜHLUNGSBORN Treffen im Schwimmbad um 7 h vor em Frühstück und zum Singen auf Absprache Wir haben die Ostseekünste ausprobiert und uns entschieden Kühlungsborn, den...

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FESTREDEN, Lieder und Geschichten. 23.3.21

Geschrieben von Thomas König am 20. Oktober 2020. Veröffentlicht in Einladungen & Berichte

1F59A9CE-F861-4A47-8ABB-BFCD7894F714_1_105_c.jpeg  von hedo     Ihr Wandervögel, was ist es, das mich stark an den Wandervogel bindet, mich treibt, ihn vorwärts zu bringen? Das möchte ich gern an weitergeben, an Euch...

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RADTOUR 1. DURCH DIE HEIDE, 2. ZURÜCK AM ELBERADWEG:

Geschrieben von Thomas König am 20. Oktober 2020. Veröffentlicht in Einladungen & Berichte

DSCN9571[1].jpgHallo Hedo,wie versprochen melden wir uns nach unserer Radtour zurück. In den zweieinhalb Wochen sind wir über 1000 Kilometer mit dem Rad gefahren und sind am Montag von Magdeburg mit dem Zug...

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AUCH DU HAST CHANCEN IM WANDERVOGEL

Geschrieben von wv am 07. Mai 2022. Veröffentlicht in Einladung - Termine

AUCH DU HAST CHANCEN IM WANDERVOGEL bei Übernachten, vier Jahrenzeiten-Festen und Wochenenden im Grünen oder zur Waldweihnacht auf dem Rabenhof und bei Fahrten zu Kulturtreffen mitzumachen und dazu...

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TERMINE AKTUELL Einladungen WANDERVOGELJAHR Impulse fördern Beiträgefür Mitmacher

Geschrieben von h am 31. Dezember 2022. Veröffentlicht in Einladung - Termine

69_wv_wichtig_neu_2.3.22_--_--_2_Kopie.jpg  ZUERST DAS WANDERVOGELJAHR, DARUNTER ALLGEMEINE TERMINE 12 Do. 1.-4.12. WANDERVOGEL-WALDWEIHNACHT - Rabenhof, Lüttenmark MV.  0152 2198 3817  11 Fr. 20.11. Ma...

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Walter Hensel Gesellschaft

Geschrieben von wv am 25. November 2020. Veröffentlicht in Einladung - Termine

Liebe Mitglieder, liebe Freunde der WHG!  Anbei der neue vorläufige Terminplan für das Jahr 2021. Bitte jetzt schon die Urlaubsplanung für 2021 danach richten. Wir hoffen, dass...

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GEDENKEN IM WANDERVOGEL - Ehrungen, verdient, krank, gestorben

Geschrieben von wv am 30. Juli 2021. Veröffentlicht in Hintergrund & Geschichte

VIELE HABEN SIND IN DEN NUN JAHREN DER WIEDERGRÜNDUNG UNSERES BUNDES 1989 FÜR DEN WANDERVOGEL VERDIENT GEMACHT. (Stand 2021) Euch gilt unser herzlicher Dank. Wir denken an Euch. Vielleicht...

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Wir ehren

Geschrieben von wv am 23. April 2021. Veröffentlicht in Hintergrund & Geschichte

Wir ehren besonders die Freunde und Wandervögel , die intensiv beim Aufbau mitgeholfen haben: Lothar Strelau, Düsseldorf,Maurer Gila und Jochen Theuerkauf - Fenstereinbau Astrid Kühnel...

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blitz

Geschrieben von wv am 05. Februar 2021. Veröffentlicht in Hintergrund & Geschichte

wv-Blitz 2 – 3.2.21 Ich wünsche Dir ein gutes neues Jahr und alles Liebe für Dich und die Deinen. Wir haben ein paar Neuigkeiten zur besseren Kommunikation im Bund, bei denen Du mitmachen...

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NEROTHER WANDERVOGEL 2021 100 JAHRE

Geschrieben von Thomas König am 20. Oktober 2020. Veröffentlicht in Hintergrund & Geschichte

Nachdem unser Bund 2013 hundert Jahre alt wurde, erreicht der Nerotherbund 2021 seinen hundertsten Geburtstag. Dazu sollen mindestens zwei Bücher erscheinen. Durch die von Nerothern gedichteten...

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Hannes Wader Noch hier Was ich noch singen wollte www.stockfisch-records.de. (hedo holland)

Geschrieben von wv am 04. Juli 2022. Veröffentlicht in Rezensionen

Unbenannt.jpgHannes Wader Noch hier Was ich noch singen wollte www.stockfisch-records.de Schon seit vielen, vielen Jahre habe ich Lust über Hanns Waders CDs zu schreiben, weil ich seine Stimme liebe, weil...

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Feinschmecker - Empfehlung Kühlungsborn Mantra

Geschrieben von wv am 25. Juni 2022. Veröffentlicht in Rezensionen

Wanderer, kommst du an die Ostsee und hast die Urlaubsorte abgegrast, dann bleibst Du hängen in Kühlungsborn-Ost, der Perle der Ostseebäder mit Strand, 2 Promenaden, Wäldern und der Strandstraße...

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Mindener Kreis - Heft 25 – Lebenswege 2. - hedo

Geschrieben von wv am 24. Juni 2022. Veröffentlicht in Rezensionen

Mindener_KJreis_-_Lebenswege_2.jpg Mindener Kreis 25 – Lebenswege 2 Herbsttreffen des Mindener Kreises Petershagen 2021   Berichte von Eberhard Manfred Biniek – kaa, Karsten Stange, Hanno Botsch, Helmut Steckel, Eckard...

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HERZGEPANN - KLOSTER SCHÖNTAL H

Geschrieben von wv am 06. Juni 2022. Veröffentlicht in Rezensionen

HERZGESPANN_COVER.png                                                      &nbsp...

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DAS DING 5 - KULTLIEDERBUCH 1. Textausgabe, 2. Notenausgabe DUX MUSIKVERLAG hh

Geschrieben von wv am 20. April 2022. Veröffentlicht in Rezensionen

DAS DING 5 - KULTLIEDERBUCH 1. Textausgabe, 2. Notenausgabe DUX MUSIKVERLAG hh Andreas Lutz, Berhard Bitzel, - Über 400 Songs Musikverlag Holzschuh, Edition Dux Hug Musikverlage3 - Edition...

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DER SCHRÄGE SILBERSPRING - ZUGVOGEL h

Geschrieben von wv am 09. April 2022. Veröffentlicht in Rezensionen

Silberspring8.jpg.  Schräger Silberspring Zugvogel – Deutscher Fahrtenbund www.zugvogel.de Hdeft, CD / Stick Lustige und makabre Lieder mit Akkordeon oder Band eingespielt, teils mitreißend...

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HAUKE & ALEXNDER 2 CDS. STERNENREITER h

Geschrieben von wv am 09. April 2022. Veröffentlicht in Rezensionen

sternenreiter.jpg Hauke und Alexander Sternenenreiter CD:Und wenn wir träumen  unter Sternen www.sternenreiter.com CD: Reiten,reiten durch die Nacht Die beiden Brüder aus dem Nerother Wandervogel singen...

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MANFRED HAUSIN - DASS WIR SO LANG LEBEN westpark-music.de. h

Geschrieben von wv am 09. April 2022. Veröffentlicht in Rezensionen

manfred_Hausin_Various-Artists-Dass-wir-so-lang-leben-duerfen-Cover.jpeg DASS WIR SO LANG LEBEN DÜRFFEN ***** Die Lieder des Erzpoeten & Eulenspiegel Manfred Hausin Westpark-music.de Box mit 2 CDs - Poster mit Manfred Hausin und Hannes Wader. HANNES WADER...

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BORIS MEYN HAMBURG-KRIMINALROMANE. Rowohlt. h

Geschrieben von wv am 07. April 2022. Veröffentlicht in Rezensionen

Boris Meyn schreibt Hamburgensien. Als pensionierter Städteplaner ist er Fachmann und Historiker. Mit seinen Krimis um Kommissar Bischof vervollkommnet der noch die historische Sicht Hamburgs, die...

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Tilman P. Fichter/Siegward Lönnendonker, „Genossen! Wir haben Fehler gemacht“. Der Deutsche Sozialistische Studentenbund 1946–1970: Der Motor der 68er Revolte. Schüren-Verlag, Marburg 2021. Preis: 34.- Euro. zeko

Geschrieben von wv am 05. März 2022. Veröffentlicht in Rezensionen

zekos Buchtipp Tilman P. Fichter/Siegward Lönnendonker, „Genossen! Wir haben Fehler gemacht“. Der Deutsche Sozialistische Studentenbund 1946–1970: Der Motor der 68er Revolte. Schüren-Verlag, Marburg...

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Marvara – High on Life - GO Danish GO2121. mc

Geschrieben von wv am 19. Januar 2022. Veröffentlicht in Rezensionen

Marvara_High_on_Life.jpg Marvara – High on Life - GO Danish GO2121 Großartige Musik! Dieses Album ist pure Energie! Ganz still beginnt der erste Titel „Underground Schottisch“, um sich dann mit vollem Instrumentarium zu...

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HANS SCHOLL Noch nie in meinem Leben war ich so Patriot. spurbuchverlag. hedo

Geschrieben von wv am 29. November 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

HANS SCHOLL Noch nie in meinem Leben war ich so Patriot Fritz Schmidt / Jürgen Reulecke Schriftenreihe des Mindener Kreises Nr. 24 Spurbuchverlag.de Hans Scholl im Umfeld von dj.1.11 und sein...

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WOLFGANG HEMPEL ZUM 90. GEBURTSTAG spurbuchverlag. hedo

Geschrieben von wv am 29. November 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

Wolfgang_Hempel_90_Jahre_2911.21.jpg  WOLFGANG HEMPEL zum 90.ten Geburtstag Die Jugendbewegung in Minden in Westfalen von 1909 bis 1962 Nr. 23 Schriftenreihe des Mindener Kreises Spurbuchverlag.de Die Gestaltung ist von...

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68er Tilman P. Fichter/ Siegward Lönnendonker. „Genossen! Wir haben Fehler gemacht“. Schüren-Verlag. zeko

Geschrieben von wv am 29. November 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

Tilman P. Fichter/ Siegward Lönnendonker, „Genossen! Wir haben Fehler gemacht“ Der Deutsche Sozialistische Studentenbund 1946 -1970: Der Motor der 68er Revolte. Schüren-Verlag, Marburg 2021.&nbsp...

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HANS SCHOLL. Noch nie in meinem Leben war ich so Patriot. spurbuch. hedo

Geschrieben von wv am 29. November 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

HANS_SCHOLLFM_358_-_24.11.21.jpg.  29. 11. 2021 HEDO HANS SCHOLL Noch nie in meinem Leben war ich so Patriot Fritz Schmidt / Jürgen Reulecke Schriftenreihe des Mindener Kreises Nr. 24 Spurbuchverlag.de Hans Scholl im...

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HANNES WADER Poetenweg. stockfisch. hedo

Geschrieben von wv am 28. November 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

waderFM_358_-_24.11.21.jpg HANNES WADER Poetenweg Geschichten und Lieder an einem Spätsommerabend Stockfisch-records.de Wir kennen Hannes Wader. Wohl alle CDs von ihm wurden im FOLKMAGAZIN rezensiert und gelobt. Mit...

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LYDIE AUVRAY. Air de Décembre. westpark

Geschrieben von wv am 28. November 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

lydieauvray_air-de-decembre_cover_3000px159x159FM_358_-_24.11.21.jpgLYDIE AUVRAY Air de Décembre - Wintermelodie Westpark Music  Diese Winter-CD der großen Akkordeon- und Musette-Meisterin ist ein Erlebnis. Mit ihrer Band entschloss sie sich, jetzt in...

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TROUBADOURS Martin WEinsor + Jeannie Steel. mosaik. hh

Geschrieben von wv am 28. November 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

TroubadoursFM_358_-_24.11.21.jpg Martin Winsor + Jeannie Steel.    2 CDs = 1 live, 1 Studio mosaik-promotion.de Wenn Du Folkie bist, dann gibt es nur eins: Diese CD zu holen, denn sie ist „folkissimo!“ Es ist...

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Dornröschen. Jumbo. hh

Geschrieben von wv am 27. November 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

DORNRÖSCHENFM_358_-_24.11.21.jpgDornröschen Ballett von Peter Iljitsch Tschaikowski, präsentiert von Marko Simsa Jumboverlag.de Das Märchen, das die Brüder Grimm aufschrieben, kennt Lande. Die Oper von Peter Tschaikowsky ist...

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Es war, als hätt' der Himmel die Erde still geküsst - Gedichte + Lieder. Goya

Geschrieben von wv am 25. November 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

ES_WAR_ALS_HÄTT_DER_HIMMELFM_358_-_24.11.21.jpg ES WAR, ALS HÄTT‘ DER HIMMEL DIE ERDE STILL GEKÜSST.  Ulrich Maske und Franziska Harvey Gedichte aus fünf Jahrhunderten in denen der Mond erscheint. Goya-Verlag...

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CDs - Rezensionen - WV & FM-Mitarbeit - Zusammenarbeit

Geschrieben von wv am 05. Oktober 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

WV & FM-Rezensionen werden in einer Reihe von Rubriken veröffentlicht. Mitarbeiter sind u.a. dauernde Mitarbeiter Viktor Braun, Martin Czech, Gabriele Haefs, Thomas König, Herwig Milde - Axel...

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Eine neue Biografie über Peter Rohland

Geschrieben von wv am 10. August 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

Eine neue Biografie über Peter Rohland Anderen, wie Hanns Dieter Hüsch, Reinhard Mey und Hannes Wader  war es vergönnt, ihre Lebensbeschreibung selbst in die Hand zu nehmen. Peter Rohland –...

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Hans Bollinger - Auf vielen Straßen dieserWelt mit Liedern unterwegs zu Abenteuern

Geschrieben von wv am 09. Juli 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

.   spurbuchverlag Hans ist Musiker und Pädagoge, war in den letzten Jahren von Oelb Fahrtenleiter des Nerother Wandervogels und hat eine spannende Schreibe. Bei den Nerother gehören...

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Florian Schneider: Schangsongs, www.fl

Geschrieben von wv am 29. Juni 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

Florian Schneider ist ein Schweizer Liedermacher, der aber zum Glück fürs norddeutsch geprägte Ohr ein südlich geprägtes Schriftdeutsch singt. Und wie er singt! Kräftige, klangvolle Stimme...

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Liv Solveig: Slow Travels, Cargo Records, www.livsolveig.com (GH) Rezi

Geschrieben von wv am 29. Juni 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

Liv Solveig ist Norwegerin, sie schreibt und singt auf Englisch, und in der Pressemeldung steht über ihr Debütalbum „Slow Travels“, es sei „eine Ode an den Delay“ und „Atmosphärische Klangbilder mit...

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Kai Deutsch – Fern.Weh.Mut küc

Geschrieben von wv am 03. Mai 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

Kai_Deutsch-Fern_Weh_Mut-Cover.jpg Das Debüt des Hamburger Liedermachers ist bereits 2015 erschienen. Die elf Songs passen zu seinem Umfeld bei den Pfadfindern. Die Themen sind allesamt nicht neu, Verliebtheit, Freundschaft...

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Gerhard Brunner Helmut Kagerer Harmonielehre für Gitarre Spurbuchverlag.de

Geschrieben von wv am 16. März 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

Harmonilehre_für_Gitarre.jpegGerhard Brunner Helmut Kagerer Harmonielehre für Gitarre Spurbuchverlag.de Endlich weniger falsch spielen - Harmonielehre für Gitarre Der Gitarrist Gerhard Brunner und der Jazzgitarrist...

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Peter Rohland - Biografie von Hanno Botsch Spurbuchverlag.de

Geschrieben von wv am 16. März 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

Peter_rohland_Hanno_Botsch.jpegPeter Rohland - Biografie. von Hanno Botsch. Spurbuchverlag.de  Pitter ist in der Folkszene und im Wandervogel vielen durch seine Lieder bekannt. Er ist der Liedersammler und...

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Harmonielehre für Gitarre

Geschrieben von wv am 23. Januar 2021. Veröffentlicht in Rezensionen

hamronielehre_fur_Gitarre_mockup_web-05a92823.pngwww.spurbuch.de Endlich weniger falsch spielen Das Buch ist für Fortgeschrittene geschrieben, für die, die gern Meister im Gitarrenspiel werden möchten. Es erklärt die Musik aus der Sicht der...

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Und was steuern wir an? Und halten wir kurs?Kontinuität und Brüche im jungenschaftlichen Neubeginn nach 1945

Geschrieben von wv am 26. Dezember 2020. Veröffentlicht in Rezensionen

Unbenannt.jpgUnd was steuern wir an? Und halten wir kurs? Fritz Schmidt – fouché. Band 9 der Schriftenkreise in Verbindung mit dem Mindener Kreis (Eckard Holler, Fritz Schmidt, Pit Stibane) ...

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Börnel neues, großartiges Liederbuch des BdP Sachsen. 5.12.20

Geschrieben von wv am 05. Dezember 2020. Veröffentlicht in Rezensionen

90781529_2616866161970379_2883917831701790720_o.jpg Das Buch erfreut mich sehr. Und der BdP Sachsen hat mich als mehrfach überrascht. Einerseits ein wunderschöne Buch in weiter Fassung mit neuen und alten bündischen Liedern, mit schönen alten...

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Werner Bros. Skiffle in Finnland

Geschrieben von wv am 22. November 2020. Veröffentlicht in Rezensionen

werner bors22112020133649 2.jpg Hankasalmi  In Hankasalmi, dort, wohn Michael in Finnland auf dem Johannisbeerhof lebt, gibt es in jedem Juli ein eins der größten europäischen Skifflefeste. Dort traten die Werner Brüder zu...

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Sväng - In Trad we trust. - 

Geschrieben von wv am 17. November 2020. Veröffentlicht in Rezensionen

Sväng  In Trad we trust.jpegGalileo-mc.deväng ist seit Jahren eine der finnischen Lieblingsbands vom FM, oft hochgelobt. Als Mundharmonikaquartett bringen sie eine Power rüber, wie sie von Mundharmonikaspielern selten...

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Fred Ape - Bedingungslos! *****

Geschrieben von wv am 17. November 2020. Veröffentlicht in Rezensionen

Fred Ape 2020-cd_fred-ape_bedingungslos_3000x3000_72dpi-400x400.jpgFred Ape ***** Bedingungslos. www.ruhrfolk.de Fred Ape singt seine Chansons, die unsere Gesellschaft durchleuchten für Hoffnung, Mitmenschlichkeit, Toleranz,  Kritik, Flüchtlinge...

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Joana   ***** Tun wir was dazu Lieder Deutsche Revolution 1848/49

Geschrieben von wv am 17. November 2020. Veröffentlicht in Rezensionen

Joana-liederbestenliste.jpg Joana   *****  Tun wir was dazu Lieder Deutsche Revolution 1848/49.  Eigenverlag & spurbuchverlag  www.joana.de Es ist eine CD der Superlative. Joana...

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CD vom Bardentreffen 2019 von Manni

Geschrieben von wv am 16. November 2020. Veröffentlicht in Rezensionen

Hallo, Ihr lieben Freunde und Freundinnen des Bardensingens! Die neue CD – Bardentreffen 2019 – hat endlich (!) das Licht der Welt erblickt und hofft auf reichlichen Zuspruch, damit die...

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Joana - Wir sind viele

Geschrieben von wv am 26. Oktober 2020. Veröffentlicht in Rezensionen

CD von Joana zugesandt www.joana.de Von 1960 bis 2006 war sie eine unserer Bühnenfrauen. Mit dem Lied „Wir sind viele“ hat sie das herausragende Lied von Luis Llach aus Katalonien für uns...

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Mitmachen, Dazugehören,Mitgliedschaft, Förderer, Wandervogelbund

Geschrieben von wv am 02. November 2021. Veröffentlicht in Vorweg

69_wv_wichtig_neu_2.3.22_--_--_Kopie.jpgMitmachen Du kannst mitmachen und dazugehören. Rufe an. Mitgliedschaft im Bund Zur Mitgliedschaft im Bund gehören: Zusenden des vollständig ausgefüllten des Bundesbogens, Monatsbeitrag...

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Wandervogel sein - Wandervogel werden

Geschrieben von wv am 16. November 2020. Veröffentlicht in Vorweg

114 wv- 2 2.jpeg    Unser Wandervogel-Miteinander bringt Freude. WERBEN: Willst Du für den Wandervogel werben? Oder etwas aufbauen?  Wenn Du willst, unterstützen wir Dich auf Wunsch dabei. ...

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Unser Wandervogelbund mit Mitmenschlichkeit

Geschrieben von wv am 15. November 2020. Veröffentlicht in Vorweg

Unser Wandervogelbund für Freiheit, Mitmenschlichkeit, NaturKultur, Singen, Musizieren, Tanzen, Wandern, Demokratie ohne Idelogie Wir treffen uns auf dem schönen, blumenreichen Rabenhof. (am...

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125. wv 32.KW WANDERVOGEL 2022 Titel So. 7.8.22. - Sa. 13.8.22 (2)

Geschrieben von wv am 07. August 2022. Veröffentlicht in Titel

2022-07_Viele_Icons_2.jpgAUßERDEMJubiläumsAUSGABE Nr 125 zweimonatlich  WANDERVOGEL BÜNDNIS FÜR FRIEDEN, VÖLKER, NATURKULTUR, FREIHEIT, MITMENSCHLICHKEIT wiedergegründet 1998 Mit diesen vier Begriffen und mit...

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124. 26.KW WANDERVOGEL 2022 Titel So. 25.6.22. - Sa.01.07.22 (6)

Geschrieben von wv am 01. Mai 2022. Veröffentlicht in Titel

69_wv_wichtig_neu_2.3.22_--_--_Kopie.jpg- WANDERVOGEL BUND FÜR FRIEDEN, VÖLKER, NATURKULTUR, MITMENSCHLICHKEIT Mit diesen vier Begriffen und mit kritischen Gedanken gestalten wir unsere Lebenswirklichkeit und auch gern mit ironischer...

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Stärkung des Wandervogels - Gruppenaufbau

Geschrieben von wv am 03. Oktober 2021. Veröffentlicht in Zunftbuch

download_Kopie.jpg.    Stärkung des Wandervogels - Gruppenaufbau Wir brauchen Kraft, keine Konkurrenz. Deshalb halten wir zusammen. Für Gruppen gelten Regeln zur Stärkung der Gruppen und der...

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Ich singe ein Lied für den Baum, ich singe ein Lied für den Baum. Ich singe ein Lied für den Baum.

1.Ein Baum steht in der Wilstermarsch. Der Baum wächst alt und voll Kraft. Er trotzt Nordweststurm und Blankem Hans, der Baum der Bauernschaft.

2. Der Baum reckt sich stolz über Deich und Watt und über Wiesen und Moor. Er wurzelt fest im Marschenland und ragt zum Himmel empor.

3. Er rauscht im Nordwestwind sein Marschenlied. Er steht und wurzelt am Meer, und wenn er fällt, dann fallt auch ihr, denn ihr gehört hierher.

4. Es steht ein Baum in der Wilstermarsch. Er trotzt dem Blanken Hans, dem Nordweststurm und dem Kernkraftwerk, der Baum des kleinen Mann’s.

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1. Weißer Winter und wir wandern, wer weiß wohl wie weit?
Weißer Winter und wir wandern durch die kalte Zeit
2. Weißer Winter Weihnachtsworte werden sie wohl wahr?
Schnell wird es am Abend dunkel. Schon neigt sich das Jahr.
3. Weißer Winter aus dem Dunkeln leuchtet uns ein Stern.
Eine Botschaft in die Herzen kommt zu uns von fern..
4. Freude wartet hier im Dunkeln wie ein schöner Traum. Sterne weisen uns im Wald den grünen Tannenbaum.
5. Und wir kommen mit Laternen, Liedern und Gedicht. Eine spricht die alten Worte. Es flackert das Kerzenlicht.
6. Diese Worte, diese Sage, tausend Jahre alt.
Sterne blinken über Tannen, singen wir im Wald.
7. Nacht ist um uns, schweigend gehen wir dem Hause zu. In der Ferne Glocken läuten. Bajuschki Baju.

FESTE MITMACHFESTE FESTGESTALTUNG FOLKFESTE FOLKTANZFESTE MUSIKANTENTREFFS MITSPIELMÖGLICHKEITEN

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KULTUR

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FESTE, FESTGESTALTUNG & MITMACHFESTE

Es gibt Konsumfeste (Konsumveranstaltungen) und Mitmachfeste. Bei Konsumveranstaltungen will der Veranstalter verdienen. Das Publikum sitzt oder steht und schaut meist zu, klatscht vielleicht auch. Bei Mitmachveranstaltungen können viele, vielleicht die meisten, mitmachen. Es sind Veranstaltungen mit geringen Kosten für den Mitmacher oder sogar gratis. Die Feste sind zu allermeist ohne Gewinnabsicht, Beiträge sind meist nicht höher, als die Kosten. Künstler treten oft für Selbstkosten auf. Große Publikumsmengen sind nicht an Mitmachfeste gewöhnt. Sie können oft auch nicht breit beworben werden, da die Einnahmen gering bleiben sollen. Es gibt auch Konsumfeste, die Mitmachanteile haben.  Mitmachfeste sind besonders geeignet, um Kulturszenen, die nachhaltig für Kultur werben (Stadtteilkultur, Folkinitiativen, Musikinitiativen, Ökoszene, Reformszene, Kulturinitiativen, Heimatvereine, Kirchengemeinden, Mitmachsportvereine, Mitmachmusikgruppen, Bündische Szene, Hochzeitsfeste, Geburtstagsfeste, Stadtteilfeste, Tanzkreise, Spielkreise, Schulen......). Mitmachfeste brauchen für bestimmte Aufgabe, klare Konzepte, teils gute Musikanlagen, oft viel dafür geeigneten Platz und eine gut inszenierte Moderation. Teils müssen bei Mitmachfesten Zahl und Alter der Mitmachenden sorgsam bedacht und eingeführt werden. Es ist gut, wenn in einer besonderen Vorbereitungsgruppe zusammen mit erfahrenen Mitmachinitiatoren die Mosaikteile und die Moderation eines Mitmachfestes gut bedacht werden, ohne Lebendigkeit ohne Spontanität groß einzuschränken. 

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FOLKFESTE TANZFESTE FOLKLORE

RABENHOF LÜTTENMARK Leisterförder STr. 23, 19258 Greven - Lüttenmark (50 km östlich Hamburgs) 4 X IM JAHR 0152.2198 3817 - TERMINE AUF DER TITELSEITE, meist Referenten, die zu den besten Europas zählen. (AUßERDEM DONNERSTAGSTANZEN) mit Livemusik, Allspeel und Mitspielmöglichkeiten mehrmals. Siehe Seite 1. 

FOLKCLUB MÖLLN - 4 X IM JAHR TANZHAUS mit Livemusik durch Bands (1x monatlich Handicaptanz) Siehe Seite 1

TANZHAUS BARDOWICK - BLECKEDE - 4 X IM JAHR (Anfahrt z.Bl über Uelzen) mit Livemusik durch Bands

SWATTENBEEKER DANZLÜD - SCHWARZENBEK - 1 X IM JAHR JAHRESFEST ohne Livemusik

WORKSHOPS

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KULTUR

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FOLKLORE WORJKSHOPS

RABENHOF LÜTTENMARK: INTERNATIONALE FOLKLORETÄNZE 01 € 30-60 (3 TAGE - DO.-SO)

RABENHOF: JAHRESZEITENLIEDER

RABENHOF: ENSEMBLESPIEL

TANZ TANZMEISTER FOLKLORE

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KULTUR

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TANZMEISTER FOLKLORE

Wir vermitteln Tanzmeister auch weiter, stellen einen Kontakt her.

HUUB DE JONG, NIEDERLANDE, INTERNATIONAL

ANNETTE LANGERHORST - VAN DEN STEEN, UFFELTE, NIEDERLANDE, UELENSPEGHELHOF, ROMA, MEXIKO, ISRAEL

SONJA HARTMANN, WISMAR  0151 2223 0477 INTERNATIONAL

UWE THOMSEN, MÖLLN, TANZ FÜR BEHINDERTE & FÜR TANZHAUS

BEATE HASE SCHWARZENBEK, DEUTSCHE TÄNZE, INTERNATIONAL, SENIORENTANZ

JÜRGEN SCHMAHL BOIZENBURG, INTERNATIONAL, SENIORENTANZ

MARIANNE LANGE, HEILBRONN, KLEZMER, INTERNATIONAL

URSULA ALBRECHT - MROSS, HAMBURG, INTERNATIONAL

LETTLAND Riga - Die alte Stadt

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KULTUR

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Es gibt eine Stadt, da leben die Straßen. Die hohen Kirchtürme winken grün. Die Stadt wie ein Parkbummel mit grünen Bänken. Ist es dort heut' noch so schön?

Muschelduft treibt mit Bernstein an Land. Es riecht so vertraut nach Heimat und See. Ich fühle mich jeden Tag dort zu Haus. Wie mag es den Freunden dort geh'n?

Ein Brief, ein Bild, ein Lied von der See. Gedanken an Speicher, Schwarzhäupter und Wein. ein lächelndes Mädchen, ein lettisches Lachen. Wie mag es heut' wohl in Riga sein?

5.10.1966 hedo 

EIN GUTES GESPRÄCH UND GUTE ATMOSPHÄRE

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KULTUR

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Ein gutes Gespräch ist wie ein gutes Glas Wein. Man muss isch vorher darauf freuen können. 

Wenn nach Empfang und kleinem Imbiss sich Feuer in Weingläsern spiegeln, ein Raum ohne Sperren Gemütlichkeit bringt,  ob nun zu Zweit oder in der Gruppe. Decken und Felle können uns auf dem Boden sitzen lassen, das Sitzen auf Stühlen vermeiden und Zuwndung erleichtern.  Denn das Gespräch hat nicht nur Worte. Wohlfühlen und Zuhören sind Gewinn.

Ein erlesener Wein und ein kleines Lied können uns öffnen zum Hören und Sprechen, um den Satz zu sagen, der Anlass war für das gewünschte gute Gespräch, das Verständnis bringen kann, vielleicht auch vertraute Gemeinsamkeit. Vertrauen gewinnen ist wie Tasten im Dunklen, Blicke und Gesten, Körpersignale, Gesicht, Bewegungen und Stimme schwingen im Raum. 

Oft ist das Thema nicht das Wichtigste. Hauptsache ist oft der Gewinn von Gemeinschaft, von Vertrauen, von Berbindlichem, von Stärkung zu Taten miteinander, von Bund.

Geht das Thema nach einer guten Stunde zu Neige, braucht das Gespräch eine Zusammenfassung, einen noch ungeschriebenen Satz oder ein gemeinsames Lied und einen festen Händedruck, vielleicht auch Umarmung und Nähe. Das wird jeder selbst wissen.

Ein kleiner Spaziergung bietet sich an zum Aussichtspunkt, im Wald, am Hafen, mit Blick in die Weite, über die Stadt, über die, die ruhig schlafen.

3.2.1976 hedo

LIEDERGESCHICHTEN - Hintergründe - Jahreszeiten-Feste, Länder, Fahrten... 8.4.21

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KULTUR

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LIEBESLIEDER

Die schönsten deutschen Liebeslieder? Wenn ich ein Vöglein wäre, Kein Feuer keine Kohle, Wahre Freundschaft soll nicht wanken, Es waren zwei Königskinder, Horch, was kommt von draußen rein, Es sang ein klein wild Vögelein, Rosestock, Holderblüt, und auch: Es soll sich mit der Mensch nicht mit der Liebe abgeben, Es Burebübli mag i net, I ging amol spaziere, Sah ein Knab - Röslein auf der Heide. Aus dem Ausland: Amazing Grace, Reizend ist mein Schätzelein, Eres alta a delgada, Plaisir d'Amour = auf Deutsch: Die Zauber der Liebe.

"DAT DU MIEN LEEVSTEN BÜST" ist wohl das bekannteste plattdeutsche Liebeslied. Es wird Klaus Groth zugeschrieben. Wer weiß es besser? "Över de stillen Straaten" und "De Vullmachts Öllste" (T: Klaus Groth, M: Manfred Jaspers) sowie "Goden Abend Speelmann" zählen auch zu den beliebtesten. Wer weiß weitere sehr schöne?

Sehr bekannt ist auch das Lied vom schwulen König "Jenseits des Tales", der sich nach seinem Knappen oder Pagen sehnt. Dazu auch das sehnsuchtsvoll - gruselige Lied der weißen Dragoner "Wir sitzen zu Pferde", und wohl auch für Ale das Lied der Blauen Dragoner".

LIEDMAGIE

Für viele Menschen machen Lieder gesund. Für viele sind sie wichtig fürs Leben. Für manche haben Lieder einen kaum erklärbaren Wert aus alten Zeiten, als Lieder noch magisch genutzt wurden, eine tiefe, verbindende, rettende Kraft. In einigen Weihnachtsliedern klingt das durch.  

Wenn Du einen grünen Zweig im Herzen trägst, wird sich der Singvogel darauf niederlassen . (China)

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WEIHNACHTSLIEDER

Schade für mich, dass die Weihnachtszeit so kurz ist, denn ich singe gern Weihnachtslieder. Nicht diese süßlichen, frömmelnden, pathetischen. Lieber die mit Natur, Hoffnung, Kindern, Menschlichkeit und Frieden. Um von denen genug zu finden, muss man schon suchen. Schön, dass seit vielen Jahren viele Wandervögel nach solchen Liedern suchen, sie sammeln, selbst Lieder machen.Dadurch entstand die schöne, neue Weihnachtsliedersammlung des Wandervogels, nachdem es um 1920, vor hundert Jahren schon einmal ein Wandervogel-Weihnachtsheft gegeben hat. 

 JBlunschli neu Kopie.jpeg. Wir bringen ein paar Geschichten zu Nationalhymnen, die kritisch zu sehen sind und teils abstruse Nationalismen als Hintergrund haben.

Niederlande

Mit ihrem alten Geusen- und Freiheitslied „Wilhelmus von Oranien“ gegen die damalige Besetzung der Niederlande durch die Spanier haben die Niederländer ein besonders altes Nationallied. (Geuse = Bettler)

Die deutsche Übersetzung „Wenn alle untreu werden, so bleiben wir doch treu“ von Viktor Emanuel Scheffel? ist für mich ein überhöhter Nationalismus. Wem bleibt man treu?

Eine spätere Übersetzung wurde lange Zeit häufig verboten, weil sie zum Kampflied der Sozialdemokraten wurde.

Frankreich

Die Marseilleise „Allons enfant de la patrie“ ist als Kriegslied gegen die Deutsche Gebiete am Rhein gedichtet worden. Die Soldaten aus Marseille sangen das Lied besonders gern, so dass es schließlich seinen Namen bekam.

Es wurde zigmal ins Deutsche übersetzt. Gruselig die Übersetzung: „Auf rüstet. Euch, verbundene Heere Germaniens“.

England

Das „God save the Queen“ hat eine besondere Geschichte besonders dadurch, dass Melodie und Textteile in vielen Ländern Nationalhymne wurden. So in Preußen als Kaiserhymne „Heil Dir im Siegerkranz, Heil Kaiser Dir!“ Viel wurde es gesungen als „Heil Dir im Siegerkranz, Pellkartoffeln mit Heringsschwanz“. In Dänemark, in der Schweiz, in Mecklenburg wurde auch Kleinstaaten Nationalhymne, nur der Herrschername wurde ausgetauscht. In England und Liechtenstein ist es heute noch Nationalhymne.

Deutschland

Die Melodie von Haydn der alten österreichische Nationalhymne „Gott erhalte Franz den Kaiser“ bekam einen neuen Text durch Hoffmann von Fallersleben, der auf dem damals englischen oder dänischen Helgoland das Großdeutschlandlied „Deutschland, Deutschland über alles“ dichtete, von dem wir heute die 3. Strofe als Nationalhymne haben.

Europa

„Freude, schöner Götterfunken“ wird heute meist ohne den Text „An die Freude“ von Schiller gespielt mit der Melodie von Beethoven.

Welt

Eine Welthymne ist mir noch nichtbekannt. Sie liegt in der Luft. Es wird langsam Zeit. Sie müsste ja auch über dem oft eng gesehenen Nationalismus stehen. Wohl eine Hymne die von Freude und Freiheit sprüht, und die von China, Afrika, der Arktis und Antarktis bis Deutschland reicht. „Die Welt aus Krieg und Giftmüll zu erheben, den Kindern volles Recht und Bildung überall“

HAMMER REWÜ

Hammer=Rehwü – Haus der jungen Talente. "Diese gedankliche Schärfe haben..." KARLS ENKEL - Folkoper

eumel hatte mich in die DDR eingeladen. Es sollte in Halle in der Moritzburg die Aufführung der folkoper "Karls Enkel" geben. Ich aus dem Westen hatte keine FDJ-Kleidung an, hatte kein Eintrittsbillett und wurde von einiges Auserwählten stark beobachtet. Die Oper wurde von namhaften Folksängern der DDR gestaltet, die in einer Liedertheatergruppe kritischer Liedkultur 1976 -1986 zusammenwirkten. Es war eine tolle Zusammensetzung. Das Publikum war aus der ganzen DDR angereist. Und alles war total ausgebucht im alte Gewölbe-Saal auf Holzbänken im Keller.Viele FDJler waren Folkies. Sie waren am Einlass und an der Kasse und wechselten laufend. Und als ein Freund am Eingang war, gelang es Eumel, mich in den Saal zu schmuggeln. Ich war sein Gast und extra für das Konzert aus Hamburg gekommen. Und in der Szene kannten viele das Folkmagazin und mich als Macher.

Mit dabei waren Hans-Eckardt Wenzel, Steffen Mensching, Stefan Körbel (Nebelhorn), Rolf Fischer (Boleschwistische Kurkapelle), Matthias Kießling, Dieter Beckert, Jörg Kokott (Wacholder), Matthias Kießling (Kies) (Wacholder), Matthias Wegner (Einstein), Almut Walther, Scarlett Seebold (Wacholder) u.a. mit wechelnden Besetzungen in den 11 Jahren des Bestehens.

Das Konzert, die Freundschaft und Verbundenheit der Folkies untereinander, das Milieu des besonders kritischen Teils der Folkies begeisterte mich. Und von den Kirchentagen, den Elbraben, von den jungenschaften, vom Wandervogel, und den kritischen Fahrenden Gesellen her kannte ich die Brisanz, die aufkommt, wenn Neues entstanden ist und präsentiert wird. Für mich wurde dieser Besuch in Halle bei Eumel zum wichtigsten musikalischen Erlebnis in der DDR.

Die Internationale und ihr Bedeutung | Die Freiheitsliebe.  DIE INTERNATIONALE

Die Internationale ist nicht unser Lied, obwohl wir weltweit denken und planen. Die Internationale setzt auf Kampf und Gefecht, auf Gegeneinander, auf Links gegen Rechts auf die Spaltung. Das ist nicht Wandervogelding, kann es nicht sein, da zu viele von uns im Krieg umkamen. Wir setzen auf Miteinander, auf Frieden, auf Parlamentarismus, auf Versöhnung, auf Naturkultur und besonders auf Bildung. Und auf Freisetzung von Intelligenzen und Bildung von Persönlichkeiten. Da war Deutschland schon mal weiter. Das ist weitsichtiger und klüger und die Zukunft. Viel zu lange wurden in Schulen, in der Pädagogik, in Lehrbetrieben und von despotischen Patriarchen ein Untertanenverhalten, mit Verzicht auf Eigenständigkeit,   mit Denkverzicht, Gedankenunfreiheit und Maulhalten eingeübt, vom Stille-Machen der Babys an. Das bildet nicht den freien, selbstbewussten Menschen. Für mich, für uns gilt: Das Leben selbst zu gestalten allein und miteinander und nicht fremd gestalten zu lassen. Und Milieus zu schaffen, in denen Persönlichkeiten  heran wachsen. Das haben wir alle zu fördern. Wenn Lebenskultur dazu kommt mit Singen, Musizieren, Tanzen, Spielen, guten Gesprächen und Fahrten in die Welt, ist es der richtige, lange Weg mit Selbstbewusstsein und Miteinander. Dieser Weg schafft Kraft zum selbständigen Denken, zur Berufs- und Partnerfindung, zu Freundschaften und zu selbstbewusstem, politischem Handeln und Leben. Und da ist es doch keine Frage mehr: Die Internationale brauchen wir nicht, sondern ein besseres Lied. Vielleicht „O lio lio la“! Das ist auch international, aber richtig gut. Da frage ich mich noch: Gibt denn jemanden, der diesen Weg nicht einschlagen möchte? Es müsste doch ein egoistischer Mensch sein, der auf Kosten anderer leben will oder ein Eigenbrötler. Oder beides?

BRETAGNE: Ein Liederlebnis mit Alain Stivell

LÜNEBURGER MARKTPLATZ: Singen im Lärm

FINNLAND: Auf dem Marktplatz in Lapeenranta

FINNLAND: Das Lied für Walderdbeeren auf einem Einsiedlerhof

HAMBURG: Das Singen mit Kindern am Mönckebrunnen

LIEDER DER JURTENNÄCHTE

LIEDER ZUM ANFANG DER FESTABENDE AUF DEM RABENHOF:

MAIENLIEDER:

LIEDER ZUR WALDWEIHNACHT:

Hilferuf der Wilden Rose

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KULTUR

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Wer sich besinnt, dass viele sozio-kulturelle Treffpunkte in den vergangenen Jahren notgedrungen von der Ehrenamtlichkeit hin zu Angestellten und hohen Fixkosten wechseln mussten, der weiß in welcher Klemme sie jetzt stecken. Deshalb wünschen wir den Förderern der Wilde Rose viel Erfolg und schließen wir uns dem Ruf des Mindeneer Kreises mit der Bitte an, die Wilde Rose zu unterstützen.

Liebe Mitglieder des Mindener Kreises, die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19 Bechränkungen treffen viele Betriebe sehr hart, die keine Gäste mehr aufnehmen und keine Besucher mehr empfangen können. Nach dem Hilferuf des Rom-Zirkusses sende ich Euch heute auf Bitten von Swobl einen Hilferuf des Treffpunktes WILDE ROSE in Geretsried. Sicher wird sich nicht nur Swobl freuen, wenn der eine oder andere von Euch eine Spende auf das Vereinskonto IBAN DE27 7005 4306 0011 04 überweist oder sogar dem Verein unter angegebenen Anschrift einen Antrag auf  Mitgliedschaft sendet.Die Wünsche des Vorstands für das Neue Jahr füge ich wohlformuliert und graphisch gestaltet bei.Herzlich Euer Eby -- Dr. Eberhard Schürmann Groten Hoff 7 22359 Hamburg Tel.: 040 86 56 06

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Märchen zum Vorlesen - Sagen - Eulenspielgel - Störtebeker - Klabauter - Klein Erna - Frau Holle u.a.

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KULTUR

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MÄRCHEN UND SAGEN ZUM VORLESEN ODER ERZÄHLEN

Wir freuen uns, wenn wir gute Erzähl- und Vorlese - Geschichten für Jugendliche bekommen. Das hilft uns dabei, euch alternativ gutes Material zur Verfügung zu stellen.

EULENSPIEGEL -

STÖRTEBEKER -

KLABAUTER

KLEIN ERNA

FRAU HOLLE

KALEVALLA

Lieber Freund du mein Gefährte Kalevala - Text 2.jpg

DAS NONNENKLOSTER AM SCHAALSEE

Am Schaalsee in Zarrentin bauten fleißige Nonnen eine große Kirche und ein Kloster. Ihre Baukunst war wunderschön. Die Menschen der Umgebung strömten in Scharen zum Kloster, um dieses hübsche Wunderwerk sich anzusehen und die fleißigen Nonnen zu preisen.

Nur ein halbes Stündchen entfernt angelte auf der Teufelsbrück an einer kleinen Halbinsel auf der Westseite des Sees der Teufel. Er hattde den Klosterbau beobachtet, grämte sich, kraulte seinen Pferdefuß, fletschte die Zähne und sann auf Rache.

Da kam ein kleines wunderschönes, fränkisches Nönnlein des Weges und fragte ihn, wo der beste Angelplatz sei. Sie müsse viel angeln für das Einweihungsfest des Klosters, denn viele Gäste würden schon am nächsten Tag erwartet. Und am liebsten würde sie Goldmaränen angeln, die es in ihrer Heimat im Bodensee gäbe.

Der Teufel, bieder in Wams und Kniehose gekleidet mit einem Hut, der seine Hörner versteckte, antwortete mit sanfter Stimme: Mein liebes Nönnlein, hier im Schaalsee gibt es keine Goldmaränen, aber ich wüsste schon einen Weg, Dir einen großartigen Fang bis Mitternacht zu besorgen, Du müsstest mir dann nur Seele und Körper verpfänden. Das wäre doch ein fairer Handel, wie Du ihn nicht besser haben könntest. Du bekämest Maränen einen Riesenkorb voll.

Das Nönnchen war zwar klein, aber nicht dumm. Und sie erkannte den Teufel an seinem schwefligen Mundgeruch und am Pferdefuß. Sie überlegte ein Weilchen und sagte: Ich bin einverstanden, aber die Maränen müssen vor Mitternacht in Zarrentin vorm Kloster sein. Der Teufel grinste und rieb sich die Pfoten und stimmte zu.

Das Nönnchen aber eilte nach Hause, kletterte an der Kirche bis zum großen Zeiger der Uhr und hängte sich daran, dass er eine fünf Minuten vorgeschoben wurde.

Als der Teufel mit den Maränen angeflogen kam, läutete schon die Glocke 12 Uhr. Der Teufel bekam einen Schreck und ließ vor Schreck seinen Riesenkorb mit en Fischen in den Schaalsee fallen. Seither gibt es im Schaalsee Goldmaränen.

Und wenn ihr Glück habt, könnt ihr nachts um 12 beim Kloster die Nonnen lachen hören und an der Teufelsbrück hören wie der Teufel flucht. Der Fischer hat seither in Zarrentin sein gutes Auskommen. Und wenn Du noch nicht weißt wie gut Goldmaränen schmecken, dann solltest Du Dir dort eine holen.   Erzählt von hedo

Das Märchen von Legebatterien und armen Menschen

Wisst Ihr Kinder, was Legebatterien sind? Natürlich nicht! Doch? Aber ich will Euch dann die Geschichte erzählen, weshalb die Legebatterien entstanden sind, und weshalb es sie immer noch gibt. OK?

Da waren ein paar sehr reiche und kluge Leute, die überlegten, wie sie noch reicher werden könnten. Das kann ich verstehen. Zusammen mit ihren Kollegen waren sie so reich, dass sie nur noch reicher werden konnten, wenn sie den Armen mehr zu verdienen gaben, damit sie gut zu essen hatten, länger arbeiten konnten und mehr Geld zum Ausgeben hatten, dass die Reichen dann mehr verdienen konnten. Ein guter Gedanke, gut für alle.

Aber einigen Superreichen genügte das noch immer nicht, sie wollten mehr und mehr verdienen. Sie bauten bessere Maschinen und Computer, dass sie billiger produzieren könnten, als die anderen Reichen. Dadurch wurden viele arbeitslos. Die Arbeiter hungerten wieder oder bekamen nur ein Minigeld vom Staat, der jedoch selbst schon viele Schulden hatte, weil er den Reichen schon so viele Zugeständnisse gemacht hatte. Es gab Unruhen und Streiks, und es wurde Politiker gewählt, die den Ärmsten das Blaue vom Himmel versprachen, was sie selbst nicht halten könnten. Und die Wirtschaft ging den Berg hinunter. Das war selbst für die Superreichen schlecht. 

Da überlegten sie, wie sie trotzdem mehr verdienen könnten, Zuerst sollten die Politiker wieder an die Macht kommen, die ihnen noch mehr Zugeständnisse machen würden. Um das zu erreichen kauften sie sich die besten Psychologen der Welt, die größten Zeitungen und sogar Fernsehsender. Und dann überlegten sie, wie sind Waren produzieren könnten, die die Armen und Arbeitslosen selbst dann kaufen könnten, wenn sie nur das Minigeld bekämen. 

Sie züchteten massenweise Gemüse und Gengetreide mit giftigem Dünger, ließen Hühner und Schweine nicht mehr normal aufwachsen, sondern sperrten sie in ganz enge Ställe, dass sie nicht mehr frei und normal leben konnten, fütterten mit Hormonen und Antibiotika und legten Fließbänder unter die Hühner, dass die Eier darauf gelegt werden mussten, um übers Fließband gleich zur Verpackung fahren zu können.

Die Eier kann man erkennen. Das Gelb ist nicht so intensiv. Das Fleisch der Hühner schmeckt längst mehr so gut, sondern ist wässerig und viel ungesunder. Auch das Schweinefleisch schmeckt nicht mehr so gut und in anderen Ländern als in Deutschland, wo das Vieh noch frei herum laufen kann, schmeckt es viel besser. Viele Menschen essen nun Fleisch nicht mehr gern. vor allem dann, wenn sie wissen, dass ein Küken nur 50 cm Platz mit Tag und Nacht Licht sein ganzes Leben lang hat, auch wenn es groß geworden ist. Das nennt man "Legebatterien"..

Wer nun das Leiden der Tiere nicht mag und kein Fleisch mehr essen will, muss ja zumindest Gemüse essen. Und auch da ist der maschinelle Massenanbau mit starkem Dünger und starken Giften schon weit fortgeschritten. Dann wachsen viele Sachen dreimal im Jahr, statt einmal und ganz groß und kräftig, aber voll Wasser und längst nicht so geschmackvoll und gesund wie Biogemüse. Aber das können wieder die Armen nicht kaufen. Wer aber aus einer Familie kommt, wo die Eltern arbeitslos sind, der kann sich teures Biofleisch nicht leisten. In vielen Geschäften gibt es das gar nicht, oft nur in Bioläden oder auf Biohöfen.

Für die Superreichen ist wichtig, dass die Armen arbeiten können, die Regierung nicht zu mächtig ist und ihnen erlaubt, immer größere Geschäfte zu machen, größere Autos zu fahren, zu bauen, wo sie wollen, Steuern zu sparen und neue Erfindungen zu nutzen, um noch mehr zu verdienen mit Mixetränken, Gengetreide, neuen Züchtungen, Atomenergie, Drogen und auch mit Bomben, Waffen, nichtversteuertem Benzin für Flugzeuge, Minilöhnen und vielem mehr. Und die Produkte mit günstigen Preisen kündigen sie an als Superangebote. Und wer bei den Reichen nicht so mitmacht wie diese superreichen Wölfe heulen, dessen Unternehmen bekommt bald Schwierigkeiten, weil es mit den Preisen nicht mithalten kann. Und die Armen müssen diese Produkte kaufen, weil sie anderes nicht bezahlen können. Vielleicht können sie nicht einmal in Urlaub fahren. 

Das ist einer von vielen Gründen, weshalb es Alleinerziehende mit mehreren Kindern bei uns in Deutschland so schwer haben, besonders, wenn sie arbeitslos sind, weil sie sich mehr um die Kinder kümmern wollen. Aber alle Armen haben es mit dem Einkauf für Ernährung schwer, so dass das Geld oft nicht einmal für einen kleinen urlaub reicht. 

Nun fragt Ihr mich, was dagegen zu tun ist. Ich gebe einfach nur drei Tipps an Euch Kinder und Erwachsene: 1. Lernt  soviel wie möglich Sprachen und Umwelt für Euchre Zukunft, vielleicht sogar chinesisch. 2. Überlegt, wen Ihr wählt: Nicht die, die das Blaue vom Himmel versprechen, ohne es halten zu können, und nicht die, die den Superreichen ihre Schweinereien ermöglichen. Und stärkt vernünftige Gewerkschaften, die in diesem Sinne wirken. 3. Lasst Euch nie ein X für ein U vormachen, sondern gestaltet Euer Leben selbst, zumindest jeden Tag etwas Euer Leben lang. Wenn Euer Bewusstsein für diese Fragen geweckt ist, werdet Ihr bald auch stärker und gut dazu beitragen können, dass Legebatterien und anderer, ähnlicher Schweinkram verboten werden, und es so nicht weiter geht.

Ich weiß, liebe Kinder und sonstigen Zuhörer (und Leser), ich habe Euch ein schweres Märchen erzählt. Vieles werdet Ihr verstanden haben und vieles nicht. Fragt mich doch nun, was Euch unklar geblieben ist, und was Ihr wissen wollt. Wer meldet sich?

Der letzte Troll in Yell. -  Eine Geschichte über Weihnachten, Trolle und Geigenmusik

Damals lebte in Cullive, einem kleinen Ort auf der Insel Yell, ein angesehener Fiddler namens Rabbie Anderson. Jedes Jahr kamen die Trolle vom nahe gelegenen Hügel zu ihm und luden ihn ein, am Weihnachtsabend für sie zum Tanz aufzuspielen. Obwohl er bei ihnen weder essen noch trinken würde (denn dann würde er ihrem Willen verfallen), tat er das gerne. Denn im Gegenzug sorgten die Trolle dafür, dass es ihm im folgenden Jahr nicht an wirtschaftlichen Erfolg und Wohlstand mangeln würde. Diese Abmachung behielt er aber für sich und erzählte niemandem davon. Als der Winter nun wieder nahte, blieb der Besuch der Trolle allerdings aus. Und es war wohl auch weniger die fehlende Einladung zum Aufspielen, als die Sorge um sein Wohlergehen im nächsten Jahr, das Rabbie Anderson beunruhigte. Wenige Tage vor Weihnachten nahm er deshalb allen Mut zusammen und ging zum Hügel, in dem die Trolle zu wohnen pflegten. Als er ihre Behausung betrat, sah er keine einzige Seele, außer ein altes Trollweib, das auf einem Hocker vor dem Feuer saß. Er fragte sie, wo denn all die anderen Trolle, die er im letzten Jahr hier noch angetroffen hatte, geblieben seien. Darauf antwortete das Trollweib, dass sie zu den Faröer-Inseln weitergezogen sind. Hier würde jetzt ein Pfarrer so intensiv predigen und beten, dass sie es einfach nicht mehr ausgehalten hätten. Sie selbst sei zu alt, um woanders ein neues Leben zu beginnen und deshalb als einzige zurückgeblieben, als letzter Troll in Yell.

(Frei übersetzt von Peter Wachner). Yell ist eine der Shetland-Inseln. Die Geschichte stammt von Tom Tulloch (1914–1982), der vom Norden dieser Insel stammt. Bei dem besagten Geistlichen soll es sich um James Ingram handeln, der von 1803 bis 1821 für die Gemeinde Nord-Yell/Fetlar zuständig war. Die Geschichte kann in folgenden Veröffentlichungen nachgelesen werden (dort im shetländischen Dialekt): (1) Shetland Folklore Development Group (Hrsg.), Da Book o Trows, Lerwick 2007, S. 132 f; (2) Katherine Campbell, The Fiddle in Scottish Culture, Edinburgh 2008, S 129.

Märchen von Geld

Eine realistische Erzählung vom Reichwerden über den inneren Reichtum hinaus

Es gab mal einen der klügsten Menschen, den Juden Rothschild, der arm wie eine Kirchenmaus in die USA kam und begann, als Tellerwäscher zu arbeiten. Er hat rein gar nichts an Eigentum, aber er hatte einen Freundesbund mit Menschen, die einander eng verbunden waren.  Sie hatten sich Gedanken zum Geld gemacht und die Kraft der Zinsen erkannt.  Dass die Zinswirtschaft für den von starkem Nachteil ist, der sie nicht  auch für sich nutzt. Wenn Welt und Wirtschaft so sind, dass sie nicht mal mehr von vielen geändert werden können, dann heißt es doch, die Vorteile dieses Systems auch für sich zu nutzen, ohne die eigene Disziplin, die eigenen Wertvorstellungen aufzugeben.

Rothschild wusch seine Teller, hatte böse, dumme Chefs über sich, wurde herum kommandiert und ausgenutzt. Ich kann verstehen, dass ihm das nicht gefiel.  Er war zwar sehr intelligent, aber auch sehr jung, hatte noch keinen Beruf  gelernt, war von seiner Familie verstoßen und fand keine andere Arbeit. Also musste der die bösen Chefs ertragen, wie viele andere auch. Mit etwas Geschick ging das auch, aber die Arbeitszeiten waren enorm lang. So lang, dass er keine Kurse oder Abendschulen besuchen konnte. Auch hatte er nur sonntags frei. Da traf er seine Freunde und beriet sich mit ihnen. Sie waren auch junge, berufslose Kirchenmäuse und konnten ihm geldlich und beruflich nicht viel weiter helfen. Sie hatten aber eins: Intelligente Gespräche. Die entwickelten sie weiter, um aus ihrem Schlamassel heraus zu kommen. Rothschild wurde ihr Wortführer und Vordenker.

Rothschild sagte sich, dass er mit radikaler Disziplin 50% von seinem kargen Lohn drei Jahre lang zurücklegen müsse, um hier und dort etwas Geld für so anzulegen, dass es Gewinn brachte. Er machte sich genau darüber Gedanken und fand rentable kleine Existenzgründen in seiner Wohngegend, denen er Geld gegen Gewinn verlieh. Er hatte beobachtet, dass da, wo der Laden läuft, von Selbständigen drei- oder viermal so viel verdient wird, wie von berufstätigen Angestellten. Es wird aber dann, wenn eine Geldquelle sprudelt, oft noch mehr an Kapital benötigt, als durch Eigeninvestitionen zu bezahlen ist. Und es gibt eine hohe Rendite, oft viel höher als ein niedriger Zinssatz.

Rothschild verlieh sein Gespartes. Dadurch bekam er Kontakt zu einem guten, klugen Chef. Als der von seinem Sparsystem hörte und erfuhr, dass er Geld von einem Tellerwäscher lieh, sagte er sich sofort, dass das ein guter Finanzplaner für ihn sei und stellte Rothschild ein. Der verdiente nun das Zehnfache von dem, was er vorher verdient hatte, ohne dass er unverschämt war und nun auch Freizeit und mehr Kraft zum Nachdenken und gute Gespräche hatte.

Rothschild entschied sich, nach seinem System weiter zu sparen und zu investieren und war in ein paar Jahren so weit, dass er selbst erste eine und dann mehrere Firmen gründen konnte. Nach fünfzehn Jahren dann gründete er schon seine eigene Bank mit den Aspekten hoher Renditen. Und schließlich gelang es ihm sogar, in einigen prosperierenden Wirtschaftszweigen wie der Erdölbohrung und der Lebensmittelproduktion einen gewissen Einfluss zu bekommen.

Das war vor etwa 150 Jahren. Heute gibt es so viele Superreiche, dass so ein Start für die meisten Menschen utopisch ist. Vor allem, weil heute bei Sparern alle paar Jahre durch die Weltwirtschaft mit Bankenblasen, Wirtschaftspleiten, Superspekulationen und Zinsbeeinflussungen abgesahnt wird. Da muss man schon viel Geld, Beziehungen und täglich hartes Engagement haben, um durch diese verschleierten Kurse durchschauen zu können. Aber Du siehst, dass der Dax im allgemeinen doch immer weiter steigt, was deutlich macht, dass viele daraus ihren Gewinn ziehen.

Rothschild hat sich durch seine pragmatische Geldeinstellung nicht korrumpieren lassen. Obwohl er auch äußerlich reich wurde, wurde er glücklich und vermittelte vielen die Möglichkeit, selbst zu Unabhängigkeit und äußerem Reichtum zu kommen.

Wir als Wandervögel schreiben zwar unsere Namen klein. Das Geld aber denken viele von uns klein. Die Kraft, die Macht, die Magie des Geldes nutzen die meisten nicht für sich, sondern bleiben abhängig von anderen und außen arm, auch wenn wir vielleicht innen reich sind. Dabei haben wir uns doch durch unsere Meißnerformel geschworen, unser Leben mit innerer Wahrhaftigkeit selbst zu gestalten. Ohne Geld verzichten wir vielfach auf Mobilität, Unabhängigkeit von schlechten Chefs, auf Selbständigkeit und Gestaltungskräfte, die uns ohne Geld nicht gegeben sind. Es lohnt sich, über den großen Rothschild und seine Ideen nicht nur einmal gründlich nachzudenken, sondern auch zu probieren, wie die Kraft und Vermehrung des Geldes von Dir, von mir persönlich genutzt werden kann. Mit dem Gestalten Deines Lebens aufzuhören, weil kein Geld da ist, kann nicht Sinn der Meißnerformel sein. Oder?     hedo

MUTTER ERDE

Auf der Jahresversammlung der Lebewesen baten die Lemuren ums Wort. Liebe Mutter Erde, ist es vielleicht ratsam, die Menschheit zu begrenzen? Die Menschen verwüsten die Erde, rotten viele Arten aus, verschmutzen die Luft, Spülen die Meere voller Plastik. Auch uns, als Lemuren gibt es kaum noch.

Da meldete sich das Plutonium zu Wort. Auch wir sehen die Gefahr. Über Jahrtausende haben wir uns mit unserer radioaktiven Familie zurückgehalten. Wir wüssten schon einen Weg.

Mutter Erde gebot Einhalt und sagt: Warnungen haben wir schon genug gegeben. Wir wissen ja auch, dass die Menschheit sich schon selbst ausrotten wird. Nur wird das für viele meiner Kinder und ihrer Familien zu spät sein. Was schlagt ihr vor, den Menschen mal deutlich zu machen, dass es so nicht weiter geht.

Da meldete sich der Urahn der Menschen als Sprecher der Art zu Wort und fragte: Mir ist klar, dass hier Einhalt geboten werden muss. Die Menschen sprechen aber nicht mehr mit einer Zunge. Fremdsprachen, Egoismen, Traditionen, Lernmöglichkeiten, Nationen und Parteien trennen uns. Wir können nicht mehr gemeinsam entscheiden. Dadurch bitte ich um ein mildes Exempel.

Mutter Erde antwortete. Ich will es direkt sagen. Ihr wart meine Lieblingskinder, ich habe euch über viele Jahrtausende besonders gefördert und einen Teil meines Zaubers, meiner Göttlichkeit zu getreuen Händen übergeben. Das missbraucht ihr ständig gegen die Regeln der Natur, der Gerechtigkeit und der Gemeinsamkeit allen Lebens. Deshalb bitte ich um Vorschläge, was nun geschehen soll. Der Wunsch der Lemuren ist voll berechtigt.

Das meldet sich der Sprecher der Adler und sprach: Ich kann nur noch für wenige sprechen, da auch wir wenige geworden sind. Aber ich denke auch, dass die Lemure Recht haben, dass es Zeit wird, den Menschen Einhalt zu gebieten und auch sie zu dezimieren.

Der Sprecher der Krokodile, sagte, ich möchte dem Vorschlag der Adler zustimmen, nur scheint er mit noch nicht nachhaltig genug. Wäre es nicht besser, sie nicht nur zu dezimieren, sondern sie auch regional zu beschränken?

Mutter Erde sagte: „Stopp, nun ist es genug“. Ich habe mich mit den anderen Trabanten und mit Vater Sonne unterhalten. Selbst mir wird es schwer, mit diesen Menschen zu leben. Aber einmal wollen wir noch Gnade vor Recht walten lassen.

Die Menschen sind die, die wissen aber ohne Erkenntnis, voller Gedanken und Informationen, aber ohne zu verstehen, angefüllt mit Wissen, mit zu wenig Erfahrung und so gehen sie bisher, ohne aufgehalten zu werden.

Deshalb setze ich einen Punkt, lasse die Krater sprudeln, die Luft knapp werden und das Meer steigen. Einige Kluge, einige Reiche, einige Kreative, einige Wissende werden bleiben und so gezeichnet und gezähmt, dass sie sie niemals so weiter machen können. Dann vernichten und verändern. sie nicht euch, eure Gene und sich selbst. Seid ihr damit einverstanden?

Die Sprecher des Grases und alle Pflanzen stimmte zuerst zu. Die der Miniorganismen folgten und schließlich stimmten auch die Sprecher der Adler, der Krokodile und sogar der Lemuren zu. Sie alle waren friedfertiger, toleranter und vergebungsreicher für die Natur, als die Menschen. Mutter Erde nickte, und die Berge spuckten Feuer.    hedo nach einem alten Text

Der Riesenzwerg aus Perleberg

Alle nannten die Kleine „ihre Perle“. Sie war wirklich süß und lieblich wie kaum ein anderes Elfenkind im Perleberger Elfenland. Die Jungs drängelten sich um sie, und alle wollten sie haben, mir ihr tanzen, mit ihr gehen. Perle aber wolle sich nicht binden, nicht nur Einen, sondern ihr Leben auf dem Perleberg genießen.

Einstmals ging sie mit ihren beiden Schwestern zum Markt, um den zu Hause gefertigten zauberhaften Elfenschmuck zu verkaufen, um mit dem Menschengeld für ihre Mutter Pfeffer einzukaufen, den es bei den Elfen nicht gab, und den die Menschen aus fremden Landen holten.  Dafür hatten die drei Schwersten sich in junge Menschenfrauen verwandelt und ihre schönsten Blusen und Röcke angezogen. 

Sie fielen sofort auf. Alle sahen ihnen nach. So war es kein Wunder, dass auch der Riesenzwerg Perle sah, und er verliebte sich mit einem Blick in sie, als sie mit ihrer lieblichen Stimme an einem Stand ihren Schmuck anbot.

Er hieß „Riesenzwerg“, weil er einen Riesenschatz hatte, obwohl er klein war, nicht viel größer als Perle. So kaufte er sich bei ihr einen 

Wunderschönen Perlenumhang und fragte sie: „Wie heißt Du, schönes Kind?“ Perle wurde rot bis an die Ohren und sagte: „Ich bin Perle und verkaufe Perlen.“ Da stellte er sich vor: „Ich bin der „Riesenzwerg aus Perleberg“ und lade Dich heut Abend zum Tanz ins Hotel zum Deutschen Kaiser. Geht es um 20 Uhr? 

Perles Schwester hatten die Einladung gehört und nickten. Als sagte Perle schüchtern: „Nun gut, um 8 machen wir hier Schluss, aber ich kann nur bis 24 Uhr bleiben. Der Perlenumhang wird Dir Glück bringen.“ „Den kann ich gut gebrauchen“, sagte der kleine Riese

Was hat ein Wolkenbruch über Göttingen mit den Elbraben zu tun? 

Erlanger Tanzhaus eV,  das uneheliche Kind von Hedo Holland.

Pfingsten 1988 steht ein Auto mit Erlanger Kennzeichen unter einem fürchterlichen Platzregen im Stau auf der Autobahn bei Göttingen. Im Wagen sitzen Besucher eines Tanzfestes, das in Mölln mit explosiver Stimmung und musikalisch-tänzerischer Qualität eine Woge der Begeisterung bei den fränkischen Tänzern auslöste. Allmählich verwandelte sich das Wageninnere in ein Büro. Stifte, Papier, Taschenrechner helfen bei der erregten Diskussion, ob man sowas nicht auch in Erlangen machen könnte. Dieses „Sowas“ besteht aus den Eindrücken, welche die vielen Aktivitäten von Hedo Holland und den Elbraben hinterließen. Man hielt es für machbar und eigentlich sogar notwendig.

Im Raum Erlangen-Nürnberg gab es bis dahin nur die kommerziellen Tanzschulen sowie den Bühnen- und Leistungs(Volks)tanz. Bereits am 18. Juni 1988 waren die „Denker von Göttingen“ wieder mit Hedo und den Elbraben beisammen, diesmal aber in Erlangen. Als Test, ob es in dieser Region überhaupt Publikum für Tanz als Breitenkultur gäbe, wurde ein großes Mitmach-Tanzfest nach Möllner Vorbild in Sälen und auf Plätzen angeboten. Die Befruchtung durch die Elbraben gelang. Die städtische Kulturbürokratie war angetan und unterstützte (bis heute). Der Kulturverein „Erlanger Tanzhaus“ wurde gegründet. Heute, im Jahr 2018, feiert das Tanzhaus bereits seinen 30. Geburtstag.

(Axel Röhrborn, Mitbegründer des Erlanger Tanzhaus eV)        

Lieber Axel, ist das nicht klasse? Solche „Zündeffekte“ brauchen wir laufend in der Folkszene. Geht das nur mit Idealismus? Und Vitamin B? Wir haben das schon oft erlebt. Die Kommernziellen können sich das gar nicht vorstellen. Außer Kulturinsel. Habe die das von Euch? Ich bin immer noch beeindruckt von Deinem Artikel. Die Folkszene hat sich in den 30 Jahren etwas geändert. Früher gab es 10% Ideelle, heute 2%. Das Feuer lässt sich also weitertragen und entzündet sich durch Begeisterung, wird durch Wagemut genährt, mit Aufbau erhalten und schließlich mit Begeisterung wieder entzündet verbreitet. 

Es kommt nicht auf Elbraben und Erlanger Tanzhaus an. Das Feuer kann jeder weitergeben, und wenn es nur ein Funke ist. Und wenn wir uns das nächste Mal sehen, ehrinnere mich bitte. Ich möchte Dir das Elbrabenzeichen anstecken. Das hast Du verdient. Und meine Freundschaft.

Und in dieser Begeisterung ist ein Traum enthalten, der vom Herzen kommt, Freundschaft entfacht, jung und gesund hält. Mit Schwung, Freude, Musik und Liebe. Gibt es Schöneres? Für Menschen die glücklich sein möchten? In aller Welt? Wir haben zumindest für uns ein Glückslos gezogen auf dem sogar steht, wie es geht. Weshalb tanzten Jesus, Mohammed, Buddha und sogar Konfuzius? Sie ahnten nicht nur, sie wussten. Und selbst die alte, englische Elisabeth tanzt jedes Jahr englischen Volkstanz mit über 90. Dein hedo

Wandervogelgeschichten 6

Das Schmugglerfest 1.  Folkmagazin, Elbraben, Rabenhof und Lüttenmark an der Boize

Die Grenzer lasen das FM stundenlang, und wir durften warten,denn es waren Bilder mit „Schwerter zu Pflugscharen“ darin. Die wurden beanstandet,aber die Noten erkannten sie nicht.

Es waren Noten aus Israel und von Freiheitsliedern. „Hänschen klein, in die weite Welt hinein“ war das Codewort. Von den etwa 60 Elbraben waren etwa zehn in der DDR, und von den Folkies dort wurden sechs zu Elbraben, die unsere Noten mit musizierten mit dem Schwur, einmal Elrabe, immer Elbrabe, wie wir es bei Wandervögeln halten.

Und so ist auch unseren Wandervogel-Olympiade nun ein Schmuggeln von Goldmedaillen und anderen gegen alle Dogmen und den Schwindel. Und wenn wir gut drauf sind,machen wir im Festtagskleid und Kluft und Maikränzen auf den Haaren einen Schmugglerumzug um den Rabenhof und nicht nachts, sondern stolz im Hellen mit Musik und Tschingderrrassa.

Ach, Ihr Lieben, ich muss Euch wieder ein Märchen auftischen aus Lüttenmark, damit Ihr wisst, in welch großartigem und lobenswerter Gegend ihr euch aufhalten dürft,wo man die Märchen liebt und die Geschichte in Ehren hält. Wo man Schmuggler einlädt, wo stets weise Frauen und Medizinmänner lebten, wo Märchenerzähler und Freudenbringer ihr Auskommen fanden, dass selbst der Kaiser Lüttenmark besucht und in der Kapelle übernachtete.  Doch jetzt aus neuerer Zeit, wie das Lüttenmarker Schmugglerfest entstand... Lüttenmark hatte für Schmuggler schon immer eine gute Lage.

Der Wendengraben war Jahrhunderte Grenze zwischen Germanen und Wenden, die Boize dann auch überJahrhunderte. Und die Grenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg, zwischen BRD und DDR lief hier auch am jetzigen grünen Streifen. Man konnte durch den Sumpf waren, ein kleiner Weg ging bei Leisterförder, der Kiefernfurt, nach Mecklenburg, der später zum Wendengraben wurde, der heute noch zu besichtigen ist. Wenn man wusste, dass Schafe, Honig und Bernstein im Slawenland viel günstiger waren, dann hatte man seinen Schmuglersack parat, seinen Schmugglerhut auf,wenn sich eine Gelegenheit bot.

Auf dem kargen Sandboden braucht man schon einen Zuverdienst. Ansonsten war kein Geld für junge Leute da, ein eigenes, kleines Haus zubauen, denn Nägel, Holz und Mauerwerk gab es auch hier nicht gratis. Das alles wäre schon ein Riesengrund, jährlich in Lüttenmark ein Schmugglerfest zu feiern, aber die Geschichte geht im nächsten „wandervogel“ noch weiter. Und die Leser sollen entscheiden, ob ein Schmugglerfest zur Festkultur des Wandervogels, ja vielleicht des ganzen Dorfes passt.                                               Euer Hein vun de Elv

Virtuelles Wettermärchen

Das Nachtgespenst hustete. Der Troubadix rülpste und die Butterhexe übergab sich. Der Miesepeter verspritzte Gallenschlamm, und der Wetterfrosch resignierte. Bis der Obergallo im gläsernen Turm erwachte, wachgeküßt von der Regenfrau Ulrike und verwandelt durch fröhlich gezinkten Buchenstäbe der Wetterhexen. Verwandelt in einen liebenswerten Prinzen, der sein Völckchen zu Denken und Freude anregt.

Könnte das sein? In unserer fröhlich-unheilen Netzwerk-Liberalität wäre das nicht nur genehmigt, sondern erwünscht – eben, Leser mit Absurdem zu erfreuen? Einzuschleimen und sich dann daran aufzugeilen?

Immerhin - Leser haben dann die weite Spannbreite zwischen zwei Alter-nativen: Zwischen Gift und Galle einerseits und Lebensfreude mit Sonnenschein andererseits. Und – so sie denn wollen – können sich auf dem Regenbogen zwischen Schlechtwetterfronten und Hochwetterlagen die Mühe machen abzuwägen, was ihnen gefällt und wie sie lieber lernen:

Zwischen chaotisch-arrogantem Holz- + Satzhackern und schlichter Fröhlichkeit mit Stil und Ton.

Wer aber nach jedem Satz wie von der Tarantel gebissen hüpfenden Kommas produziert, in Stinkstiefeln auftritt und sich als nimmersatter Zeilenquasseler produziert, braucht den es nicht zu wundern, wenn seine 

Tastenergüsse piepegal und platzschaffend  gelöscht werden?

Die Ersten, die merken, um wen es bei diesem Rätsel-Märchen geht, können das outen. Wer ständig vor der Kiste sitzt, hat die größte Chance. Humor gibt es auch bei Jugendbewegten. Und nicht nur schwarzen, roten oder braunen!  hedo

Elfenkind und Wandervogel.   

Ein junger Mann war aus der Stadt gekommen, um sein Zelt auf einer Wiese aufzuschlagen. Da erlebte er ein Wunder. Dort bei den Eichen tanzten wunder-schöne Elfen ihren Vollmondreigen. Wie verzaubert blieb er stehen und verliebte sich in eine junge Elfe. Auch sie erfreute sich an dem Jungen und willigte ein, seine Frau zu werden. Sie ging mit dem jungen Mann zu seinem Zelt, tanzte und sang mit ihm, verließ ihre Elfenheimat und folgte ihm in die Stadt. Und es war noch kein Jahr vergangen, da hatten die beiden ein wunderschönes Kind. Beide freuten sich sehr, aber die Mutter wurde von Jahr zu Jahr unglücklicher. Und sie erzählte ihrem Kind vom Elfenleben, von den Vollmondwiesen und dem Morgentau. Und auch das Elfenkind bekam Sehnsucht nach Mond, Wiesen, Wald und Wind.

Eines Tages, als der junge Mann von der Arbeit heimkam, fand er die Wohnung verlassen. Frau und Kind waren nach einem warmen Sommerregen mit Wind und Wolken zurück ins Elfenreich gegangen. Und alle freuten sich dort über ihre Ankunft, nur in der Stadt weinte unser junger Mann, denn das hatte er von seiner Elfe gelernt. Nur den Weg zum Elfenreich fand er nicht wieder. Stadt, Geld und Technik hielten ihn gefangen. Das Elfenkind wuchs heran und wurde anmutig wie seine Mutter, doch es wurde nicht glücklich. Es wünschte sich zurück in die Stadt zu seinem Vater und bat die Mutter flehentlich, daß es zurückkehren könne. Voll Kummer und Liebe gab die Mutter nach und sagte: "Kehre heim zu Deinem Vater nur denke stets daran, daß Du das Kind zweier Welten bist. Wenn Du in der einen lebst, wirst Du Dich nach der anderen sehnen."

Das Elfenkind kehrte in die Stadt zurück, und es erlebte, was die Mutter ihm ge-sagt hatte. Es sehnte sich nach Vollmondnächten, Elfentänzen, Wald, Wiesen, und nach geheimnisvollen Liedern und Geschichten. Und alles das fand weder in der Stadt noch im Fernsehen statt. Und so wie ihm, war es manchen Elfenkindern ergangen. Und als einige sich, wie das Leben spielt, durch Zufall kennengelernt hatten, gründeten sie den Elfenkreis und forschten nach weiteren Elfenkindern. Sie fanden mehr davon, als sie gedacht hatten. Und allen war der Wunsch zueigen. Sie sehnten sich nach Wald, Wasser, Wind mit Elfen und Festen. Und dann wieder nach den Menschen in ihren Dörfern und Städten.

Wer nun heutzutage bei einer Nachtwanderung unterwegs ist und im Wald oder auf einer Wiese Zelte findet und ein Feuer davor mit Tanzen, Musik und Singen, der hat einen Elfenkreis gefunden. Ob Junge oder Mädchen, ob Frau oder Mann, gleich wer Du bist. Du solltest in Dich lauschen, ob nicht auch Elfensehnsucht in Dir wohnt. Vielleicht wird dann der Wunsch geweckt, den Alltag abzustreifen und zum Elfenkreis dazu zu gehören mit Leib und Seele. Mit Elfenfreunden zu feiern, zu singen zu tanzen und in die Welt zu fahren zwischen den beiden Welten zu wandern ein Leben lang. 

Entstehung von Naxos
Als Zeus gezeugt wurde, wurde die Göttermutter unruhig und zog sich zum Olymp zurück, dem blühenden Götterheim für Menschen unsichtbar mit göttlichem Komfort,um dort zu gebären. Zeus war sofort erwachsen, und es wurde im langweilig, trotz der göttlichen Arbeiten und der himmlichschen Phantasie, mit der ihn seine Ahnen dort bannen und halten wollten. Unternehmungsgeist und Erlebnishunger ließen ihn sich wie ein Wandervogel aufmachen und ihm sich Flügel wachsen über das Meer zu fliegen.
Zweimal kackte er ins Meer, und es entstanden Naxos und Paros und das Drumherum. Große Vögel folgten ihm, und die Inseln belebten sich. Schneehügel entstanden dort, Tiere und Menschen, Pflanzen, herrliche Bäume und eine schöne Wohnstatt.
Und schon bei seinem 2. Flug wurde das von Zeus bemerkt.. Da ließ er sich auf Naxos nieder und baute sich bei den Quellen im Berg ein herrliches Götterheim, seine Sommerresidenz, die er sich gemütlich machte.
Mit seinem herrlichen Aussehen, seiner göttlichen Kraft und seiner faszinierenden Phantasie entwickelte er einen Charme, dem kaum eine von ihm begehrte Frau oder Jungfrau lange widerstand. Sie wurde gesegnet, mit Gaben beschenkt und in die Liebe eingeweiht. So hatte Zeus an vielen Orten schöne und einflussreiche Gönnerinnen, die ihn unterstützten, wo es nötig und angenehm war.
So wurden herrliche Knaben und Mädchen geboren mit Stolz auf ihre Gottzeugung, daß heute noch viele Familien stolz sind auf ihren göttlichen Ursprung. Zeus wählte zwar schon vor langer Zeit außerirdische neue Gefilde.  dadurch wurde das Klima von Naxos sozial und kulturell durch Zeus geprägt und gesegnet. Drum
Wanderer, kommst Du nach Naxos, erinnere Dich an die Gottesgeschichte, genieße und profitiere davon für wunderbare Sommererfahrungen. Drum wünscht Dir der Schreiber einen Sommer mit einem Wiedersehen auf Naxos und einem Leben wie Gott in Griechenland! Chottverdorri, heureka, Masern, Pest und Cholera!

DDR-SZENE, ERLEBEN,LIEDER - ARCHIV DES WANDERVOGELS

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KULTUR

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DDR -SZENE, ERLEBEN, LIEDER

In der letzten Zeit sind unsere mehrere Liederbücher aus DDR-Zeiten für das Wandervogelarchiv gespendet worden. Das ist Anlass, über das Liedermachen und Singen in der DDR kurz zu schreiben. Das a ist bisher auch in der jugendbewegten Szene so gut wie ausgeblendet.

In der DDR gab es hervorragende Liedermacher, Sänger, Bands, Musikanten Was offiziell genehmigt wurde, kam auf LPs von Amiga. Die wir zum Teil im Archiv haben.

In den Liederbüchern sind weit mehr Lieder zu finden. Auch mehrere, die zu unserem Singen gut passen. Und es gab auch noch viele „freie Straßenlieder“, die nicht angepasst waren, von denen viele oft (fast) verschollen sind. Es lohnt sich, hier nachzuforschen.

An Bands sind mir besonders in Erinnerung: Folkländer, Wacholder, das Duo Sonnenschirm, Hallensische Kneipen- und Folkmusik mit beschränkter Haftung, Bierfiedler. Ilmfiedelhupf, Antiqua. An Liedermachern: Gerhard Schöne, Gundermann, Fiddler’s Green, Rieck und Piatkowsky, Jürgen Wolff. Aufgearbeitet an Geschichte wurde einiges von Ralf Gehler, Schwerin.

An Liedern haben wir bisher neben Weihnachtslieder in unseren Liederheften: Das Heimatlied "Meine Heimat, das sind nicht nur...", Wie eine Feder, Sag‘ mir, wo du stehst?, Dunkle Wälder, Abgesang von der DDR, Sonne erhellt unsere Welt.

Es sind viele Lieder in den Liederbüchern, die einfach in unsere Folkszene und in den Wandervogel gehören, die uns aber noch fehlen!

Das wichtigste Buc das wir zum Thema Lied haben, ist der große Steinitz und auch die gekürzte Ausgabe. Und zum Tan: Der Deutsche Volkstan 1+2 und das Handbuch des Volkstanzes

Liederbücher die gerade fürs Wandervogelarchiv gespendet wurden: Leben, Singen Kämpfen / Agit Probe 2 

Und im Archiv haben wir: Mehrere Liederbücher DT 64 – Bücher 2,4,5 / Wir kleinen Sänger / Kampfgefährte – unser LIED / Kampflieder des chllenischen Widerstands / Seid bereit /Vorwärts und nicht vergessen / Frischauf und singt all ihr Musici

Dazu kommen Liederhefte von Gruppen: Antiqua Hefte 1,2,3,4,5,6,8,9 / Wacholder/ So sangen die Interbrigaden / Alte thüringische Volkslieder  Heft 4, 8, 10 / Deutsche Volklieder – mehrere Hefte, Folkmusik in Rostock.

DDR- UND BRD-FOLK.    25.1.22

BERNHARD HANNECKEN, der großen deutsche FOLK-Meister kommt nach Mölln, um einen seiner wunderbaren Vorträge über DDR-und BRD-Folk zu halten.

Berhard ist Historiker, Sammler, Kenner, Schriftstelelr und hat großartige Bücher zu exotischen und nichtexotische Instrumenten geschrieben, hat die Rudolstadt-Festivals künstlerisch organisiert, ist das Kreuzass der Folkszene seit vielen Jahren auch in Radio und Fernsehen und jahrelang Chef des Folker, der größten deutschen Folkzeitschrift. Ich erlebte ihn mehrmals in Rättvik, in Rudolstadt in persönlichen Gesprächen und schätze ihn.

Bernhard  hatte Schwierigkeiten mit dem Folkmagazin und mit mir. Dass ich plötzlich in Kaustinen auftrauchte, dass monija und ich in Rättvik bei Interview mal eher mit dem FM drankamen, als er, dass ich schon wohl 1949 in Rudolstadt beim Fest war… Das Folkmagazin war und und wird von mir gemacht, mit hervorragenden Mitarbeitern. Es lebt jedoch nicht von der Wissenschaft, sondern von der Freude, der Begeisterung für den Folk. Und wenn Berhard mit Freude und Begeisterung an seine Sachen herangeht, so konnten wir doch ab und zu Trophäen der schönsten Berichte von Festen und Fahrten liefern auch in die DDR.

Von zig Fahrten, die wir in der DDR waren, oft ich allein, manchmal mit mehreren Folkies aus der Szene, tollen Menschen, die jedoch alle nicht zur Schreiberzunft zählen. Mit waren öfter Atti aus Hamburg, Wolfgang aus Kassel, Andreas, damals  Geigenbauschule Mittenwald,, Jutta aus Hamburg, Monika aus Hamburg.

Und auch ich als Deutschlehrer schrieb nicht so sehr über historische oder soziologische Themen. Die Menschen, die Feste, die Höhepunkte interessieren mich mehr. Und da war ich Meister. Ich konnte gut mitreißen. Und so waren wir jeder auf seine Art Menschen, die sich viele Jahre intensiv einsetzen, unsere Folkszene in Deutschland zu fördern. Ich habe Bernhard immer hochbgeschätzt, schon, als zusammen mit Mike Kamp den Folkmichel, die Vorgängerzeitschrift des Folker, redigierte.

Neben vielen Fahrten zwischen Thüringen, Sachsen und Mecklenburg zumeist in den Jahren 1982 bis 1989 eingeladen von Eumel, Ischi, Peter, Klaus und Ralf waren wir in der DDR beim Leipziger Folk- und Tanzhausfest zweimal, bei der Folkschiffsausfahrt auf der Ostsee in Wismar, beim Tanzfest in Berlin, beim Fest in Rudolstadt, bei „Karls Enkel“ in Halle in der Moritzburg und bei unserem „Folklager“ in der CSSR in Horny Plana / Oberplan zusammen mit über 50 DDR-Folkies. Davon will ich peu á peu ein bisschen erzählen.

1.FOLK-UND TANZHAUSFESTE LEIPZIG

Damals fanden die die Feste mit etwa tausend Besuchern in der alten, respektablen Kongrsshalle statt mit einem Riesensaal. Die Creme de la Creme der DDR-Folkbands war dabei und einmal wie als Elbraben. Ich war wie immer reingeschmuggelt worden. Die FDJ machte den Einlass und Folkies meldeten sich extra dafür, um Freunde schwarz reinzulassen, denn viele der Karten gingen an bevorzugte Funktionäre und manche Folkies der DDR hatten es schwer reinzukommen. Ein Folkie kam in Uniform. Er war am Rande, fast ausgestoßen. Ich unterhielt mich mit ihm. Er brannte für Folklore und war durch die halbe DDR getrampt.

Die Bands Die Bands aus Leipzig, Dresden, Berlin, Erfurt, Chemnitz, Schwerin und andere fetzten los und zauberten meist Tanzmusiken in einer Qualität und Fetzigkeit, wie sie im Westen bei Volkstänzern kaum zu hören waren. Wir aus der Folkmitmachszene kamen in etwa mit und wurden ins Programm für eine ¾ Stunde mit den Elbraben eingeschoben, obwohl wir ja nicht offiziell dabei waren und nicht auf dem Programm standen. Wir hatten ein paar Musiken abgestimmt, Andreas hatte eine Geigenfreundin aus Mittenwald mitgebracht und mit ihr geübt. Und so standen wir mit nur vier Elbraben auf der Bühne, und ich meist als Tanzmeister vor den Musikanten und zeigte die Schritte, erklärte den Tanz und erzählte dazu eine Geschichte. Baumtanz, Mana Nawu, Fuchstanz, Mauer von Jerusalem mit der deutschen Melodie vom „mächtigsten König im Luftrevier“ in Moll und natürlich unser Hoida, mit dem wir angefangen waren. Das Publikum brodelt und sang mit. Schade, dass wir kein Aufnahmegerät dabeihatten.

Christel Ulbrich, die große alte Dame und Tanztherapeutin des DDR-Folks bat mich zu ihren Freunden an ihren Tisch und erzählte vom Tanzen in Bautzen, von den Rudolstadtfesten, vom Aufbau der Folkszene in der DDR. Als Freundin von Erich Honecker aus Weimarer Zeiten erzählte sie, dass sie Jährlich einmal von Honecker zum alten Kämpentreffen eingeladen würde, war es zum Geburtstag? wo gesungen und getanzt würde. Da seien ein paar Grundlagen besprochen worden, die sie dann umsetzen durfte. Ob wohl das wichtigste Buch der deutschen Folkszene nach dem Zupfgeigenhansel, Herbert Oetkes „Der Deutsche Volkstanz“  und Herberts Anstellung in Berlin bei diesen Gesprächen seinen Ursprung hatte?

So um Mitternacht gegen Ende kamen bei meinem 1. Fest in Leipzig ein paar Leipziger auf mich zu, ob ich nicht zu einer Nachparty mitkommen wolle. Wir trafen uns wohl in der Wohnung von Jana mit ca. 15 Folkies. Neben mir saß Jürgen Wolf, einer der Mitgründer der DDR-Folkszene, Chef der Folkländer aus Leipzig und grafischer Gestalter der Rudolstadtfeste. Wir sangen einiges miteinander „Sag mir, wo du stehst“, „Sonne erhellt unsere Welt“. Die DDR-Folkies wunderten sich, dass ich mitsingen konnte, da sich herumgesprochen hatte, dass ich kein Sozialist aber kritischer Folkie war. Dann wurde ich um 2 Lieder gebeten. Ich sang „Abends treten Elche aus den Dünen“ und „Über meiner Heimat Frühling“ und mein „Meinst du, die Deutschen wollen Krieg.“ Da bat mich Jürgen um meine Klampfe und sang mit seiner herausragenden Stimme sang zuerst eine seiner berühmten Balladen vom Fluchttrabi. Ich singe täglich gern, habe aber seither neben keinem Sänger gesessen, der mich so beeindruckt hat.

SCHIFFSFAHRT AUF DER OSTSEE

Ischi hatte mich eingeladen. Mehrere Folkies feierten in Wismar unter Obhut der FDJ ihr Examen als Diplom-Ingenieure zusammen mit Kommilitonen, Professoren, Folkies bei einer Schiffsfahrt auf der Ostsee und im Hafen von Wismar. Mich bäten sie als Tanzmeister dazu, ich möge Noten mitbringen.

Ich für vom Schneckenhaus in Mölln aus mit dem Auto über Schönberg und hatte ein paar Folkmagazine mitgebracht. An der Grenze hielt man mich stundenlang fest. Die Grenzer lasen die Folkmagazin. Brauste ich los und kam gerade an, als das Schiffshorn blökte und der Dampfer ablegen wollte. An Bord wohl an die 80 bis 100 Festteilnehmer. Ich konnte gerade parken, man wartete kurz, und ich kam an Bord und saß allein an einem Tisch, da die anderen schon ihre Plätze hatten und Ischi, Peter, Klaus, Ute, Ralf, die ich kannte, schon bei ihren Freunden saßen. Dann wurde gesungen, ich hatte mich vorzustellen, und es ging erstmal zu einem Rundtörn im Bogen um Wismar.

Wieder an Land ging es zur Fischerkneipe, ein Fass wurde aufgemacht und dann wurde auf dem Fischermarkt getanzt. So wurde der Hoida in der halben DDR bekannt.

Es wurde mit ca. 30 Leutchen wild getanzt. Kein Tanz wurde ausgelassen. Ich machte meinen Workshop. Es war einfaches Tanzen. Die Musiker fetzten unsere Musiken. Es war ein herrlicher Folktag.

FOLKLAGER IN HORNY PLANA

Wir hatten uns im Osten und Westen vorbereitet. Es kamen an die 50 Folkies aus der DDR und wir drei Elbraben: Atti aus Hamburg, Wolfgang aus Kassel , hedo damals auch noch aus Hamburg. Am Strand des Sees bauten wir unsere Jurte und Zelte auf, in einem großen Halbkreis auf. In der Mitte der Platz zum Musizieren und Tanzen. Als Themen hatten wir aus dem Westen den Hambo und Balkantänze zum Lernen für die Ostfolkies mitgebracht und zwei Vorträge von hedo über tusk und über die Edelweißpiraten. Es wurde gmeeinsam gekocht und eingekauft, gewandert und Horny Plana, ehemals Oberplan erkundert mit dem Adalbert-Stifter-Museum und dem alten deutschen und neuen tschechischen Friedhof.

Und nebenbei viel Schwimmen und auch Tanzen in Wasser.

FOLKOPER KARLS ENKEL IN HALLE

HAMMER REWÜ

. "Diese gedankliche Schärfe haben..." KARLS ENKEL - Folkoper

eumel hatte mich in die DDR eingeladen. Es sollte in Halle in der Moritzburg die Aufführung der folkoper "Karls Enkel" geben. Ich aus dem Westen hatte keine FDJ-Kleidung an, hatte kein Eintrittsbillett und wurde von einiges Auserwählten stark beobachtet. Die Oper wurde von namhaften Folksängern der DDR gestaltet, die in einer Liedertheatergruppe kritischer Liedkultur 1976 -1986 zusammenwirkten. Es war eine tolle Zusammensetzung. Das Publikum war aus der ganzen DDR angereist. Und alles war total ausgebucht im alte Gewölbe-Saal auf Holzbänken im Keller.Viele FDJler waren Folkies. Sie waren am Einlass und an der Kasse und wechselten laufend. Und als ein Freund am Eingang war, gelang es Eumel, mich in den Saal zu schmuggeln. Ich war sein Gast und extra für das Konzert aus Hamburg gekommen. Und in der Szene kannten viele das Folkmagazin und mich als Macher.

Mit dabei waren Hans-Eckardt Wenzel, Steffen Mensching, Stefan Körbel (Nebelhorn), Rolf Fischer (Boleschwistische Kurkapelle), Matthias Kießling, Dieter Beckert, Jörg Kokott (Wacholder), Matthias Kießling (Kies) (Wacholder), Matthias Wegner (Einstein), Almut Walther, Scarlett Seebold (Wacholder) u.a. mit wechelnden Besetzungen in den 11 Jahren des Bestehens.

Das Konzert, die Freundschaft und Verbundenheit der Folkies untereinander, das Milieu des besonders kritischen Teils der Folkies begeisterte mich. Und von den Kirchentagen, den Elbraben, von den jungenschaften, vom Wandervogel, und den kritischen Fahrenden Gesellen her kannte ich die Brisanz, die aufkommt, wenn Neues entstanden ist und präsentiert wird. Für mich wurde dieser Besuch in Halle bei Eumel zum wichtigsten musikalischen Erlebnis in der DDR. Hfolklager horny plana

 DIE INTERNATIONALE IST NICH UNSER LIED

Die Internationale ist nicht unser Lied, obwohl wir weltweit denken und planen. Die Internationale setzt auf Kampf und Gefecht, auf Gegeneinander, auf Links gegen Rechts auf die Spaltung. Das ist nicht unser Ding, kann es nicht sein. Wir setzen auf Miteinander, auf Frieden, auf Parlamentarismus, auf Versöhnung, auf Natur und besonders auf Bildung. Und auf Freisetzung von Intelligenzen und Bildung von Persönlichkeiten. Da war Deutschland schon mal weiter. Das ist weitsichtiger und klüger und die Zukunft. Viel zu lange wurden in Schulen, in der Pädagogik, in Lehrbetrieben und von despotischen Patriarchen ein Untertanenverhalten, mit Verzicht auf Eigenständigkeit,   mit Denkverzicht, Gedankenunfreiheit und Maulhalten eingeübt, vom Stille-Machen der Babys an. Das bildet nicht den freien, selbstbewussten Menschen. Für mich, für uns gilt: Das Leben selbst zu gestalten allein und miteinander und nicht fremd gestalten zu lassen. Und Milieus zu schaffen, in denen Persönlichkeiten  heran wachsen. Das haben wir alle zu fördern. Wenn Lebenskultur dazu kommt mit Singen, Musizieren, Tanzen, Spielen, guten Gesprächen und Fahrten in die Welt, ist es der richtige, lange Weg mit Selbstbewusstsein und Miteinander. Dieser Weg schafft Kraft zum selbständigen Denken, zur Berufs- und Partnerfindung, zu Freundschaften und zu selbstbewusstem, politischem Handeln und Leben. Und da ist es doch keine Frage mehr: Die Internationale brauchen wir nicht, sondern ein besseres Lied. Vielleicht „O lio lio la“! Das ist auch international, aber richtig gut. Da frage ich mich noch: Gibt denn jemanden, der diesen Weg nicht einschlagen möchte? Es müsste doch ein egoistischer Mensch sein, der auf Kosten anderer leben will oder ein Eigenbrötler. Oder beides? h

DIE ELBRABEN

Die Urgruppe der Elbraben kam aus dem Wandervogel und ihm nahen Gruppierungen wie der Freischar. In den Zeitschriften FOLKMAGAZIN und WANDERVOGEL wurde über die Entstehung und Geschichte der Elbraben berichtet. Wer einen dieser Artikel auftreiben und zusenden kann oder selbst einen schreibt,  hat die Chance. Besonders ingteressant waren ssieben Artikel: 1. Weshalb und wie entstanden die Elbraben? 2. Die Geschichte der Namensfindung 3. Der 1. Auftritt in Osnabrück. 4. Das Hochzeitskonzept, 5. Die Bigbandmappe 6. Die Elbrabenfeste ab Mölln 7. Die Kirchentage

Zum Tanzen und Musizieren in der DDR aus eigenem Erleben

Es war ca. 1986 vor der Wende, als wir von der Folktanzband Elbraben ein paar Einzeleinladungen zum Leipziger Tanzhausfest in der alten Kongresshalle erhielten, wo ca. 1.500 Tänzer ihr jährliches Tanzhausfest tanzen wollten.

Mit dabei waren viele der wichtigsten Volkstanzpersönlichkeiten der DDR, von denen ich einige durch meine häufigen Besuche schon kannte. Wir kamen einzeln mit Eintrittskarten rein, tanzten mit, und ich wurde dann gebeten, die anderen Elbraben auf die Bühne zu holen und den Tänzern al Tanzmeister ein paar israelische Tänze zu zeigen. Meines Wissens waren von uns Atti und Jutta aus Hamburg auf der Bühne, und Andreas und Christiane, die in Mittenwald Geige studierten. Das mit dem Tanzen klappte gut. Vielleicht 600 Tänzer und Tänzerinnen konnten die sechs Tänze schnell mittanzen. Nach dem Tanzen ließ mich Christel Ulbrich (?) an ihren Tisch bitten, an dem auch mehrere andere geladene Volkstanzveteranen saßen.

Wir plauderten u.a. darüber, dass ich des Volkstanzens öfter in der DDR sei und auch bei einem der großen DDR-Tanzfeste mit der Familie Lünzmann aus Hamburg in Rudolstadt gewesen sei. Sie erzählte mir, dass sie schon seit Wandervogelzeiten Volkstanz mache und in der DDR den Volkstanz voran gebracht habe zusammen mit Eva Sollich und die Musik mit vielen, engagierten Folkbands. Sie sei schon seit vielen Jahren mit Erich Hockecker befreundet. Und einmal im Jahr würde er seine alten Freunde einladen und dann würde gemeinsame gesungen und musiziert. Er sei privat ganz anders, als er im Westen dargestellt würde, versicherte sie mir glaubhaft.Herbert Oetke habe ich zusammen mit Viktor Rengstorf in seinem Haus in Rissen besucht, als er wohl schon weit über 80 war, so wirkte er auf uns. Wir hatten uns mit mit Freude mit seinem Buch „Der Deutsche Volkstanz“ intensiv beschäftigt und hatten viele Frage. Er erzählte uns, dass er das Buch in Zusammenarbeit mit Kurt Peters vom Volkstanzarchiv herausgegeben hätte, mit Auflage zuerst in der DDR und dann in Wilhelmshaven. Wir sprachen beim Tee besonders über die Sünnros, von der er sagte, sie sei früher nur im Hüpfgleitschritt und nicht im Wechselschritt getanzt worden.

 Dann sprachen wir über Achterümtänze, Entdeckungen von Kurt Bellmann aus Neugraben und über Hochzeitstänze. Dann erzählte er uns seine Wandervogelgeschichte. Er war mit Anna-Helms Blasche und ihrem Mann, mit Erich Boettcher und den Pulmers einer der Sammler uns Tanzmeister um die Geestländer Tanzkreise. Als Tanzreferent kam er weit herum und wurde auch öfter ins Saarland von Erich Honecker eingeladen, der dort Sprecher der Sozialistischen Arbeiterjugend war, und das Tanzen und Musizieren förderte. 

Nach 1945 fragte ihn Hockecker, ob er nicht Tanzreferent in der DDR fürs Volkstanzen werden wolle, er hätte die Chance, Professor zu werden. Herbert Oetke fand die Aufgabe großartig, war aber weder Kommunist noch Sozialist und verheiratet mit einer Ärztin in Hamburg. Herbert Oetke ging die Woche über nach Berlin, behielt seinen Hauptwohnsitz in Hamburg und bekam Aenne Goldschmidt als Vorgesetzte, wurde kein Professor und bekam nicht einmal einen Doktortitel. Er war der Maßgebliche Sammler in der DDR. Und Aenne Goldschmidt (hundertjährig 2020 gestorben) wurde Professorin und konnte die „Handbücher des Deutschen Volkstanzes“ herausgeben, die sachlich und nüchtern als Lehrbücher gut geeignet sind. 

Das Herzblut der Begeisterung des Wandervogels für den Volkstanz, das haben dann die später erschienenen Bücher 1 +2 des „Deutschen Volkstanzes“.  Die Bücher sind zwar wissenschaftlich geordnet, erzählen aber Geschichte in Geschichten mit Forschungsergebnissen und Vermutungen in plastischer Form für künftige Generationen. Jüngeren Menschen wird es so ermöglicht, alte Tänze nachzuempfinden und wieder neu zu kreieren.  Mit seiner Erzählweise übertrifft Herbert Oetke nach meiner Einschätzung die Geschichtsbücher der Liedforscher Erk-Böhme und Steinitz und ist damit ein wertvoller Schatz für jeden, der deutschen Volkstanz voranbringen will.

Der 3.sehr umfangreiche Band sollte ein Volkstanz-Lexikon werden. Näheres weiß ich nicht. Auch die Wilhelmshavener vom Heinrichshofen-Verlag haben ihn bisher nicht gedruckt. Vielleicht ließe er sich durch die Deutsche Gesellschaft für Volkstanz mit Fördermitteln jetzt noch drucken? Herbert Oetke zu Ehren.  hedo holland

Zukunftsaspekte:Feldforschung, Zusammenarbeit der Tanzmeister, Klezmer mit Marianne.

Wenn ich Dich oder andere vergessen habe, helft mir bitte und ergänzt die Liste. Danke. hedo 

Elbrabenmitglieder - Einmal Elbrabe, immer Elbrabe - Wer von Euch noch nicht das schöne Elbrabenemblem hat, melde sich.

1. Ab Gründerzeit: Peti, Viktor, Hedo, Erich, Atti, Wolfgang K, Thomas, Ecki, Jörg, Anne T, Kessi, Franky, Andreas, Ingrid, Klaus, Annette W, Wolfgang D, Astrid.

2. Ab Mittellzeit: Thea, Tina, Suse, Ursula, Heinrich, Heide, Uwe Th, Rainer, Anke, Jörg E, 

3. Ab Neuzeit: bob, Marianne, Huub, Annette, Uwe I, Günther, Jochen, Lilly, Ingo, 

Das Hoidasyndrom

Der Hoida war der erste Tanz, den Elbraben bei Auftritten gespielt haben. Er wird bei uns gefeiert und ist bei jedem Fest dabei. Er wird gemeinsam gesungen, die Reihen tanzen sich an. Der Hoida stärkt die Gemeinschaft und feiert die Freude des Wiedersehens. In unseren damnals drei Tanzkreisen in Haus der Jugend, in der Turnhalle Rostocker Straße und im Matthias-Claudius-Gymnasium war er lange bekannt.

Über den Tanz Hoida, den ersten Mitmachtanz den die Elbraben zuerst öffentlich beim Folkfest in Osnabrück im Klosterhof 1981 spielten.

Die Geschichte trug sich vor gar nicht SO LANGER ZEIT IN DIESER GEGEND ZU. ES BEGANN AN EINEM DIENSTaGABEND IN EINEM STaDTTEILSHAUS. DORT WIE aN JEDEM DIENSTAGABEND FOLKLORETANZEN ANGESAGT. DIE TRANZfREAKS WAREN EIN ZIEMLICH GEMISCHTER HAUFen UND HATTEN SO ALL VERSCHiEdENE Interessen. Aber eins verband sie alle miteinander, der Hoida, das wusste am Anfang bloß noch keiner, das kam viel später. Man tanzte und schwitzte und schwitzte und tanzte und lernte ein paar nette Tänze kennen.. 

Man hatte vie Spaß dabei, aber irgendwie fehlte noch das gewisse Etwas. Eines Dienstagsabends kam unser fliegender Holländer Hedo ganz geheimnisvoll zur Tür herein, machte ein Gesicht wie der Weihnachtsmann zu Ostern und raunte jedem von uns zu „heute tanzen wir den Hoida“l 

Es durchzuckte uns alle bei dem Namen Hoida. Der hatem hatte igendwie was Geheimnisvolles an sich. Wir benahmen uns alle wie in der Kirche. Gans andächtig standen wir so herum und flüsterten nur noch miteinander. Als die Spannung wie zum Zerreißen gespannt war, gritff Hedo in seine Tasche und holte feierlich eine in Seidenpapier eingewickelte Musikikassette heraus. Das mussten die Zauberklänge sein. Rituell legte er die Kassette ein. Wir stellen uns zu einem Kreis auf und warteten auf den Beginn der Musik wie auf den Beginn der Bescherung.

Eigentlich hatten wir auch weihnachtliche Gefühle, nur viel schöner. Und dann ging es los. Schon nach den ersten Takten tanzten wir wie in Ekstase Erst nach Stunden kamen wir aus dem Hoidarausch wieder heraus. Wir fühlten uns sie nach der Taufe. Reingewaschen und nass. Seit diesem glückseligen Abend tanzen wir fast nur noch Hoioa. HEDO WURDE ZU USNEREM GURU ernannt, und wir bildeten die Sekte der Hooidaisten. Unsere Taufen finden meist auf Tanzveranstaltungen und Festen statt. Aber auch mitten auf der Straße kann es passieren, dass einem durch eine flotte Hoidaeinlage der richtige Weg gezeigt wird.

Auch die Rundfunkstationen haben sich der HOIDAWELLE ANGENOMMEN. VOR UND NACH DEN NACHRICHTEN wurde DER HOIDA GESPIELT, UND DAS WORT ZUM SONNTAG DURCH durch DIE SENDUNG „HOIDA, DER SINN allEN Lebens“ ersetzt. In den Schule wurde das Fach „Entstehung und Durchführung des Hoida“ das Hauptfach eingeführt. Und an den Universitäten kann man Hoidaismus studieren. Es besteht jedoch ein Numerus Clausus für dieses Fach.

Dies war also die Geschichte über die Entstehung des „Hoida-Synsdroms“. Schön, dass sie nur erdacht ist und nicht wahr.      Jürgen 18.9.1981

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DDR –Fahrten.  Geschrieben von wv am 14. November 2020.

Jeden 2. Monat war ich als Hamburger drüben, oft mit mehreren Elbraben, wohne jetzt in Mecklenburg und verfolge mit großem Interesse, wie Ost und West mit ihrer Folkie - Vergangenheit umgehen.  Im Westen war es die Waldeck mit den Festivals Chanson International, im Osten waren Gundi, Karls Enkel und trotz allem die Liedbewegung, beim Tanzen einige Ideen von Christel Ulbrich und Ensembles.

Eine fast gleiche Entwicklung haben in der „Mitmachecke“ die herrlichen Mitmachfeste auf Straßen und Plätzen, in Sälen und auf Bühnen. Im Leipzig war eins der Highlight – Ursprünge die schöne, alte Leipziger Kongresshalle, im Westen waren es die ersten Festivals in Mölln und auf dem Ludwigstein. Nun hat sich vieles weiter entwickelt. Nach der Wende vereinigte Rudolstadt die Folkies in Ost und West. Als das dort mehr und mehr zum Weltmusikfestival wurde, ging es ab in die Niederungen vieler Dreißiger bis Hunderter „Feste“ und Wochenenden in Nord und Süd, in ost und West, halb privat, halb Lernen, halb tolle Atmosphäre, teils die menschlichsten Referenten. Das Hinaustragen des Politischen hat nachgelassen. Dafür wird bei den Festen – oft mit Kindern – ein zukunftsgewandtes Denken gelebt mit Singen, Tanzen und Musizieren, Kultur in der Natur, wie es selbst in Waldorf- oder Steinerschulen selten zustande gebracht wird. (Preiswert) Es zeichnet sich Trends ab. Das Singen, Tanzen und Musizieren mit Kindern könnte zuerst in diesen kleinen Nischen wieder einen höheren Stellenwert bekommt.  Die gemeinsame Festtafel – ein gemeinsam gefeiertes Essen und Trinken – bildet vielfach den Mittelpunkt. Das Umgehen Miteinander ist bei manchen dieser „Feste“, mitmenschlicher und intensiver, als in der Gesellschaft üblich. Neue werden integriert, nicht nur nach ihrem Können am Instrument, beim Tanzen oder Singen, sondern nach ihren Impulsen mitzumachen und sich einzubringen.  Es entstehen mehr und mehr solche „Feste“. Hinzu kommen die Tanzhäuser im Norden, die Folkbälle im Süden und Westen (Hier fehlt es im Osten noch) die Folkszene zu vernetzen und in einigen Orten zusammen mit den „Festen“ und mit der Bildung von Folkclubs oder Folkinitiativen eine subkulturelle „Folkecke“ zu schaffen, die mit Konzerten, Tanzabenden, Musiziertreffen bis in die Öffentlichkeit hinein wirkt und mit der Zeit in bestimmten Regionen den „Negativtouch“ von Folklore für die ab 40jährigen verändert. Darüber hinaus schaffen es einige Folkies, mit ihrer gesammelten Freude und Erfahrung, folkloristische Kulturfestivals in einigen (noch wenigen) Städten neu zu etablieren und wachsen zu lassen. Mit einer guten Mischung aus Internationalität und heimischen Wurzeln liegt hier eine  Chance, Folklore für die Öffentlichkeit??????  zu entstauben und zu etablieren, so dass auch die Folkkünstler ein wenig zusätzlich die Chance bekommen, etwas zu verdienen, (was sonst nur wenigen möglich ist.) Beim Folk bringen Auftritte, Feste, Festivals, touren, CDs den Künstlern und Veranstaltern bis auf Ausnahmen nicht viel ein. Folkkünstler müssen anderweitig hinzu verdienen. Die Fleißigsten von ihnen haben deshalb eine neue Art alternativer kleiner Musikschulen, Tanz- und Tonstudios gegründet und halten sich so über Wasser. Wenn auch die Schwächen der heranwachsenden „neuen Folkszene“ im Öffentlichkeitsbereich, weiter im Entertainment und besonders im „Verdienen“ liegen, so zeigt sich eine „Folkielust“, ein Überlebenswille, eine große Freude zu internationalen und eigenen Folklore, dass mir um die Zukunft der Folkies in Deutschland nicht bange ist.

Die Urgruppe der Elbraben kam aus dem Wandervogel und ihm nahen Gruppierungen. Es war ca. 1986 vor der Wende, als wir von der Folktanzband Elbraben ein paar Einzeleinladungen zum Leipziger Tanzhausfest in der alten Kongresshalle erhielten, wo ca. 1.500 Tänzer ihr jährliches Tanzhausfest tanzen wollten. Mit dabei waren viele der wichtigsten Volkstanzpersönlichkeiten der DDR, von denen ich einige durch meine häufigen Besuche schon kannte. Wir kamen einzeln mit Eintrittskarten rein, tanzten mit, und ich wurde dann gebeten, die anderen Elbraben auf die Bühne zu holen und den Tänzern al Tanzmeister ein paar israelische Tänze zu zeigen. Meines Wissens waren von uns Atti und Jutta aus Hamburg auf der Bühne, und Andreas und Christiane, die in Mittenwald Geige studierten. Das mit dem Tanzen klappte gut. Vielleicht 600 Tänzer und Tänzerinnen konnten die sechs Tänze schnell mittanzen. Nach dem Tanzen ließ mich Christel Ulbrich (?) an ihren Tisch bitten, an dem auch mehrere andere geladene Volkstanzveteranen saßen. Wir plauderten u.a. darüber, dass ich des Volkstanzens öfter in der DDR sei und auch bei einem der großen DDR-Tanzfeste mit der Familie Lünzmann aus Hamburg in Rudolstadt gewesen sei. Sie erzählte mir, dass sie schon seit Wandervogelzeiten Volkstanz mache und in der DDR den Volkstanz voran gebracht habe zusammen mit Eva Sollich und die Musik mit vielen, engagierten Folkbands. Sie sei schon seit vielen Jahren mit Erich Hockecker befreundet. Und einmal im Jahr würde er seine alten Freunde einladen und dann würde gemeinsame gesungen und musiziert. Er sei privat ganz anders, als er im Westen dargestellt würde, versicherte sie mir glaubhaft.Herbert Oetke habe ich zusammen mit Vitor Rengstorf in seinem Haus in Rissen besucht, als er wohl schon weit über 80 war, so wirkte er auf uns. Wir hatten uns mit mit Freude mit seinem Buch „Der Deutsche Volkstanz“ intensiv beschäftigt und hatten viele Frage. Er erzählte uns, dass er das Buch in Zusammenarbeit mit Kurt Peters vom Volkstanzarchiv heraus gegeben hätte, mit Auflage zuerst in der DDR und dann in Wilhelmshaven. Wir sprachen beim Tee besonders über die Sünnros, von der er sagte, sie sei früher nur im Hüpfgleitschritt und nicht im Wechselschritt getanzt worden.  Dann sprachen wir über Achterümtänze, Entdeckungen von Kurt Bellmann (?) aus Neugraben und über Hochzeitstänze. Dann erzählte er uns seine Wandervogelgeschichte. Er war mit Anna-Helms Blasche und ihrem Mann, mit Emil Boettcher (?) und den Pulmers einer der Sammler uns Tanzmeister um die Geestländer Tanzkreise. Als Tanzreferent kam er weit herum und wurde auch öfter ins Saarland von Erich Honecker eingeladen, der dort Sprecher der Sozialistischen Arbeiterjugend war, und das Tanzen und Musizieren förderte. Nach 1945 fragte ihn Hockecker, ob er nicht Tanzreferent in der DDR fürs Volkstanzen werden wolle, er hätte die Chance, Professor zu werden. Herbert Oetke fand die Aufgabe großartig, war aber weder Kommunist noch Sozialist und verheiratet mit einer Ärztin in Hamburg. Herbert Oetke ging die Woche über nach Berlin, behielt seinen Hauptwohnsitz in Hamburg und bekam Aenne Goldschmidt als Vorgesetzte, wurde kein Professor und bekam nicht einmal einen Doktortitel. Er war der Maßgebliche Sammler in der DDR. Und Aenne Goldschmidt wurde Professorin und konnte die „Handbücher des Deutschen Volkstanzes“ herausgeben, die sachlich und nüchtern als Lehrbücher gut geeignet sind. Das Herzblut der Begeisterung des Wandervogels für den Volkstanz, das haben dann die später erschienenen Bücher 1 +2 des „Deutschen Volkstanzes“.  Die Bücher sind zwar wissenschaftlich geordnet, erzählen aber Geschichte in Geschichten mit Forschungsergebnissen und Vermutungen in plastischer Form für künftige Generationen. Jüngeren Menschen wird es so ermöglicht, alte Tänze nachzuempfinden und wieder neu zu kreieren.  Mit seiner Erzählweise übertrifft Herbert Oetke nach meiner Einschätzung die Geschichtsbücher der Liedforscher Erk-Böhme und Steinitz und ist damit ein wertvoller Schatz für jeden, der deutschen Volkstanz voranbringen will. Der 3.sehr umfangreiche Band sollte ein Volkstanz-Lexikon werden. Näheres weiß ich nicht. Auch die Wilhelmshavener vom Heinrichshofen-Verlag haben ihn bisher nicht gedruckt. Vielleicht ließe er sich durch die Deutsche Gesellschaft für Volkstanz mit Fördermitteln jetzt noch drucken? Herbert Oetke zu Ehren.  hedo holland

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LEBENSFREUDE Lieder lachen, weinen, beten

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KULTUR

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Lieder lachen, weinen, beten, 

schenken Hoffnung und Freude weit.

Lieder verschönern Tage und Nächte

und geben Trauer das Geleit.

Lieder tönen, spiegeln Träume,

Menschlichkeit und Persönlichkeit.

Lieder sprudeln wie Quellen des Lebens. 

Lieder machen Menschen reich.

Lieder sind ein Stück zu Hause. 

Lieder sind der Liebe gleich.

hedo

Wer macht hierzu eine Melodie?

Waldzither

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in KULTUR

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WALDZITHER

Die Waldzither wurde erst in Hamburg, dann in Thüringen durch die Jugendbewegung wiederentdeckt. Heute spielen bekannte Folkies die 'Waldzither. Einige von ihnen unterrichten sie auch: Jochen Wiegandt, Peter Bursch, Jürgen B. Wolf, Jochen Riemer, Anderes: Anderes Holz, Hüsch Band. Bei Wandervogeltreffen wird sie öfter unterrichtet. Die Waldzither klingt wie ein Orchester. Und sie lässt sich für Anfänger recht leicht lernen. Allerdings braucht sie für Tremoli und für weiter führende Akkorde schon einige Übung und ein gutes Ohr. 

Grünes Band - Schönes Boizetal Blumenwanderung im Ma

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in NATURKULTUR

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Grünes Band - Schönes Boizetal
Blumenwanderung im Mai am Sonntag, den 25. Mai 2008


Wir trafen uns am Rabenhof und fuhren nach Klein Bengersdorf und gingen dann vom Galgenberg aus in Richtung Bennin über herrliche Wege entlang der Schaale.
An Blumen und Blüten sahen wir unterwegs: Ginster, Wiesenschaukraut, Männertreu, Kuckuckslichtnelken, Knoblauchrauke, Brunnenkresse, Waldstorchenschnabel, Wasserlilien, Schöllkraut, Hahnenfuß, Sternmiere und Gündsel (Gundermann). Einige der fast zugewachsenen Wege waren so voller schöner, blauer und brauner Libellen, dass wir unsere Maiblumenwanderung "Libellenwanderung" nannten. Unterwegs entdeckten wir einen waagerechten Baum, der gestürzt war und so gefallen ist, dass er nun waagerecht zwischen anderen Bäumen hängt.

Anschlieflend gab es wie üblich das schöne Buffet mit Liedern und dazu das Buffet vom Mitgebrachten mit Rhabarbersaft, Bärlauchpasete mit Knackbrot, würzigen Quishe, Kräuterquark und Mettwurstbroten. Die Wanderung schlossen wir traditionell ab mit einem Spaziergang durch den schönen Garten des Rabenhofes und diesmal mit einem Rhabarberkuchenessen sowie mit dem Anschauen der Fotos von der Wanderung.

Nächstes mal wandern wir nach unserem 3. Boize- und Erdbeerfest am Sonntag, den 22. Juni und machen einen Baum- und Poesiewanderung und dann wieder mit Buffet am Sonntag den 17. August. Unsere Initiative "Grünes Band - Schönes Boizetal" setzt sich für eine nachhaltige Gestaltung und umweltgerechte Zukunftsplanung der wunderschönen Gegend beiderseits der Boize bis zur ehemaligen Grenze ein und veranstaltet Wanderungen und Jahreszeitenfeste mit Musik, Tanz und Singen zusammen mit dem NABU und dem Wandervogel e. V. Es gibt bei uns unsere neue Wanderkarte des Boizetals. Wer Interesse hat, rufe an unter 038842-20623, Rabenhof, Lüttenmark, Leisterförder Str. 32

HAUSTIERE & WILD. Geschichte, Artikel, Lieder, Gedichte...

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in NATURKULTUR

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222images-7.jpg36473133_2171122676247787_6514895398627180544_n.jpgElch_mit_Noten2.png.   Kopie_von_Elch_-_Grafik_Hedo.gif.  36488679_2171124079580980_5392395538219925504_n.jpg

ELCHE

Elche sind Urtiere, die in Wald und Tundra magisch wirken. Wandervögel haben weit Zeiten von tusk und Werner Helwig ein besonderes Verhältnis zu Elchen. Fast eine Liebhaberei, Elche in der Wildbahn zu fotografieren, in Liedern zu besingen. 

Elchreihe.pngElchreihe.png

ABENDS TRETEN ELCHE AUS DEN DÜNEN

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Skan-Elch3neg.gif.  skan04.jpg.  Elch_von_doc_im_docheft-n.gifElchgrafik-Ausschnitt.png

VÖGEL Texte, Artikel mit Geschichten, Liedern, Gedichten...

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in NATURKULTUR

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WIR NENNEN UNS WANDERVÖGEL. 29.3.21 hedo

Für uns als Wandervögel ist es selbstverständlich, dass wir uns für Vögel einsetzen. Am Haus haben wir viele Schwalbennester und vom NABU das Schwalbenzeichen. Und für alle Wandervögel und ihre Bünde wird es ebenso selbstverständlich sein. Weshalb lese ich fast nie drüber? Die Vogelpflege steht bei Fahrten und Heimbau, bei Gruppenabenden und Treffen fürviele noch unter ferner liefen. Die Zeiten haben sich geändert. Vögel sind in Not. Wir freuen uns, wenn Du dazu schreibst.

SCHWÄNE FLIEGEN ÜBERS LAND.   hedo 9/92

1.) Schwäne fliegen übers Land Schwäne mit weißem Gefieder, Silhouetten schwarz vor der Sonne singen sie ihre Lieder.
2.) Von weiten Flügen, von Dürre und Not von wilden Fahrten, Gefahren, von Autobahnen und Menschenkriegen, und von überall, wo sie waren.
3.) Sie fliegen weiter der Sonne entgegen. Sie lieben den Sommer im Norden. Dort bau'n sie ihr Nest, dort sind sie zu Haus im Norden an Sommerfjorden.

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WEIßE SCHWALBEN SAH ICH FLIEGEN

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INSEKTEN

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in NATURKULTUR

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Der letzte Schmetterling UND VIELE ANDERE INSEKTEN   hedo.  2020

Die Bienen, Wespen Mücken und Libellen waren schon gestorben. Die Schwalben und andere Vögel hungerten, hatten kein Futter und kamen nicht wieder. Der letzte Schmetterling saß auf dem Schmetterlingsbaum und hielt nach einer Braut Ausschau. Es kam und kam keine. Er sang leise sein Liebeslied. 

Er sang von früheren Zeiten, als überall Schmetterlinge fröhlich über dem Teich tanzten. Er sang von seinem Raupenleben, und er sang von Glyphosat und Schmetterlingsgiften. Und er sang von einer wunderschönen Braut, die er sich wünschte.

Ein Marienkäfer hörte seinen wunderschönen Gesang, er wurde vom Gesang ergriffen und kam näher heran. Als das Lied zu Ende war, fragte der Marienkäfer, was es zu bedeuten habe. Da erzählte der Schmetterling von seinem Leid, seiner Einsamkeit und sagte, dass er nur wenig Zeit habe, eine Braut zu finden. Nirgendwo aber sei ein anderer Schmetterling zu sehen.

Der Marienkäfer war auf seiner Suche nach Blattläusen weit herumgekommen und sagte: Auf der anderen Seite des Bauernhofes steht noch ein Schmetterlingsbaum. Und dort weint eine Schmetterlingsfrau. Du brauchst nur über das Dach zu fliegen, dort wirst Du sie schon weinen hören.

Der Schmetterling war sehr erfreut, dankte dem Maienkäfer von Herzen, flatterte über das Dach und fand eine tränenüberströmte Schmetterlingsfrau, die ihn vor Tränen nicht bemerkte, sondern dachte, er seine eine eingebildete Erscheinung, eine Fata Morgana.

Als der Schmetterling aber sein Liebeslied anstimmte, war sie mucksmäuschenstill, wischte sich die Tränen mit ihren Flügeln ab und sah ihn voller Freude und Sehnsucht an. Ja, so ist es mit dem Verhalten der Tiere untereinander. Zwar müssen einige andere fressen, aber wenn es nötig ist, halten sie zusammen und helfen einander. Vielleicht kannst du in Deinem Leben ein klein wenig dazu beitragen?

SING,SING, SING, DU BUNTER SCHMETTERLING   aus dem Schwedischen (Es gibt den Kanon auch schon auf Englisch)

Sing_sing_sing_Kopie_2.png

BIENENSTERBEN 1.3.18

Tagschön Freund, Folkie

und interessierte/r Leser/in

Die Welt ist in Aufruhr. Wo es egoistischen Mächtigen gefällt, gegen das Völkerrecht. Nun marschiert verbotenerweise der Partner Türkei im Irak ein. Dabei sind deutsche Firmen Waffenlieferanten für die Türkei und für die Kurden im Nordirak. Und Deutschland erlaubt weiter Waffenlieferungen in die Türkei.  So geht das nicht.

Bei uns auf dem Hof haben wir im vorigen Jahre erstmals keine einzige Biene gesehen. Statt der sonst bis zu 300 Schwalben haben wir nur knapp 100 am Hof gehabt. Das Futter fehlte.  Wespen, Fliegen und Mücken gab es kaum. Andere Vogelarten weit weniger. Grund ist Glyphosat, das weiter gespritzt wird. So geht das nicht.

In unserer Außen- wie Innenpolitik läuft etwas schief. Die Politik steht nicht in erster Linie fürs Leben. Folkmagazin, Wandervogel und LAG-GTanz stehen dafür.

Agrargift zerstört TiergedächtnisUrsache für Sterben der Wildbienen geklärt

Wildbienen sind im Gegensatz zu Honigbienen oft als Einzelgänger unterwegs.

Lange Zeit waren die Ursachen für das weltweit verbreitete Bienensterben nicht geklärt. Neueste Untersuchungen können nun den Grund benennen. Es ist derselbe, der auch die Schmetterlingspopulationen schrumpfen lässt.

Pflanzenschutzmittel aus der Gruppe der Neonikotinoide können Studien zufolge nicht nur Honigbienen, sondern auch Wildbienen und Schmetterlinge gefährden. Ihre Ergebnisse veröffentlichten zwei Forscherteams jetzt in Fachjournalen. Eine Studie des britischen Zentrums für Ökologie und Hydrologie (NERC) legt einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Neonikotinoiden und dem Rückgang von Wildbienen-Populationen nahe.

Für die Untersuchung analysierten Forscher um den Insektenkundler Ben Woodcock, wie sich der großflächige Einsatz von Neonikotinoiden auf 62 Wildbienen-Arten in Großbritannien von 1994 bis 2011 auswirkte. 2002 waren die Pestizide dort erstmalig zugelassen worden. Sie konnten dabei auf die Daten der "The Bees, Wasps and Ants Recording Society" zurückgreifen, eines Verbandes von Naturfreunden, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts akribisch Informationen über Bienen, Wespen und Ameisen auf den britischen Inseln sammeln.

Das Ergebnis der im Fachblatt "Nature Communications" veröffentlichten Analyse: Bei Wildbienen-Arten, die sich vorrangig von mit Neonikotinoiden behandeltem Raps ernähren, schrumpften die Populationen drei Mal stärker als bei jenen Arten, die andere, nicht behandelte Pflanzen bevorzugen. Bei fünf der untersuchten Wildbienen-Arten könne man sogar davon ausgehen, dass der Einsatz der Mittel 20 Prozent der lokalen Populationen vernichtet habe. "Als blühendes Getreide ist Raps sehr nützlich für bestäubende Insekten", erklärt Woodcock in einer Mitteilung. "Dieser Nutzen scheint aber durch die Effekte der Neonikotinoid-Behandlung für eine ganze Reihe von Wildbienen-Arten mehr als aufgehoben."

Verheerende Auswirkungen

Nach Ansicht des Neurobiologen Randolf Menzel, der zu den führenden Bienenforschern Deutschlands zählt, zeigt die Studie, wie groß der Einfluss der Neonikotinoide wirklich ist - und das über einen verhältnismäßig kurzen Zeitraum. "Bei experimentellen Studien wird oft bezweifelt, wie aussagekräftig diese für das gesamte Ökosystem sind", so Menzel. Jene Zweifel würden nun widerlegt. Er sieht sich in seiner Grundannahme über die Wirkweise der Nervengifte bestätigt.

Der Neurobiologe hatte in seiner Forschung an der Freien Universität Berlin bereits belegt, dass Bienen schon nach kleinsten Dosen der Insektizide ihre Orientierung und ihr Gedächtnis verlieren. Für die britische Studie hätte er sich eine genauere Aufschlüsselung der verwendeten Neonikotinoide gewünscht: So seien etwa Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam in Großbritannien seit vergangenem Jahr wieder zugelassen. "Bei eben jenen drei ist sehr wahrscheinlich, dass sie großen Schaden anrichten", erklärt Menzel.

Pflanzengift schädigt Bienenlarven

Andere Experten betonen, dass auch andere Gründe für den Rückgang von Bienen-Populationen gibt, darunter die Varroamilbe. Mainzer und Frankfurter Wissenschaftler hatten kürzlich entdeckt, dass Neonikotinoide selbst in geringen Konzentrationen den im Futtersaft von Ammenbienen enthaltenen Botenstoff Acetylcholin vermindern. Das Signalmolekül ist für die Larvenaufzucht von Honigbienen wichtig. "Unsere Forschungsergebnisse bestätigen das von Neonikotinoiden ausgehende Risiko für die Brutentwicklung von Honigbienen", sagte Professor Ignatz Wessler vom Institut für Pathologie an der Universitätsmedizin Mainz. Die Ergebnisse ihrer Forschung veröffentlichten die Wissenschaftler aus Mainz und der Frankfurter Universität in der Fachzeitschrift "Plos One".

Doch nicht nur Bienen scheinen unter den Mitteln zu leiden: Eine Studie aus den USA legt nahe, dass der Bestand von Schmetterlingen mindestens ebenso durch die Pestizide bedroht ist wie durch die fortschreitende Vernichtung ihres Lebensraums. Die Forscher um den Biologen Matthew Forister von der Universität von Nevada untersuchten das Vorkommen von 67 Schmetterlingsarten in Nordkalifornien anhand von Daten aus den vergangenen 40 Jahren. Das Ergebnis: Die Zahl der Schmetterlingsarten geht dramatisch zurück - und das vor allem seit 1995, als Neonikotinoide in der Region erstmals eingesetzt wurden.

Neonikotinoide wirken als Fraß- oder Kontaktgift auf die Nervenzellen von Insekten und sollen Pflanzen sowohl vor saugenden als auch beißenden Schädlingen schützen. Bei ihrer Einführung galten sie noch als besonders schonende Pestizide, die gut von Pflanzen über deren Wurzeln in die Blätter aufgenommen werden. Mit dieser systemischen Wirkung werden sie bevorzugt als Saatgutbeizmittel verwendet - und das präventiv, wie Randolf Menzel kritisiert: "Sie werden eingesetzt, ohne dass es schon einen Schaden oder Befall gibt", beschreibt der Bienenforscher. "Das ist, als würden alle Menschen immer Antibiotika nehmen, um keine Lungenentzündung zu bekommen."

P3311820.JPG. INSEKTENHOTELS

wir haben alle soviel zu tun, dass kaum Luft ist für neue Initiativen - deshalb habe ich mir auch all die Jahre den Wunsch versagen müssen, auch einmal nach Lüttenmark zu kommen, wo immer nur getanzt und gesungen und gefeiert wird, was ich doch auch so gerne mache...:-). ) So jedenfalls ist mein Eindruck vom Bild unten in dem FM 5/19 Seite 27. - Was mich nun aber doch schnell mal diese Rückmeldung schreiben lässt ist die Abbildung  dort oben rechts: ein Insektenhotel der klassischen Art, wie sie in fast allen Gemeinden öffentliche Plätze zieren und ... leider nicht funktionieren! Die Lieferanten für die Baumärkte machen ein Schweinegeld mit dieser Volksverdummung und verhindern so Vernünftigeres, was den Wildbienen gut täte. Schau deshalb meine Artikel, Faltblätter und die Schilder an, die ich für die Lüneburger Bienenbürger e.V., den BUND und andere Verteiler gemacht habe. 

Übrigens: Um funktionierende Modelle von den üblichen "Insektenhotels" abzugrenzen, spreche ich immer von "Wohnungen", denn die Wildbienen und Grabwespen, um die es allein eigentlich nur geht, kommen nicht mit Köfferchen für 3 Nächte, sondern sie putzen, mauern, tapezieren, legen Vorräte an und bekommen Junge ... niemals in einem Hotel, sondern in einer Wohnung, die sie jeweils ein ganzes Jahr mieten....

Du kannst meine mitgeschickten Informationen beliebig verbreiten - dazu habe ich sie gemacht. Ich wünsche viel Freude und eine klingende Adventszeit und grüße herzlich Wolfram      Dr. Wolfram Eckloff Theodor-Storm-Straße 65 21391 Reppenstedt Tel. 04131-2845672 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

KLIMA - Ökologie - NATURSCHUTZ - BÖDEN - LUFT - WASSER - Umwelt- und Landwirtschaft.

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in NATURKULTUR

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WANDERVOGEL_TITEL_Kopie_7.jpg   78_WV_Kopie_4_Kopie.jpg wandervogel e. v. - Wiedergründung 1992 nach Verbot 1934.

Heute stehen wir für Frieden, Völker und NaturKultur mit Mitmachfesten zu den Jahreszeiten 

mit Singen, Musizieren und Tanzen, mit Fahrten und Wandern, mit Gesprächen und ironischer Romantik.

Von Nazis und DDR wurde der Wandervogel verboten. Darauf sind wir stolz und für Freiheit und Mitmenschlichkeit, gegen Unterdrückung, Extremes und Ideologien.

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„Gar lustig waren sie anzuschauen – Mit Rucksack, Stock und Laute.“ Eine Gedenktafel an dem Einkaufszentrum Das Schloss am U-Bahnhof Rathaus Steglitz erinnert an den Wandervogel, dessen Ursprünge hier im Bezirk liegen. Wenn heute freitags junge Menschen unter dem Label „Fridays for Future“ auf die Straße gehen, wird oft vergessen, dass bereits vor über 120 Jahren eine Jugendbewegung entstand, die sich durch eine enge Verbindung mit dem Naturschutz auszeichnete.   

„Wer hat euch Wandervögeln / Die Wissenschaft geschenkt / Dass ihr auf Land und Meeren / Nie falsch den Flügel lenkt / Daß ihr die alte Palme / Im Süden wieder wählt, / Daß ihr die alten Linde / Im Norden nicht verfehlt!“ heißt es auf einem Grabstein auf dem Dorffriedhof Dahlem. Dem Mythos nach soll von jener Grabinschrift die Benennung von der Jugendbewegung Wandervogel, die sich 1901 im Ratskeller des Rathauses von Steglitz – damals einer Kleinstadt mit 25.000 Einwohnern – als Verein für Jugendfahrten konstatierte. An der Stelle, wo dies einst stand und heute eine Shopping Mall protzt, erinnert eine Gedenktafel an die offizielle Konstatierung am 4. November 1901 als Verein. Bereits fünf Jahre zuvor hatte der Jurist Hermann Hoffmann-Fölkersamb mit seiner Wanderleidenschaft eine Vorlage geboten.

Die Gründung eines solchen Vereins lag regelrecht in der Luft. Es war die Zeit, in der auch Lord Baden-Powell die Boyscout-Bewegung begründete, als deren deutscher Ableger 1911 der deutsche Pfadfinderbund entstand. Gleichzeitig ist es die Zeit der Reformbewegungen, mit denen das Programm des Wandervogels bzw. seiner Abspaltungen korrespondiert. Die Ertüchtigung des Körpers, Freikörperkultur (FKK), der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sind ebenso wie die Romantisierung der Natur und „Heimat“ Bezugspunkte. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Mode – weg von der Korsettmode zu Gunsten einer praktischen Kleidung. Während die Gebrüder Grimm einst Volksmärchen sammelten, so sammeln die Wandervögel deutsches Volksliedgut. Ein Teil davon wird im bekannten Liederbuch Der Zupfgeigenhansl (1909) abgedruckt. Das Wandern, Sich-gegenseitig-Vorlesen und gemeinsame Musizieren schaffen ein Gemeinschaftsgefühl – und einen Ort ohne Eltern für die anfänglich rein männlichen Bünde aus bürgerlichen Haushalten. Es läßt sich auch als Initiierungsphase in die Erwachsenenwelt bzw. Loslösungsprozess vom Elternhaus lesen.

Um 1905 tauchten dann auch die ersten Wanderschwestern auf, was in den Kreisen des Wandervogels nicht unumstritten ist. So ist die rein männliche Gemeinschaft der ursprünglichen Wandervögel ein homoerotisches Ideal. Gerade für den Schriftsteller Hans Blüher, dessen Erinnerungen an den Wandervogel, eine sehr wichtige Rolle in der modernen Rezeption spielen, ist der Wandervogel ein Bund, an dem er seine Ideale und Vorstellungen von Homosexualität festmacht. Auch in anderen Publikation – z.B. Europas erster Schwulenzeitung Der Eigene wird der Wandelvogel wiederholt zum Thema von Artikel und Prosa.

Aber auch die Reformpädagogik schaut auf den Wandervogel und versucht neue Pädagogik in den Reihen dieser Jugendbewegung zu etablieren – vorrangig Ludwig Gurlitt. Der Wandervogel ist aber mehr als das – es ist der Beginn einer Jugendbewegung und das Vorbild von (allen) späteren Jugendverbänden – von der Hitlerjugend (HJ), den sozialistischen Falken, über die Naturfreundejugend bis zur Freien Deutschen Jugend (FDJ). Alle diese Jugendverbände haben als Vorläufer jenen Verein aus Steglitz, der bereits 1914 auf 40.000 Mitglieder anwuchs.

Der Wandervogel ist dabei – wie sich schon andeutet – ein sehr vielschichtiges Thema und ein Kristallisationspunkt für viele Strömungen und Entwicklungen. Einer der wesentlichen Aspekte ist dabei sicherlich sein Bezug zur ökologischen Bewegung.

Im Wandervogel herrscht eine romantisiertes Naturbild vor. Bis heute lassen sich ja generell in der deutschsprachigen Ökologiebewegungen Spuren der deutschen Romantik und ihrer Verklärung der Natur wiederfinden. In Verbindung mit dem ebenfalls sehr stark in der deutschen Gefühlswelt verankerten Liebe zur „Heimat“ ist ein Teil des Wandervogels auch anfällig für Parolen à la „Naturschutz ist Heimatschutz“. Ein Teil der recht heterogenen Bewegung wird später zum Rekrutierungspotential des Nationalismus und der konservativen Revolution.

Ein wichtiges Verbindungsglied zwischen dem Wandervogel, der Ökologiebewegung und der konservativen Revolution stellt der Autor Ludwig Klages dar. Seine Rede Mensch und Erde beim Treffen im Jahr 1913 wurde zu einer der wichtigsten Programme der sich damals konstituierenden Ökologiebewegung. Der Ort, der erste Freideutsche Jugendtag in Hohenmeißen, und das Publikum – nämlich Wandervögel – verdeutlichen die enge Verbindung zwischen der Jugend- und der Ökologiebewegung.

Vor diesem Hintergrund ist die Würdigung des Wandervogels eine zwiespältige Angelegenheit. So revolutionär und emanzipatorisch die Grundgedanken waren, so bildete er ebenso den Nähboden für reaktionäre Strömungen wie den Nationalsozialismus. Dennoch finden sich gleich an mehreren Stellen im Bezirk (unkritische) Würdigungen jener ersten Jugendbewegung.
Foto: Yvonne Schwarz / Semiramis Photoart

Es handelt sich um eine leicht überarbeitete Fassung eines, ursprünglich in dem Umweltmagazin Rabe Ralf publizierten Beitrages.

Dr. Maurice Schuhmann
Website: https://www.maurice-schuhmann.de
Autorenseite bei FB:https://www.facebook.com/Dr.phil.Schuhmann
_________________

Anm. d. Red.
Dr. Schuhmann ist promovierter Politikwissenschaftler
und Autor des philosophiegeschichtlichen Städteführers
Geistreiches Berlin und Potsdam“ (Bäßler Verlag 2021).

Der Städteführer ist erhältlich über:
https://www.baesslerverlag.de/p/geistreiches-berlin-und-potsdam

KLIMA 13.11.21

Deutschland, Russland, USA, Indien, China bremsen, teils um zu verdienen. Teils auch, weil sie nicht weit genug sind in Technik, Umbau ihrer Industrien bzw. nicht genug Finanzen für Beseitigung ihres Klimanotstands bereitstellen. Nochs teigt der CO2 -Ausstoß anstatt zu sinken. Alle wollen beitragen. Viele Reiche tun es nicht.

Die Armen Welt-Länder leiden unter dem Ausstoß reicherer Länder.

Gifte 1. in Wassern steigen, 2. Temperaturen steigen, 3. Gifte steigen ebenfalls in Luft und Böden .

Eine Weltpolizei die Länder zwingen kann und weltweit gültige Regeln gibt es bisher nicht. 

Gehen Niederlanbde, Venedig, Hamburg, Ozeanien und viele weiere Inseln unter? Entsteht dadurch eine Völkerwanderung von Millionen von Menschen?

WALDSTERBEN & BAUMSTERBEN. 1.3.21. Milliarden Bäume werden abgeholzt besonders in Brasilien und in Russlands Sibirien. Auch bei uns fehlt es an Baumausgleich. Selbst in unserer Straße sind die meisten Straßenbäume durch unsere Nachbarn abgeholzt worden. Heder hat seine Begründung. Nur einen systematischen Baumausgleich gibt es nicht.   

Was hältst Du davon, wenn wir als Wandervogel Baumpflanzaktionen mitmachen und unterstützen?

AGRARPOLTIK 5.2.21

Heute steht in der SVZ, dass Umweltministerin Svenja Schulz von der SPD deutlich sagt: „Die Agrarpolitik der vergangenen Jahrzehnte ist gescheitert“. Der Wahlkampf beginnt. Sie hat einen umfassenden Katalog vorgelegt mit 2 eindrucksvollen Argumenten:

  • Die Landwirte sollen einen neuen Betriebszeit „Landschaftspflege“ aufbauen, der speziell vom Staat honoriert werden soll. Das fordere ich seit Jahren. Wenn wir durch England, Frankreich, Schweden fahren, dann sehen wir ganze Gegenden, die wie Parklandschaften aussehen. Bei uns dagegen dominieren Massentierhaltung und Glyphosat-Maisfelder.
  • Das gift- und düngungsbedingte Insektensterben soll aufhören. Da es bei uns hier auf dem Land fast keine Honigbienen und kaum mehr Mücken und Fliegen gibt, auch viel weniger Schmetterlinge, Libellen, Regenwürmer, gibt es auch weniger Schwalben und andere Vögel. Vor ein paar Jahren hatten wir am Rabenhof noch an die 200 Schwalben in vielen Nestern. In den letzten 3 Jahren waren mehr und mehr Nester leer.

NOT DER BAUERN

Dass die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, CSU, für die aktuelle Not der Bauern eintritt, ist ja richtig. Da sie aber großenteils gegen Veränderungen für die Zukunft ist und bremst, ist sie argumentativ im Nachteil, bremst aber die Umweltpolitik aus. Da die EU-Richtlinien und -Zuschüsse sich langsam in Richtung Umwelt ändern, gerät die deutsche Agrarpoltik, die auf große Grundstücke und Massentierhaltung setzte, in eine Zwickmühle. Umweltpolitik bekommt langsam etwas mehr Chancen.

NORDSTREAM 

Nordstream 2 setzt auf Russlandgas. Das Projekt wurde vor fast 10 Jahren beschlossen. Nun ist vieles überholt. Möglichst 2035 soll mit dem Gas Schluss sein.

Das Projekt, in das Milliarden von Russland und Deutschland verbaut wurden, hat also nur ca. 20 Jahre Nutzungschance, kann sich vielleicht nicht einmal amortisieren und wird ein Milliardenumweltgrab auf dem Boden der Ostsee. Das fast fertige Projekt wird aber wohl realisiert, um zumindest ein paar Milliarden zu retten. Für die entstehenden Umweltschäden in MV werden einige Maßnahmen vorgenommen, also etwas Augenwischerei mit 2 Stiftungen, die 35 Millionen bekommen für Renaturierung. In meinen Augen eine Augenwischerei, die nach Klagen der Umweltverbände durchgesetzt wurde. Als Vorsitzender des Nabu für den Landkreis Ludwigslust-Parchim hedo holland

Verkehr der Zukunft

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in NATURKULTUR

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In den Großstädten ist es an Brennpunkten schwierig zu Fuß zu gehen, oder mit dem Fahrrade zu fahren. Die meisten Großstadtwohner haben kein Auto, werden aber vom Autoverkehr stark eingeschränkt durch Luftverschmutzung, Lärm, Licht und Gefahr durch Verkehr.

Nur immer noch werden 90% der Verkehrsaufgaben für Straße und Auto ausgegeben. Da gibt es einen Widerspruch. Kapitalismuskritik und Belästigungskritik finden hier zusammen.

In Dänemark, Amsterdam und Wien wird seit langem gegengesteuert. In Berlin gibt es jetzt teils noch laienhafte Ansätze und noch kein richtiges Umsteuern. Durch Kaufprämien umweltfreundlicher Autos, durch Verschiebung von Zuschüssen für Fahrräder kommt man weiter.

Durch Verbote nicht so leicht. Es geht für Deutschland als Autoproduktionsland nicht darum Arbeitsplätze zu verbieten, sondern eine gute Umstellung zu erreichen.

Lieber die Auflagen, Steuern und Preise für Verbrennungsmotoren Schritt um Schritt erhöhen. Und dann die Bahn auszubauen und die S-Bahn und Straßenbahnsysteme und die Umladesysteme von Schiene auf Straße wesentlich verbessern. Und auf dem Land die Busanbindungen und den Personenverkehr der Bahn verbessern.

Das Grundwasser ging flöten

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in NATURKULTUR

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Das Grundwasser ging flöten, die Luft ist voller Staub.

Das Essen ist vergiftet, die Ohren sind halb taub.

Den Kindern geht es dreckig. Sie leben von Hartz 4,

und das ist unser Deutschland und dafür leben wir.

  1. Die Hähnchenfabrikanten aus Mecklenburg und Co,

die schredderten die Männchen und schmissen sie ins Klo.

Da spannten wir ein Seil um die Hühnerfabrik

Gegen Hühnermörder und die Schredderpolitik.

  1. Die Drohnenfabrikanten mit Zielfernrohr und Gift,

die haben ihren Mist nach Arabien verschifft.

Im Hambacher Forst ham se Bäume umjmehaun.

Die hatten sich gedacht, wir würden nur zuschau’n.

  1. Die Nahrungsmittel-Landwirtschaft, die rief nach Glyphosat,

Das Gift geht in die Nahrung, das genehmigt unser Staat.

Die Jugend demonstriert für die Zukunft auf der Wacht.

Und hat vom Grundgesetz mit Erfolg Gebrauch gemacht.

  1. Die Steuern sollen hoch, denn die Bundeswehr braucht Geld,

was Bombenfabrikanten und Militärs gefällt.

Der Ammi zeigt mitm Finger, und die Bundeswehr muss hin.

Doch für uns und für Soldaten ist das nicht der Gewinn.

  1. Wer krank ist, dem geht’s schlecht, der wird einfach angezählt.

Partein, die das nicht ändern, werden einfach nicht gewählt.

Die Umwelt ist uns lieb, Kinder großziehn braucht viel Geld.

Doch Kinder sind die Zukunft auf uns’rer schönen Welt.

  1. Weil man Widerstand fürs Sinnvolle in Schulen noch nicht lernt,

ham wir falsches Stillesein aus den Lehrplänen entfernt.

Ne Schule fürs Leben haben wir dann installiert,

mit Lehrplänen wie man selbstbewusst demonstriert und dann regiert.

Das Grundwasser ging flöten, die Luft ist voller Staub.

Das Essen ist vergiftet, die Ohren sind halb taub.

 Den Kindern geht es dreckig. Sie leben von Hartz 4,

Und für ein bess'res Deutschland leben und kämpfen wir. 

WALD Geschichten & Gedichte um den Wald

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in NATURKULTUR

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WALD ALS HEIMAT ZUM BESINNEN hedo  29. 3. 2021

Wenn ich innere Einkehr brauche, gehe ich in den Wald. Er ist mein wahres Zuhause. Wie ein lebendiger Dom. Nur es ist kein Beten. Es ist eine Preisgabe mit Selbstbesinnen und dann oft eine Art von Neugeburt, von Neuanfang. Als ob ich neue Inspirationen tanke, in mich fließen lasse, sie bewahre und keimen lasse.

Im Wald sind Kräfte, wie eine Magie, in die ich eintauchen kann, in der ich mich geborgen fühle. Die Kraft des Waldes umgibt mich, nimmt mich auf und fließt in mich hinein.

Wenn abendliche Sonnenstrahlen den Wald quer aufschimmern, und die Schatten länger werden lassen, dann ist es Zeit zu mich zu erheben, mich zu besinnen, die Minuten der Gegenwart stark zu erleben und zu gehen. Ich tauche auf wie neugeboren, schüttele die Träume von mir ab und gehe nach Hause. Dann weiß ich, weshalb der Wald mir heilig ist, und ich den Wald und seine Kräfte bewahren will, weshalb ich als Wandervogel wirken will.

WALD STATT ASFALT. hedo. 15.2.21

monija und hedo solidarisieren sich mit der Initiative zur Verhinderung des Baus der Autobahn im Dannenröder Forst bei Maulbach. Der Autobahnbau wurde vor Jahren genehmigt, als noch eine ganz andere Politik galt. Nach heutigem Bewusstseinsstand ist es nicht verantwortbar Wälder, Naturschutzgebiete und besondere Biotope zu durchschneiden.

Wir bitten die GRÜNEN in Hessen, sich dafür einzusetzen, Politik nicht von Gestern zu gestalten und dem mehrheitlichen Wunsch der Anwohner von Maulbach und Umgebung zu entsprechen, den Bau abzubrechen und juristische Möglichkeiten zu suchen und Gelder sammeln zu helfen, um den Abbruch zu ermöglichen.

BAUMWANDERUNGEN   Heinrich Merz

WALD IST HEIMAT

Unknown.jpeg GABI BLANK

In Zeiten, in denen es um mich herum turbulent zugeht, begebe ich mich am frühen Morgen in den Wald zu einem besonderen Platz, den ich mir vor einem Jahr ausgesucht habe. In dem von Wegen abgelegenen Gelände, vor einem Felsen, an den ich mich anlehnen kann, sitze ich dann ungefähr eine Stunde und komme zur Ruhe und zu mir selbst. Dort ist Zeit, die Gedanken kommen und gehen zu lassen.

Das Schönste ist, wenn gar keine Gedanken da sind. Ich schaue dann einfach und nehme wahr, was um mich herum ist. Ich höre auf die Geräusche und schaue den Sonnenstrahlen und Lichtspielen zu, die auf den Blättern und Baumstämmen zu sehen sind. Ganz in der Nähe meines Sitzplatzes ist ein Eichhörnchen zuhause. Im Frühjahr waren sie auf einmal zu zweit und bauten einen Kobel für ihren Nachwuchs. Jetzt ist es wieder alleine und baut sich einen neuen Kobel für den Winter.

Als ich letzte Woche wieder zu meinem Platz im Wald lief, fiel mir auf, dass der schmale Pfad irgendwie anders war. Ich sollte bald sehen, warum. Kinder hatten hierher gefunden und sich im Wald eine „Hütte“ gebaut. Sie hatten mit sehr viel Hingabe auch den Eingang zur Hütte geschmückt und was mir beim Umherschauen auffiel, sie hatten einen Platz ganz in der Nähe „vorbereitet“. Diesen Platz kannte ich sehr wohl und wusste, wie er normalerweise aussieht. Nun war er sorgfältig von allen Ästen befreit worden, welche auf einem Haufen an der Seite lagen. Der Platz sah in der aufgehenden Sonne, die langsam ihre Strahlen durch die Bäume schickte, so aus, als wäre er hergerichtet und „schön“ gemacht für gemeinsame Vorhaben wie im Kreis sitzen oder singen oder Ähnliches.

Das hat mich sehr berührt, da ich erst vor kurzem ein Buch gelesen habe über die Kultur der Germanenstämme, welche ja unsere Vorfahren sind. Sie siedelten in „Stämmen“ oder „Großfamilien“ und die Art, wie sie ihre Siedlungen aufbauten, war immer gleich. Jede Familie hatte eine Hütte, ein Haus, aber es gab keinen eigenen Besitz, außer z.B. den Gerätschaften, die man sich selbst gebaut hatte. Es war alles zur gemeinsamen Nutzung da. Jedes Jahr wurden auch die Bodenflächen, auf denen man für seine Familien die Nahrung anbaute, neu verlost. Diese Kulturgemeinschaften hatten immer in ihren Siedlungen einen sogenannten Thingplatz. Auf diesem Kultplatz wurde gemeinsam beratschlagt, entschieden, ausgeführt, Rituale abgehalten und gefeiert. Es war also das wichtige Herzstück eines jeden Stammes.

An solch einen Thingplatz erinnerte mich nun der fein gesäuberte Platz im Wald. Ich fragte mich, wie sehr wohl diese alten Handlungsweisen unserer Vorfahren bei den Kindern noch intuitiv vorhanden sind. Wenn man die Kinder einfach gewähren lässt und ihnen keine Vorgaben macht, wie etwas zu sein hat, können diese instinktiven Handlungen erkennbar werden. Ich habe mich jedenfalls sehr gefreut, zu sehen, wie altes Wissen anscheinend noch da ist, obwohl unsere Gesellschaft sich alle Mühe gibt, die Kinder von ihren ürsprünglichen Bedürfnissen zu entfernen.  

Unknown-1.jpeg Gabi Blank

DIE ZAUBERVOLLEN WANDERWEGE.     hedo 1958.    ausdruckbar

Die_zaubervollen_Wanderwege_Kopie.png

BLUMEN. Lieder, Geschichten, Gedichte bis zu BLAUEN BLUME 29.3.21

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in NATURKULTUR

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BLUMENARTIKEL GELESEN.  15.2.21 hedo

Ich war gerade damit fertig, ein einfaches von mir Lied über „Herzenslieder“ in Capella zu setzen, das vor sieben Jahren in Gedanken an unser Wandervogelmaien entstand, als ich auf Anraten von monija einen Artikel von Beate Schöttke-Penke las, der vom „Inneren Grätner“ erzählt, und der Gedanken vom Herzensgärtnern meinem Herzenslied so nahe kommt. Deshalb will ich den Artikel von monijas Freundin kurz nacherzählen:

Beate lebt und schreibt über Blumen und bekam einen liebgestalteten Brief mit dem Rilkespruch aus seinen Briefen an eine junge Frau. „MEIN INNERES GÄRTNERN WAR HERRLICH DIESEN WINTER“….“Das plötzlich wieder heile Bewusstsein meiner tief bestellten Erde ergab mir eine große Jahreszeit des Geistes und eine lange nicht mehr gekannte Stärke des Herzstrahls.“

Viele von uns Älteren, die wir Villon, Bellman und Rilke zu lesen und zu singen lieben, ist die alte, tiefe Sprache noch geläufig. Wenige Junge haben noch Zugang. Rilke hat unser Lied „Weiße Schwalben“ gedichtet und Schiller "Freude, schöner Götterfunken", das zur Europahymne wurde. "Du bist wie eine Blume" Da vergleicht Heinrich Heine die Blume mit der Liebe....

WIE KANN DER GARTEN HELFEN?

Beate schreibt dazu sinngemäß über ihren Garten, ihre Freude, ihre Gedanken während dieser Zeit der Aufforderung zu Hause zu bleiben und Kontakte zu begrenzen:

"Wie kann der Garten helfen, die ureigene Erde zu bestellen? Und ist mit dem inneren Gärtnern überhaupt das Hantieren im Garten gemeint?.. Und in den besten Momenten hat nicht nur der Körper sein Tun, sondern verbinden sich Geist und Seele mit ihm zu einer ganzheitlichen Tätigkeit. In der Einheit der Natur die eigene wiederfinden, wie es Schiller benannte: „Im UMGANG MIT PFLANZEN DAS EIGENE LEBEN ACHTSAMER LEBEN“.

Es ist ein herrlicher Artikel, der deutlich macht, dass das Gärtnern zu den sieben Tätigkeiten gehören kann, die unser Leben heil machen können, Innen wie Außen. h

Herzenslieder

Stark sind uns’re Herzenslieder, sind wie Sonnen in der Nacht. Sie enthalten Zauberwörter, die das Leben ausgedacht.

So ein Lied tief aus dem Herzen, das ein Zauberwort enthält, nistet in uns im Verborg’nen, dass die Seele sich erhellt.

Hast Du so ein Lied gesungen, wird die Seele wieder rein, kann die Liebe neu erblühen, frei und klar im Sonnenschein.

2014 hedo. (Melodie: Schläft ein Lied in allen Dingen oder Can the circle be unbroken)  Beate Schöttke-Penke: www.sonntagsgruen.

Sterngreifer-neg.jpg  DIE BLAUE BLUME     Ist das blaue Züngeln des Feuers der blauen Blume verwandt? Oder der Sonnenschein?

Wer je die Flamme umschritt bleibt der Flamme Trabant

Feuer und Freundschaft gehören zur Jugendbewegung für Jung und Alt. Und ebenso gehört eine Lebenssehnsucht dazu von Verbrüderung, Verschwisterlichkeit, Verbündigung, Freundschaft und Bund.

Wer intensiv lebt, dem kann die Kleinfamilie nicht genügen. Auf Dauer engt sie die Lebenssehnsucht ein, zu lernen, sich zu entwickeln, für eine Sache zu brennen, das, was wir die  Suche auf dem Lebensweg nach der Blauen Blume nennen, jeder für sich nach seinem Denken, Fühlen und Wollen ausgelegt, um in diesem Rahmen sein Leben selbst für sich und in Gemeinschaft zu gestalten. (Bis hierher sind wir uns alle einig.)

Wenn mit steigendem Alter für Jugendliche und oft auch für Ältere Familie weniger wichtig wird, oder für abgegrenzte Bereiche zuständig bleibt, wird vielen eine (meist) positive innere Einsamkeit deutlich, ein Wunschdenken, das wohl jeder nachdenkliche Mensch ha. Darüber wird zu wenig gesprochen und meines Wissen auch kaum geschrieben. (Wer kennt dazu Literatur?)

Die Fragen die Du Dir zu Deinem Leben stellst, die persönlichen Wünsche, die Du Dir verdeutlichst sind wichtig und kommen Dir immer wieder.. Z. B. Wohin möchte ich? Da, wo ich noch nie war / Was möchte ich beruflich erreichen? / Wie möchte ich meine Zeit für mich besser gestalten - Was ist mein besser? / Kann ich mein Hobby um Beruf machen? / Möchte ich neben meiner Familie gern einen Bund haben mit Vertrauen, Freundschaft und guten Gesprächen? / Habe ich Chancen, meine Gesundheit, meinen Erfolg, meine Redenkönnen, mein Einkommen, meine Weitsicht / mein Lernen / meine Tatkraft / meine Beliebtheit bei anderen für mich zu verbessern? / Kann ich etwas für andere tun oder für meinen Bund? Das sind einige wichtige Fragen fürs eigene Leben.

Über diese Fragen gemeinsam zu sprechen, auch digtal zu kommunizieren, nennen wir "Teestubengespräche" Vieles lässt sich nicht allein umsetzen. Das Gespräch mit Freunden,mit Vertrauten, hilft in vielem weiter bei Suche nach dem eigenen Eingemachten und der Realisierung. Diesen Weg zu gehen, ist ein Weg des Wagnisses mit vielen Zweifeln und ein Weg vieler Freuden. Es ist damit ein Weg zum Glück. 

Wichtig sind dazu Vertrauen, Frustrationstoleranzen gegenüber Freunden und vor allem, sich selbst mit den eigenen Mängeln und Stärken in Frage zu stellen, den Weg des Lernens und Weiterentwickelns zu gehen und Bremsen durch enges Denken, Beruf, Familie, sonstiges Bindungen und Einschränkungen nicht als unabänderliche Zwänge zu begreifen. Entweder die Fesseln integrieren, zumn Positiven wandeln, oder sie in Frrage stellen, besprechen oder abwerfen. 

Das ist die Suche nach der Blauen Blume, dazu gehört das Bauen am Bund. Das ist der Kern der Teestubengespräche. Ich wünsche Dir dazu ein Glückauf!  hedo

feuerHochhaus + Kohte - Emblem - wv--.jpgHochhaus & Kohte      Feuer-Singen_unter_Sternen.jpg WEITERES UNTER TEESTUBENGESPRÄCHE

BLUMEN LACHEN.  von hedo

Blumen_lachen2_-_Kopie_-_Kopie.pngWas bedeutet mir die Blaue Blume?

Die Blaue Blume ist für mich mehr als die Liebste. Sie mir Glück, oft selbst geschaffen, das, was ich für mich Glück nenne.Und ich finde die Blaue Blume ab und zu, oft ganz unverhofft am Wegesrand des Lebens. Hier eine leuchtende Blume, ein Lächeln, ein Lachen, ein schönes Lied, da ein Kennenlernen eines tollen Menschen, Zuwendung, Liebe, Vertrauen, Zuversicht, Freude, Erfolg, Anerkennung, Hoffnung. Ein Spaziergang, eine Wanderung kann mich schon glücklich machen. Und wenn ich dann eine blaue Blume sehe, wird mir oft plötzlich klar, dass ich glücklich bin, voller Freude. Ein Lied das mich in Schwingung versetzt, die Klampfe oder Waldzither greifen lässt. Ein Gedicht, das mir plötzlich eingefallen ist, dass ich es aufschreiben und vielleicht gar vertonen konnte. Ein gutes Gespräch, das anregt, mich weiterbringt, bei dem ich anderen Wissen, Freude, Glück vermitteln kann. Ein Wochenende mit Menschen mit Wandervögeln, auf das mich lange vorher freuen kann. Die Erholung nach einer Krankheit, einer Enttäuschung, einem Unwohlsein oder Müdigkeit oder einem Rückschlag und Freude über meine Stärke Geht es Dir ähnlich? Bin ich damit nahegekommen, an die „Blaue Blume“ des Wandervogels?

Eichendorffs spätromantisches Gedicht "Die Blaue Blume" ist melancholisch. Unser Bild von der Blauen Blume ist hoffnungsvoller. Wer schreibt dazu?

MUTTER ERDE

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in NATURKULTUR

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Schauen, was hinter den Bergen steht, und wie die Welt so weit...

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Auf der Jahresversammlung der Lebewesen baten die Lemuren ums Wort. Liebe Mutter Erde, ist es vielleicht ratsam, die Menschheit zu begrenzen? Die Menschen verwüsten die Erde, rotten viele Arten aus, verschmutzen die Luft, spülen die Meere voller Plastik. Auch uns, als Lemuren gibt es kaum noch.

Bauern in NOT

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in NATURKULTUR

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Bauern sind in Not Bauern sind in Deutschland in der Zwickmühle zwischen EG und Bauernverband, die immer mehr an Produktion und größere Höfe fördern und zwischen Vermarktern mit Aldi, Lidl & Co sowie Billigkonsumenten, die das Billigste kaufen. 

WANDERVOGEL - ZUKUNFT - PRÄGUNG GESTERN, HEUTE UND MORGEN, ARTIKEL, NEUES

Geschrieben von wv am . Veröffentlicht in Neues

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WANDERVOGEL & HEIMAT 6.11.23 (Aus einem Brief an Gregor) 

Vor dem Verbot der Wandervögel 1934, nach dem 2 Weltkrieg ab 1945 und jetzt in unserem Bund. Er hat seine Richtung über hundert Jahre nicht so sehr verändert. Aber  Politik und die Gesellschaft, viele Menschen denken heute anders, weniger nach der Obrigkeit, mehr menschlich, sozial, auch wenn das nicht immer so durchdringt, da unsere Behörden zu einem nicht kleinen Teil grottenschlecht sind. Eine Abhandlung dazu unter WANDERVOGEL & HEIMAT

Es ist gut zuerst zu denken: Was würden Adenauer, Brandt und  Scholl-Latour und andere denken und sagen? Da bin ich mir fast sicher, wenn ich das aufs Heute übersetze. Und ich kann mir freies Denken und Sagen leisten, denn ich betrachte Politik, Beseklschaft und ihre Konfliktze nüchtern, hanseatisch von Außen und nicht ideologisch (nicht national, religiös, einseitig westlich.) Leitmotiv ist mir die Mitmenschlichkeit. Das gilt für alle Völker, alle Menschen unserer Erde gleich. Da ist es mir egal, was die Israelis, die Ukrainer, die AfD sagen. Ich will heraus aus dem Dilemma des Schwarz-Weiß, des Ideologischen, des Zerwuselns durch die Presse. Das Extrene schadet fast immer.

Wie ist ein Problem möglichst einfach, offen, wahrhaftig, mit eigener Verantwortung ohne Hintergedanken zu lösen? Zur Bildung für mich und andere? Wenn der ein oder andere gute Argumente bringt, lerne ich gern von ihm. Wer den moralischen oder ideologischen Zeigefinger hebt für die Pharisäer, die Römer, der weist mit seinem Geldbeutel, seiner Denkweise in beschränkte Richtung. Es heißt nicht, dass ich besonders für die seit Gründung teils falsche Politik Israels bin.

Die USA und Israel einerseits und die arabische Staaten andererseits waren von Anfang an auf Macht und fürs Öl, für Energie. Und damit Konfrontation auf Kosten der Palästinenser, besonders der Menschen in Gaza, die seit Generationen eingesperrt zum Hass getrieben werden. Das ist tierisch. Gottseidank denken und handeln nicht alle so. Ich werfe nicht den ersten Stein, nein, ich werfe keinen, sondern bin bei denen, die in Not sind. Auch wir und weltweit viele bis heute baden das aus. Besonders die armen Menschen im „Gefängnis Gaza“, ebenso die Ukrainer und die vielen Flüchtlinge aus vielen Ländern.

Deutschland hat sich nach dem beschränkten Kaiser und dem Holocaust offiziell wohlweislich zurückgehalten andere auszubeuten (bis auf die Orientierungsmängel gegenüber Flüchtlingen - Dazu habe ich anderweit mehr zu sagen). Nun sind wir in einer neuen Situation. Wir sind kaum mehr "US-behütet", sondern müssen politisch als Deutschland global verantwortlich selbst handeln und menschlich global denken. Und ich sehe, dass teils alte Eliten wieder Oberwasser bekommen. Es fängt auch hier wieder an mit dem unmenschlichen Konflikteschüren, dem Verdummen und dem Auge um Auge, Zahn um Zahn. Wir brauchen dringend fachlich gute Arbeitskräfte, Handwerker, Lehrer, Ärzte ... und arbeiten dem seit vielen Jahren mit unserer Einwandererpolitik gegenan. Dabei haben wir in Deutschland viel zu wenig eigene Kinder, stattdessen ist Egoismus ist für viele der Punkt. Dazu wachsen Inflation, schlechte Behörden, Ausverkauf Europas, Klima- und Umweltnotwendigkeiten…. Hier und da ein paar Lichtblicke sind keine klare Linie für Mitmenschlichkeit. (Die Groko war sehr schlecht und hat vieles nicht angepackt. Die Ampel jetzt arbeitet zwar einiges auf, steht sich aber selbst im Wege. Und das Wählervolk denkt wenig an die Zukunft, ist politisch wenig gebildet nicht auf dem Laufenden, sondern plappert nach. Wie bleibst du da optimistisch?)

Von Wandervögeln (wie mein Vater) waren vor 100 Jahren viele deutsch-national oder rechts konservativ und einseitig verblendet und meldeten sich idealistisch freiwillig zum 1. Weltkrieg, ohne zu wissen, dass es eine Technikschlacht werden würde.  Das war damals teils naheliegend, da Deutschland mitten in Europa von seinen Nachbarn unterdrückt und geschwächt wurde. Nach her schworen sie "Nie wieder Krieg". Die Nazis und Militaristen Deutschlands haben dann die Völker ringsum gemordet. Das führte dazu, dass Nichtdenken, Beharren, Unterdrücken, Nichtblicken über den eigenen Tellerrand viele Nachteile offenbarte. Und viele Haltungen zu Heimat, Volkslied … wurden falsch genutzt, maßlos übertrieben und für viele entwertet. Viele Deutsche wurden ihrer Kultur beraubt. Da machen Wandervögel nicht mit. Unsere Lieder und Bräuche, unsere regionale Heimat, Mitmenschlichkeit und Sprache sind uns menschlich wichtig und notwendig, gehören zu uns wie seit unserer Gründung 1913. Das sehen wir als selbstverständlich und nicht als ...tümelnd und ideologisch übertrieben an. Dazu gehört unser Friedenswille und unsere freundschaftliche Haltung zu Menschen aller Völker.

Die Hanse, die Europagedanken, ein klar gestaltendes  Globaldenken, verbunden mit einem Beharren an Erfahrungen, Bräuchen, die sich bewähren möglichst mit Freude (regionale Heimat, Ritualien, freie Gemeinschaften, deutsche Sprache, Plattdeutsch, Sparsamkeit, Unternehmertum……) sind für mich ein ständiges Abwägen, dass ich nicht als rechts-konservativ bezeichne, aber für notwendig halte. Es gibt noch keinen Namen dafür. Vielleicht braucht es dafür eine neue denkende, Menschheitsbewegung, zu der auch unser Wandervogel denkerisch ein wenig beitragen kann. Alte USA - Konflikt- und Machtpolitik allein kann mich nicht überzeugen. Da steht Mitmenschlichkeit, damit auch christliches Handeln vielleicht an der letzten Stelle. Faires Handeln und Verhandeln gehören stets zusammen. Sonst ist keine Gemeinsamkeit, sondern Konfrontation und Ausbeutung.

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WANDERVOGELZUKUNFT   12.10.23

Lieber Hubertus Danke für das Foto und Deine Gedanken.

Ich kenne Andreas nicht persönlich, habe ihn nur einmal beim Rheinischen Singewettstreit von Wolle kurz gesprochen, schätze seine Arbeit jedoch sehr, kenne allerdings seine Souveränität noch nicht genug.

Er ist sehr auf Jungenbund fixiert und will bisher keine Zusammenarbeit mit uns.

Mir geht es, seit ich 1947 durch meinen Vater zum Wandervogel kam, ähnlich. Ich wuchs bei den Fahrenden Gesellen, Bund für deutsches Leben und Wandern, in Hamburg auf und hatte dort über 10 Jahre eine Horte, kam so in den Vorstand des Ringes Bündischer Jugend in Hamburg (bis er kommunistisch wurde) und in den Vorstand des Hamburger Jugendringes. Die damals deutsch-nationalen Fahrenden Gesellen wurden mir zu eng. Ich war damals noch sexuell verklemmt, machte beim extrem Politischen nicht mit, lernte gutl vor vielen frei zu sprechen, wurde leitender Angestellter beim Jugendherbergswerk LV Nordmark, studierte dann, wurde Studienrat und gründete nebenbei in Hamburg – Sankt Georg ein Stadtteilzentrum, für das ich 20 Jahre als Sprecher Verantwortung hatte. Dort gründete ich die Elbraben, die weltweit musizierten und bis heute aktiv sind, wurde mit Lampi und Gerhard Neudorf im der Bündischen Kulturinitiative einer der Drei Innovativen für die Bünde im Initiatorenkreis, mache meine Lieder und baute dann 1994 meinen Rabenhof in Mecklenburg für den Wandervogel aus, der heute eins der kleinen bündischen Zentren ist und dazu den Wandervogel e. V. Vor 15 Jahren heiratete ich monija, die in der DDR aufwuchs, freier, als viele Westdeutsche. Dies ist kurz dargestellt mein Lebensweg, der verlief, wie der der meisten westlichen freien, nicht nerothanen Wandervögel im Osten der BRD.

Als ich mit den damals schon älteren Elbraben den Wandervogel e.V. gründete, ging es mir darum, den Wandervogel zu erhalten. Der größte Teil des Rabenhofes ist vom Wandervogel e.V. gepachtet und wird jede Woche von den Rabentänzern genutzt.

Der Wandervogelgedanke war nie völlig auf enges Denken, auf Jungs und Männer, auf deutschnational, auf Jung beschränkt. „Das Denken ist im Wandervogel vorrangig auf Weltweitheit, Freiheit, Bund, Miteinander, Leben Gestalten, Fahrt, Fest, Wiedersehen, Verbundenheit konzentriert und schon ab Ende des 1. Weltkrieges auf Frieden.“  Die Koedukation hat sich durchgesetzt. Männer- und Jungsgruppen bekamen einen teils unberechtigt schweren Stand in unserer deutschen Gesellschaft.

Ich habe mit unserem Kulturzentrum in Hamburg St. Georg auch mit Jugendgruppen und mit den Elbraben die Erfahrung gemacht, dass die Zerreißproben, die Jungsgruppen des Wandervogels während und nach der Pubertät hatten, gar nicht nötig sind, sondern Wegfallen und sogar bereichert werden, wenn Mädchen und Jungs, Frauen und Männer in Gruppen zusammenkommen. Und dass ein Zusammenhalten und Zusammenhalten ungebrochen weiter geht. Das war auch so in der Kulturinitiative und geht so in vielen Bünden.

Da besteht auch eine viel größere Chance Jung und Alt freundschaftlich nebeneinander freundschaftlich zu verbinden. Vor allem können Menschen viel leichter gewonnen und einbezogen werden, die nicht die großartige Chance hatten, schon jung im Wandervogel dabei sein zu können.

Mit diesen freiheitlichen und gruppenpädgogischen Gedanken bauten wir den Wandervogel hier auf. Wir wollten die Dörfer einbeziehen. Da kamen die die Rechtsnationalen, störten mit Alkohol und wollten dabei sein, weil wir deutsche Lieder singen. Und als 70jähriger wollte ich keine Jugendgruppen mehr aufbauen, und andere fanden sich bisher nicht, die in unserem Bund eine Jugendgruppe führten, bis auf einen etwa Achtzehnjährigen von den Weinbachern, der zu uns kam, dann aber mit seinen Jungs zu den Nerothern ging, wo ihm offensichtlich nahegelegt wurde, Kontakt mit uns zu meiden. Unser Bund läuft mit nur sehr wenigen nicht gruppenmäßig organisierten Wandervögeln gut. Und keiner von uns hat sich bisher intensiv darum bemüht, erstmal eine erste Horte aufzubauen oder zu keilen.

Andreas sprach ich vor einigen Jahren an, um mit ihm zusammen zu wirken. Er war nicht besonders interessiert und wollte sich lieber auf seinen Bund konzentrieren. Vielleicht hat er seine Meinung geändert oder ändert sie, wenn der Rabenhof lockt. Vielleicht kannst Du mit ihm telefonieren und ihn ermuntern, mal zu einem Treffen hier, vielleicht zum 111. Wandervogel e. V. - Geburtstag im nächsten März hierherzukommen, wenn ich das noch erlebe. Wenn er kommen mag und seine Meinung etwas erweitert hat, einen Tag länger kommt, können wir vielleicht ein paar Steinchen setzen, die die Voraussetzungen für Wandervogel künftig stärken. Das würde mich freuen.

Wünsche nach Miteinander, nach Gruppengeborgenheit mit NaturKultur, auch für Wandervögel in der Luft werden in unserer Gesellschaft  mehr und mehr. Menschen, die von sich aus geborene Wandervögel sind gibt es ebenfalls viele. Deshalb sehe ich den bei uns gelebten und von mir skizzierten freieren und offeneren Wandervogelbund für viele als Wunsch an. Wir stehen auf keinem verlorenen Posten und haben gute Chancen für die Zukunft. Es braucht nur einen oder eine und ein paar weitere Menschen, die offen und frei denken und das Heft in die Hand nehmen und gut händeln können. Vielleicht ist es ja nicht nur Andreas, der in der Lage ist, dem Wandervogel so eine neue Zukunft zu bescheren.

Ich möchte gern den Stein für die Zukunft des Wandervogels mit in Rollen bringen.

Herzlichen Dank und Fahrwohl     hedo

-blunsch_Kopie.png Blunschli, unser guter Hausgeist auf dem Rabenhof

Wandervogelprägung gestern, heute und morgen

Wir sind zur Zeit nur wenige Hartnäckige, die für den Wandervogel lebenslang streiten, weil es sich lohnt. Und das will ich versuchen zu begründen.

Der Wandervogel hat ein freiheitliches Menschenbild, das ohne Ideologie und Machtbestreben den Menschen mit seinem Glück, seinen Freuden, seiner Stärkung, seiner Persönlichkeit im Blick hat.

Menschen dabei zu fördern, das zu entwickeln, was ihnen liegt, was sie wünschen, was sie brauchen, was ihnen hilft. Das entwickelt die Kraft, die Kreativität, das Verwirklichen von Träumen. Deshalb sind viele Wandervögel Künstler, Lebenskünstler, Wissenschaftler, starke Menschen geworden und werden es noch.

Du kannst nun sagen, dass das auch anderswo passiert, gewünscht, gefordert wird. Ich habe mich umgesehen und nirgendwo so gute Voraussetzungen gefunden, wie bei freien Wandervogelgruppen.

Die meisten Nachdenklichen, die ich kennen gelernt habe, konnten gut darüber sprechen. Geschrieben haben darüber kaum welche, da dieser Impetus, diese Quelle der Impulse, dieser Drang nach weltweitem Verstehen mir kaum begegnet ist. Und wenn ich mit Wissenschaftler sprach, dann konnten sie das vielleicht denken und sprachlich ein wenig ausdrücken, lebten es jedoch meist nicht. Viele auch hatten resigniert, weil sie die Worte dafür nicht fanden.

Bei Pfadfindern, bei Robin Hood, beim Naturschutzbund, bei Künstlern fand ich auch Ansätze dazu, aber nicht die Kraft oder den Wunsch und Willen das, was die Grundlage ist für freiheitlich-impulsgebende Persönlichkeiten, an Menschen aus Freude und Überzeugung weiterzugeben.

Ich selbst habe das öfter versucht. In den Bünden, in Hamburg im „Miteinander“ und in Mölln in der „Folkszene“ ist mir das bei mehreren Menschen gelungen.

Bei jüngeren Menschen, die noch nicht so fest geprägt sind, ist das leichter. Es ist auch nur über Freude, Zuwendung, Vertrauen und persönliches Beispiel mit Hartnäckigkeit und Zeitaufwand zu schaffen. Als Medium dienen mir dazu besonders meine Lieder. Da ich mit meiner Intensität und Impulsivität manchmal im Weg stehe, könnte ich darin besser sein. 

Selbst erfuhr ich meine Prägung für den Wandervogel durch meinen Wandervogel-Vater, durch Hans Muchow, (den großen verketzerten Wandervogel), durch den Praktiker Amme von den Fahrenden Gesellen, durch den überfleißigen Gerhard Neudorf vom Wandervogel DB.

Und ich hatte so viele Anregungen, dass ich, nachdem ich beruflich Manager war, zum Jugendherbergswerk als leitender Mitarbeiter ging, dann Lehrer wurde und nebenbei das „Miteinander“ ein Stadteilzentrum in Hamburg jahrelang leitete, im Vorstand der AG Stadtteilkultur war und dann in Rente nach Mecklenburg zog, um dort Neues aufzubauen und mit Freunden von den "Elbraben" den Wandervogel e. V. wieder gründete, einiges mehr bewirken im NABU konnte.

Die Medien verdienen beim Kurzfristigen, an Sensationen, an Ablenkung, an Neuigkeiten. Das Prägende, Nachhaltige, Bildende kommt meist zu kurz. Von Parteien, Schulen, Kirchen, Organisationen ist bisher leider zu wenig zu erwarten.

Menschliche Zuwendung, Kinderförderung und Identitätsbildung kommen meist zu kurz. Nicht umsonst leben fast 20% der Kinder in Kinderarmut, für unsere reiche Gesellschaft ein Armutszeugnis, eine Schande. Wer tut von großen Organisationen geradlinig viel dafür?

Wir im Wandervogel haben als Grundstock das "Raus in Welt und Wald" und verantwortliche Freiheit behalten. Die von Nazis missbrauchten Prinzipien wie Volkstum, Volk, Deutschland und Heimat als Deutsch-National haben wir pauschal abgetan.

Wir haben noch keine wirkungsvolle Sprache mit Erklärung dafür gefunden haben, was an Identifikation und an den verbrämten, pauschal aufgegebenen Begriffen gut wäre. Damit werden wir unserer notwendigen Linie mit ihren Werten noch nicht wieder gerecht. NaturKultur ist gut, allein besagt sie nicht voll, was Wandervogel ausmacht. Schlagwörter wie  Frieden, Völker, Mitmenschlichkeit, NaturKultur reichen auch nicht allein.

Wie haben wir Kindern, Jugendlichen und Zuwanderern zu erklären, was uns wichtig? was für hier Lebende, wichtig ist an unserer Sprache, unserer Heimat, unserer Kultur, unseren Traditionen, unserer Geschichte und der Persönlichkeitswerdung? Da fehlt etwas, das ich bisher nur in den Liedern, in meinen Gedichten zum Klingen bringen kann.

Wenn wir gemeinsam am Feuer sitzen, singen, erzählen, dann raunt es wie ein Ahnen aus mehreren von uns, was reich ist, was Kraft spendet, was verbindet, was als fehlend empfunden wird, jedoch für viel nicht mehr verständlich ist, wofür Voraussetzungen fehlen, was Schulen und Medien nicht mehr vermitteln, was weitgehend als eng, alt, verstaubt angesehen wird. Als ob die Sensoren, die Antennen für das wertvolle Überlieferte bei vielen verstopft seien. Dabei sind sie jedoch wertvolle Helfer für das Glück eines jeden.

Wenn früher vom „Heiligen deutschen Reich“ gesprochen wurde, dann war es oft mit Pathos, mit Heldenhaftigkeit verbrämt. Da haben wir gelernt, dass das nicht in die Zeit gehört. Wir haben mehr an die heutige Not und unsere Zukunft und die des Wandervogel zu denken und nicht so sehr an Helden, an Opfer, an ehemals Herrschende. Die Fehler des Deutsch-Nationalen brauchen wir nicht mehr zu machen und auch nicht das Nationale besonders betonen und überhöhen. Auch Europa und die Welt sind heute unsere Heimaten.

Aber das, was unsere Heimaten, unsere Sprache, unser Zuhause, unser Denken prägte und prägt,  das ist neben der Schaffung von Nachhaltigkeit für die Zukunft wichtig für den Wandervogel.

Denker und Schreiber sagen „echt“ dazu und „Geist des Wandervogel“. Wenn ich aber „deutsch“ und „reich“ und Heimat durchleuchte, dann sind prägende Werte darin verborgen, die es zu erhalten und zu betonen gilt.

Manche sehen besonders die Zukunft, die meisten fast meist den Tag, manche das Gestern. Das ist zu einseitig. Die "Regenbogenbrücke" vom Gestern übers Heute ist Morgen wird dichterisch öfter beschrieben, fehlt aber in Der allgemeinen Sprache, vielfach in Emotionen, Schule, Politik, Medien, Wirtschaft und Leben.

Wenn ich nicht aufrecht und überzeugt als Lehrer Deutschland mit seiner guten und schlechten Geschichte und Sprache voll vertrete, sondern einfach Teile der Geschichte, des Entwickelns, ausspare, wie soll ich dann Kindern und Jugendlichen sagen, was wichtig ist, was sich bewährt, was in die Zukunft zu tragen ist? Wie soll ich dann „herrlichen, jungen Wesen“ klar den Weg weisen zu ihrem Weg, ihrem Können, ihren Wünschen und Talenten? Wie soll ich das dann besser können, als die meisten Eltern heute?

Am deutschen Reiche soll die Welt genesen war ein verkehrter Spruch von Kaiser Wilhelm 2. Noch verkehrter war Hitlers und Rosenbergs  Ideologie, reinrassig Deutsche als bessere Menschen hinzustellen und andere zu entwürdigen und zu töten.  Der Wunsch von 1848, die Völker deutscher Sprache zu vereinen, war aber richtig und betont das Miteinander und nicht das Ausgrenzen.

Der Wandervogel ist großartig, besonders für den, der ihn möglichst jung erleben durfte.

Für heute, für Erwachsene, für Kinder und Jugendliche, für Zuwanderer fehlen uns oft noch die Worte, gegen falschen Moden, Oberflächlichkeiten und Ablenkungen. Aber wir Wandervögel sind auf dem Weg und einige von uns zeigen ihn. 

Ich hoffe, es kommt bald ein praktisch denkender Mensch, ein Wandervogel, der den Weg aufzeigt, der Wegweiser ist, für Jung und Alt, besser als Fußball, Mammon, Mode, Starkult und Eintagsfliegen.

Es ist an der Zeit, es liegt in der Luft. 

hedo. (Mittwoch, 23.11.22 Rabenhof, Lüttenmark)#

WANDERVOGELGESCHICHTE & DER SINN HEUTE   

Wie ich den Wandervogel erlebte und sehe - Weshalb ich Wandervogel bin?

Um 1892 entstand die erste Wandervogelgruppe am Steglitzer Gymnasium. Eine Gemeinschaft, die raus in die Natur wollte, und leben, was echt, natürlich, ungekünstelt, ehrlich war, möglichst frei von der Enge der Stadt und Freiheit vom preußischen Gehabe.  Dabei ist der Wandervogel bis heute geblieben. Mein Großvater und Vater waren schon Wandervögel, so dass ich von Kind an schon Wandervogel sein darf.

1913 gab es bereits mehrere Bünde und mehrere tausend Wandervögel, die sich in unserem „Wandervogel e.V.“ zum großen Teil zu einem Bund zusammenschlossen. Auf dem Hohen Meißner bei Kassel trafen sich viele Wandervögel und Lebensreformer als >Protest gegen ein großes Brimborium vom Kaiser Wilhelm, der das Datum 100 Jahre Völkerschlacht bei Leipzig mit Brimborium feiern ließ. Wandervögel entschieden sich für Lebensreform und Frieden und beschlossen mit befreundeten Gruppen die für uns bis heute geltende Meißnerformel: Ich will mein Leben mit innerer Wahrhaftigkeit und vor eigener Verantwortung selbst gestalten (für mich selbst und in Gemeinschaft).

Dann kam der 1. Weltkrieg. Viele Wandervögel sind gefallen. Mädchen und Frauen übernahmen Führungsaufgaben. Der unfähige Kaiser Wilhelm 2 wurde abgesetzt. Demokratie zog in Deutschland ein.  Unser Wandervogelbund hatte nun Bundesmitglieder von Kindern bis zu Erwachsenen. Kurzfristig gab es einen Zusammenschluss mit Pfadfinder, u.a. als Gegenpol zu den aufkommenden Nazieiflüssen.        

 1933 wurden diie freien Bünde verboten, Pfadfinder, Jungenschaften und Wandervogelbünde von Nazis verboten und viele Wandervögel wurden wegen Ablehnung des Naziregimes und wegen ihres Protestes und Freiheitswillens verfolgt. Sie waren gegen eine Staatsjugend. Viele Wandervögel waren im Widerstand. Nach dem Krieg wurden die Wandervogelgruppen auch in der DDR verboten.  Dadurch gab es im Westen 12 Jahre, im Osten Deutschlands  56 Jahre Wandervogelverbote.

In Westdeutschland wurden1946 ‚Wandervogelgruppen wieder gegründet. Unser Bund war im Vereinsregister eingetragen und in Braunschwieg lebten einige Wandervögel, die den Bund für sich beanspruchten. Mehr ist mir darüber nichtbekannt. Wahrscheinlich hat es auch wieder einige Gruppen des Wandervogel e. V. gegeben. Als ich den Rabenhof gekauft hatte und nach Mecklenburg zog, Konnte ich den Wandervogel e. V. 1998 in Lüttenmark wieder gründen.

Unser Bund hat sich langsam entwickelt und hat nun an die 80 Mitglieder, die aus vielen Bundesländern und auch aus dem Ausland bei unseren Treffen dabei sind. Alle, die sich für Mitmenschlichkeit, Weltweitheit, Freundlichkeit miteinander und für Naturkultur sind, können mitmachen und dazugehören. Mit seinen Liedern und zu besonderen Treffen, Festen und Fahrten lädt er offen Interessierte ein. Wer mitmachen will, ist herzlich eigeladen, auf dem Rabenhof in Lüttenmark mitzumachen. Es ist ein Freundeskreis entstanden, der den Bund trägt.                     hedo

Dalarna Jahrelang fuhr ich mit monija einen Sommermonat im Juli nach Dalarna.
-Da, wo die Menschen das Geigenspiel lieben und die herrlichen Dalarna-Musikstücke und -Lieder spielen.
-Da, wo die Menschen den besten Geschmack der Welt haben (Nach meiner Meinung). Wo vielfach ein Zusammenklang von Kunst, Kultur und Natur gefördert und gelebt wird.
-Da, wo meine Freunde Björn und Anja auf ihrem Waldbauernhof im Vogelsang bei Leksand auf Björn Olasgarden leben.

Dalarna, Du fehlst mir. Wegen Alter und Beschwerden ist der Weg mit dem Aufo zu weit. 
Wir hatten in der Blütezeit zur Hochzeit des Jahres um Mittsommer eine Stuga nahe des Siljansess und waren glücklich zwischen Blumen, bunten Häusern, Seen und verwunschenen Wanderwegen in der Bingsjö-Musizier- und Tanzwoche und den Tagen drumrum in Rättvik, Boda, Osbjörka..... Wir tanzten Polskas, Hambo, Walzer und Schottisch und sind Schwedenfreunde geworden. Björn und Anja, wir wünschen Euch alles Liebe, Schöne und Gute. Und in schönen Sommernächten bin ich im Traum und in Gedanken oft bei Euch in Dalarna.  

Blunschli_neu_Kopie.jpeg Wandervogel-Widerstand gegen Konflikteschürer 

DAS HERRLICHE DOPPELLEBEN DER WANDERVÖGEL

Freiheitliches Querdenken der Wandervögel iwt in über 100 Jahren gewachsen

In einer Gedankenwelt ein künstlerisches Doppelleben führen. Ein Doppelleben, das wir statt Romantik, heute "ironische Romantik" nennen, kühn definiert nach Wandervogelart: Nicht weg von der oberflächlichen Wirklichkeit und nicht weg von harter Realität und Politk. Den 2. Teil des Doppellebens als Bereicherung nennen wir NaturKultur. (Vorläufer gab es bei den jungenschaften.)

Wenn es den Wandervögeln am Himmel nicht gut geht, wird es uns auch nicht gut gehen. Darüber sind wir uns einig. Deutlich sehen wir das besonders, wenn wir uns als Wandervögel bezeichnen und fühlen. Deshalb lassen wir uns den Optimismus und das Vorwärtsdenken nicht rauben, sondern bauen uns in einer Wohlfühl-Oase kein Wolken-Kuckucksheim, sondern eine Denkfabrik in einem fröhlichen, kreativen, musischen und naturnahen Miteinander. So, wie wir mit Fahrten allein und gemeinsam uns die Welt erobern.

Wenn wir die Jahreszeiten besonders betonen, weil es für Stadtmenschen notwendig ist, mit Jahreszeitenfesten, Maibaum, Erntebaum und Waldweihnacht. 

Wenn wir bei unseren Festen mitmachen, die Festtafel mit den Speisen ehren, nicht nur das Fest konsumieren. 

Wenn wir betonen, dass es uns zumeist besser geht, als den Generationen vor uns. 

Wenn wir die Erde und die Vielfalt der Kulturen der Völker lieben und auch unsere Kultur. 

Wenn wir Geld und Egoismus nicht an die erste Stelle stellen. 

Wenn wir Natur schützen und sie uns verlebendigen mit Elfen, Riesen, Zwergen, Sagengestalten, Fahrtenerlebnissen.

Wenn wir Geschichte und Heimat betonen, ohne sie zu glorifizieren. 

Wenn wir miteinander am Feuer singen, die alten Tänze tanzen und dazu musizieren. 

Wenn wir dafür schreiben, denken, sprechen, malen, fotografieren, filmen. 

Ja, so nehmen wir von unseren Treffen einen Reichtum mit nach Hause, den uns keiner nehmen kann, der uns Freude bringt und Kraft gibt und uns hoffen lässt..

Dafür lohnt es sich zu arbeiten, zu denken, zu werben, auch anderen Menschen diese Freude und diese Kraft zu schenken und unseren Wandervogel-Bund zu stärken. Eben: Selbst Wandervogel zu sein, Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche.

Es lebe der Wandervogel. Es lebe unser Bündnis! Fahrwohl! hedo

GRAFIKEN ZUMEIST VON WANDERVÖGELN

zupf_Fahrt_IMG_0710---UWE_Kopie_2_2.JPG P1360903_Kopie.JPG BLUNSCH_TRINKTROLLP1000182_KOPIE.png Blunschli_neu_Kopie.jpgBlunschliFinnland.jpegGänseliesel.JPG  musik_Ritter_mit_Gitarre-n.pngGreif_Wandergans.jpegRabe_17_angst_001_2.jpgSkand-KnabeRindenhorn.gifZUPF_665.jpegSonnenanbeter.jpg  wv_mato_bearbeitet.JPG

8. KW 20.2.-26.2.22 - Wochenzeitung WANDERVOGEL E.V. LOGBUCH Wandervogel-Nachrichten NEWS (3)

Geschrieben von DIVERSE am . Veröffentlicht in Neues

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ZUSÄTZE: EINTRAGEN IN WANDERVOGELLISTE FÜR SOFORTIGE INFOS, SHOP: NEUE ANGEBOTE, TERMINE: EINLADUNGEN, RABENHOFURLAUB: ab € 15. WV-FÖRDERN: Ab €1 mtl., wv-Teestube a.A.donnerstags - FÖRDERN -  Du kannst den Wandervogel  ab €1 mtl. per Dauerauftrag fördern, auch mit Artikeln oder Aktionen, wenn Du willst auch dazugehörten. Als Förderer hast Du Vorteile: Einige hefte gratis, Halstuch, Aufkleber, WE + Urlaube 50%, Evtl. vor Ort Code für Webseite, Sticker, Mitwirkung, Auftritt bei Festen etc. 0152 2198 3817 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Ich möchte den Wandervogel fördern, mich evtl. gern einbringen und dazu gehören: NAME, ANSCHRIFT, EMAIL, THEMA, mtl. FÖRDERUNG, DATUM. An Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Den Wandervogel fördern Menschen jeden Alters, aus anderen Bünden. Voraussetzung ist Solidarität zu den oben im Titelemblem angegebenen Themen im Sinn des Bundes.

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KW 9.  28.2.-5.3.2022 wochenzeitung wandervogel (logbuch) Nachrichten, Kommentare, Impulse zu Bund+Gesellschaft von Wandervogelfreunden aus aller Welt
KW 8.  20.2.- 27.2.2022 wochenzeitung wandervogel (logbuch) Nachrichten, Kommentare, Impulse zu Bund+Gesellschaft von Wandervogelfreunden aus aller Welt
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6. KRIEG: Nach 75 Jahren gibt es wieder Krieg, wenn wir den Kampf gegen Genozid in Jugoslawien nicht mitzählt. Nach dem Grusel von Corona folgt nun gleich eine Greuel Krieg in der Ukraine, noch gezielter, als wir vermuteten. Das weitere Menschenleid lässt gruseln. Für uns, der wir seit der Jugend gegen krieg sind, ändert sich, dass mehr darauf zu achten ist, dass wir gewappnet sind. Freiheit und Friedfertigkeit allein sind wohl auf Dauer nicht möglich. Eine vernünftige, verantwortliche, starke Verteidigungsbereitschaft ist nötig. Aus der Position der Stärke lässt sich für Frieden besser verhandeln.
Die Nachrichten in Medien zeigen einen aufgescheuchten Hühnerhaufen von Journalisten und vielen Politikern. Unsere Regierung verhält sich besonnen. Sehen wir, wie es weiter geht. Viele Historiker sagen, dass Sanktionen bisher fast nie richtig wirkten. Opfer waren meist die Ärmsten auf beiden Seiten und kaum die Reichen. Die Mächtigen selten. Und Säbelrassen hilft auch nicht so sehr. Mehr das klare starke Wort. Wir haben die Denkweisen und Anliegen beider Seiten deutlich gemacht. Die wurden nicht klar behandelt, sondern auf Drohen von Putin wurde mit schwachen Retourkutschen geantwortet, so dass das Kind Ukraine in den Brunnen gefallen ist.
Deutschland und Europa sind in einige Jahren in einer neuen Situation. Die USA hat sich aus der Weltpolitik teils zurückgezogen und unterstützt Europa nur noch partiell. Folglich muss Europa sich selbst wehren können. Dazu war es nicht bereit und muss die Voraussetzungen nun leider schaffen und gleichzeitig besser verhandeln, als bisher.  24.2.22.  19h
5. FÖRDERN DES WANDERVOGEL:  2022 FÖRDERER DES WANDERVOGELS. 0152 2198 3817 www.wandervogel.info FÖRDERER haben einen besonderen Status. Förderer kann man im Allgemeinen ab € 1 monatlich Dauerauftrag werden. allgemein € 5 mtl. Konto: wandervogel e.v. SPK Mecklenburg-Schwerin,  Iban DE 11 1405 2000 17289 12543 . Wandervogel e.v., Leisterförder Str. 23, Rabenhof, 19258 Greven-Lüttenmark.  Sprecher: hedo holland, Kasse: Jürgen Schmahl. Auf Anforderung einige Hefte des Wandervogels gratis.
  1. Telefonische Auskunft über Aktuelles, Finanzen, Fahrten, Planungen etc.
  2. Halstuch, Aufkleber
  3. Vor Ort Wandervogelsticker, Musikanten Elbrabensticker.
  4. Bei Treffen und Festen halbe GebührAuf Absprache bzw. Wochenenden günstig Urlaub auf dem Rabenhof
  5. Code für Zugang auf die Webseite. 
  6. Bei Treffen und Festen halbe GebührFörderer werden als Fördermitglieder geführt und bekommen auf Wunsch Finanztransparenz mündlich, hier zur Einsicht aufs Konto

4. GESELLSCHAFTS-UTOPIE: Von Viktor (VIZERO) kam ein langer Artikel über eine soziale Gesellschaftsutopie. Der Artikel kann bei mir angefordert werden. Der weitere Schriftwechsel unter ARTIKEL

3. UKRAINE

MORGENS 24.2.:PUTIN IST IN EINER ZWICKMÜHLE. DER WESTEN GIBT EINEN SCHRITTBREIT NACH, und verstärkt Sanktionen. USA und England stellen härtere Forderungen und drohen. auch militärischer. Die russische orientierten Slawisten des Donbas und Russlands, die Militärs, der Geheimdienst, die Oligarchen und wohl auch die orthodoxe Kirche wünschen Erfolge. Russland wird restriktiver, die Ukrainer driften in Richtung Europa-Demokratien, lernen Sprachen und werden teils antirussisch. 

Die Oligarchen in Russland scheinen nicht westliche-kapitalistisch zu ticken. Über die Hintergründe bei Kirche und Oligarchen wird bei uns in der Presse fast nie berichtet. Putin wahrt bisher sein Gesicht. Die Anerkennung von Donbasstaaten ist ein Schachzug. Wer Putin nicht als Alleinakteur sieht, fragt sich, wie er weiterhin agieren muss. Die Stabilisierung der Donbasregion muss das nächste Ziel sein.

Da im abtrünnig-besetzen Teil und auch im ukrainisch westlichen Teil mehrheitlich russisch gesprochen wird und wohl auch die Tendenzen in Richtung Russland überwiegen, wird eine Stärkung der neu anerkannten Donbasrepubliken Ziel Russlands sein müssen. Sonst wäre die aktuelle Russifizierungsepisode ja für die Katz‘, ja sogar unsinnig. Putin kann keinen Schritt zurück gehen, sondern muss weiter voran, fragt sich, ob er sein Konzept den Seperatisten überlassen muss, oder ob er militärisch oder wirtschaftlich gezwungen ist einzugreifen.

So lange wir mit einem neutralen Standpunkt den Konflikt betrachten, scheinen die Handlungsoptionen klar.  Mit seiner Informationspolitik zu Völkerrecht, Putinschimpfe und Sanktionsrhetorik wirkt der Westen aufgeschreckt hilflos.  Putins Militäreingriff ist eine Frage der Zeit. Die genaue Reaktion des Militärs wird taktisch sein.

MORGENS 22.2.: Es ist soweit. Russische Truppen rücken ins Donbas. Russen argumentieren: Die wünschen das und wollen zu Russland. Putin würde nach dem ganzen Tamtam das Gesicht verlieren, wollte er dem Wunsch der Donbasbewohner nicht nachgeben. Der Westen argumentiert fern von allen Realitäten mit dem Völkerrecht. Das Volk will nicht dieses Recht, das man Völkerrecht nennt, zum Schutz von imaginären Staaten, oft notwendig, aber nicht immer stimmig. Nun kann Putin frei argumentieren, was er bei den Gesprächen mit Westpolitikern bisher nicht konnte. Der Westen auch nicht, sondern behielt sich den Einsatz von taktisch Sanktionen vor, sagte nichtm was er dachte und hat nun noch die Chance von Justierungen, um evtl. ein neues Verhandlungsformat auszubaldowern.

ABENDS 22 UHR: DAS, WAS WIR GESCHRIEBEN HABEN, TRITT NUN EIN, indem Putin die vom Donbas gewünschte Anerkennung erfüllt. Es werden wohl noch nicht die meisten Sanktionen vom Westen kommen, um noch die Tür zu Verhandlungen zu behalten, um einen Krieg und eine Besetzung der Ukraine verhindern zu können. Es werden wohl Verhandlungen kommen. Putin wird weiterhin seine Generalforderungen, Aufhebung von Sanktionen, Rückzug der USA aus Europa fordern und sicher noch einiges davon erreichen. Andererseits wird sich die EU stärker aufstellen als wehrhafte Demokratien. Vielleicht ist Folge des Konflikts auch eine weitere Stärkung Europas und Deutschlands in Afrika bei Rückzug des gescheiterten Einsatzes in Mali. Vielleicht lässt sich so die Stagnation der europäischen Demokratien wieder in Schwung bringen. Wir wollen keinen Krieg und sind dafür, dass Deutschland mit verbündeten Staaten Europas zu einer zukunftsgewandten Weltpolitik kommt, die sich nicht an altmodischen Hakeleien festmacht, sondern einerseits die Sorgen der Staaten Europas in eine ausgewogene Diplomatie einbezieht, andererseits sich sich in Afrika, Südamerika und Asien Partner auf Augenhöhe schafft sowie Unterdrückte wie die Kurden, Israelis, Palästinenser,  unterstützt. Ob wir in dieser Woche hier schon wieder kommentieren müssen?

MORGENS 7 UHR : Seit 3 Monaten wird gegenseitig aufgerüstet und lautstark in den Medien gegeneinander argumentiert und teils gehetzt. Der seit Jahren schwach wirkende Teil Westeuropas ist näher zusammengerückt und zeigt wirtschaftliche Stärke, während Russland militärische Stärke zeigt. Der Westen redet von Gesprächsformaten und Sanktionen. Ein größeres Entgegenkommen gegenüber Russland für Entspannung ist kaum zu erwarten. Amerika wird im Endeffekt sein dreckiges Frackingöl an uns loswerden und weiter Öl von Russland beziehen, wir werden statt Nordstream 2-Gas Fracking-Öl und anderes kaufen müssen und Russland wird sich den Donbas einverleiben. Die Ukaine und wir wären die Hauptleidtragenden, USA und Russland im Endeffekt doch die Gewinner. In Russland zählt der Donbas mehr, als Nordstream 2.  Vielleicht handelt Herr Schröder noch einen Sonderstatus heraus, wenn wir Glück haben. Diese realistischen Versionen erfahre ich bisher durch die Medien nicht. Was meinst Du?

2. WAS IST EIN FEST? FESTKULTUR? WANDERVOGELFEST?:  Es ist ein Fest, wenn gefeiert wird, gefeiert am Feuer. Es werden unsere Lieder gesungen und Lieder, die gut bekannt sind. Es wird Musiziert, so dass jeder Musikant mitspielen kann. Es wird vorgetragen von denen, die daran Freude haben. Es werden Tänze getanzt, die schnell erklärt gleich mittanzbar sind. Es wird gespeist an der Festtafel von ausgesucht schönen mitgebrachten Leckereien. Alles wird arrangiert, dass möglichst alle einbezogen sind, beteiligt sind, mitmachen können. Es ist beim Wandervogel ein Mitmachfest und Festkultur. 

1. GUY STERN: Literaturprofessor aus Deutschland, Germanistik-/Literaturprofessor in USA und D wurde vor kurzem 100 Jahre, steht nun auf S. 2 vieler Zeitungen mit dem Artikel: "So wenig aus der Geschichte gelernt!" Guy ist Jude, gehröte zum Jüdischen Jugendbund "Schwarzes Fähnlein" in Hildesheim (Wandervogel und jungenschaftler), ältestes Mitglied des Mindener Kreises, Ehrenbürger der Stadt Hildesheim, emigrierte in die USA, blieb der freiheitlichen Jugendbewegung und dem Wandervogel verbunden. Wir gratulierten ihm zum 100.ten Geburtstag am 14. dieses Jahres. Guy trägt in New York bis heute die deutsche Flagge als Sticker am Revers. Es ist ihm lebenslang Aufgabe, zu lernen, zu arbeiten, zu beweisen, dass er es würdig war zu überleben. Wenn Du mehr über Guy wissen möchtest, lies sein Buch "Wir sind nur noch wenige" oder bestell das Heft des Mindener Kreises über sein Leben.

In dem Zeitungsartikel der Schweriner Volkszeitung vertritt Guy voll unsere Meinung, auch zu den sogenannten Querdenkern. ieber Guy, nochmals herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. (Christina Sticht hat das Interview mit Guy wohl per Telefon oder WhatsApp geführt.) (guy hieß früher Günther Stern.) Guy floh als 15jähriger in die USA, überlebte als Einziger seiner engen Familie. In Hildesheim und an anderen Orten werden Stolpersteine für Guys Familie verlegt. Guy kann nicht begreifen, wie Menschen heugte in Deutschland selbstverständlich mit der Demokratie leben und andererseits leichtfertig mit all den Errungenschaften der Demokratie umgehen. Er mahnt bei seinen Lesungen vor Schülern für sich selbst zu denken, sich nicht von den sogenannten sozialen Medien beeinflussen zu lassen, sondern sich breitflächig zu informieren, um zu einer eigenen Meinung zu kommen, öfter das Gehirn, als das iphone einzuschalten. Eine Demokratie ist ein zartes Pflänzchen, das jederzeit eingehen kann, wenn es nicht genügend gehegt wird. Wir können heute weltweit beobachten, wie demokratisch gewählte "starke Männer" ihren Machtradius erweitern, und die Freiheiten ihres Volkes immer mehr einschränken. Dass es auch positiv freiheitlich und mitmenschlich denkende Menschen gibt, die sich seit Jahren Querdenker genannt haben, weiß er auch. Das schöne Wort des Querdenkens für die Demokratie wollen uns Massenmedien und Rechte rauben, ebenso, wie sie sich großenteils "alternativ" nennen. Auch wir sind alternativ, die wir uns dafür einsetzen, dass viele Menschen für die Demokratie kämpfen, nicht nur, um sie im gegenwärtig schwachen Zustand zu erhalten, sondern sie zu verbessern wehrhaft zum Wohl für Menschenwürde, für Frieden, gegen Hetze und Kriegstreiberei. Danke Guy!  hedo

0. HINTERGRUND "SCHLIPS": Beobachtungswert - Keine Glosse mehr - Wir sahen uns hilflos mit unserem Standpunkt, Mitmenschlichkeit an die Spitze unserer Beobachtungen und Entscheidungen zu stellen. Sie 2020 beobachten wir Politiker deshalb genau mit ihrem Verhalten, ihren Gesten, ihrer Mimik und ihrem Habitus. Mehr und mehr haben wir dabei festgestellt, dass männliche Politiker und Redner in Medien im In- und Ausland mit Schlip verkniffen-verkrampfter und taktischer wirkten. Das wirkt auf uns nicht diplomatisch, offen berichtend, sondern mit Ausreden, anders redend als denkend, bis zu frech, agfgressiv und gar lügend. Dieses Bild verfestigte sich bei mehreren von uns besonders bei Schlipsträgern schwarz - weiß - rot oder duneklblau - weiß rot. Das sind meist die sogenannten "Scharfmacher" in Richtung aggressiver Äußerungen aus den USA. Mehr bei Rechten und selbst bei Linken taucht das schwarzweißrot öfter auf. Wir stellen fest, dass das kleine Kleidungsindiz "Schlips" offensichtlich bei klarer Beobachtung zur Zeit noch noch eine Menge aussagt, so lange es lange Zeit unterbewertet worden ist. Wir sind gespannt, wie sich das Verhalten der politischen Vertreter und Öffentlichkeitsredner ändert, vorsichtiger wird und der zeitgemäßeren lockereren Kleidung anpasst. Das auch von uns festgestellte Indiz "Schlips" ist ein Klischee w2ie auch die Begriffe "Rechts" und "Links" wird wohl noch eine Zeit lang für uns beobachtbar sein. Und es ist wohl wichtig, wenn etwas weltweit eine Richtung anzeigt, es für Leser bekannter zu machen, damit viele selbst darauf achten können und Anhaltspunkte daraus gewinnen, wem sie (mit Vorsicht) eher vertrauen können.

KW 7.  14.2.- 20.2.2022 wochenzeitung wandervogel (logbuch)Nachrichten, Kommentare, Impulse zu Bund+Gesellschaft von Wandervogelfreunden aus aller Welt

1. LIEDERHEFTE: Seit Mitte 2021 sind unsere Liederhefte voll mit Noten, fast immer mit Gitarrengriffen, ergänzt um neue Lieder mit farbigem Umschlag. Es hat sich etwas getan. Sie können so für viee Musikanten von Wert sein. Sie sind nun etwas professionalisiert, nur noch mit Tippfehlern, die wir peu á peu ausmerzen.

2. ÜBERNACHTEN + URLAUB AUF DEM RABENHOF: Für Wandervögel ist, wenn wir da sind, das Wandervogelheim frei, um auszuspannen. Es gibt einen Terminkalender für Anmeldungen. Tag+Nacht € 15, Heizzuschlag pro Raum. Mit Küchennutzung. Mindestbetrag € 50.- mit Reinigung. Hinterlassen wie vorgefunden und Müllentsorgung.

 3. RABENTÄNZER:  Ab 3.3. ist wieder unser Donnerstagstanzen. Mit Tanz oder Turnschuhen. 12 haben sich schon gemeldet.  

4. MUSIZIEREN: Das Musizieren ist 1 x monatlich auf Absprache. Wer mitmachen will, melde sich.

5.CORONA: Wir gehen jetzt davon aus, dass die heimtückische Corona auf Dauer ähnlich bleibt, wie sie jetzt grassiert. (Wenn nicht schlimme Mutanten oder andere Seuchen kommen. Deshalb ist wir uns folgende Regel praktisch: Im Denken & Handeln: sorgsam und freiheitlich, nicht eng, in der Einstellung: solidarisch - demokratisch und nicht verschwörerisch. Respekt für die, die anders denken und sich nicht impfen lassen dürfen. Verschwörungsformeln sind Krücken des Notbehelfs, wenn Unsicherheiten, Ängste, Auswege, Protestverhalten da sind. Leider ist dieses Denken oft leicht mit Nazidenken, Rassismus, innerem Hass verwandt und deshalb evtl. gefährlich und unsolidarisch.

6.TSCHAILEGENDEN: Bis 28.2. Ende Februar können Wandervögel das neue Heft mit Vorlesegeschichten gratis bekommen.

7. NEUE ARTIKEL: 1. FRIEDEN + KRIEG + Wandervogel, 2. DEMOKRATIE + Wandervogel, 3. LUDWIGSTEIN + Wandervogel  (Artikel aus dem Stundenbuch hedos) Siehe unter; ARTIKEL. Das Stundenbuch ist eins der Stundenbücher, in das hedo seit über 50 Jahren mit Fotos, Liedern, Gedichten, Geschichten, Artikeln, Zeichnungen hedo seine wichtige und schöne Stunden, Gedanken, Gedichte u.a. einträgt, wenn er Lust dazu hat. Es bis an die 15 Stundenbücher und ca. 15 Fahrtenbücher.

8. SCHLIPSTRÄGER-GLOSSE:  Es tragen viel zu viele Politiker verklemmte Schlipse. Manche oft schwarzweißrot mit schwarz/dunkelblauem Jackett, weißem Hemd und rotem Schlips. Das ist ja verklemmt und deutsch-national. Sie können wohl nicht anders. Der Sport wird ja auch immer nationalistischer und das mit meist oft alten, verbiesterten, ernsten Führungsmannschaft. irgendwas läuft da verkehrt. Wohl auch, weil Kinder und Jugend in unserer Gesellschaft so kurz gehalten werden. Die Mehrheiten sind wohl zu bequem und ruhig gestellt, dass sie nur meckern und nur wenige richtig etwas sagen. Außer den Rechten, die mich und wohl uns alle stören. Wir sagen, mit Schlips und alten Zöpfen geht das nicht mehr. Junge Zöpfe lassen wir gern gelten. 

9. WANDERN & WALDBADEN:  Seit über 100 Jahren Wandern Wandervögel und lieben den Wald, die Wälder, besonders, wenn sie nicht vergiftet und kaputtgespart worden sind. In Japan wird das Waldbaden gefördert und damit auch der Wald in den Focus genommen. Ich denke, ich kann für uns alle sprechen: Wir sind weiterhin Freunde und Förderer von Wald und Wandern.  

10. LERNEN & FRIEDENSPOLITIK: Will ich einen Menschen zum Lernen anregen, kann ich loben, ermutigen, lebendig berichten, anregen, aufwecken. Das ist das Gegenteil von Druck, Beleidigung, von Oben herab. Bei der Politik ist es ähnlich. Die Ursachen von politischen Spannungen zwischen Staaten sind oft vielfältig, oft nicht auf den ersten Blick sichtbar, oft auch ein Pokern mit Ausnutzen von Schwächen des Anderen, um Vorteile zu ertricksen. Wenn jedoch beide Seiten ihre Anliegen auf den Tisch legen, miteinander sprechen, das, was verbindet klären und stärken, dann geht es kaum noch in Richtung Krieg oder Wirtschaftskrieg, Boykott und Abschottung. Je mehr Beziehungen bestehen zum gegenseitigen Nutzen, desto wenige geht es in Richtung Krieg. Durch Handelswachstum geht es in Richtung Frieden. Zwischen Deutschland und Russland empfehle ich neben Handelswachstum ein Deutsch-russisches Jugendwerk durch Gespräche auf Augenhöhe. Lernen & Friedenspolitik haben Ähnlichkeiten.

11. FAHRTEN:  Lass uns in die Ukraine und nach Russland fahren. Die Ukraine ist uns näher, da sie gegenwärtig trotz einer gewissen Oligarschenpolitik freiheitlicher ist als Russland. 

12. SCHWERTER ZU PFLUGSCHAREN: Bundeskanzler Scholz setzt Verhandeln vor Säbelrasseln. Demokratie setzt auf Frieden. Frieden braucht Zusammenarbeit. Das heißt Handel, Produkte gegen Rohstoffe, gegenseitige Ermutigung, auf Augenhöhe, wie Du mir so ich Dir. Das ist gegenseitiges Stärken und eine erfolgreiche Denke. Die USA hat das bisher selten gemacht. Dort gilt noch die alte Machtpolitik des Auge um Auge, Zahn um Zahn.   

13 SAULUS ZUM PAULUS?: Herr Merz von der CDU war mir immer unsympathisch. Das war oberflächlich, auch durch sein verkniffenes Aussehen entstanden. Frau Merkel hatte ihn einskalt abserviert und in die Wüste geschickt. Mit Fleiß, Glück, Können, Energie, Ehrgeiz und Schlitzohrigkeit kam er jetzt wieder an die Spitze der CDU.  Einerseits holt er nun nach, was die CDU in 29 Jahren zu einer altbackenen Tante gemacht hat, indem er inhaltlich die CDU umkrempelt und sich viel von der CSU abgeguckt hat, die es ja oft geschafft hat, Machbares, harte Hand und Volkes Wille miteinander zu einer heimatlichen BlauWeißBierzeltGemütlichkeit zu verbinden. Andererseits stichelt er jetzt laufend und kleinkariert über jede Treppenstufe und jedes Wort der Ampelkoalition. Im Gedächtnis der Wähler versucht Herr Merz, sich als Paulus zu etablieren.  

14. TROMMELFEUER DES SÄBELRASSELNS: Eine Riesenhetze gibt es weltweit gegen Russland und China. Die teils guten Konzepte, die dort entstehen, werden kaum genannt. Russland baut seine interne Infrastruktur intensiv aus. China baut die Seidenstraße, arbeitet intensiv in Afrika und bildet jährlich 100.000 Diplom-Ingenieure aus. Die USA kommen da nicht mit. Mit Meinungsmache und Digitalweltherrschaft haben sie sich lange an der Spitze gehalten. Innovationen sind in demokratischen Staaten nicht immer gut umsetzbar. Es besteht viel Uneinigkeit untereinander, wie auch bei der Pandemie zu sehen ist. Nicht mit Drohungen, sondern mit mehr Handeln und gemeinsamem Schaffen lassen sich Chinas Erfolge auch für Deutschland, für Europa, für den Westen und die Demokratien nutzen. Allerdings braucht es dafür auch Innovationen: Wo bleibt Deutschlands demokratiestärkendes Engagement in Afrika, im Nahen Osten, in Südamerika, in Asien (Vietnam etc.) beim Digitalen, beim Schließen von Lücken des Kaputtgesparten, bei internationalen JUGENDWERKEN, BEI DER WERTSCHÄTZUNG INTERNATIONALER FOLKLORE, BEIM STUDENTENAUSTAUSCH? Gut wären auch attraktive Russisch- und Chinesischkurse etc. an Volkshochschulen. Hier ist hoffentlich von Frau Baerbock einiges zu erwarten? 

KW 6.  7.2.- 13.2.2022 wochenzeitung wandervogel (logbuch) Nachrichten, Kommentare, Impulse zu Bund und Gesellschaft von Wandervogelfreunden aus aller Welt
1. TSCHAILEGENDEN (VORLESEGESCHICHTEN): Das Heft  mit 52 Seiten ist ähnlich aufgebaut wie die "zeltpostille", das wunderbare Buch von tejo  (Walter Scherf). Es ist die erste Zusammenstellung von Fahrtengeschichten, Märchen, Gedichten und Liedern aus der Zeitschriften "wandervogel", bei uns im Bund bei den "Teestubengesprächen" am Jurtenfeuer bewährt. Zu bestellen unter NEUES/SHOP.  Die ersten 5 Hefte, die von einem/einer WandervogelIn, Bündischen, PfadfinderIn, Neuinteressierten bestellt wir gibt es gratis. 

2. BUNTER BUND: Trotz Corona ist die Zusammenarbeit der kreativen unseres Bundes und der Freunde drumrum intensiv und voll Freude. Der Bund ist bunt und seine Breite und Vielfältigkeit besonders derÄlteren wird immer deutlicher besonders bei Älteren. Wir haben immer noch zu wenig Jüngere dabei. Und bei manchen weniger Aktiven ist eine gewisse Coronalahmheit eingekehrt. Vor Corona hatte die Zahl derer, die den Wandervogelbund durch Beiträge, Spenden und Engagement fördern ständig zugenommen. Jetzt ist unsere Bundeskasse leer, da die laufenden Kosten des Wandervogelheims weiter laufen und selbst die zugesagten Fördereinnahmen schleppend eingehen. Unsere Bundestreffen haben in den Jahren gut dazu beigetragen, das Ansehen unseres Bundes ständig zu steigern. Unter den Wandervogelbünden herrschte in den Anfangsjahren eine gewisse Skepsis, weil wir Jugendbewegung dynamisch mit Alt und Jung sehen. Seit unsere "Buntheit" immer deutlicher wird, wir in Sachen Mitmenschlichkeit uns klar für die Benachteiligten engagieren und NATURKULTUR in den Vordergrund stellen, hat sich das geändert. Und das vielfältige Echo auf unsere Treffen, unsere Zeitschrift und unsere Veröffentlichungen wirkt sich positiv aus. Auch die Zahl der regelmäßigen Zeitschriftenleser steigt ständig. Darüber freuen wir uns.

3. FRÜHLINGSTREFFEN 11.-13. März 2022 : Bisher sind es erst wenige, die sich fürs Frühlingstreffen angemeldet haben. Mehrere haben auch gesagt, sie möchten sich wegen Corona erst 14 Tage vorher festlegen. Wir jetzt um Meldungen oder vorläufige Meldungen, damit wir planen können. Wir legen eine Mindestteilnehmerzahl vor. Wenn die erreicht wird, sagen wir wieder ab. Die Themen: Bundesweg, NATURKULTUR aktuell, neue und alte Frühlingslieder laden ein. Dadurch, dass wir wohl nicht viele sein werden, wird das Persönliche gegenüber dem Thematischen mehr Gewicht haben.

KW 5.  30.1. - 6.2..2022 wandervogel-logbuch Nachrichten, Kommentare, Impulse zu Bund und Gesellschaft von Wandervogelfreunden aus aller Welt

1. NEU: Wir bringen jetzt hier nur noch die aktuelle Woche und die Woche davor. Die Eintragugen übers ganze Jahr 2021 lassen sich nachschlagen. Die Fotos sind kopierbar. Unter "Lieder" sind große Liedersammlungen des Wandervogels zu finden, darunter viele Lieder, die bei uns im Wandervogel entstganden sind.

2. MUSIKERHEFTE: Es sind 2 Musikerhefte neu erschienen. ELBRABEN HEFT 1 + HEFT 2 FREUDE- & WOHLFÜHLTÄNZE 2022 - JE € 5,- bis Ende des Monats Februar für Elbraben gratis. Zu den Heften ist zu sagen, dass sie an jedem Ort mit 3 Musikern und einem davon, der sich fürs Tanzanleiten schlauf macht, das Grundrepertoire für ein Mitmachtanzen bedeuten. Es sind Noten, teils mehrstimmig, Gitarrengriffe, oft Liedtexte (wenn wir welche habhaft werden konnten) und Tanzbeschreibungen in Mitmachform dabei. Damit kann das für jede Band reichlich neue Power bedeuten, wenn etwas fetzig gespielt wird und ein Tanz gut und schnell in höchstens 2 Minuten) erklkärt werden kann. Für Geburzstage, Hochzeiten. Nach unserem "TanzSCHATZ" ist das die handliche Sammlung, die die ELBRABEN fürs Tanzen herausgegeben haben. Heft je 24 Seiten. Inhaltsangaben sende ich auf Wunsch zu. hedo

3 VORHABEN: GEPLANT SIND: HEFTE "Mitmachtanzen", "JURTENGESCHICHTEN", "HOCHZEIT FESTE FEIERN" je € 5,-., 

4. OLYMPIA: SIE 8 JAHREN HABEN WIR UNSERE KRITISCHE WANDERVOGEL-OLYMPIADE: Unsere Begrüßungs- und Kennenlernphase bei unseren Treffen sind fröhliche, gemeinsame. Mitmachspiele, die wir Wandervogel-Olympiade nennen, als Kritik zu dem offiziellen internationalen Spektakel der Höchstleistungen ohne Beachtung der Menschenrechte. 

5. TSCHAILEGENDEN - GESPRÄCHE UNTERM TOPPENSTERN 2  ERSTAUSGABE  2022: 52 SEITEN - mit Märchen, Vorlesegeschichen, Liedern, Gedichten z.B. Tschaimandeln, Mutter Erde, Grundwasser ging flöten, Bündischer Wanderer, Blaue Blumen, Riesenzwerg aus Perleberg, Kalevala, Schildbürger, Wettermärchen, Naturkultur, Kund von und zu Bergedorf, Das Schmugglerfest, Pidder Lyng, Moor, Wawrila, Traum von der Blsauen blume undf mehrt : Bestelung:   Aktuelles / Shop der Wandervögel

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 wandervogel e.v.  wochenzeitung & logbuch   www.wandervogel.info   wandervogel e.v. 23 Jahre  freiheitlich 1998 wiedergegründet von einigen der Elbraben, Folkies und Exbündischen - für Weltweitheit, Völker, Mitmenschlihkeit, Frieden, Miteinander, Jung & Alt und NaturKultur. Dadurch, dass unser kleiner Bund mit 3 Minungslinien zu tun hat: Impfbefürworter, Sorgsame und Impfverweigerer stellen wir uns darauf ein. Achtsamkeit und solidarisches Miteinander bleiben Leitlinie. Das ist das beste für unseren Bund. Fotos für Euch aus unserer Webseite sind kopierbar zum Ausdrucken.Das Miteinander ist uns im Bund besonderws wichtig.  Inhaltlich sind NATURKULTUR BUNDESTREFFEN UND LIEDER Schwerpunkt. Wir treffen seit 1994 auf dem RABENHOF IN LÜTTENMARK. Zusendungen von Artikeln, Berichten, Anregungen, Gedanken von Wandervögeln und Wandervogelfreunden sind gern gesehen.  UNSERE FARBEN GRÜNROTGOLD. Willst Du den Wandervogel unterstützen? FÖRDERN? SELBST MIT EINEM KLEINEN BETRAG? ODER EINER MITARBEIT?  Du fehlst uns im Bund!  WANDERVOGEL E.V.  SPK. MECKLENBURGSCHWERIN, Diba DE 11 1405 2000 17289 12543.  Telefon: 0152 2198 3817 hedo INFOS:  2 MONATIGE WANDERVOGELZEITSCHRIFT mit logbuch WANDERVOGEL-WOCHENZEITUNG  - 4 BUNDESTREFFEN IM JAHRdigital  www.wandervogel.info  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  TELEFON: 0152 2198 3817  oft 10 - 22 Uhr täglich. "BLITZ-MAIL"  anforderbar auf Wunsch Laufender Kontakt: WANDERVOGELNETZ: unter TELEGRAMhttps://t.me/joinchat/FGtkV0V7FRvIF7gF  

9. KW 28.2.-5.3.22 - Wochenzeitung WANDERVOGEL E.V. LOGBUCH Wandervogel-Nachrichten NEWS (4)

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KW 9.  28.2.-5.3.2022 wochenzeitung wandervogel (logbuch) Nachrichten, Kommentare, Impulse zu Bund+Gesellschaft von Wandervogelfreunden aus aller Welt.1A37E2BE-C4D3-4C1C-A9DB-16C7E2E91DB0_1_201_a.jpeg     
#Man hatte mich 1944 in die SS-Schule gesteckt, um mich zu retten, weil wir keinen Arierpass hatten. Ich war 12, als wir, über 800 Jungen, gefragt wurden, ob wir eine Panzerfaustausbildung wollten. Wir hatten schon gelernt, unter Stacheldrähten wegzukriechen und uns im Gelände unsichtbar zu machen. Und alle meldeten sich, Panzer aus dem Hinterhalt abzuschießen. Ich war einer von Dreien, die "Nein" sagten. Eisiges Schweigen umgab uns, als wir uns ohne Gepäck auf den Heimweg machten, aus Seesen am Harz nach Bremen zwei, und ich nach Hamburg. Wir waren ohne Gepäck, ohne Essen, nur in Braunhemd und schwarzer Hose. Überall Flüchtling, kaum eine Bahn fuhr. Aber die Hilfsbereitschaft vieler Menschen, selbst von Flüchtlingen, war riesengroß. In drei Tagen mikt fliegerbeschuss, Hunger und Kälte war ich in den kilometerweiten Trümmern Hamburgs, fand meine Eltern in Barmbek, ausgebombt und zerbrochen, aber glücklich, dass ich heil nach Hause kam. Wir umarmten uns und weinten.          hedo
SCHWARZ-WEIß-ROT: Es ist erschreckend. Immer mehr Politiker und Medienleuze tragen schwarz-weiß-rot mit Schlips/Anzug+Hemd, die Farben, die letztendlich die Nazis verunglimpften, und die heute RECHTS + RÜCKWERÄTSGEWANDT für viele bedeuten. Es sage uns keiner, die Herren wissen das nicht. (Nicht nur der stellvertretende Chef der WELT und sein Interviewer.)
PUTIN DER FUCHS & DEUTSCHLANDS ZUKUNFT: 10 Jahre lang wurde Putin in die Ecke gedrängt und geschmäht und andererseits umworben. Er fühlte sich wie ein Fuchs in die Ecke gedrängt und beißt nun auf die Ukraine. Er propagiert seine selbst gebastelten Rechtsregeln, wütet und schießt und hofft, die Freiheitsbestrebungen der Ukrainer zurückdrängen zu können, damit sie nicht noch mehr auf Russen überspringen und sein Lebenswerk der Stärkung Russlands gefährden.
Es wird behauptet, die NATO habe Russland nie bedroht. Die Aufstellung von Raketenbasen an der Grenze, die Ausdehnung der NATO östlich Deutschlands und die Weckung von Freiheitswünschen bei Menschen bedrohen Putin und seine Macht. Das kann ja jeder sehen. Und weil das nicht rücknehmbar ist, braucht Russland - wenn es weiterhin nicht konfrontativ werden will - dazu einen Ausgleich, eine Einbindung. Das würde der EU sehr helfen, denn Russland kann mit seinen riesigen Rohstoffen wesentlich zum Aufschwung Europas beitragen. USA und China sind daran nicht interessiert und haben das bisher immer torpediert. Nordstream 2 ist immer noch eins der Projekte in diese Richtung und bei einer Zukunft der Annäherung ein kluger Plan.
Russland ist so groß mit vielen Völkerschaften, riesigen Bodenschätzen und dünn besiedelt, dass USA, Weltkapitalisten und China gern davon profitieren. Der Westen hat seine Beziehungen jetzt eingeschränkt. Einerseits zwingt er Putin, das Tor zu China zu öffnen. Und China begegnet ihm öffnend und freundschaftlich nicht mit Konkurrenz- und Machtgehabe. Das klingt erst einmal klug.
Dass der Westen erst einmal zusammen gerückt ist, ist gut. Dass er beschließt, seine Verteidigungsmängel zu beseitigen und sich mit Militär und Energie zu modernisieren ist auch richtig. Richtig ist auch, die tapferen Ukrainer zu bestärken und zu unterstützen. Gefährlich sind eine Rüstungsspirale, US-Machtarroganz und Profitstreben mit Nutzung der Schwäche Europas, Damit kann der Krieg evtl. ausgeweitet werden.
Europa hat zwei Schritte gemacht: Es ist etwas zusammen gerückt und Unterstützt die Ukraine mit vielen demokratiewilligen Menschen. Europa hat aber seine wirklichen Schwächen nicht beseitigt. Es ist durch dass Vetorecht eines jeden Staates meist nicht schnell entscheidungsfähig und hinkt damit hinter den schnellen Entwicklungen auf unserer Erde fast immer jahrelang hinterher.
Europa ist deshalb schon jahrelang nicht zügig und gemeinsam eine Weltpoltik zu machen, die mit USA, China und Russland mithalten kann. Hier ist die wirklich, entscheidende Achillesferse Europas zu sehen.
Gemeinsame weltweit wirkende Entwicklungsprojekte für die Zukunft sind kaum denkbar zu Themen: Energie, Klima, Afrikaaufbau, Digitalforschung und -Ausbau, Nutzung der Pole, Chipherstellung, Weltraumnutzung. China mit seiner Afrika- und Seidenstraßenpolitik ist da entschieden weiter und bildet jährlich 100.000 neue Diplomingenieure aus. Wieviele sind es in Europa? Und auch gegenüber den Machtmultis der USA wie Google, Facebook, Amazon... wirkt Europa wie ein Zwerg.
Um dieses jahrelange Defizit der EU zu überbrücken, muss Deutschland aktiv werden. Ein neues, enges Zusamemnarbeits-, Forschungs-, Aufbau- und Handels Bündnis z.B. Niederlande-Frankreich-Japan-Polen-Indien-Israel-Deutschland könnte ein Anfang sein.  
FÜR FRIEDEN GEGEN KRIEG IN DER UKRAINE: Das, was uns von Grund auf für unser Leben nachdenken lässt, ist, dass es in Europa wieder Krieg gibt. Schon einmal traf es die GRÜNEN, gerade erstmals an der Regierung, als der Völkermord in Jugoslawien geschah und zum Krieg geblasen werden musste.  Nun sind die GRÜNEN zum 2. Mal an der Regierung und wieder beginnt es gleich mit Krieg. Wenn Not da ist, müssen die GRÜNEN ran. Ist das so? Wieder ist der Krieg am Rande im Osten auch gegen demokratische Freunde in der Ukraine. Wir hatten gedacht, Russland - größtes und wertvolles land der Erde, ließe sich nur mit harter Hand regieren. Und wir haben Herrn Putin verteidigt, schon weil unsere sogenannten Freunde in den USA laufend Kriege anzettelten. Nun zeigt Herr Putin sich als Despot, Kriegsmacher und Lügner in eine slawistische Richtung, um sich geschichtlich vor seinen Nationalisten zu beweisen. Er wettert über Nazis in der Ukraine, die es sicherlicht gibt. Er verhält sich jedoch selbst nazihaft. Er macht Krieg und wird mit seinen Befehlen und seiner Slawismus-Ideologie zum Massenmörder. Ich liebe Russland und bin gern dort gewesen. Und ich kann wohl für alles Wandervögel sagen, dass wir Russland und seine Menschen lieben. (Wer widerspricht mir?) Von der Ukaine hatte ich zu wenig gewusst. Ich war noch nicht dort, habe nur seit langem den Wunsch, Odessa, Kiew, den Donbas und die Krim kennenzulernen. Wohl die ukrainisch wie die russisch sprechenden Menschen. Ich wünsche allen, dass der Krieg bald vorbei ist, denke an das Leid und wünsche allen Menschen dort Gesundheit, Glück, Frieden und Freiheit. 

FÜR FRIEDEN GEGEN KRIEG IN DER URKAINE: Deutschland macht eine Kehrtwendung als Reaktion auf Putins Krieg und als Antwort für Ukraine und demokratisch-freies Leben. Deutschland liefert wieder Waffen in Kriegsgebiete, stockt seinen Haushalt um viele Milliarden auf. Deutschland versteht sich erstmals als internationaler Kämpfer für Demokratie und beginnt nach vielen Jahren der Enthaltsamkeit mit einem Ansatz für Weltpolitik, künftig wohl Soldaten in aller Welt, vielleicht auch für Formosa. Deutschland gerät in Gefahr, wieder Kriegstreiber und Kriegsfinanzier zu werden und seine Kriegswaffenexporte auszubauen. Damit wird es nun wohl auch Förderer der Rüstungsspirale und damit Förderer von Kriegen, wenn die zurückhaltenden Friedenskräfte im Parlament nicht die Oberhand behalten.

FRIEDENSSPATZ: Liederheft des Wandervogels "hedos lieder vom zerlumpten Friedensspatzen" € 5 frei Haus.  
CHRISTUS UND DER FRIEDEN: Christus hat den pazifistischen Spruch gesagt: "Schlägt Dein Feind Dir auf die eine Backe, halgte ihm auch die andere Backe hin". Das hat mir Luther gut übersetzt. Was meint Christus damit? "Der Gegner, der Feind, der Aggressor wird entmachtet, Du setzt ihn ins Unrecht, wenn er das zweite Mal zuschlägt. Du gibst Dich nicht völlig preis, bist nicht ohnmächtig, sondern gewappnet und im Recht. Du widerstehst. Du verteidigst Dich dann und zeigst dem, der sich als Dein Feind sieht, dass es auch viele Mittel und Wege gibt, dem Aggressor zu begegnen. Gut ist es, auf der Hut zu sein, die Wege zu sehen, die nicht zu einem einsigen Recht führen, sondern zum friedvollen Miteinander.
WER GEWINNT BEI DIESEM KRIEG?: Gegenwärtig sieht es so aus, als ob die Russen den Krieg in der Ukraine gewinnen und die freihetlichere Ordnung dort durch autokratische Herrschaft ersetzen. Zweitens gewinnen die USA, die weiter Energie aus Russland beziehen und die Hauptkosten auf die EU und auf Deutschland abwälzen. Auch China scheint Gewinner, wenn Russland und China - Rohstoffe und aufstrebende Wirtschaft zusammenrücken und einen eigenen Währungskreislauf einführen. Verliederer sind die Menschen der Ukraine, die liebe Menschen, hab und Gut und Freiheit verlieren könnten. Und auch die EU mit ihren Staaten, da sie am meisten unterstützen. Für die demokratischen Staaten wäre es ein Rückschlag, wenn die Ukraine totalitär würde. Für milliarden Hoffende in aller Welt, die sich Weltfrieden wünschen, wäre es ein Rückschlag, wenn die bis heute entscheiden menschlicheren Demokratien zurückgeschlagen würden.

SCHLIPS schwarz-weiß-rot  SCHWARZER ANZUG, WEIßES HEMD, ROTER SCHLIPS - ODER AUCH ANZUG DUNEKLBLAU): Wendepohl, Scholz und Lindner tragen schwarzweitrot. Das fiel mir auf. Ist das von Wichtigkeit? Bedeutet das mehr, als zum Wort zus tehen, sondern bedeutet das Hartliner? Oder ist das noch Unbedachtsamkeit? besser ist es, doch keinen Schlip zu tragen? Für Freiheit, Menschlichkeit, Unverbissenheit.

KW 8.  20.2.- 27.2.2022 wochenzeitung wandervogel (logbuch) Nachrichten, Kommentare, Impulse zu Bund+Gesellschaft von Wandervogelfreunden aus aller Welt
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6. KRIEG IN DER UKRAINE: Nach 75 Jahren gibt es wieder Krieg, wenn wir den Kampf gegen Genozid in Jugoslawien nicht mitzählt. Nach dem Grusel von Corona folgt nun gleich eine Greuel Krieg in der Ukraine, noch gezielter, als wir vermuteten. Das weitere Menschenleid lässt gruseln. Für uns, der wir seit der Jugend gegen krieg sind, ändert sich, dass mehr darauf zu achten ist, dass wir gewappnet sind. Freiheit und Friedfertigkeit allein sind wohl auf Dauer nicht möglich. Eine vernünftige, verantwortliche, starke Verteidigungsbereitschaft ist nötig. Aus der Position der Stärke lässt sich für Frieden besser verhandeln.
Die Nachrichten in Medien zeigen einen aufgescheuchten Hühnerhaufen von Journalisten und vielen Politikern. Unsere Regierung verhält sich besonnen. Sehen wir, wie es weiter geht. Viele Historiker sagen, dass Sanktionen bisher fast nie richtig wirkten. Opfer waren meist die Ärmsten auf beiden Seiten und kaum die Reichen. Die Mächtigen selten. Und Säbelrassen hilft auch nicht so sehr. Mehr das klare starke Wort. Wir haben die Denkweisen und Anliegen beider Seiten deutlich gemacht. Die wurden nicht klar behandelt, sondern auf Drohen von Putin wurde mit schwachen Retourkutschen geantwortet, so dass das Kind Ukraine in den Brunnen gefallen ist.
Deutschland und Europa sind in einige Jahren in einer neuen Situation. Die USA hat sich aus der Weltpolitik teils zurückgezogen und unterstützt Europa nur noch partiell. Folglich muss Europa sich selbst wehren können. Dazu war es nicht bereit und muss die Voraussetzungen nun leider schaffen und gleichzeitig besser verhandeln, als bisher.  24.2.22.  19h
5. FÖRDERN DES WANDERVOGEL:  2022 FÖRDERER DES WANDERVOGELS. 0152 2198 3817 www.wandervogel.info FÖRDERER haben einen besonderen Status. Förderer kann man im Allgemeinen ab € 1 monatlich Dauerauftrag werden. allgemein € 5 mtl. Konto: wandervogel e.v. SPK Mecklenburg-Schwerin,  Iban DE 11 1405 2000 17289 12543 . Wandervogel e.v., Leisterförder Str. 23, Rabenhof, 19258 Greven-Lüttenmark.  Sprecher: hedo holland, Kasse: Jürgen Schmahl. Auf Anforderung einige Hefte des Wandervogels gratis.
  1. Telefonische Auskunft über Aktuelles, Finanzen, Fahrten, Planungen etc.
  2. Halstuch, Aufkleber
  3. Vor Ort Wandervogelsticker, Musikanten Elbrabensticker.
  4. Bei Treffen und Festen halbe GebührAuf Absprache bzw. Wochenenden günstig Urlaub auf dem Rabenhof
  5. Code für Zugang auf die Webseite. 
  6. Bei Treffen und Festen halbe GebührFörderer werden als Fördermitglieder geführt und bekommen auf Wunsch Finanztransparenz mündlich, hier zur Einsicht aufs Konto

4. GESELLSCHAFTS-UTOPIE: Von Viktor (VIZERO) kam ein langer Artikel über eine soziale Gesellschaftsutopie. Der Artikel kann bei mir angefordert werden. Der weitere Schriftwechsel unter ARTIKEL

3. UKRAINE

MORGENS 24.2.:PUTIN IST IN EINER ZWICKMÜHLE. DER WESTEN GIBT EINEN SCHRITTBREIT NACH, und verstärkt Sanktionen. USA und England stellen härtere Forderungen und drohen. auch militärischer. Die russische orientierten Slawisten des Donbas und Russlands, die Militärs, der Geheimdienst, die Oligarchen und wohl auch die orthodoxe Kirche wünschen Erfolge. Russland wird restriktiver, die Ukrainer driften in Richtung Europa-Demokratien, lernen Sprachen und werden teils antirussisch. 

Die Oligarchen in Russland scheinen nicht westliche-kapitalistisch zu ticken. Über die Hintergründe bei Kirche und Oligarchen wird bei uns in der Presse fast nie berichtet. Putin wahrt bisher sein Gesicht. Die Anerkennung von Donbasstaaten ist ein Schachzug. Wer Putin nicht als Alleinakteur sieht, fragt sich, wie er weiterhin agieren muss. Die Stabilisierung der Donbasregion muss das nächste Ziel sein.

Da im abtrünnig-besetzen Teil und auch im ukrainisch westlichen Teil mehrheitlich russisch gesprochen wird und wohl auch die Tendenzen in Richtung Russland überwiegen, wird eine Stärkung der neu anerkannten Donbasrepubliken Ziel Russlands sein müssen. Sonst wäre die aktuelle Russifizierungsepisode ja für die Katz‘, ja sogar unsinnig. Putin kann keinen Schritt zurück gehen, sondern muss weiter voran, fragt sich, ob er sein Konzept den Seperatisten überlassen muss, oder ob er militärisch oder wirtschaftlich gezwungen ist einzugreifen.

So lange wir mit einem neutralen Standpunkt den Konflikt betrachten, scheinen die Handlungsoptionen klar.  Mit seiner Informationspolitik zu Völkerrecht, Putinschimpfe und Sanktionsrhetorik wirkt der Westen aufgeschreckt hilflos.  Putins Militäreingriff ist eine Frage der Zeit. Die genaue Reaktion des Militärs wird taktisch sein.

MORGENS 22.2.: Es ist soweit. Russische Truppen rücken ins Donbas. Russen argumentieren: Die wünschen das und wollen zu Russland. Putin würde nach dem ganzen Tamtam das Gesicht verlieren, wollte er dem Wunsch der Donbasbewohner nicht nachgeben. Der Westen argumentiert fern von allen Realitäten mit dem Völkerrecht. Das Volk will nicht dieses Recht, das man Völkerrecht nennt, zum Schutz von imaginären Staaten, oft notwendig, aber nicht immer stimmig. Nun kann Putin frei argumentieren, was er bei den Gesprächen mit Westpolitikern bisher nicht konnte. Der Westen auch nicht, sondern behielt sich den Einsatz von taktisch Sanktionen vor, sagte nichtm was er dachte und hat nun noch die Chance von Justierungen, um evtl. ein neues Verhandlungsformat auszubaldowern.

ABENDS 22 UHR: DAS, WAS WIR GESCHRIEBEN HABEN, TRITT NUN EIN, indem Putin die vom Donbas gewünschte Anerkennung erfüllt. Es werden wohl noch nicht die meisten Sanktionen vom Westen kommen, um noch die Tür zu Verhandlungen zu behalten, um einen Krieg und eine Besetzung der Ukraine verhindern zu können. Es werden wohl Verhandlungen kommen. Putin wird weiterhin seine Generalforderungen, Aufhebung von Sanktionen, Rückzug der USA aus Europa fordern und sicher noch einiges davon erreichen. Andererseits wird sich die EU stärker aufstellen als wehrhafte Demokratien. Vielleicht ist Folge des Konflikts auch eine weitere Stärkung Europas und Deutschlands in Afrika bei Rückzug des gescheiterten Einsatzes in Mali. Vielleicht lässt sich so die Stagnation der europäischen Demokratien wieder in Schwung bringen. Wir wollen keinen Krieg und sind dafür, dass Deutschland mit verbündeten Staaten Europas zu einer zukunftsgewandten Weltpolitik kommt, die sich nicht an altmodischen Hakeleien festmacht, sondern einerseits die Sorgen der Staaten Europas in eine ausgewogene Diplomatie einbezieht, andererseits sich sich in Afrika, Südamerika und Asien Partner auf Augenhöhe schafft sowie Unterdrückte wie die Kurden, Israelis, Palästinenser,  unterstützt. Ob wir in dieser Woche hier schon wieder kommentieren müssen?

MORGENS 7 UHR : Seit 3 Monaten wird gegenseitig aufgerüstet und lautstark in den Medien gegeneinander argumentiert und teils gehetzt. Der seit Jahren schwach wirkende Teil Westeuropas ist näher zusammengerückt und zeigt wirtschaftliche Stärke, während Russland militärische Stärke zeigt. Der Westen redet von Gesprächsformaten und Sanktionen. Ein größeres Entgegenkommen gegenüber Russland für Entspannung ist kaum zu erwarten. Amerika wird im Endeffekt sein dreckiges Frackingöl an uns loswerden und weiter Öl von Russland beziehen, wir werden statt Nordstream 2-Gas Fracking-Öl und anderes kaufen müssen und Russland wird sich den Donbas einverleiben. Die Ukaine und wir wären die Hauptleidtragenden, USA und Russland im Endeffekt doch die Gewinner. In Russland zählt der Donbas mehr, als Nordstream 2.  Vielleicht handelt Herr Schröder noch einen Sonderstatus heraus, wenn wir Glück haben. Diese realistischen Versionen erfahre ich bisher durch die Medien nicht. Was meinst Du?

2. WAS IST EIN FEST? FESTKULTUR? WANDERVOGELFEST?:  Es ist ein Fest, wenn gefeiert wird, gefeiert am Feuer. Es werden unsere Lieder gesungen und Lieder, die gut bekannt sind. Es wird Musiziert, so dass jeder Musikant mitspielen kann. Es wird vorgetragen von denen, die daran Freude haben. Es werden Tänze getanzt, die schnell erklärt gleich mittanzbar sind. Es wird gespeist an der Festtafel von ausgesucht schönen mitgebrachten Leckereien. Alles wird arrangiert, dass möglichst alle einbezogen sind, beteiligt sind, mitmachen können. Es ist beim Wandervogel ein Mitmachfest und Festkultur. 

1. GUY STERN: Literaturprofessor aus Deutschland, Germanistik-/Literaturprofessor in USA und D wurde vor kurzem 100 Jahre, steht nun auf S. 2 vieler Zeitungen mit dem Artikel: "So wenig aus der Geschichte gelernt!" Guy ist Jude, gehröte zum Jüdischen Jugendbund "Schwarzes Fähnlein" in Hildesheim (Wandervogel und jungenschaftler), ältestes Mitglied des Mindener Kreises, Ehrenbürger der Stadt Hildesheim, emigrierte in die USA, blieb der freiheitlichen Jugendbewegung und dem Wandervogel verbunden. Wir gratulierten ihm zum 100.ten Geburtstag am 14. dieses Jahres. Guy trägt in New York bis heute die deutsche Flagge als Sticker am Revers. Es ist ihm lebenslang Aufgabe, zu lernen, zu arbeiten, zu beweisen, dass er es würdig war zu überleben. Wenn Du mehr über Guy wissen möchtest, lies sein Buch "Wir sind nur noch wenige" oder bestell das Heft des Mindener Kreises über sein Leben.

In dem Zeitungsartikel der Schweriner Volkszeitung vertritt Guy voll unsere Meinung, auch zu den sogenannten Querdenkern. ieber Guy, nochmals herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. (Christina Sticht hat das Interview mit Guy wohl per Telefon oder WhatsApp geführt.) (guy hieß früher Günther Stern.) Guy floh als 15jähriger in die USA, überlebte als Einziger seiner engen Familie. In Hildesheim und an anderen Orten werden Stolpersteine für Guys Familie verlegt. Guy kann nicht begreifen, wie Menschen heugte in Deutschland selbstverständlich mit der Demokratie leben und andererseits leichtfertig mit all den Errungenschaften der Demokratie umgehen. Er mahnt bei seinen Lesungen vor Schülern für sich selbst zu denken, sich nicht von den sogenannten sozialen Medien beeinflussen zu lassen, sondern sich breitflächig zu informieren, um zu einer eigenen Meinung zu kommen, öfter das Gehirn, als das iphone einzuschalten. Eine Demokratie ist ein zartes Pflänzchen, das jederzeit eingehen kann, wenn es nicht genügend gehegt wird. Wir können heute weltweit beobachten, wie demokratisch gewählte "starke Männer" ihren Machtradius erweitern, und die Freiheiten ihres Volkes immer mehr einschränken. Dass es auch positiv freiheitlich und mitmenschlich denkende Menschen gibt, die sich seit Jahren Querdenker genannt haben, weiß er auch. Das schöne Wort des Querdenkens für die Demokratie wollen uns Massenmedien und Rechte rauben, ebenso, wie sie sich großenteils "alternativ" nennen. Auch wir sind alternativ, die wir uns dafür einsetzen, dass viele Menschen für die Demokratie kämpfen, nicht nur, um sie im gegenwärtig schwachen Zustand zu erhalten, sondern sie zu verbessern wehrhaft zum Wohl für Menschenwürde, für Frieden, gegen Hetze und Kriegstreiberei. Danke Guy!  hedo

0. HINTERGRUND "SCHLIPS": Beobachtungswert - Keine Glosse mehr - Wir sahen uns hilflos mit unserem Standpunkt, Mitmenschlichkeit an die Spitze unserer Beobachtungen und Entscheidungen zu stellen. Sie 2020 beobachten wir Politiker deshalb genau mit ihrem Verhalten, ihren Gesten, ihrer Mimik und ihrem Habitus. Mehr und mehr haben wir dabei festgestellt, dass männliche Politiker und Redner in Medien im In- und Ausland mit Schlip verkniffen-verkrampfter und taktischer wirkten. Das wirkt auf uns nicht diplomatisch, offen berichtend, sondern mit Ausreden, anders redend als denkend, bis zu frech, agfgressiv und gar lügend. Dieses Bild verfestigte sich bei mehreren von uns besonders bei Schlipsträgern schwarz - weiß - rot oder duneklblau - weiß rot. Das sind meist die sogenannten "Scharfmacher" in Richtung aggressiver Äußerungen aus den USA. Mehr bei Rechten und selbst bei Linken taucht das schwarzweißrot öfter auf. Wir stellen fest, dass das kleine Kleidungsindiz "Schlips" offensichtlich bei klarer Beobachtung zur Zeit noch noch eine Menge aussagt, so lange es lange Zeit unterbewertet worden ist. Wir sind gespannt, wie sich das Verhalten der politischen Vertreter und Öffentlichkeitsredner ändert, vorsichtiger wird und der zeitgemäßeren lockereren Kleidu