Dorf & Stadt - Fahrten aufs Land

Geschrieben von wv am .

Fahrten aufs Land

1945 machten wir die ersten Fahrtzen aus den Trümmern Hamburgs aufs Land.

Es ging mit der Straßenbahn bis zur Endstation in Appelbüttel und dann in die Schwarzen Berge, in die Heide zuz Fuß. Manchmal fuhren wir auch nach Radbruch und wanderten dann in die Heide, oft nach Vierhöfen. Dort hatte Hans Muchow auf dem Dachboden einer Kate ein Gruppenheim ausgebaut und seit über 20 Jahren übers 3. Reich hinaus bewahrt.

Wir lernten die Dörfer lieben, übernachteten oft im Heu. Und als wir dann eine Kohte hatten, ging es an den Waldrand, in Kies- und Sandkulen, an Bäche und Seen und auch viel an die Unterelbe. Die alten Landheime in Marxen (Fahrende Gesellen) , Kirchwerder (Niederdeuzsche Singschar), Otter (Fahrtenschaft)und die Jugendherbergen in der Heide waren oft unsere Quartiere.

Dörfer

Wir lernten so jung die Dörfer die noch funktionierenden kennen. Wir sahen auch wie Abrisse vorgenommen wurden, Dorfplätze verschwanden, Bauernhöfe umfunktioniert wurden, Handwerker wegzogen, Post, Gasthäuser, Bahnhöfe, Schulen wegrationalisiert wurden. Die alten Schönheiten der Dörfer sind nun oft nur noch Einzelrelikte und lohnen sich oft nicht mehr so sehr für Fahrten, für Quaritere, für Ausbau von alten Schuppen zu Gruppenheimen.

Rabenhof

Der Rabenhof hatte früher einen alten Lehmbackofen, einen Räucherschornstein und einen alten Ziehbrunnen. Als ich ihn übernahm, waren die schon weg. ralf baute den kleinen Lehmbackofen, den wir jetzt haben und der viel zu wenig von euch genutzt wird.  Den alten Bienenwagen bauten wir für ein Paar um, das gern abseits übernachtet, legten den Steinkreis am Feuer an, norbert, schmitti und ralf bauten die Bundeserdjurte nach tollem Plan. Das Wandervogelheim baute ich aus mit Tanzsaal, Zweibettzimmern, Matratzenlager, Duschen, Klos und Tanzsaal.  

Durch Efeu über Beton, der zu DDR-Zeiten das Haus teils verschandelte und durch einen kleinen Vorbau (nach Vorbild von Björns Haus in Dalarna) verschönen das Haus. Meisterleistung wurde der Übergang vom Anbau zum Tanzsaal, den schmitti baute.  (Näheres zur Rabenhofgeschichte unter "Rabenhof".)

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