Zukunft und Meinungsumfragen

Geschrieben von wv am .

Wer weiß, dass es in den USA mehrere Unis gibt, der kann ahnen, wie Meinungsmache und Meinungsumfragen auch hier in Deutschland zusammenhängen.

Es ist eine Hauptaufgabe dieser Unis, zu sondieren, wie Meinungen durch Lieferung von zeitnahen „Argumentskatalogen“ manipuliert werden können,

Wer dawum.de (Deutsche allgemeine Wahl- und Meinungsumfrage) öfter beobachtet, die Liste der Umfrageinstitute in Deutschland, besonders für die Bundestagswahl, der kann über längere Zeiträume beobachten, dass die aktuellen Trends nicht nur von Wählerumfragen beeinflusst werden, sondern nicht den Tagesmeldungen folgen, sondern offensichtlich auch Trends von gegensteuernden Slogans und Meldungen weltweit und Wirtschaftsinteressen aus Deutschland.

Die Institute reagieren seit längerem jetzt zu Coronazeiten so, dass CDU/CSU und FDP immer ein paar Prozente über Grün und SPD liegen. Das schwankt immer ein wenig, aber pendelt sich immer so ein, dass CDU und FDP die Mehrheit haben. Mal 1,2 Punkte mehr für die CDU, mal für die FDP. Und es ist so ausgependelt, dass es selbst für eine Koalition Grün-SPD-Linke nicht reichen würde.

Dieses Auspendeln hat für die Wirtschaft Vorteile. Es entsteht keine Unruhe aus Bedenken vor einer größere Umwälzung oder Reform. Geld fließt nicht dramatisch aus Deutschland weg. Die Grünen werden im Zaum gehalten.

Vor Corona gab es einen anderen Erwartungshorizont, der Friday for Future einkalkulierte. Wenn Corona die Politik nicht mehr dominieren sollte, wir dein neuer Erwartungshorizont ausgeklügelt. Das Entscheidende ist, dass die Argumentation fast immer in eine neo-liberale Richtung läuft. Wenn die Grünen mal wieder Aufwind haben sollten, werden sie manche Kröten schlucken müssen, die dann plötzlich aus den von Unis erarbeiteten Argumentskatalogen von der CDU hervorgezaubert werden. Argument: Das brauchen wir, um in der Welt zu bestehen.

Die SPD hat sich in der großen Koalition für längere Zeit verschlissen, und nur weniger von dort durchschauen den Braten. Die Grünen halten sich zu Coronazeiten weitgehend zurück, um unverbraucht in die Wahlen gehen zu können. Da Corona bis dahin aufrechterhalten wird, sind die Chancen geringer.

Für ein Mitregieren wird es wohl reichen.

Dass die Grünen künftig die 2. Geige spielen sollen, wird von der Wirtschaft als wichtig angesehen, da die CDU sich einer Erneuerung bisher weitgehend verweigert hat.  So wird die CDU getrieben, sich einerseits für die Zukunft neu aufzustellen, andererseits entweder die FDP miteinzubeziehen oder ihren neo-liberalen Zweig zu stärken.

Neo-liberal so lange, bis die Weltwirtschaft weit genug für die Zukunft ist. Das kann vielleicht noch ein Jahrzehnt dauern, bis Umwelt- und Wirtschaftskatastrophen die Wachstums- und Ausbeutungswirtschaft, vielleicht damit auch China, dazu zwingen, die Weltwirtschaft umzukrempeln und auf Naturerhalt oder zumindest auf Naturausgleich zu setzen.

Wenn Du das, was ich Dir hier geschrieben habe, nicht oder nicht gleich akzeptieren möchtest zumindest ein Tipp für Dich: Lass Dich nicht für dumm verkaufen, sondern bleibe wach, kritisch und gesprächsbereit. Keiner hat dauerhaft die Weisheit für sich gepachtet. Vieles muss oft neu überdacht werden.

www.spurbuch.de

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