LÜTTENMARKGESCHICHTEN

Geschrieben von hedo holland am .

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LÜTTENMARK

#WIE LÜTTENMARK VERMUTLICH ENTSTAND: So 1300 gehörte Lüttenmark zum Gebiet der slawisch-wendischen Obotriten, die ein Herzogtum errichteten. Dasglände westlich der Boize war menschenleer. Und östlich derBoize gab es nur 1, 2 Höfe mit vielen Kindern weiter entfernt. Die germanischen Nordsachsen aus der armen Gegend um Langenlehsten und Büchen hatten viele Kinder. Drum zogen Jungs im Sommer n mit ihren Schafen und Bienen nach Lüttenmark. Sie bauten sich einen Kral, da ab und zu wendische Jungs Schafe klauten. Einmal die Woche kamen Mädchen und kleine Jungs mit Handwagen und Krügen, um Schafsmilch und Schafskäse zu holen. Dieersten Paare verliebten sich und bauten Hütten. Es wuchs das Dorf der kleinen Grenzmark, auf Hochdeutsch "Lüttenmark", das einzige boizedorf mit einem germanischen Namen. Schon nach 100 Jahren war es ein festes Dorf östlich der Boize. Eine Boizebrücke gab es schon, und es wurde die heute noch stehende und wieder renovierte Kapelle gebaut, die jetzt schon über 800 Jahre alt ist. Das Haus nebenan, in dem jetzt die Feuerwehr ihren Raum hat, war ab ca. 1850 die Dorfschule. Es wurden auch Höfe und Häuser östlich der  Boize gebaut. Die Böden auf kargen Elbesand waren nicht sehr fruchtbar. Ober, auf der Geest, die Bungalowstraße hoch, ist Lösboden, der  fruchgtbar ist, der aber großenteils nicht den Lüttenmarkern gehörte. Dafür waren sie freie und nicht leibeigene Leute mit einem eigenen Pfarrer. Zu DDR-Zeiten war Lüttenmark Grenzgebiet udn lag einige Jahre in einer abgeriegelten Sperrzone. Wer hier bleiben wollte,musste sich anpassen. Bis heute hat das Dorf nur etwas mehr als 200 Einwohner.

LÜTTENMARK UND DER KAISER  Leserbrief Zur Geschichte Lüttenmarks  Wer kann die Geschichte bestätigen?

Martha Hallmann Mittwoch, 03. September 2014 10:45

Lüttenmark und der Kaiser

Am 1. Mai 1891 hat der Kaiser mit seiner Gemahlin Lüttenmark besucht. Er ist durchs Dorf geritten vom Wendengraben über die Boize bis zu Kapelle, hat dem Volk zugewinkt und ist dann in die Kapelle zu einem Gebet getreten. Dann hat er an der Kirche und am Maibaum zusammen mit den Dorfältesten, ihren Familien, Freunden und weiterem Dorfvolk den berühmten Lüttenmarker Apfelkuchen und eine Schwarzbrotscheibe mit Lüttenmarker Bienenhonig zu sich genommen, dazu ein Glas des herrlichen Lüttenmarker Fruchttrunks. Es ist leider nicht überliefert, ob der Fruchttrunk Holunder-, Johannisbeerwein oder Met war. Er ließ sich aus der Dorfchronik berichten, wie Lüttenmark entstand und ließ dann seine Karosse vorfahren, in der er mit seinem Gefolge nach Boizenburg fuhr, um ein Schiff zu besteigen.
Die Geschichte wurde von einer alten Dame überliefert, die sie von ihrer Mutter gehört hat.                                           

Wer kann näheres dazu sagen? Und wer weiß, wo die Dorfchronik geblieben ist? Gibt es davon vielleicht in einem der Häuser eine Abschrift?  Martha Hallmann

Wäre es nicht schön, wenn dieses Ereignis alle 2 Jahre in Lüttenmark nachgespielt würde? Vielleicht ließen sich in der Umgebung ja Kaiser und Kaiserin finden oder wählen lassen, die Hauptrollen übernehmen?

Ja, aber wer mag schon den Kaiser? Wenn es wenigstens Blücher oder Lützow gewesen wären, oder sonst ein Mecklenburger. i