Bauern in NOT

Geschrieben von wv am .

Bauern sind in Not Bauern sind in Deutschland in der Zwickmühle zwischen EG und Bauernverband, die immer mehr an Produktion und größere Höfe fördern und zwischen Vermarktern mit Aldi, Lidl & Co sowie Billigkonsumenten, die das Billigste kaufen. 

Das führt zu Überdüngung, Riesenmaisfeldern, Verunreinigung von Wasser und Böden, zu Antibiotika in Produkten, Massentierhaltung, Wasserfleisch und ungesunden Nahrungsmitteln. Mich wundert, dass Parteien, Krankenversicherungen, Bauern, Konsumenten, Gewerkschaften, Verbände nicht energischer dagegen wehren. Die Bauern sind ja wirklich in Not. Der Verbraucher denkt, dass bei den heutigen Bodenpreisen es doch kein Problem sei, dann eben Höfe zu verkaufen und Millionär zu werden. Insofern wäre nur das Problem, dass die Jahrhunderte bewährte Bauernkultur verloren gingen wegen Billigkonsum. Das ist nicht Ziel. Die Bauern sind auch zu verstehen. Ihre Familienkultur, ihr Beruf, ihre Grundeinstellung zur Heimat, zur Erde, zum Leben ist gut. Das, was sie als gut empfinden, haben sie jahrelang zu sehr weggedrückt, da sie gute Gewinne machten und teils viel verdienten. Oft haben sie auch nicht anderes gelernt und sind auch nicht die Typen und nicht in der Lage, künftig da als Angestellter zu arbeiten, wenn sie vorher immer ihr eigener Chef waren. Insofern sind sie in einer Doppelzwickmühle, selbst wenn ein Millionärsdasein reizen würde. Oft ist es aber auch nicht so viel, was sie beim Verkauf als Gewinn erzielen würden.  

Wie ist diese Doppelzwickmühle lösbar? Es braucht vom Bauern bis zum Verbraucher eine neue Denke. Liebe zu Heimat und Natur sind nicht nur konservativ, sondern menschlich. Treckerdemos und Direktvermarktung mit Hofläden allein genügen nicht, Ökolandwirtschaft mit guten, teuren Produkten allein auch nicht. Eine Kombination ist schon besser. Aber noch besser ist es, deutschlandweit und europaweit Bauernverbände und neue Zusammenschlüsse dazu zu bringen, zusammen mit zukunftsorientierten und geundheitsfördender Parteien, Initiativen und Verbänden die EU-Gesetzgebung dazu zu bringen, zu sorgen für Gesetze und Zuschüsse für Gesundheit, Kleinbauern und Rückdrängung der Agrarindustrie. So lange wie Lobbyisten Parteien und ihre Mitarbeiter schmieren, ist das schwer. Deshalb braucht es hier strenge Antischmiergesetze. Nicht nur für Bauern.   (AUS FM 350)

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