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Herbstlieder

Geschrieben von hedo holland am . Veröffentlicht in Liedtextearchiv

Sammlung von Wandervogel - Herbstliedern • Stand 2007

Bei einigen Liedern wurden Strophen für den eigenen Gebrauch hinzu gefügt bzw. Veränderungen vorgenommen. Auch sind noch einige Fehler in der Liste. Wir freuen uns, wenn das nicht beanstandet wird, sonst nehmen wir die Lieder mit Autorenbeanstandungen gern heraus und fügen andere an.

wandervogel e.v., Leisterförder Str. 23, D-19258 Lüttenmark
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Als der Herbst gekommen war

1.    Als der Herbst gekommen war, saß am Brunnen Petruschka.
    ||: Hej, hej, Petruschka, sahst du nicht, was da geschah? :||

2.    Denn Marusja ging vorbei, und sie sagte: „Komm zum Tchai!"
    ||: Hej, hej, Petruschka! Wie er ihre Augen sah! :||

3.    Und es summt vom Samovar; feine Kuchen backt sie da.
    ||: Hej, hej, Petruschka! Welch ein Festmahl wartet da! :||

4.    Doch der Tee wird schal und kalt, und die Kuchen werden alt.
    ||: Hej, hej, Petruachka! Wie Marusja zornig war! :||

5.    In den Wald ritt Petruschka. Jeder lachte, der es sah.
    ||: Hej, hej, Petruschka, wo der Wald am schönsten war. :||

Bunt sind schon die Wälder

1. Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder,
und der Herbst beginnt. Rote Blätter fallen,
graue Nebel wallen, kühler weht der Wind.

2. Wie die volle Traube aus dem Rosenlaube
purpur farbig strahlt! Am Gelände reifen Pfirsiche,
mit Streifen rot und weiß bemalt.

3. Flinke Träger springen und die Mädchen singen,
alles jubelt froh! Bunte Bänder schweben zwischen
hohen Reben auf dem Hut von Stroh.

4. Geige tönt und Flöte bei der Abendröte und im
Mondesglanz; junge Winzerinnen winken und
beginnen frohen Ringeltanz.

(5. Welch ein Äpfelregen rauscht vom Baum. Es legen
ihre Körbchen sie. Mädchen leicht geschürzet
und ihr Röckchen kürzet sich bis an die Knie.)

(6.Winzer, füllt die Fässer! Eimer, krumme Messer,
Butten sind bereit! Lohn für Müh und Plage
sind die frohen Tage in der Lesezeit.)

(7.Unsere Mädchen singen, und die Träger springen.
Alles ist so froh. Bunte Bänder schweben,
zwischen hohen Reben auf dem Hut von Stroh.)


Das ist der Morgen

1. Das ist der Morgen, Nacht ist vergangen. Nachtvögel sangen ihr letztes Lied.
das ist der Morgen, Kinder erwachen,
singen und lachen, und du singst mit.

2. Die Morgensonne schickt ihre Strahlen, Tautropfen fallen Perlen im Licht.
Tränen von gestern, wenn sie zerfließen
auf bunten Wiesen siehst du sie nicht.

3. Aus Wald und Feldern atmet die Erde. Nachtschwarze Pferde fliegen vorbei.
Da kommt das Leben auf allen Wegen,
kommt uns entgegen jeden Tag neu.

4. Das ist der Morgen, Nacht ist vergangen, Nachtvögel sangen ihr letztes Lied.
Das ist der Morgen, Kinder erwachen, singen und lachen, und du singst mit.

M:Cat Stevens, T:Ulrich Maske

Hans Spielmann

1. Hans Spielmann, stimme deine Fiedel, es geht im Schritt und Tritt.
Zum Abschied noch ein lustig Liedel, wer Lust hat, singe mit.
Wir ziehen in die Weite, ja weite, wunderschöne Welt hinaus.
Frisch auf zum frohen Wandern, wer Lust hat, bleibt zu Haus.

2. Ist heut der Himmel klar und heiter und morgen grau und trüb,
wir ziehen unsre Straße weiter und singen noch ein Lied.
Was soll denn weiter werden, als zu dem Bauern in ein warmes Nest,
das macht uns kein Beschwerden, ist besser, als Arrest.

3.Und fort gehts wieder dann beizeiten, der Hunger plagt uns sehr,
der Wirt will uns kein Mahl bereiten, dieweil der Beutel leer.
Das macht uns keine Sorgen. Sagt an, ihr Herrn, was kostet eure Welt?
Mit Fiedel und mit Bogen ist auch ein Fest bestellt.

4. Die Wolken ziehen in die Weiten, die Wandervögel fliegen mit.
Und kommen auch mal schlechte Zeiten, wir singen unser Lied.
Die Wanderlieder klingen, Zupfgeigenhansel soll uns Zeichen sein,
der uns ‚ne Mahlzeit bringe, dazu ein Gläschen Gänsewein.

Herbst ist da, der Sommer verging

1. Herbst ist da, der Sommer verging, kühler die Winde wehn.
   /: Hinter den Wäldern, über Feldern glänzet der Mond so schön.:/

2. Herbst ist da, so singe ein Lied, mag auch der Sommer vergehn.
   /: Heller die Sterne, näher die Ferne, glänzet der Mond so schön. :/

3. Herbst ist da, bald ruhet das Land, der Sommer verging,
   /: Vögel gen Süden zieh'n. Leer sind die Felder, stiller die Wälder, Wolken am Himmel flieh'n. :/

4. Herbst ist da, bald ruhet das Land, sommerlich Lied verklingt.
   /: Will nichts mehr fragen, will nichts mehr sagen, Nebel sein Spiel beginnt. :/

5. Autumn comes, the summer is past, winter will come too soon.
   /: Stars will shine clearer, skies seem nearer under the harvest moon. :/       

6. Autumn comes, but let us be glad,singing an autumn tune.
   /: Hearts will be lighter, nights seems brighter under the harvest moon. :/

7. Herbst ist da, der Sommer verging, das Sommerlied verklingt nie.
   /: Über den Wäldern, aus den Feldern klingt seine Melodie. :/

Ich bin auch in Ravenna gewesen

1. Ich bin auch in Ravenna gewesen, ist eine kleine, tote, Stadt,
die Kirchen und viele Ruinen hat. Man kann davon in den Büchern lesen.

2. Du gehst hindurch und schaust dich um. die Straßen sind so trüb
und nass und sind so tausendjährig stumm, und überall wächst Moos und Gras.

3. Das ist, wie alte Lieder sind: Man hört sie an, und keiner lacht,
und jeder lauscht, und jeder sinnt hernach daran bis in die Nacht.

Möge die Straße – Irische Segenswünsche

1.Möge die Straße uns zusammen führen, und der Wind in deinem Rücken sein.
Sanft falle Regen auf deine Felder, und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.

R: //: Und bis wir uns wieder sehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.://

2.Führe die Straße, die du gehst, immer nur zu deinem Ziel bergan, hab,
wenn es kühl wird, warme Gedanken und den vollen Mond in dunkler Pracht.

3. Hab unterm Kopf ein weiches Kissen, habe Kleidung und das täglich Brot.
Sei über vierzig Jahre im Himmel, bevor der Teufel merkt, du bist schon tot.

4. bis wir uns mal wieder sehen, hoff ich, dass got dich nicht verlässt.
Er halte dich in seinen Händen, doch halte seine Faust dich nie zu fest.

O lio lio la - Der Mensch kann manche Sachen

1. Der Mensch kann manche Sachen ganz für sich selber machen, laut lachen oder singen,
kreuzweis im Tanze springen. Doch bringt das nicht die reine
Erfüllung so alleine, es wird gleich amüsanter, betreibt man's miteinander.

Refrain: Oli, oli, ola, wir sind miteinander da, zusammen und gemeinsam,
nicht einsam und alleinsam.
Oli, oli, ola, miteinander geht es ja, wenn wir zusammen kommen,
komm' wir der Sache nah.

2. Zu manchen Tätigkeiten, bedarf es eines Zweiten, so etwa zum Begleiten,
zum Tratschen und zum Streiten. Auch das zusammen Singen,
soll zweisam besser klingen, erst recht in Liebesdingen lässt sich zu zweit mehr bringen.

3. Sodann das Fußballspielen geht immer nur mit vielen, wie auch das Volksfest feiern
und das nicht nur in Bayern. Auch Demonstrationen, wenn sie den Aufwand lohnen,
erfordern eine Menge an menschlichem Gedränge.

4. Im wesentlichen Falle, da brauchen wir uns alle auf diesem Erdenballe, damit er nicht zerknalle.
Schiebt alle Streitigkeiten für eine Weil beiseiten,
und lasst uns drüber streiten dereinst in Friedenszeiten.

5. Befällt uns das Verzagen so müssen wir's verjagen, vielleicht zusammen singen,
ein Fass zu Ende bringen. Lasst uns zusammen juchzen und wenn es sein muß schluchzen,
Der Mensch braucht jede Menge an menschlichem Gedränge.

Schilf bleicht die langen, welkenden Haare

1. Schilf bleicht die langen, welkenden Haare - strähnengleich unterm Regenwind grau.
Schilf taucht die heißen Sommerglanztage wild in den See, die Möve schreit rauh.

Refr. Kiefern im Wind, die Klippen sind wach,
jäh sprüht der See ins Schilfhüttendach.
Asche ist auf die uralten Steine
wie weißer Staub geweht.

2. Feuer ist in den dämmernden Stunden lange erloschen, der Tag ist es schon.
Graugänse sind am Morgen gekommen. Welk auf der Schwelle schläft roter Mohn.

3. Ach, diese letzten Tage und Stunden. Morgen ist unsre Fahrt schon vorbei.
Weit ist die alte Tür aufgesprungen. Strandhell erschallt der Herbstmövenschrei.

4. Weht aus den Fugen weit in die Ödmark, frierend macht mich das Sturmbrausen taub.
Schlaft noch und träumt von den Felsen und Mauern, legt euch im Mantel unter das Laub.

Summt der Regen

1. Summt der Regen am Abend ins Tal, träumt mein Zelt von den Lommen.
Über den Strom, über Klippen und Rohr ist ihr Rufen gekommen.
║:Jäh aus Wind wie ein heiseres Lied und schrill im pfeifenden Wehen,
rudern die Lommen der Dämmerung zu, nachtwärts, heim zu den Seen.:║

2. Schlaf, mein Zelt, wenn der Schlafregen fällt, Elche ziehen ans Ufer.
Schlaf, mein Zelt, in der summenden Nacht, hör am Strande den Rufer.
║:Friedlos irrt in den Klippen der Schrei, und Wellen hör ich in Steinen.
Wind saust im Zeltdach, und schwer ist der Schlaf. Hör die Mooswälder weinen.:║

3. Regen, Regen, die Wache ist lang, singt ertrunkene Sage.
Lauscht mein Herz bis zum Rande der Welt, lauscht in Nächte und Tage.
║: Lauscht und hört aus den Stunden den Gang, die Füchse klagen und heulen.
Schlafregen fällt, doch die Wildnis ist wach, draußen jagen die Eulen.:║

4. Zelt, mein Zelt, bis zum Rande der Welt zählt der Regen die Stunden.
Fremdheit, Wildnis sind ringsum und nah, Schlaf im Nachtgang geschwunden.
║:Keiner weiß, wie der dämmernde Tag dort fahl zum Strand ist gekommen.
Rätselhaft kehren aus Wäldern der Nacht heiser heimwärts die Lommen.:║

Wenn der Abend naht

Wenn der Abend naht ©

1. Wenn der Abend naht ganz sacht + leis, finden wir uns ein im Feuerkreis.
R: Und wer nie an seine Freunde denkt und auch nie den roten Wein ausschenkt,
der kann bleiben, wo er ist. Draußen weht gewiss ein kalter Wind,
doch die Feuer nicht erloschen sind, für uns Sänger, wie ihr wisst!

2. Schatten flackern am Ruinenrand. Hat das Singen dich nicht längst gebannt?

3. Wer da glaubt, er könnt' alleine geh'n, wird in dieser Welt sehr leicht verweh'n.

4. Freunde, treffen wir uns hier im Kreis, singen wir zusammen nochmals leis....

T+M:

Wenn einer sagt

1. Wenn einer sagt: „Ich mag dich, du, ich find dich ehrlich gut.",
dann krieg ich eine Gänsehaut und auch ein bisschen Mut.

2. Wenn einer sagt: „Ich brauch dich, du, ich schaff es nicht allein.",
dann kribbelt es in meinem Bauch, ich fühl mich nicht mehr klein.

3. Wenn einer sagt: „Komm geh mit mir, zusammen sind wir was.",
dann werd ich rot, weil ich mich freu', dann macht das Leben Spaß.

4. Gott sagt zu dir: „Ich hab dich lieb. Ich wär so gern dein Freund.
Und das, was du allein nicht schaffst, das schaffen wir vereint."

Wir wollen zu Land ausfahren

1. Wir wollen zu Land ausfahren, über die Fluren weit,
aufwärts zu den klaren Gipfeln der Einsamkeit.
Lauschen, woher der Sturmwind braust, schauen,
was hinter den Bergen haust,
und wie die Welt so weit.

2. Fremde Wasser dort springen, sie sollen unser Weiser sein,
froh wir wandern und singen Lieder ins Land hinein.
Brennt uns ein Feuer an gastlicher Statt,
sind wir geborgen und schmausen uns satt,
und die Flammen leuchten darein.

3. Und steigt aus tiefem Tale heimlich und schön die Nacht,
sind vom Mondenstrahle Gnomen und Elfen erwacht,
dämpfet die Stimmen, die Schritte im Wald,
so hört ihr und seht ihr manch Zaubergestalt,
die wallt mit uns durch die Nacht.

4. Es blühet im Walde tief drinnen die blaue Blume fein.
Die Blume zu gewinnen, zieh'n wir ins Land hinein.
Es rauschen die Bäume, es murmelt der Fluss.
Und wer die blaue Blume finden will, der muss
ein Wandervogel sein.

Zieht hin nach Süd

1. Zieht hin nach Süd der Goldpirol, sagen die Schwalben „Lebewohl".
Lila die Herbstzeitlosen blühn, feuerrot Kirschenblätter glühn.
wie malt der Herbst ein leuchtendes Bild! Abschied vom Sommer stimmt uns so mild.
Sag nicht „adieu", auch ich muß gehn, sage mir nur „auf Wiedersehn!"

2. Tanzende Blätter wehn im Wind, leicht wie Gedankenträume sind.
Denk an des Sommers Wiederkehr, dann fällt der Abschied nicht so schwer.
Stunden wie Perlen aufgereiht : schimmerndes Band gemeinsamer Zeit.
Sag nicht adieu...

3. Was unsre Sommerfreude war, wird für uns neu im nächsten Jahr.
Uns bleibt die Sonne immer treu, alle die Blumen blühn aufs neu.
Kehrt dann der Goldpirol zurück, kommt auch der Lenz, der Sommer, das Glück.
Sag nicht adieu...