Eine neue Biografie über Peter Rohland

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Eine neue Biografie über Peter Rohland

Anderen, wie Hanns Dieter Hüsch, Reinhard Mey und Hannes Wader  war es vergönnt, ihre Lebensbeschreibung selbst in die Hand zu nehmen. Peter Rohland – Pitter – hatte diese Chance nicht. Trotzdem bleibt er lebendig.  

Seine trauernden Jugendfreunde, Angehörigen und „Fans“ haben sein Erbe bewahrt.

  • Schon früh sind die meisten der von ihm selbst aufgezeichneten Lieder publiziert worden.
  • Seine Freunde, Bewunderer und die Familie haben Erinnerungen zu Papier gebracht und mit Nachrufen und mehreren Gedenk-Veranstaltungen sein Gedächtnis aufrecht erhalten.
  • Der Pitter-Bewunderer Matthias Vogel hat Pitters umfangreichen schriftlichen Nachlass gesammelt; dieser wurde durch Vermittlung von Wolf Hempel im Archiv des SWF fachmännisch dokumentiert und kann im Deutschen Volksliedarchiv in Freiburg eingesehen werden.
  • Eckard Holler hat das vorliegende Material und persönliche Erinnerungen an Pitter in einer ersten Biografie zusammengefasst; sie ist 2005 unter dem Titel Peter Volksliedsänger zwischen bündischer Jugend und deutschem Folkrevival als Heft 24 der Reihe puls im Verlag der Jugendbewegung erschienen.
  • Seit 2006 nimmt sich die von Klaus Peter Möller und Joachim Michael und anderen Freunden gegründete Peter Rohland Stiftung zur Förderung des Liedes der Pflege des künstlerischen Nachlasses von Pitter an und versucht, in seinem Sinne weiter zu wirken. 2007 wurde dazu eine Wanderausstellung „Peter Rohland Leben und Werk 1933-1966“ (Kuratoren Joachim Michael und Wolfgang Züfle) erstellt, die an verschiedenen beziehungsreichen Orten der interessierten Öffentlichkeit präsentiert wurde.
  • 2014 gab Helmut König (helm) im Auftrag der Stiftung das Liederbuch „pitters lieder“ heraus.

Nun ist eine Monografie erschienen, die Pitters Leben und Werk neu ausleuchtet. Und dies aus der Perspektive eines Weggefährten, der seinerzeit mit Pitter auf der Bühne gestanden hat, der auch heute noch auftritt und die Erinnerung an damals wach hält.

Hanno Botsch – wer, wenn nicht er, könnte uns mehr über die damalige Zeit berichten?
Kennengelernt haben sich Pitter und Hanno in Berlin bei einem Jungenschaftstreffen. Als  Pitter später daran ging, sein Ensemble aufzubauen, begann die gemeinsame Arbeit an Pitters Jiddisch-Programm, bei dem Hanno Botsch die Geige spielte.  

Hanno Botsch erinnert an die Etappen der erfolgreichen gemeinsamen Tournee durch die Republik, an die Vorstellungen auf den Waldeck-Festivals, an Pitters Pläne und Vorhaben und an die weiteren Stationen seines viel zu kurzen Werdegangs als Musiker.

Mit Erinnerungen hat es Hanno Botsch jedoch nicht bewenden lassen. Er zeichnet darüber hinaus ein lebendiges Bild der Persönlichkeit von Peter Rohland.

Während Eckard Holler in seiner Biografie den Fokus auf die Einordnung der Etappen von Pitters Leben und Wirken in ihren zeitgenössischen Kontext richtet, steht im Mittelpunkt von Hanno Botschs Arbeit Pitters eigene Gedanken- und Erlebniswelt. Dazu lässt er ihn in ausführlichen Zitaten selbst zu Wort kommen und wählt dabei eine eher inhaltlich-assoziative als eine streng chronologische Anordnung der Zitate, die ohnehin nicht immer datiert waren.

An diesen Einblicken in den schriftlichen Nachlass kann man erkennen, dass Peter Rohland mit der Feder nicht weniger begabt war als mit der Gitarre. Seine Ausdruckskraft und Sensibilität zeigt sich nicht nur in seiner Musik, sondern auch in seinen Gedichten, in seinen Briefen, Erlebnisberichten und dem Tagebuch, das er schon in früher Jugend geführt hat, um sich selbst Rechenschaft abzulegen über sein Denken, Fühlen und Tun.  (Darin druckreif erzählt und sehr berührend: die Geschichte von einem seiner Lehrer, dem der Krieg das Leben zerstört hatte.)

Beim Lesen ersteht ein vielfarbiges  Bild von dem Menschen Peter Rohland, und man bekommt einen Eindruck davon, dass es nicht allein die schöne Stimme und die Musikalität waren, sondern auch sein geistiger Habitus, der ihn als einen besonderen Künstler auszeichnete.

Gisela Möller-Pantleon

Hanno Botsch: Peter Rohland. Biographie  –  Erinnerungen, Tagebücher, Reflexionen, 96148 Baunach (Spurbuchverlag) März 2021, 159 Seiten, ISBN 978-3-88778-607-6  

Hans Bollinger - Auf vielen Straßen dieserWelt mit Liedern unterwegs zu Abenteuern

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.   spurbuchverlag

Hans ist Musiker und Pädagoge, war in den letzten Jahren von Oelb Fahrtenleiter des Nerother Wandervogels und hat eine spannende Schreibe.

Bei den Nerother gehören Strapazen, Fotografie, Liedvorträge, Fahrtenabschlussfeuer mit Urkunden dazu. So werden Erlebnisse und Anstrengungen der Fahrt gefeiert und symbolisiert und damit verewigt. Gitarre, Lieder Lagerfeuer sind der magsiche Gleichklang der Wandervogelfahrten.

Spanien, Italien, Portugal, Griechenland und Lappland, die Geschichte der Wandervogelbewegung und des Nerother Bundes stehen mit Oelb zusammen im Mittelpunkt.

Nochnie habe ich über Oelb den bedeutenden Mitgründer und Baumeister des Nerother Wandervogels so ausführlich und liebevoll gelesen.

Neu und eindrucksvoll ist für mich, dass über ein Icon mit App neben Liedtexten im Buch Lieder per Händi eingescannt und gehört werden können. Das kann die gesamte Musikindustrie beeinflussen.

Neben 

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Florian Schneider: Schangsongs, www.fl

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Florian Schneider ist ein Schweizer Liedermacher, der aber zum Glück fürs norddeutsch geprägte Ohr ein südlich geprägtes Schriftdeutsch singt.

Und wie er singt! Kräftige, klangvolle Stimme (erinnert sich hier noch jemand an Karl Wolfram? Das ist die erste Assoziation beim Hören).

Seine Lieder und sein Vortrag wirken total aus der Zeit gefallen, eine Erinnerung an damals, als Leute wie er Bänkelsänger genannt wurden.

Aber es ist nichts Altmodisches an seinen „Liebesliedern, Balladen, Reiseliedern, Moritaten“ – so der Untertitel der CD. Er schreibt selbst, übersetzt aber auch gern die Sachen berühmter Kollegen, hier z.B. Tom Waits und Robert Burns. Oder „trad“, die dramatische Geschichte von The Lily of the West“ heißt hier „Lili von Waldweid“ (der Man of high degree wird hier zum „fremden Mann“, was der Sache gesellschaftlich gesehen noch einen anderen Anstrich gibt).

Er singt inbrünstig einen Choral, dann wiederum bringt er eine blutrünstige Moritat, die nicht einmal Helmut Qualtinger gruseliger hingekriegt hätte. Kurzum, grandios, und schnell noch ein großes Lob für den Geiger Adam Taubitz.

Florian Schneider: Schangsongs, www.fl

Liv Solveig: Slow Travels, Cargo Records, www.livsolveig.com (GH) Rezi

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Liv Solveig ist Norwegerin, sie schreibt und singt auf Englisch, und in der Pressemeldung steht über ihr Debütalbum „Slow Travels“, es sei „eine Ode an den Delay“ und „Atmosphärische Klangbilder mit urbanem Puls“. Das klingt so grauenhaft, dass man sich zusammenreißen muss, um überhaupt reinzuhören, aber um so größer ist die Überraschung: Es ist eine wunderbare CD, und Liv Solveig gehört nicht zu den Leuten, die unbedingt in einer anderen Sprache singen wollen und sich nicht weiter um die Aussprache scheren.

Von Stimme und Stil her erinnert sie an die McGarrigle-Schwestern, und das ist doch schon mal großartig. Sie schreibt ihre Melodien im derzeit angesagten internationalen Liedermacherstil, auch gut (deutlich bei „Start again“). Beim ersten Lied legt sie wildes Tempo vor, feine Melancholie prägt die übrigen, bisweilen sehr kurzen Lieder („One morning in Harlem“ hat nur vier Zeilen).

Eine interessante Bekanntschaft und ein wirklicher Hörgenuss.

Liv Solveig: Slow Travels, Cargo Records, www.livsolveig.com (GH)

Und was steuern wir an? Und halten wir kurs?Kontinuität und Brüche im jungenschaftlichen Neubeginn nach 1945

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Und was steuern wir an? Und halten wir kurs?

Fritz Schmidt – fouché. Band 9 der Schriftenkreise in Verbindung mit dem Mindener Kreis (Eckard Holler, Fritz Schmidt, Pit Stibane) Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  030-5449 1470

Kontinuität und Brüche im jungenschaftlichen Neubeginn nach 1945

Dem Andenken an Diethart Kerbs (1937 – 2013) gewidmet

Arno Klönne, Klas Peter Möller – molo -, hanno Botsch, Eckhard Holler –zeko, Frith Schmidt – fouché, Diethart Kerbs und viele andere

Die Autoren setzen sich mit verschiedenen Perioden von jungenschaft in bestimmten Städten und überregional zwischen 1937 und 1995 auseinander.

jungenschaften. Städte wie Aachen, Lüneburg, Karlsruhe werden vorgest3ellt. Neue Erkenntnisse zur Situation von tusk in der DDR,bis zu seinem Ausschluss aus der SED, Themen der Einmündung von jungenschaften die in die 68er Bewegung.Ebenfalls geht es um die Widersrpüchlichkeit der Lieder in den jungenschaften, ein Thema, das ebenso wie die unterschiedlichen politischen Richtungen eins beweisen. Jungenschaften waren nicht nur Reste oder Wiederbelebungen von tusks dj 1.11. Sie waren ein Lebensprinzip der Selbsterprobung in einem bestimmten Alter, teils auch mit Mädchen. Wenige jungenschaftsbünde strebten den Lebensbund an oder hatten einen unterstützenden Eltern- und Freundesrat, wie mehrere Wandervogelbünde. Die durch tusk geprägten Begriffe wie Kohte, Jurte, Horte, jungenschaft, Tschai und Jungenschaftsjacke. (Juja) sind von Pfadinfer- und Wandervogelbünden weithin übernommen worden.

Die Liederbücher „Turm“ wurden großenteils von Jungenschaftlern gestaltet.

Der Buch liegt ein  CD mit „Lieder der Jungenschaft vom Baslertorturm Karlsruhe-Durlach 1962 – 1966 bei. Die damals gesteckten Ziele: Was steuern wir an? gelten nicht für heute. h

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Werner Bros. Skiffle in Finnland

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Hankasalmi 

In Hankasalmi, dort, wohn Michael in Finnland auf dem Johannisbeerhof lebt, gibt es in jedem Juli ein eins der größten europäischen Skifflefeste. Dort traten die Werner Brüder zu sechst auf und liefert ein Feuerwerk an Mandolinen-, Rhythmus- und Gitarrenmusik wie es mitreißend fetzt.

Wer im Juli in Finnland dabei sein möchte, der melde sich bei Michael.

Fred Ape - Bedingungslos! *****

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Fred Ape ***** Bedingungslos. www.ruhrfolk.de

Fred Ape singt seine Chansons, die unsere Gesellschaft durchleuchten für Hoffnung, Mitmenschlichkeit, Toleranz,  Kritik, Flüchtlinge, Nachbarschaft, Klima, feines Gespür für „Donquischottische Kritik“, Humor- ein Lobbyist der neuen Zeit.

CD vom Bardentreffen 2019 von Manni

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Hallo, Ihr lieben Freunde und Freundinnen des Bardensingens! Die neue CD – Bardentreffen 2019 – hat endlich (!) das Licht der Welt erblickt und hofft auf reichlichen Zuspruch, damit die Herstellungskosten wenigstens halbwegs gedeckt werden.

MICHAEL WITTE - DER HASE LEBEN

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Michael Witte  -  Der Hase Leben                                  timezone-records / www.michael-witte.de

Das ist wirklich ein Album zum Ohren-Spitzen. Der Osnabrücker Songwriter und Musiker kommt hier mit acht  sorgfältig ausgewählten Songs daher, die volle Aufmerksamkeit verlangen -und auch verdienen.

Joana - Wir sind viele

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CD von Joana zugesandt www.joana.de

Von 1960 bis 2006 war sie eine unserer Bühnenfrauen.

Mit dem Lied „Wir sind viele“ hat sie das herausragende Lied von Luis Llach aus Katalonien für uns neu auf Deutsch übersetzt und zu einem Hoffnungslied gemacht. Das schöne Lied, das wir von Hein & Oss Kröher als „Der Pfahl – Sonnig begann es zu tagen“ im Wandervogelgreifen haben. Und Joanas Übersetzung habe ich jetzt erst kennen gelernt. Die Melodie kennt Ihr ja. Der Text ist so zu uns passend, dass ich ihn Euch vorstellen möchte:

www.spurbuch.de